Maddie McCann: Christian B. soll Tat in Bar gestanden haben – neuer Horror-Verdacht | Welt – tz.de

Maddie McCann gilt seit 2007 als vermisst. Gibt es nun endlich den Durchbruch im Rätsel um das kleine Mädchen? Es gibt eindeutige Spuren, die zu einem deutschen Mann führen. Und nicht nur das.

Update vom 5. Juni, 20.40 Uhr: Die Ermittlungen um den tatverdächtigen Christian B. im Fall Maddie McCann zeigen immer mehr mögliche Verstrickungen mit anderen Vermisstenfällen auf.

Die Staatsanwaltschaft untersucht bereits Zusammenhänge mit dem Verschwinden der kleinen Inga. Nun prüfen die Ermittler auch Verbindungen zum Verschwinden eines sechsjährigen, deutschen Jungen im Jahr 1996 an der portugiesischen Algarve, wo auch Maddie McCann verschwand.

Vermisste Maddie: Ermittler waren Christian B. bereits seit Jahren auf der Spur

Update vom 5. Juni, 18.10 Uhr: Christian B., der Tatverdächtige im Fall Maddie McCann, ist bereits seit einigen Jahren im Visier der Ermittler. Die Polizei soll die Wohnung eines ehemaligen Mitbewohners, Alexander B., demnach bereits im Jahr 2018 durchsucht haben.

Vor zwei Jahren wurde Alexander B., bei dem Christian B. nach Maddies Verschwinden wohnte, daher zunächst in Bezug auf ein Kapitalverbrechen des Tatverdächtigen verhört.

Von den Straftaten des Christian B. wusste der Mitbewohner nach eigener Aussage nichts, berichtet Bild. Lediglich von einem Diesel-Diebstahl in Portugal habe er ihm erzählt. Der Tatverdächtige hatte bereits zuvor mit seinen Taten geprahlt (Update von 15.00 Uhr).

Ein Jahr später sprachen die Ermittler den Bekannten anschließend direkt auf Maddie an. Ihm wurde mitgeteilt, dass ihm Fall ihrer Entführung und Ermordung gegen Christian B. ermittelt werde.

Vermisste Maddie: Christian B. soll Tat in Bar gestanden haben

Update vom 5. Juni, 15.00 Uhr: Als „Aktenzeichen XY“ am Mittwoch mit dem Zeugenaufruf im Fall der seit 13 Jahren vermissten Maddie McCann an die Öffentlichkeit ging, waren Ermittler dem deutschen Christian B. bereits seit Jahren auf der Spur. 

Wie Bild unter Berufung auf einen Bekannten des Mannes berichtet, soll die Polizei die Wohnung von Alexander B., einem ehemaligen Mitbewohner des nun dringend Tatverdächtigen, bereits vor zwei Jahren durchsucht haben. Schon jetzt ist klar: Christian B. wurde bereits 17 Mal verurteilt, auch Missbrauch und Vergewaltigung zählen zu seinen Vorstrafen. 

Wie der Spiegel nun berichtet, äußerte sich der Deutsche bereits im Jahr 2013 gegenüber einem Bekannten, er sprach in dem Chat demnach über seine widerlichen Fantasien. Das Chat-Protokoll, das dem Spiegel aus dem Ermittlungsakten vorliegen soll, zeigt offenbar die kranken Fantasien des 43-Jährigen. 

Demnach soll er gegenüber dem Bekannten erklärt haben, dass er „etwas Kleines einfangen und tagelang benutzen wolle“. Als der Bekannte ihn darauf kritisch angesprochen habe, soll Christian B. lediglich geantwortet haben, dass „die Beweise hinterher vernichtet“ werden müssten. 

Es wäre nicht das erste Mal, dass Christian B. mit Taten prahlte. 2017 soll der heute 43-Jährige in einer Bar gestanden haben, in das Verbrechen um das kleine Mädchen aus Großbritannien verwickelt zu sein (siehe Update von 9.04 Uhr). 

Nach der Ausstrahlung bei Aktenzeichen XY gibt es nun erste Hinweise. 

Maddie McCann vermisst: Entführte Christian B. auch die kleine Inga? 

Update vom 5. Juni, 11.55 Uhr: Die Staatsanwaltschaft Stendal sucht nach möglichen Verbindungen zwischen dem Fall der vor fünf Jahren in Sachsen-Anhalt verschwundenen kleinen Inga und dem der dreijährigen Madeleine „Maddie“ McCann aus Großbritannien. Im Zusammenhang mit dem Tatverdacht im Fall Maddie werde geprüft, ob es Anhaltspunkte für Zusammenhänge gebe und ob sich daraus ein Anfangsverdacht gegen den Tatverdächtigen ergebe, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag in Stendal mit. Weitere Details wurden nicht genannt.

Währenddessen wird klar: der Deutsche wurde bereits in Bayern verurteilt. 

Maddie vermisst: Kam der Tatverdächtige zu früh aus dem Gefängnis? 

Update vom 5. Juni, 11.35 Uhr: Kam der nun im Fall Maddie McCann dringend Tatverdächtige wegen einer Justizpanne in Deutschland bereits 2018 auf freien Fuß? Nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung, von NDR und WDR soll der heute 43-Jährige 2018 in Schleswig-Holstein aus der Haft entlassen worden und anschließend nach Italien gereist sein. 

Der Deutsche, der vor zwei Jahren eine Haftstrafe wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes verbüßte, soll demnach im August 2018 aus dem Gefängnis freigekommen sein, obwohl die Justiz noch eine ältere Strafe wegen Drogenhandels gegen ihn in der Hand hatte. Da der aktuell 43-Jährige jedoch aus Portugal ausgeliefert worden war, die Justiz den Behörden in Portugal jedoch nichts von einem weiteren Delikt, das Drogengeschäft auf Sylt, gesagt hatte, musste die Justiz zunächst die Behörden in Portugal darüber in Kenntnis setzen. 

Wie die Süddeutsche Zeitung nun berichtet, soll die zuständige Staatsanwaltschaft Flensburg die Behörden in Portugal jedoch zu spät darüber informiert und um Erlaubnis gebeten haben. „Da dies nicht rechtzeitig erfolgte, wurde der Angeklagte am 31. August 2018 aus der Strafhaft entlassen“, zitiert die SZ die Richter. 

Demnach soll Christian B. zunächst in die Niederlande und anschließend nach Italien gereist sein. Erst am 27. September konnte die Flensburger Staatsanwaltschaft demnach einen neuen Europäischen Haftbefehl erwirken, der Deutsche soll dann in Italien festgenommen worden sein. 

Vermisste Maddie: Christian B. soll Tat in Bar gestanden haben – Weiterer schlimmer Verdacht

Update vom 5. Juni, 9.04 Uhr: Nachdem das BKA mit den aktuellen Informationen an die Öffentlichkeit gegangen war, kommen immer weitere Details ans Tageslicht. Wie Bild nun erfahren haben will, könnte ein weiterer ungelöster Vermisstenfall schon bald geklärt werden. Demnach wurde der nun Tatverdächtige im Fall Maddie bereits im Vermisstenfall Inga verdächtigt. 

Die damals Fünfjährige verschwand bei einem Familienausflug mit ihren Eltern in Sachsen-Anhalt. Wie die Bild nun berichtet, soll der nun Tatverdächtige im Fall Maddie zur damaligen Zeit, 2015, ein Grundstück in der Nähe von dem Ort gekauft haben, an dem die kleine Inga verschwand. 

Wie Bild die Volksstimme zitiert, soll im Februar 2016 sogar das Grundstück des Vorbestraften durchsucht worden sein. Dabei sollen kinderpornographische Aufnahmen gefunden worden sein. An dem Tag, als Inga in dem Wald verschwand, soll Christian B. rund 100 Kilometer entfernt einen „dokumentierten Parkplatzrempler“ gehabt haben, erklärte die Rechtsanwältin, die die Mutter der kleinen Inga vertritt, gegenüber der Volksstimme. Demnach soll Christian B. für die Zeit des Verschwindens von Inga kein Alibi haben. 

Maddie vermisst: Tatverdächtiger soll Tat gestanden haben

Im Fall der verschwundenen Maddie McCann soll Christian B. aktuell schweigen, doch Zeugen gegenüber soll der dringend Tatverdächtige bereits 2017 die Tat an dem Mädchen aus Großbritannien gestanden haben. 

Wie die britische Presse berichtet, soll Christian B. in einer Bar einem Bekannten von dem Verschwinden der Dreijährigen erzählt haben. Anlass war, dass Maddies Verschwinden sich zum zehnten Mal jährte und die resultierende Präsenz in den Medien, die Christian B. das Verbrechen offenbar in Erinnerung gerufen haben soll. Was genau der heute 43-Jährige bei der Unterhaltung gebeichtet hat, ist nicht bekannt. Laut Sky News soll es jedoch sehr detailreich gewesen sein. 

Bei der Unterhaltung soll der Deutsche seinem Bekannten auch ein Video von einer Vergewaltigung gezeigt haben. Kurz darauf soll der Bekannte dies bei der Polizei gemeldet haben. Doch die Hinweise hätte nicht für eine Festnahme gereicht. 

Maddie vermisst: Weitere Details über Tatverdächtigen

Update vom 5. Juni, 8.31 Uhr: Über den mutmaßlichen Entführer des kleinen Mädchens Maddie McCann werden immer neue Details bekannt. Jetzt äußert sich Norbert M., offenbar ein Nachbar des mutmaßlichen Täters, im Interview mit der Bild-Zeitung. Er will ihn in keiner guten Erinnerung haben. „Er war öfter sehr aggressiv. Mit Frauen ist er sehr schlimm umgegangen.“

So habe der Tatverdächtige eine minderjährige Freundin gehabt, „die stammte aus dem Kosovo. Die hat er immer wieder geschlagen. Einmal hatte sie sogar Würgemale am Hals“, zitiert Bild.de Norbert M. Auch habe dieser selbst Probleme mit dem Tatverdächtigen im Fall Maddie gehabt. Norbert M. übernahm demnach 2015 den Kiosk des mutmaßlichen Täters. Dieser sei bei den Abstandsverhandlungen dann ausgerastet: „Der wollte eine Kühltruhe und die Klimaanlage mitnehmen, obwohl ihm das gar nicht gehörte. Er war sehr aggressiv. Wenig später tauchte er hier mit irgendwelchen Bekannten auf. Einer davon bedrohte mich mit einem Messer. 

Norbert M. kannte den Tatverdächtigen bereits aus der Nachbarschaft. Zuvor sei dieser durchaus freundlich gewesen. „Aber das konnte umschwenken. Mal so, mal so“, sagte M.

Fall Maddie McCann: eine Chronologie 

Update vom 4. Juni, 22.55 Uhr: Die mutmaßliche Entführung des kleinen Mädchens Maddie McCann 2007 ging in den Jahren danach auch als riesige Schlammschlacht in die Kriminalgeschichte* ein – eine Chronologie.

Fall Maddie McCann: ZDF-Mann Rudi Cerne nennt weitere Details

Update vom 4. Juni, 20.30 Uhr: Neue Details zum Tatvedacht gegen einen deutschen Sexualstraftäter im Fall MaddieZDF-Journalist Rudi Cerne, in dessen Sendung Aktenzeichen XY…ungelöst die Ermittlungen des BKA gegen einen in Haft sitzenden Mann publik wurden, äußerte sich nun zu den Erkenntnissen, die ihm vorliegen.

„Wir müssen festhalten an dieser Stelle: Es gibt noch keine Leiche, es gibt auch keinen dringenden Tatverdacht, es gibt Indizien, es gibt Hinweise, es gibt Tipps, es gibt aber keinen Beweis und es gibt kein Geständnis“, erklärte der TV-Moderator und -Reporter im Gespräch mit der Bild: „Das ist jetzt eine Sisyphusarbeit, aber die Ermittler sind sehr sorgfältig, und ich habe den Eindruck, die Schlinge zieht sich da immer weiter zu.“

Was nun herauskam: Bereits 2013 waren die Ermittler nach einer früheren Sendung Aktenzeichen XY…ungelöst (ZDF) auf den nun Tatverdächtigen im Zusammenhang mit dem Fall Maddie aufmerksam geworden. 

Laut Bild erklärte BKA-Ermittler Christian Hoppe dazu: „Die damaligen Informationen reichten nicht für Ermittlungen aus und schon gar nicht für eine Festnahme.“

Fall Maddie McCann: Deutscher Verdächtiger hätte bald freikommen können

Update vom 4. Juni 2020, 14.35 Uhr: Brisante Neuigkeiten zum deutschen Tatverdächtigen im Fall Maddie McCann: Der Mann hat eine aktuelle Haftstrafe zu fast zwei Dritteln verbüßt – und stand damit kurz vor der Entscheidung über eine mögliche Freilassung auf Bewährung

Das geht aus zwei Beschlüssen des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 21. April hervor (Az. 6 StR 41/20). Am 7. Juni müsste ein Gericht eigentlich entscheiden, ob der Verdächtige weiter im Gefängnis bleibt.

Bei den Strafrichtern der Leipziger BGH-Außenstelle ist allerdings auch die Revision des 43-Jährigen in einem anderen Strafverfahren anhängig. Dabei geht es um die Vergewaltigung einer damals 72-jährigen US-Amerikanerin in Portugal im Jahr 2005. 

Das Landgericht Braunschweig hatte den Deutschen deshalb am 16. Dezember unter Einbeziehung früherer Strafen zu sieben Jahren Haft verurteilt. Dieses Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

Fall Maddie McCann: Deutscher Tatverdächtiger sitzt aktuell in Haft

Derzeit sitzt der Mann in Kiel eine alte Haftstrafe ab, die das Amtsgericht Niebüll bereits 2011 gegen ihn verhängt hatte. Dabei ging es um Handel mit Betäubungsmitteln. Parallel ist wegen der Vergewaltigungsvorwürfe gegen ihn Untersuchungshaft angeordnet.

Von der BGH-Entscheidung wäre mit abhängig, ob diese U-Haft Bestand hat und damit nahtlos die verbüßte Haftstrafe ablöst. Weil es bei der Revision rechtlich um die Vollstreckung eines europäischen Haftbefehls geht, hat der BGH das Verfahren ausgesetzt und dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt. Das geht aus den veröffentlichten Beschlüssen hervor.

Fall Maddie McCann: Eltern sind „dankbar“ für die neuen Ermittlungen

Update vom 4. Juni 2020, 14.00 Uhr: Der Start für Mordermittlungen gegen einen Deutschen im Fall der vor 13 Jahren verschwundenen Madeleine “Maddie” McCann macht den Eltern des britischen Mädchens Hoffnung, endlich die Wahrheit über das Schicksal ihrer Tochter zu erfahren. Kate und Gerry McCann seien “dankbar” für die neuen Ermittlungen, sagte ihr Sprecher Clarence Mitchell am Donnerstag im BBC-Fernsehen.

“Sie haben die Hoffnung, Madeleine lebendig zu finden, trotz des langen Zeitraums nicht aufgegeben”, fügte der Sprecher hinzu. Dennoch seien sie “realistisch”.

Die Eltern wollten endlich die Wahrheit über das Schicksal ihrer Tochter erfahren, sagte der Sprecher. Sie bräuchten Gewissheit über das, was mit ihrer Tochter geschehen sei, um den Verantwortlichen vor Gericht zu bringen und “um Frieden zu finden”. 

Vermisste Maddie: Deutscher (43) unter Mordverdacht – Staatsanwaltschaft geht von Tod des Mädchens aus

Update vom 4. Juni 2020, 13.02 Uhr: Die Staatsanwaltschaft Braunschweig mit Sprecher Christian Wolters erklärt gleich zu Beginn der Pressekonferenz, dass gegen den 43-jährigen Deutschen wegen Mordes ermittelt wird. „Wir gehen davon aus, dass Maddie tot ist“, sagt Wolters zunächst. Der Mann wurde unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs bereits verurteilt. Der Beschuldigte sitzt aktuell in Deutschland in Haft. 

Nun erhoffen sich Ermittler neue Hinweise durch Mitwisser und Zeugen. „Ich kann nur alle aufrufen, mitzuhelfen“, verdeutlicht Wolters in der Pressekonferenz. Aufgrund der aktuellen Ermittlungen könnten jedoch keine weiteren Angaben gemacht werden. 

Update vom 4. Juni 2020, 13.01 Uhr: Die Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft Braunschweig kann jeden Moment beginnen. 

Maddie McCann vermisst: Eltern äußern sich zu aktuellen Geschehnissen

Update vom 4. Juni 2020, 12.55 Uhr: Die Eltern der seit 13 Jahren verschwundenen Maddie werden sich nicht weiter zu dem Verdächtigen aus Deutschland äußern. „Sie wollen, dass sich nun alles auf die Ermittlungen konzentriert“, sagte ihr Pressesprecher Clarence Mitchell am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in London.

Die Eltern erklärten demnach auch, dass sich die aktuellen Geschehnisse ernster anfühlen würden, als die bisherigen Ergebnisse der vergangenen 13 Jahre. 

Maddie McCann vermisst: Behörden in Großbritannien ermitteln ebenfalls

Update vom 4. Juni 2020, 12.48 Uhr: Während das BKA am Mittwoch erklärt, davon auszugehen, dass der dringend Tatverdächtige Maddie McCann ermordet hat, ermitteln die Behörden in Großbritannien noch immer in einem Vermisstenfall. Welche Informationen in wenigen Minuten bei der Pressekonferenz veröffentlicht werden, ist noch nicht bekannt. 

Maddie McCann vermisst: Pressekonferenz startet in Kürze

Update vom 4. Juni 2020, 12.20 Uhr: In etwa einer halben Stunde wollen die Braunschweiger Behörden weitere Details in einer Pressekonferenz veröffentlichen. Auch Vertreter der Medien aus Portugal und England sollen laut Welt vor Ort sein. 

Bereits im Vorfeld wird bekannt, dass der Verdächtige derzeit eine Haftstrafe in Kiel verbüßt. Grund dafür ist, dass der 43-Jährige vor dem Urteil im Dezember am Landgericht Braunschweig in einer anderen Sache in Schleswig-Holstein verurteilt worden war, wie die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag erfuhr. 

Das Justizministerium in Hannover wollte auf Anfrage keine Stellungnahme abgeben. Ein Sprecher bestätigte aber, dass der Mann nicht in einem niedersächsischen Gefängnis einsitzt, sondern in einem anderen Bundesland. In Braunschweig war der Verdächtige im Dezember 2019 wegen der Vergewaltigung einer 72-jährigen Amerikanerin verurteilt worden.

Maddie McCann vermisst: Deutscher bereits mehrfach vorbestraft

Update vom 4. Juni 2020, 11.30 Uhr: Ein deutscher Mann ist dringend tatverdächtig, die damals erst drei Jahre alte Maddie McCann umgebracht zu haben. Nun äußert eine ehemalige Nachbarin des Mannes brutale Details. Der 43-Jährige soll bereits mehrfach vorbestraft sein*, auch Sexualdelikte an Kindern und die Vergewaltigung einer Frau werden dem Mann angelastet. 

„Er war immer ein bisschen wütend, ist die Straße schnell hoch und runtergefahren und eines Tages, so um 2006, verschwand er ohne ein Wort“, berichtete die Frau dem britischen Sender Sky News. 

Maddie McCann vermisst: Nun äußern sich die Eltern des Mädchens

Update vom 4. Juni 2020, 9.49 Uhr: Es sind bedeutende Neuigkeiten, die das BKA am Mittwoch in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ verkündete. Nun äußerten sich auch die Eltern der verschwundenen Maddie. Gegenüber Sky News erklärten Gary und Kate McCann, dass die aktuelle Nachrichtenlage eine „beudetende Entwicklung“ sei. Sie selbst haben die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit ihrer kleinen Tochter nie aufgegeben. 

Obwohl das Arzt-Ehepaar in den vergangenen Jahren selbst ins Visier der Ermittler gerückt war, zeigten sich Gary und Kate McCann regelmäßig im weltweiten TV um Öffentlichkeit für das Verschwinden ihrer Maddie zu schaffen. 

Aktenzeichen XY erhielt bereits vor Jahren Hinweise* auf den Mann.

Maddie McCann vermisst: Die Spur eines Autos führt sogar nach Bayern

Update vom 4. Juni 2020, 8.15 Uhr: Es sind viele Fragen, die das BKA am Mittwoch an die TV-Zuschauer der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ richtete. Unter anderem wurden Fotos von zwei Autos veröffentlicht. Während das eine Auto dem nun Tatverdächtigen gehörte, lieh sich der damals 30-Jährige den VW-T3 an der portugiesischen Algarve. Die Autos könnten auch für das Verbrechen oder womöglich das Fortschaffen einer Leiche genutzt worden sein. 

Wie das BKA in der ZDF-Sendung erklärt, könnten die beiden auffälligen Autos bei Urlaubern aufgefallen sein* oder auch auf Fotos zu sehen sein. Bei dem Jaguar handelt es sich um einen Wagen aus Deutschland, der in den vergangenen Jahren auch in München und Augsburg gemeldet war (Fotos siehe unten). 

Maddie McCann vermisst: Aktenzeichen XY überrascht mit BKA-Auftritt

Update vom 4. Juni 2020, 6.20 Uhr: „Wir beginnen mit einer Nachricht, die es in sich hat“ – mit diesen Worten startete Moderator Rudi Cerne die Sendung „Aktenzeichen XY“. Da ahnte noch niemand, dass einer der spektakulärsten Mordfälle des Jahrhunderts vermutlich kurz vor der Aufklärung steht. 

Das BKA nutzte am Abend die Plattform der ZDF-Sendung, um ein breites Publikum mit den neuesten Informationen vertraut zu machen. Denn: die Spur des kleinen Mädchens führt nach Deutschlands. Seit 13 Jahren fehlt von der damals erst drei Jahre alten Maddie jede Spur. Nun gibt es einen dringenden Tatverdacht gegen einen Mann aus Deutschland. 

Maddie McCann vermisst: Tatverdächtiger aus Deutschland – Wer kann helfen? 

„Um den Täter endgültig überführen zu können, benötigt die Polizei Ihre Unterstützung“, verdeutlicht Rudi Cerne den Ernst der Lage. Christian Hoppe vom BKA konkretisiert am Mittwoch den Tatverdacht in der Live-Sendung. Demnach sind sich die Ermittler sicher, dass die damals Dreijährige tot ist. Ihre Leiche wurde bislang noch nicht gefunden. 

Bei der Aufklärung könnte tatsächlich die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ den entscheidenden Hinweis gebracht haben. Wie Hoppe nämlich verdeutlicht, gab es bereits im Oktober 2013 am Hinweistelefon der ZDF-Sendung einen Hinweis auf den nun verdächtigen Mann. Damals waren die Eltern des vermissten Mädchens im ZDF-Studio zu Gast. 

Demnach sollen die damaligen Informationen jedoch nicht für konkrete Ermittlungen ausgereicht haben. Wenige Jahre später, 2017, soll es dann einen weiteren Hinweis auf den gleichen Mann gegeben haben. Bei dem Tatverdacht nun handelt es sich um einen konkreten Vorwurf, ein Verfahren wegen des Verdachts des Mordes an dem Mädchen eingeleitet worden. 

Maddie vermisst: BKA bittet um konkrete Hinweise – wer kennt diese Telefonnummern? 

TV-Zuschauer können nun jedoch helfen, den Tatverdacht an dem Mann noch zu erhärten. Bei dem Mann handelt es sich um einen damals 30-Jährigen, der aktuell in Deutschland in Haft sitzt. Zur Zeit des Verschwindens von Maddie lebte der heute 43-Jährige in dem kleinen Ort in Portugal, in dem die Eltern zur damaligen Zeit mit ihren Kindern im Urlaub waren. 

Als mögliches Tatmotiv kommt für Ermittler ein Sexualdelikt in Betracht, schließlich sitzt der 43-Jährige aktuell eine Strafe wegen sexuellen Missbrauchs ab. Ebenfalls denkbar wäre, dass der Tatverdächtige lediglich in die Ferienanlage einbrechen wollte und dann sein Motiv beim Anblick des kleinen Mädchens geändert haben könnte. 

Maddie vermisst: Tatverdächtiger sitzt bereits in Haft 

Ein starkes Indiz, das für den Deutschen spricht, ist laut Hoppe die Handyauswertung des Tatabends. Demnach konnte das Handy des dringend Tatverdächtigen zur Tatzeit am Tatort registriert werden. Dabei soll der damals 30-Jährige ein Telefonat geführt haben. Die Telefonnummer finden Sie in unserer Erstmeldung (siehe unten). 

In der ZDF-Sendung wurden auch die beiden Fahrzeuge des Mannes auf einem Bild gezeigt (siehe unten). Eines von beiden könnte für die Tat genutzt worden sein. Urlaubern könnten die beiden Fahrzeuge zur damaligen Zeit aufgefallen sein. Auch Hinweise zu zwei Häusern werden von Ermittlern erbeten (siehe unten). 

Ob es Mitwisser in dem Fall gibt, kann bislang nicht ausgeschlossen werden. „Bitte teilen Sie uns Ihr Wissen mit. Denken Sie bitte an die Folgen für die Opfer und Angehörigen. Wir brauchen Ihre Hilfe!“, verdeutlicht Hoppe. Das BKA, das mit der Polizei in England und Portugal zusammenarbeitet, bittet auch mögliche weitere Opfer des Mannes sich zu melden. 

Fotos von Urlaubern vom Mai 2007 können über ein Hinweisportal beim BKA hochgeladen werden (siehen unten). Auch Fotos von Ferienanlagen oder Landschaften mit beispielsweise Autos im Hintergrund können großer Bedeutung sein. 

Maddie vermisst: Spektakuläre Wende – Spur führt nach Deutschland

Ursprungsmeldung vom 3. Juni 2020: München – Ist das die entscheidende Wende in einem der aufsehenerregendsten Vermisstenfälle dieses Jahrhunderts? Im Fall der seit 13 Jahren vermissten Madeleine „Maddie“ McCann hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig Mordermittlungen gegen einen 43-jährigen Deutschen eingeleitet. Wie das Bundeskriminalamt am Mittwochabend mitteilte, ist der Beschuldigte mehrfach wegen Sexualstraftaten – auch an Kindern – vorbestraft und verbüßt derzeit in anderer Sache eine längere Haftstrafe. 

Maddie McCann/Aktenzeichen XY: Gibt es nun endlich Klarheit? 43-Jähriger festgenommen

Wie in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“* deutlich wurde, soll es sich um einen Mann aus Wiesbaden handeln.

Die damals dreijährige Maddie McCann war im Mai 2007 aus einer Ferienanlage im portugiesischen Prai da Luz verschwunden. Seitdem fehlt von dem britischen Mädchen jede Spur. Ein Verbrechen wird nicht ausgeschlossen, das BKA spricht vom „Verdacht der Tötung eines Kindes“*. Im Aktenzeichen-XY-Studio war am Mittwoch Christian Hoppe vom BKA zu Gast. Er meinte: „Die Ermittlungen führen uns zu der Annahme, dass Maddie McCann getötet wurde.“

Maddie McCann/Aktenzeichen XY: Beschuldigter lebte am Ort des Verschwindens

Der Beschuldigte lebte zwischen 1995 und 2007 nahezu dauerhaft in Portugal, unter anderem für einige Jahre in der Nähe von Praia da Luz. Er ging in diesem Zeitraum mehreren Gelegenheitsjobs nach. Darüber hinaus geht das BKA davon aus, dass der mutmaßliche Täter seinen Lebensunterhalt auch durch die Begehung von Straftaten wie Einbruchdiebstählen in Hotelanlagen und Ferienwohnungen sowie Drogenhandel bestritt. 

Der letztliche Verdacht geht auf eine vergangene Sendung Aktenzeichen xy zurück, nach der es Hinweise auf den Beschuldigten gegeben habe. Bereits 2013 seien bereits Hinweise auf den Mann eingegangen, sagte Christian Hoppe. Auch nach einem Bericht zehn Jahre nach dem Verschwinden des Mädchens habe es Hinweise gegeben.
Mittlerweile sei der Tatverdacht stark begründet, jedoch fehlen neben den Indizien handfeste Beweise, um den zur Tatzeit 30-Jährigen zu überführen. Daher wendet sich das BKA nun an die Bevölkerung.

Maddie McCann/Aktenzeichen XY: BKA bittet um Mithilfe

  • Der Verdächtige führte am Abend des 3. Mai 2007 im Bereich Praia da Luz ein längeres Telefongespräch mit einer portugiesischen Nummer. Sein Gesprächspartner wird bis heute als wichtiger Zeuge gesucht. Der Gesuchte telefonierte mit einem Prepaid-Handy, das nicht im Tatortbereich eingeloggt war. Die Nummer des Zeugen war: +351 / 91 65 10 683. Die des Tatverdächtigen +351 / 91 27 30 680. Wer kann Angaben zu den beiden Mobilfunknummern oder deren Nutzern im Mai 2007 machen „Ermittler glauben, dass die Person, die diesen Anruf getätigt hat, ein höchst wichtiger Zeuge ist, und rufen sie dazu auf, in Kontakt zu treten“, hieß es in der Scotland-Yard-Mitteilung.
  • Möglicherweise beging der Täter weitere sexuelle Übergriffe oder Vergewaltigungen während seiner Zeit in Portugal. Wer wurde ebenfalls Opfer des Verdächtigen und hat dies noch nicht der Polizei mitgeteilt?
  • Wer hat sich Anfang Mai 2007 an der Algarve in Portugal aufgehalten, insbesondere in der Region zwischen Lagos und Prai da Luz beziehungsweise in der Ferienanlage „Ocean Club“, aus der Madeleine McCann verschwand und hat während seines Aufenthalts Fotos/Videos gemacht? Die Polizei bittet, diese Aufnahmen beim Online-Hinweisportal des BKA einzureichen.
  • Darüber hinaus erhofft sich die Polizei Angaben zu zwei Fahrzeugen, die der Tatverdächtige genutzt haben könnte. Wer hat die Autos 2007 gesehen? Wer weiß den Halter der Wägen? Die Polizei kennt den aktuellen Aufenthaltort der Autos. Für Ihre Ermittlungen ist der Zeitraum um den 3. Mai 2007 relevant.
  • Zum einen kommt ein VW T3 Westfalia in weiß-gelb mit portugiesischem Kennzeichen infrage. Der eigentliche Halter dieses Fahrzeugs scheidet als Tatverdächtiger aus
  • Zum anderen geht es um einen dunkelroten / aubergine-farbenen Jaguar XJR 6 mit deutschem Kennzeichen, das über die Jahre mehrfach gewechselt wurde. Eines der Kennzeichen war eines der Stadt München, das letzte bekannte Kennzeichen im Mai 2007 kam aus der Stadt Augsburg.

Für Hinweise, die zur rechtskräftigen Verurteilung eines Verdächtigen oder zum Auffinden von Maddie McCain führen, ist eine Belohnung von bis zu 10.000 Euro ausgelobt.

as

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Source: tz.de

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