Nach Parteitag: Dreyer kündigt Rückzug aus SPD-Spitze an – SPIEGEL ONLINE

Malu Dreyer hat zwei Tage nach dem Votum der SPD-Basis für Walter-Borjans und Esken ihren Rücktritt angekündigt. Sie will sich auf ihre Aufgabe als Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz konzentrieren.

Sie sei immer in erster Linie Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz gewesen: Malu Dreyer (SPD), kommissarische Parteivorsitzende, zieht sich von der SPD-Spitze zurück.

DPA/ Britta Pedersen

Sie sei immer in erster Linie Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz gewesen: Malu Dreyer (SPD), kommissarische Parteivorsitzende, zieht sich von der SPD-Spitze zurück.

Zwei Tage nach dem SPD-Mitgliederentscheid für Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans hat die bisherige kommissarische Bundesvorsitzende der Partei Malu Dreyer ihren Rückzug aus der Führung der Bundes-SPD angekündigt. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin sagte dazu: “Ich habe mich entschieden, mich nach dem Parteitag der SPD auf unser schönes Bundesland zu konzentrieren”.

“Ich war gerne Stellvertreterin, und ich war auch sehr gerne kommissarische Bundesvorsitzende unserer wunderbaren Partei”, sagte die 58-Jährige (lesen Sie hier, was Sie über die Zeit in Berlin sagt). Ihre Entscheidung zum Rückzug habe sie aber schon vor einiger Zeit getroffen. Die beiden Kandidatenduos für die SPD-Spitze habe sie darüber bereits vor dem Ergebnis des Mitgliederentscheids am Wochenende informiert.

Sie habe immer gesagt: “Ich bin in erster Linie Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz”, sagte Dreyer. “Ich habe vor und nach der Wahl gesagt: Die SPD braucht alle; wir müssen an verschiedenen Stellen für eine starke SPD kämpfen.” Deswegen werde sie auch weiterhin auf Bundesebene Verantwortung übernehmen: als Koordinatorin der SPD-Länder und als Ministerpräsidentin.

Beim SPD-Mitgliederentscheid über den Parteivorsitz hatten sich am Samstag der frühere nordrhein-westfälische Finanzminister Norbert Walter-Borjans und die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken mit 53 Prozent durchgesetzt. Die Konkurrenten Olaf Scholz und Klara Geywitz erhielten nur 45 Prozent der Stimmen. Offiziell gewählt ist die neue Doppelspitze damit aber noch nicht. Der Parteitag muss sie noch bestätigen, was allerdings als sicher gilt.

Source: spiegel.de

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