Nach Trumps Nahostinitiative:Abbas kappt Beziehungen zu USA und Israel – n-tv NACHRICHTEN

Der Nahostplan von US-Präsident Trump stößt bei den Palästinensern auf Ablehnung. Präsident Abbas will nach der Initiative aus Washington die Beziehungen zu den USA und Israel gar komplett abbrechen.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat den “Abbruch aller Beziehungen” zu Israel und den USA angekündigt. Das gab Abbas in Kairo vor einer Dringlichkeitssitzung der Arabischen Liga zum umstrittenen Nahostplan von US-Präsident Donald Trump bekannt.

Abbas sagte nun, die Palästinenserbehörde werde “alle Beziehungen” auch im Sicherheitsbereich mit Israel und den USA beenden. Der Nahostplan der USA sei eine “Verletzung der Abkommen von Oslo”, die in den 1990er-Jahren mit Israel unterzeichnet worden waren. Israel werde als “Besatzungsmacht” der Palästinensergebiete die Verantwortung tragen müssen.

Trump hatte in dieser Woche einen Plan zur Beilegung des Nahost-Konflikts vorgelegt. Er sieht in seinem Nahost-Plan nach eigenen Angaben eine Zwei-Staaten-Lösung für Israel und die Palästinenser vor. Jerusalem soll demnach die “ungeteilte Hauptstadt” Israels sein. Zugleich versprach er den Palästinensern für einen künftigen eigenen Staat eine Hauptstadt in einem Ost-Jerusalemer Vorort sowie eine Verdoppelung ihres Territoriums. Dafür sollen die Palästinenser ihre Waffen abgeben und Israels Verantwortung für die Sicherheit im Westjordanland akzeptieren.

Bereits kurz nach Trumps Ankündigung hatte Abbas den Nahost-Plan scharf kritisiert. Dieser werde “im Mülleimer der Geschichte landen”, sagte er im palästinensischen Fernsehen. Die Rolle der Palästinensischen Autonomiebehörde werde sich ändern. Genauere Angaben machte er dazu nicht. “Nachdem wir all diesen Müll gehört haben, sagen wir erneut ‘Nein’ zum ‘Deal des Jahrhunderts’.”

Source: n-tv.de

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