Live-Ticker zum Coronavirus: So schätzt Gesundheitsminister Jens Spahn die Lage in Deutschland ein – RTL Online

13. Februar 2020 – 14:32 Uhr

Kampf gegen das Coronavirus

Seit mehr als zwei Wochen hält das Coronavirus die Welt in Atem. Noch immer steigen die Zahlen der Infizierten und Toten täglich.  Im Video erfahren sie, wie alles begann und mit dem RTL.de-Liveticker bleiben Sie immer auf dem aktuellen Stand.

Experte Dr. Specht beantwortet hier die wichtigsten Fragen zum Coronavirus.

14:30 Uhr – Erster deutscher Coronavirus-Patient aus Bayern wieder gesund

ARCHIV - 23.01.2020, Berlin: Eine Laborantin sortiert im Institut für Virologie an der Charite Berlin Mitte, in dem Untersuchungen zum Coronavirus laufen, Proben. In Deutschland ist erstmals eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt wor

Untersuchungen zum Coronavirus

© dpa, Christophe Gateau, cgt jai wst

Der erste von 14 Coronavirus-Patienten in Bayern ist aus der Klinik entlassen worden. Die Person sei wieder vollständig gesund und nicht mehr ansteckend, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Es gibt diverse Bedingungen, die ein Patient erfüllen muss, um aus der Quarantäne entlassen zu werden. Dazu zählen auch mehrere negative Test auf das Coronavirus.

In der Münchner Klinik Schwabing liegen noch weitere acht Patienten in Isolation. Ihnen geht es gesundheitlich gut und vermutlich können auch sie bald entlassen werden. Weitere Infizierte Patienten werden in Trostberg behandelt

14:02 Uhr – Erstes Todesopfer in Japan

In Japan ist eine Frau am Coronavirus gestorben. Das Gesundheitsministerium hat mitgeteilt, dass es sich um eine Frau zwischen 80 und 90 Jahren handelt. Das Virus wurde nach ihrem Tod nachgewiesen. Sie lag seit dem 1. Februar im Krankenhaus. In Japan sind bisher mehr als 200 Infektionsfälle bekannt.

Außerhalb Chinas sind bis jetzt 3 Menschen nachweislich am Coronavirus gestorben.

13:15 Uhr – Deutsches Kreuzfahrtschiff wird Anlegen in Vietnam verweigert

Die "Aidavita" fährt über das Meer

Die “Aidavita” fährt über das Meer. Foto: AIDA Cruises/dpa/Archivbild

© deutsche presse agentur

Die “Aidavita” mit überwiegend deutschen Gästen durfte jetzt nicht wie geplant in einem Hafen in Vietnam anlegen. Die Tourismusbehörde der Stadt Cai Lan hat Passagieren und Besatzungsmitgliedern verboten, an Land zu kommen. Nach Angaben der Rostocker Reederei Aida Cruises ohne eine Begründung zu nennen. Es wird allerdings vermutet, dass die Angst vor einer Corona-Ansteckung hinter der Entscheidung steckt. Zuletzt durfte ein anderes Kreuzfahrtschiff in mehreren asiatischen Ländern keine Häfen ansteuern.

Auf der “Aidavita” befinden sich rund 1.100 Passagiere – die meisten sind Deutsche. Laut Aida-Sprecher gibt es an Bord weder Verdachtsfälle noch bestätigte Coronavirus-Erkrankungen.

Das Kreuzfahrtschiff fährt jetzt weiter nach Thailand. Noch ist unklar ob die Behörden dort ihr OK zum Einlaufen geben.

11:45 Uhr: In Vietnam stehen 10.000 Einwohner unter Quarantäne

In Vietnam haben die Behörden mehrere Dörfer komplett abgesperrt und 10.000 Einwohner unter Quarantäne gestellt. Am Donnerstag wurde die Kommune Son Loi, 40 Kilometer von der Hauptstadt Hanoi entfernt, abgeriegelt. Es ist damit die erste größere Evakuierungszone außerhalb Chinas. Die Maßnahme gilt zunächst für 20 Tage. In der Gegend wurden bislang sechs Fälle von Covid-19-Infektionen registriert. Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichten, dass rund um die Quarantänezone Kontrollpunkte errichtet wurden und durchfahrende Fahrzeuge mit Desinfektionsmittel eingesprüht werden.

11:15 Uhr – Spahn warnt vor Medikamenten-Engpässen

News Bilder des Tages Politik Gesundheit Coronavirus Jens Spahn Bundesgesundheitsminister Jens Spahn CDU unterrichtete am Mittwoch den 12. Februar 2020 den Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages ueber die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)

© imago images/Christian Ditsch, Christian-Ditsch.de via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn befürchtet wegen des Coronavirus neue Arzneimittel-Engpässe in Europa. Hintergrund ist der Produktionsstopp in China bei wichtigen Wirkstoffen. Der könne in einigen Wochen zu Knappheit in Europa führen, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag vor einem Sondertreffen mit seinen EU-Kollegen in Brüssel. Die EU-Kommission müsse die Lage analysieren und Lösungsvorschläge machen.

Pharmaexperten hatten schon vor einigen Tagen vor Antibiotika-Engpässen gewarnt, sollte es zu einem längeren Stopp der Produktion kommen. Die Pharmabranche weltweit ist abhängig von der günstigen Wirkstoff-Produktion in China.

Das Gesundheitsministertreffen in Brüssel war kurzfristig einberufen worden, um den Kampf der 27 EU-Staaten gegen das Coronavirus zu koordinieren. Bisher gibt es in Europa nur wenige Fälle – in Deutschland sind es 16. Die EU will sich allerdings frühzeitig auf eine mögliche Ausbreitung vorbereiten und eine gemeinsame Linie finden.

10:15 Uhr – Erste Passagiere dürfen Kreuzfahrtschiff verlassen

Ein Wachmann steht vor der unter Quarantäne stehenden "Diamond Princess"

Die “Diamond Princess” im Hafen von Yokohama

© AP, Jae C. Hong, JCH

Einige Passagiere der “Diamond Princess” dürfen in den kommenden Tagen von Bord. Wie die Reederei mitteilte, planen die japanischen Behörden eine freiwillige Ausschiffung bestimmter Gäste. 
In der ersten Phase soll es um Menschen gehen, die als besonders ansteckungsgefährdet gelten. Also z.B. Ältere oder Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen.

Diese sollen die Quarantäne in einer Einrichtung an Land verbringen. Sollten sie bereits positiv auf das Coronavirus getestet worden sein, werden sie in ein Krankenhaus verlegt.

Auf der “Diamond Princess” sitzen seit Tagen rund 3600 Passagiere und Besatzungsmitglieder fest. Mehr als 200 wurden bisher positiv auf das Virus getestet. Die Quarantäne gilt noch mindestens bis zum 19. Februar.

9:40: Corona-Tote innerhalb eines Tages verdoppelt

FILE PHOTO: A man wearing a mask is seen at the Shanghai railway station in Shanghai, China, as the country is hit by an outbreak of the novel coronavirus, February 12, 2020. REUTERS/Aly Song/File Photo

Ein Mann in Shanghai schützt sich mit einer Atemmaske.

© REUTERS, Aly Song, /FW1F/barbara Lewis

Beunruhigende neue Corona-Daten aus China! In ganz China sind nach Angaben der Nationalen Gesundheitsbehörde NHC bis Mittwoch 1.367 Menschen durch das Virus gestorben. Im Vergleich zum Mittwoch ist das ein Anstieg um 254 Todesfälle. Die Zahl der Neuinfektionen betrug laut NHC 15.152. Insgesamt sind damit in China 59.805 Menschen erkrankt.

Hintergrund der steigenden Zahlen ist eine neue Zählweise der Behörden. Jetzt werden auch Patienten erfasst, die keine Symptome zeigen. Sie können aber trotzdem Menschen anstecken weil sie das Virus in sich tragen.

Weltweit sind außerhalb des chinesischen Festlands mittlerweile mehr als 500 Infektionen bestätigt, davon 16 in Deutschland. 14 davon stehen in Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webasto. 

04:57 Uhr: 44 weitere Coronavirus-Infizierte auf Kreuzfahrtschiff in Japan

A passenger waves a jacket towards a woman (not pictured) on land as they communicate via phone at the balcony of a cabin on the cruise ship Diamond Princess, as the vessel's passengers continue to be tested for coronavirus, at Daikoku Pier Cruise Te

Telefonierend und Jacke schwenkend kommuniziert dieser Passagier der „Diamond Princess“ mit einer Frau an Land

© REUTERS, KIM KYUNG-HOON, LP

An Bord des unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffs “Diamond Princess” ist bei weiteren 44 Menschen eine Coronavirus-Infizierung festgestellt worden. Damit erhöht sich die Zahl der Infizierten an Bord auf 218. Rund 3.600 Passagiere und Crewmitglieder sitzen seit über einer Woche im japanischen Yokohama fest. Die Quarantäne gilt noch bis zum 19. Februar.

01:52 Uhr: 242 weitere Todesopfer an nur einem Tag

Die Zahl neu nachgewiesener Todesopfer durch das Coronavirus hat sich in China im Vergleich zum Vortag mehr als verdoppelt. Wie das chinesische Staatsfernsehen am Donnerstag berichtete, wurden 242 neue Todesopfer in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei registriert. Die Gesamtzahl der Toten in der Provinz liegt seit Ausbruch der Krankheit bei 1.310.

Die Zahl der nachgewiesenen Infektion stieg um 14.840 auf nun 48.208 bekannte Fälle. Wie der sprunghafte Anstieg in der Statistik zu erklären ist, war zunächst unklar. Wie das Staatsfernsehen berichtete, habe die Provinz die “Diagnoseergebnisse überarbeitet” und damit breiter gefasst. Patienten seien gemäß einer neuen Klassifikation diagnostiziert worden.

Das waren die Meldungen vom 12. Februar

20:11 Uhr: Weltgrößte Handymesse in Barcelona abgesagt

Wegen des sich ausbreitenden Coronavirus wird die weltweit wichtigste Mobilfunk-Messe “Mobile World Congress” in diesem Jahr nicht stattfinden. Das haben die Veranstalter der Mobilfunk-Anbieter-Organisation GSMA bekanntgegeben.

In den vergangenen Tagen hatten bereiuts diverse Firmen ihre Teilnahme abgesagt. Allein am Mittwoch teilten die Deutsche Telekom, der Netzausrüster Nokia und der Smartphone-Hersteller HMD Global mit, dass sie der Veranstaltung fernbleiben werden.

20:04 Uhr: WHO identifiziert 4 Impfstoff-Kandidaten gegen das Coronavirus

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will die Suche nach einem Impfstoff und wirksamen Medikamenten gegen das Coronavirus beschleunigen. Darauf hätten sich die 400 Fachleute geeinigt, die seit Dienstag in Genf tagten, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Es gebe vier mögliche Kandidaten für einen Impfstoff, von denen sich hoffentlich zwei als vielversprechend herausstellen, sagte die Chefwissenschaftlerin der WHO. Zu den drängendsten Aufgaben gehöre auch die Entwicklung einfacherer Tests zum Nachweis von Infektionen.

19:55 Uhr: Bundesregierung will Gelder zur Virusbekämpfung freigeben

Die Bundesregierung will bis zu 23 Millionen Euro zusätzlich zur Bekämpfung des Coronavirus aufwenden. Darüber hat das Gesundheits- und das Finanzministerium den Haushaltsausschuss informiert, wie es aus dem Bundestages heißt. Zudem hieß es, die Weltgesundheitsorganisation WHO habe einen Finanzbedarf von mehr als 600 Millionen Euro zur Virus-Bekämpfung angemeldet. Wieviel Deutschland ergebende finanzielle Aufwand lasse sich aber noch nicht schätzen.

16:47 Uhr: Bundesinstitut hält Pandemie für möglich

Das neuartige Coronavirus könnte nach Einschätzung des renommierten Robert Koch-Instituts (RKI) international in größerem Ausmaß um sich greifen. “Die globale Entwicklung legt nahe, dass es zu einer weltweiten Ausbreitung des Virus im Sinne einer Pandemie kommen kann”, heißt es in einem Bericht, den das Berliner Institut am Mittwoch im Internet veröffentlicht hat. Davon seien Länder mit geringen Ressourcen im Gesundheitssystem besonders stark betroffen. “Aber auch in Ländern wie Deutschland könnte dies zu einer hohen Belastung der medizinischen Versorgung führen”, hieß es. Die Experten schreiben auch, dass ein Aufeinandertreffen mit einem Infizierten für Menschen in Deutschland derzeit sehr unwahrscheinlich sei. Möglichst vermieden werden soll, dass eine Coronaviruswelle und die derzeit auch in Deutschland laufende Grippewelle zusammenfallen. Dies könne zu «maximaler Belastung» der medizinischen Versorgung führen, wird befürchtet.

16:40 Uhr: Deutsche empfinden Coronavirus als große Bedrohung

Knapp jeder zweite Bundesbürger (47%) empfindet das Coronavirus als eine große oder sogar sehr große weltweite Bedrohung, mehr als jeder Dritte (35%) sieht zumindest eine mittlere Gefährdungslage. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Ipsos, die in acht Ländern durchgeführt wurde – darunter auch Deutschland. Nur etwa jeder sechste Deutsche (16%) ist der Meinung, dass die weltweiten Auswirkungen durch die vor allem in China auftretende Virusinfektion “eher” oder “sehr” gering sind.

In einigen anderen Ländern ist die Angst vor dem Virus allerdings noch deutlich größer als bei uns. Vor allem in Japan (66%), Australien (61%) und den USA (55%) glaubt eine klare Mehrheit der Bevölkerung an eine (sehr) hohe Bedrohung für die Welt durch den Ausbruch der Epidemie.

Ein wirksames Mittel gegen das neue Virus ist derweil nicht in Sicht: Vor Ende des Jahres werde kein wirksamer Impfstoffe verfügbar sein, sagt der parlamentarische Staatssekretär im Forschungsministerium, Thomas Rachel, im Bundestag.

13:34 Uhr: Maßnahmen der Regierung in Deutschland gegen das Virus

“Bei Sicherheitsthemen – und dazu gehören eben auch Gesundheitssicherheitsthemen, wo ein Virus nicht an der Grenze halt macht – braucht es auch in Zukunft eine sehr enge Abstimmung”, sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Mittwochmittag in Berlin. Deshalb sei er bereits in London gewesen, um auch nach dem Brexit mit der dortigen Regierung eine gemeinsame Linie im Vorgehen gegen das Coronavirus zu erreichen. Darüber hinaus erwarte Spahn EU-weite Lösungen – wie das funktionieren soll und wie der aktuelle Stand zum Virus in Deutschland ist, sehen Sie hier im Video.

13:04 Uhr: Beschwerden über Diskriminierung

“Wir erleben gerade, dass Menschen pauschal wegen ihres Aussehens oder ihrer Herkunft ausgegrenzt und benachteiligt werden”, teilte Bernhard Franke, Leiter der Antidiskriminierungsstelle mit. Die Angst vor Ansteckung sei zwar verständlich, sagte Franke. “Das Coronavirus rechtfertigt aber niemals rassistische Diskriminierung.”

Insgesamt hätten sich in den vergangenen Tagen 19 Betroffene an die Antidiskriminierungsstelle gewandt. Die Behörde berichtete vom Fall einer Arztpraxis, die einem Patienten chinesischer Herkunft eine Behandlung verweigert habe, obwohl die betroffene Person wegen gänzlich anderer Symptome beim Arzt und seit Monaten nicht in China gewesen sei. In einem anderen Fall habe eine chinesische Studentin eine Absage bei einer Wohnungsbewerbung mit der Begründung bekommen: “Ich möchte keinen Coronavirus.”

10:57 Uhr: 1.113 Todesopfer in China

Die Gesamtzahl der Opfer auf dem chinesischen Festland liegt bei 1.113. Bei mehr als 44.000 Menschen wurde eine Infektion bestätigt. Sowohl die Zahl der neuen Opfer als auch die der neu erkrankten Patienten ging den offiziellen Angaben zufolge im Vergleich zum Vortag etwas zurück. Wie die Nationale Gesundheitskommission am Mittwoch mitteilte, kamen landesweit im Vergleich zum Vortag 97 Todesfälle hinzu. Die Zahl der Infektionen stieg demnach um 2.015 Fälle.

08:31 Uhr: Webasto-Zentrale wieder geöffnet

Mitarbeiter des Autozulieferers Webasto waren die ersten Coronavirus-Infizierten in Deutschland. Die Firmenzentrale in Stockdorf hatte daraufhin zwei Wochen die Pforten geschlossen. Trotz zwei neuer Infektionsfälle, die am Dienstagabend bestätigt wurden, ist die Webasto-Zentrale seit Mittwochmorgen wieder geöffnet. Insgesamt 80 Kollegen würden noch auf den Coronavirus geteteste, erklärte Webasto-Geschäftsführer Holger Engelmann in einer Pressekonferenz. Infos von vor Ort gibt Ihnen RTL-Reporterin Christina Lachnitt im Video.

Das waren die Meldungen vom 11. Februar

19:30 Uhr: Zwei weitere Coronavirus-Fälle in Bayern

In Bayern gibt es jetzt zwei weitere und damit ingesamt 14 Corona-Infizierte. Das teilte das bayerische Gesundheitsministerium mit. Auch die beiden neuen Fälle stehen im Zusammenhang mit der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch die meisten bislang bekannten Fälle beschäftigt sind. Ausgegangen war alles von einem Mitarbeiter, der sich bei einer chinesischen Kollegin angesteckt hatte, die wenig später zurück in ihre Heimat flog. Infiziert hatten sich danach weitere Mitarbeiter sowie einige Angehörige. Deutschlandweit gibt es damit nun insgesamt 16 Menschen, bei denen das Coronavirus nachgewiesen worden ist.

Der Bundestag wird am Mittwoch über die Vorbeugemaßnahmen gegen das Coronavirus in Deutschland beraten. CDU/CSU und SPD haben eine Aktuelle Stunde beantragt. Angesichts zahlreicher kursierender Falschmeldungen und Gerüchte dürfte es der Regierung vor allem darum gehen, die Diskussion zu versachlichen.

19:06 Uhr: Kreuzfahrtschiff mit Deutschen an Bord darf nicht festmachen

Aus Sorge vor dem Coronavirus verweigern mehrere Länder in Asien einem aus Hongkong kommenden Kreuzfahrtschiff das Anlegen – obwohl keine Fälle an Bord bekannt sind. Thailands Gesundheitsminister erklärte am Dienstag bei Facebook, er habe untersagen lassen, dass die “Westerdam” festmacht. Zuvor hatten dies schon Taiwan und Japan verweigert, wie die Reederei “Holland America Line” schilderte. An Bord sind demnach rund 1500 Gäste und 800 Besatzungsmitglieder. Darunter seien einige Deutsche, wie es am Abend aus dem Auswärtigen Amt hieß.

16:45 Uhr: WHO einigt sich auf offiziellen Namen für Coronavirus

Das neue Coronavirus, an dem in China mehr als 42.000 Menschen erkrankt sind, hat jetzt einen offiziellen Namen: COVID-19. Die 19 steht für das Jahr 2019, in dem die Coronavirus-Krankheit entdeckt worden war. Das hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekannt gegeben.

“Wir mussten einen Namen finden, der sich nicht auf einen geografischen Ort, ein Tier, eine Person oder eine Gruppe von Menschen bezieht”, sagte der WHO-Generaldirektor, Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, zu Reportern.

16:04 Uhr – Geisterstadt Wuhan: Geschäfte und Märkte sind menschenleer

Diese Aufnahmen erreichen uns aus der Krisenregion Wuhan. Offenbar trauen sich die Menschen dort wegen des Coronavirus nicht mehr aus den Häusern.

14:56 Uhr – Experten warnen vor Antibiotika-Engpässen in Deutschland

ARCHIV - 27.05.2016, Bayern, München: ILLUSTRATION - Eine Packung eines Antibiotikums liegt auf einem Tisch in einer Apotheke. (Zu dpa "NDR: Pharmakonzerne steigen aus Entwicklung von Antibiotika aus") Foto: Sven Hoppe/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Antibiotika

© dpa, Sven Hoppe, shp lof fgj wst

Produktionsausfälle in China wegen des Coronavirus könnten nach Ansicht von Pharmaexperten schlimmstenfalls zu Antibiotika-Engpässen in Deutschland führen. Da die Herstellung von Wirkstoffen in der stark betroffenen Provinz Hubei stillstehe, schwänden die Lagervorräte für die Weiterverarbeitung, sagte Morris Hosseini, Pharmaexperte bei der Beratungsgesellschaft Roland Berger. Kurzfristig reichten die Antibiotika-Lagerbestände aus, um die Produktion aufrecht zu erhalten, doch bei einem längerfristigen Stopp in den chinesischen Werken drohten Lieferengpässe.

Weltweit sei die Pharmabranche in der Wirkstoff-Produktion abhängig von China, da die Herstellung in Europa nicht lohne.

Behörden sehen indes noch keinen Grund zur Sorge. Es lägen «bislang keine Hinweise vor, dass es aufgrund des Coronavirus zu kurzfristigen Liefer- oder Versorgungsengpässen kommen wird», teilte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn mit.

14:25 Uhr – Noch immer sitzen 3.600 Menschen auf Kreuzfahrtschiff fest

 New coronavirus An ambulance moves away from the cruise ship Diamond Princess docked in Yokohama near Tokyo on Feb. 11, 2020. The vessel has been kept in quarantine after the detection of a new coronavirus infection among people aboard. PUBLICATIONx

Diamond Princess im Hafen von Yokohama

© imago images/Kyodo News, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Wie geht es den Menschen auf dem Schiff “Diamond Princess” in Japan? Dort sind 3.600 Menschen seit mehr als eine Woche unter Quarantäne. Unter ihnen auch 10 Deutsche. Das Schiff liegt im hafen von Yokohama, legt immer wieder für einen Tag ab um Frischwasser aufzubereiten.

Die Stimmung scheint angespannt und es ist völlig unklar, wann die Menschen von Bord dürfen. Bisher wurde bei 130 Passagieren das Coronavirus nachgewiesen. Sie wurden in Krankenhäuser gebracht. Nun überlegt man, alle anderen Passagiere zu testen. Eine gewaltige Aufgabe, denn es gibt nur eine begrenzte Anzahl an Testgeräten. Ohne Test soll aber niemand das Schiff verlassen dürfen.

12:37 Uhr – Autozulieferer Webasto eröffnet morgen wieder

 Umfrage: Stimmungslage bei Anwohnern rund um die Firma Webasto in Stockdorf / Datum: 30.01.2020 / *** Survey of the mood of residents around the Webasto company in Stockdorf Date 30 01 2020

Webasto in Stockdorf

© imago images/Overstreet, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Der von mehreren Coronavirus-Infektionen in der Belegschaft getroffene Autozulieferer Webasto will seine seit zwei Wochen geschlossene Firmenzentrale an diesem Mittwoch wieder öffnen. Seit Anfang vergangener Woche habe es keinen neuen Fall gegeben, erklärte Vorstandschef Holger Engelmann am Dienstag. Eine Spezialfirma hat die Firmenzentrale im Münchner Vorort Stockdorf zudem gereinigt und desinfiziert.

Eine chinesische Webasto-Mitarbeiterin hatte den Erreger unwissentlich bei einer Dienstreise nach Stockdorf eingeschleppt. Insgesamt acht Webasto-Mitarbeiter hatten sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt, sie alle befinden sich nach wie vor in Krankenhäusern. «Wir sind mit allen in regem Kontakt und freuen uns, dass einige von ihnen bereits komplett beschwerdefrei sind und voraussichtlich in Kürze entlassen werden», sagte Engelmann. Seit der Schließung arbeiten die meisten der mehr als 1000 Mitarbeiter von zuhause aus.

Zum uneingeschränkten Normalbetrieb wird Webasto vorerst noch nicht zurückkehren: Dienstreisen von und nach China soll es bis voraussichtlich Ende Februar nicht geben. Außerdem gelten verschärfte Hygienevorgaben.

11:50 Uhr – WHO Generaldirektor mit dramatischem Appell

“Es geht jetzt nicht um Publikationen, Patente und Profite. Jetzt geht es darum, den Ausbruch zu stoppen und Leben zu retten”

Mit diesen deutlichen Worten hat der Generaldirektor der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, die Expertenkonferenz zum Coronavirs eröffnet. Mehrere Teams auf der ganzen Welt forschen an einem Imfpstoff gegen das Virus. Allerdings könnte das noch Wochen dauern.

10:19 Uhr – Höhepunkt der Epidemie noch im Februar?

Der medizinische Berater der chinesischen Regierung, Zhong Nanshan, geht davon aus, dass die Coronavirus-Epidemie in diesem Monat ihren Höhepunkt erreichen wird. In einigen Provinzen verbessere sich die Lage bereits, sagt er der Nachrichtenagentur Reuters. Dort gehe die Zahl der Neuerkrankungen zurück.

Diese Angaben muss man sehr kritisch sehen. Wie sie weiter unten lesen können, haben die Chinesen ihre Statistik bewusst geändert und zählen nur noch Patienten, die auch Symptome zeigen. Alle, die zwar infiziert, aber symptom-frei sind, werden gar nicht gezählt.

08:29 Uhr – Falsche Zahlen aus China?

Weltweit wurde es als erstes Anzeichen der Entspannung wahrgenommen: Die Zahlen der Neu-Infizierten stieg in China seit dem Wochenende nicht mehr so stark. Doch jetzt wurde bekannt: Das könnte nur daran liegen, dass China nur noch Infizierte zählt, die auch wirklich Symptome zeigen. Alle anderen tauchen nicht in der Statistik auf. Das ist ein klarer Verstoß gegen die Vorgaben der Weltgesundheitsbehörde WHO. Die verlangt, dass ALLE Infizierten gezählt werden. Egal ob sie Symptome haben oder nicht, denn man kann trotzdem das Virus übertragen. 

Jetzt ist völlig unklar, wie viel Menschen in China wirklich mit dem Virus infiziert sind.

07.35 Uhr – Formel 1 Rennen in China steht auf der Kippe

ARCHIV - 12.04.2019, China, Shanghai: Motorsport: Formel-1-Weltmeisterschaft, Grand Prix von China, 3. Freies Training. Ferrari-Pilot Charles Leclerc aus Monaco in Aktion. (zu dpa: «Formel-1-Rennen in China könnte ans Jahresende verlegt werden») Foto

Wird das Formel-1-Rennen in China abgesagt?

© dpa, Andy Wong, AW hpl nic

In den letzten Wochen wurden schon einige große Sportveranstaltungen in China abgesagt. Nun ist auch der Formel 1 Grand Prix bedroht. Unsere Kollegen vom Sport mit dem aktuellen Stand.

07:17 Uhr – Bürgerjournalisten in China verhaftet?

Zwei chinesische «Bürgerjournalisten», die über den Ausbruch des Coronavirus und die überfüllten Krankenhäusern in Wuhan im Internet berichtet haben, sind von der chinesischen Polizei festgesetzt worden. Wie die internationale Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch am Dienstag unter Hinweis auf Familie und Freunde berichtete, hätten Polizisten den Anwalt Chen Qiushi und den Blogger Fang Bin «unter dem Vorwand der Quarantäne abgeholt».
Seither seien beide nicht mehr über ihr Handy erreichbar, was in Isolation normalerweise möglich sein müsste. Keiner von beiden habe Symptome einer Infektion gehabt. «Wer in normaler Quarantäne steckt, kann telefonieren», sagte die in New York ansässige Forscherin Wang Yaqiu von Human Rights Watch. «Beide haben die Zustände in Wuhan untersucht und unverblümt darüber gesprochen.»

Chen Qiushi hatte in den überforderten Krankenhäusern der schwer betroffenen Stadt Wuhan gefilmt. «Es gibt nicht genug Gesichtsmasken, nicht genug Schutzanzüge, nicht genug Material und was noch wichtiger ist, nicht genug Tests», schilderte Chen Qiushi in einem Video.

06:58 Uhr – Neue Zahlen

Guten Morgen. Auch heute finden sie hier in unserem Ticker alle wichtigen Informationen und aktuellen Entwicklungen über das Coronavirus. Leider müssen wir wieder mit schlimmen Zahlen in den Tag starten: Mittlerweile sind mindestend 1018 Menschen weltweit an dem Virus gestorben. 1016 in China, 1 in Honkong und 1 auf den Philippinen.

Die Zahl der Infizierten stieg auf 43.108. Das einzig Gute an dieser Zahl ist, dass sie wieder weniger stark gestiegen ist, als in den Tagen davor.

Hier finden Sie eine Chronologie der Ereignisse in Zusammenhang mit dem gefährlichen Coronavirus.

Source: rtl.de

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