“Klimaschutz diffamiert”:”Klimahysterie” ist Unwort des Jahres – n-tv NACHRICHTEN

Die wachsende Sensibilität für die gewaltigen Folgen des Klimawandels schlägt sich auch in der Sprache nieder. Der Begriff “Klimahysterie” wird zum “Unwort des Jahres” gewählt.

Der Begriff “Klimahysterie” ist “Unwort des Jahres 2019”. Das gab eine Jury aus Sprachwissenschaftlern der Technischen Universität in Darmstadt bekannt. Mit dem Wort würden “Klimaschutzbemühungen und die Klimaschutzbewegung diffamiert und Debatten diskreditiert”, erklärte die Jury zur Begründung. Zudem würden “wissenschaftsfeindliche Tendenzen” gestützt. Der Begriff war im vergangenen Jahr insbesondere von AfD-Politikern immer wieder in der politischen Debatte genutzt worden.

Die Jury kritisierte neben dem Wort “Klimahysterie” auch die Begriffe “Umvolkung” und “Ethikmauer”. Nach Angaben der sprachkritischen Aktion waren 671 Einsendungen mit 397 Vorschlägen eingereicht worden. Standen jahrelang Flüchtlingspolitik und Migration im Fokus, rücken nun Ökologie und Klimadebatte mehr in den Mittelpunkt, hieß es schon vor der Bekanntgabe.

Die sprachkritische Aktion möchte mit ihrem alljährlichen “Unwort” auf unangemessenen Sprachgebrauch aufmerksam machen und so sensibilisieren. Im vergangenen Jahr war der Ausdruck “Anti-Abschiebe-Industrie” zum Unwort gekürt worden. Der Chef der CSU-Abgeordneten im Bundestag, Alexander Dobrindt, hatte den Begriff geprägt.

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Die Jury besteht aus vier SprachwissenschaftlerInnen und einem Journalisten. Die Jury wird im jährlichen Wechsel durch ein weiteres sprachinteressiertes Mitglied aus dem Bereich des öffentlichen Kultur- und Medienbetriebes ergänzt. In diesem Jahr war der Kabarettist Urban Priol an der Auswahl beteiligt. 2019 lagen insgesamt 671 Einsendungen vor, die sich auf 397 verschiedene Ausdrücke bezogen, von denen wiederum nur knapp 50 den Unwort-Kriterien der Jury entsprachen.

Source: n-tv.de

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