Handels-Chef: “Nach Corona-Krise sollten Geschäfte auch sonntags öffnen dürfen” – t-online.de

Die Corona-Krise setzt dem Einzelhandel zu. Verbandschef Stefan Genth erläutert, wie die Politik massenhafte Insolvenzen vermeiden kann – und warum Klopapier-Hamsterkäufe unnötig sind.

Selten in der Geschichte der Bundesrepublik stand der Einzelhandel so im Fokus der Gesellschaft wie in der Corona-Krise. Neben Apotheken sind Supermärkte und Drogerien vielerorts die einzigen Geschäfte, die noch geöffnet haben und vielen Menschen so einen Grund geben, die eigenen vier Wände für Besorgungen des täglichen Bedarfs zu verlassen. Die Umsätze gingen hier wegen Hamsterkäufen zuletzt stark nach oben.

Gleichzeitig bangen gerade kleinere Händler um ihre Existenz, weil sie gezwungen sind, ihre Läden zu schließen. Schon jetzt prognostizieren Experten, dass die Krise zu Tausenden Insolvenzen führen wird, sich die Fußgängerzonen in Deutschlands Innenstädten noch schneller verändern – weil es vielen Unternehmen an Geld mangelt, um eine längere Zeit ohne Umsätze zu überleben.

Stefan Genth vertritt als Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE) die Interessen beider Gruppen im Einzelhandel, die “Food”- und die “Non-Food”-Händler. Im Interview mit t-online.de erläutert er, wieso die Hilfen des Staates noch nicht ankommen, weshalb sich auch Vermieter von Ladengeschäften an den Kosten der Krise beteiligen müssen – und warum die Geschäfte nach der Krise auch sonntags geöffnet haben sollten.

t-online.de: Herr Genth, das Drängendste zuerst: Gibt es auch morgen noch genug Klopapier?

Stefan Genth: Mit Sicherheit wird es auch morgen genug Klopapier geben – vor allem in den vielen Haushalten, die sich jetzt mit der zehnfachen Menge des üblichen Bedarfs eingedeckt haben. Und auch in den Supermärkten, die zuletzt überrannt wurden, gilt: Der Nachschub ist schon geordert, es gibt keinen Grund zur Sorge. Dennoch appellieren wir an die Verbraucher, dass sie vernünftig einkaufen. Hamsterkäufe ergeben wirklich keinen Sinn.

Die aktuellen Einschränkungen zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus treffen vor allem Geschäfte, die keine Lebensmittel verkaufen und jetzt geschlossen sind. Ihnen hilft der Staat mit Zuschüssen und Krediten. Rechnen Sie trotzdem weiter mit einer Pleitewelle?

Die Gefahr besteht nach wie vor, ja. Die Rückmeldungen, die wir vom mittelständischen Einzelhandel bekommen, sind desaströs. Bei vielen Händlern sehen wir, dass die theoretisch vom Staat ausgereichten Gelder nicht ankommen, weil die Hausbanken sie nicht weitergeben. Das Problem ist, dass die Banken erhebliche Auflagen haben und die Absicherung von 90 Prozent der Kreditsumme durch den Staat nicht ausreicht. Hier braucht es dringend Nachbesserungen.

Also noch mehr Geld vom Staat?

Nein, nicht unbedingt. Aber das Geld muss anders ausgeteilt werden. Am besten wären direkte Zuschüsse, damit die Einzelhändler ihre Mieten und Pachten bezahlen können. Alternativ könnte der Staat auch 100 Prozent des Kreditrisikos übernehmen, sodass die Banken die Darlehen ohne langwierige Prüfung bewilligen können. So geschieht das etwa in der Schweiz. Dort fließen Kreditgelder binnen eines Tages.

Die Schweiz ist aber nicht in der EU. Eine hundertprozentige Übernahme des Kreditrisikos wäre unvereinbar mit den Beihilferichtlinien aus Brüssel.

Nein, das ist nicht ganz richtig: Nach der sogenannten De-minimis-Regelung darf der Staat Firmen in Ausnahmefällen sehr wohl unter die Arme greifen – zumindest bei Beträgen von bis zu 500.000 Euro. Diese Regelung könnte auch bei den aktuellen Kreditbürgschaften Anwendung finden, sodass kein Beihilfe-Tatbestand vorläge.

Interessenvertreter des Handels: Stefan Genth ist Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE). (Quelle: imago images)Interessenvertreter des Handels: Stefan Genth ist Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE). (Quelle: imago images)

Wie lange halten die Läden, die jetzt noch kein Geld bekommen haben, noch durch?

Nicht mehr lange. Wir haben dazu jüngst eine Umfrage durchgeführt. Das Ergebnis: Unsere mittelständischen Händler überleben ohne Umsatz im Schnitt acht Wochen. Zwei davon sind bereits verstrichen, weitere zwei folgen bis zum 20. April, dem frühestmöglichen Zeitpunkt für etwaige Lockerungen der Geschäftsschließungen. Das heißt, ab diesem Tag bleibt in etwa noch ein Monat Zeit, in dem die Händler auch ohne Umsätze durchhalten. Danach gehen viele pleite.

Spätestens im Mai also müssten die Geschäfte wieder öffnen?

Exakt – und selbst das wird für viele Händler sehr eng. Denn anders als das Handwerk hat der Einzelhandel keine Auftragsbücher, die er nach dem Aufheben der Maßnahmen einfach weiter abarbeiten kann. Der Umsatz, der jetzt nicht gemacht wird, ist weg und kann nur schwer wieder aufgeholt werden. Die Frühjahrsmode, die jetzt keiner kauft, will im Sommer niemand mehr haben. Viele Händler sitzen quasi auf verderblicher Ware. Dass sie Kurzarbeitergeld in Anspruch nehmen, hilft ihnen nur bedingt – größter Kostenfaktor bleiben die Mieten. Deshalb braucht es jetzt sofort mehr Unterstützung, sonst sehen wir schwarz für den Handel. Tausende Arbeitnehmer sind betroffen, Existenzen sind bedroht.

Wie viele Läden werden nie wieder öffnen?

Seriös lässt sich das nicht beantworten. Wie erläutert fallen aber gerade mittlere Unternehmen mit zehn bis 200 Mitarbeitern in ein Finanzierungsloch. Von diesen gibt es in Deutschland rund 15.000, die Anzahl der Beschäftigten beläuft sich auf rund 1,3 Millionen Menschen.

Deutschlands oberster Händler
Stefan Genth ist seit 2007 Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE). Als solcher vertritt er die Interessen von rund 100.000 Handelsunternehmen in Deutschland, darunter große Ketten, kleine Einzelhändler sowie Firmen im Online-Handel. Genth ist studierter Verwaltungswirt und hat zuvor mehrere Positionen innerhalb des HDEs bekleidet.

Mit Galeria Karstadt Kaufhof hat jetzt auch der erste große Akteur Probleme angemeldet. Die Kaufhauskette flüchtet unter einen staatlichen Schutzschirm. Was heißt das für die gesamte Branche?

Das ist ein alarmierendes Signal, das zeigt, in welch kritischer Situation der Einzelhandel ist. Galeria Karstadt Kaufhof beschäftigt mehr als 30.000 Mitarbeiter, die Warenhäuser prägen vielerorts das Stadtbild und sind auch für kleinere Läden ein Anker, der Kundschaft anzieht. Wenn ein solcher Kaufhauskonzern schließen muss, hätte das erhebliche Folgen für den gesamten stationären Handel. Insofern unterstützen wir als Verband alles, was zur Rettung der Kette beiträgt.

Müssen wir damit rechnen, dass weitere große Ketten in Schieflage geraten?

Das kommt darauf an, ob es eine Lösung für die Mietproblematik gibt. Klar ist: Gerade große Ketten mit vielen Filialen haben monatliche Mietkosten, die in die Millionen gehen. Hier ist die Politik gefordert – und die Vermieter. Die Vermieter müssen auf einen Teil ihrer Mieteinnahmen verzichten, sonst türmen sich erhebliche Schuldenberge bei den Händlern auf. Ein Vorbild dafür könnte Österreich sein. Hier ist gesetzlich geregelt, dass die Vermieter auf 50 Prozent der Mieten verzichten.

Das heißt, hier muss der Staat nachbessern?

Ja. Es kann nicht sein, dass der Einzelhändler allein auf dem Schaden durch die verfügten Geschäftsschließungen sitzen bleibt, während der Vermieter nach der Stundung seine volle Miete erhält. Wir brauchen eine gesetzliche Regelung, nach der beim Wegfall der Geschäftsgrundlage in der Krise der Vermieter verpflichtet wird, auf einen Teil seiner Miete zu verzichten. Fair wäre ein Verzicht von 50 Prozent der Miete. Auch das verstehe ich unter Solidarität.

Die meisten Menschen sehen das anders. Sie vermissen vielmehr Solidarität bei Adidas, Deichmann und H&M, weil diese trotz großer Rücklagen ihre Miete stunden wollten. Können Sie die Aufregung nachvollziehen?

Grundsätzlich verstehe ich viele Reaktionen. Dennoch müssen wir hier differenzieren. Adidas etwa ist kein gutes Beispiel, weil es kein klassisches Handelsunternehmen ist, sondern gleichzeitig auch Produzent seiner eigenen Ware, mit der der Konzern viel Gewinn macht. Andere Händler aber, auch große Ketten, operieren mit wesentlich geringen Umsatzrenditen. Und solidarisch wäre ein Entgegenkommen der Vermieter in dieser Krise.

Auf Bundesebene wird schon jetzt über eine Ausstiegsstrategie aus den strengen Schutzmaßnahmen gesprochen. Wie könnte die für die Geschäfte in Deutschland aussehen?

Diese Frage richtet sich nicht nur an den Handel, sondern vielmehr an die Politik. Naheliegend ist, die Erfahrungen aus dem Lebensmittelhandel auf den Non-Food-Bereich zu übertragen. Wir könnten die Läden schrittweise wieder öffnen. Wir könnten Zugangsbeschränkungen einführen, Hygienevorschriften durchsetzen und dafür sorgen, dass das Abstandsgebot weiterhin eingehalten wird. Fakt ist, dass wir auch wieder in das normale Geschäftsleben zurückkommen müssen. Wichtig ist dabei, dass es einheitliche Regeln für alle Bundesländer gibt.

Das heißt, alles wie gehabt nur mit mehr Abstand?

Verkürzt gesagt ja. Das allein wird aber nicht dafür sorgen, dass der Einzelhandel sich wieder erholt. Es braucht auch gesetzliche Anpassungen. Ich denke dabei etwa an das Arbeitszeitgesetz, aber auch an die Ladenöffnungszeiten. Nach der Krise sollten alle Geschäfte auch sonntags öffnen dürfen. Die Menschen bekämen so mehr Zeit, um ihre Einkäufe nachzuholen. Eine solche Regelung sollte zumindest für die erste Zeit nach Ende der Beschränkungen gelten. Denn Shoppen ist auch eine Freizeitaktivität. Nach Wochen in Selbstisolation werden die Menschen wieder hinaus wollen, um einzukaufen. Hier darf es keine Denkverbote geben.

Das wird die Gewerkschaft Verdi kaum mitmachen. Mit dieser stehen Sie derzeit ohnehin im Streit. Verdi wirft Ihnen vor, die Krise als Ausrede zu nutzen, um eine längst vereinbarte Tariferhöhung für die Beschäftigten zu verschieben.

Das Gegenteil ist der Fall. Verdi hat uns erpresst – in einer wirklich schlimmen Situation, wie ich es nie erlebt habe. Hintergrund ist eine spezielle Regelung im nordrhein-westfälischen Tarifvertrag, der für Kurzarbeit eine Ankündigungsfrist von vier Wochen vorsieht. Bei einer solchen Krise wie jetzt, die urplötzlich über uns hereingebrochen ist, ist so etwas völlig unsinnig. Deshalb haben wir das Gespräch mit der Gewerkschaft gesucht. Doch Verdi hat dem Aussetzen dieser Regel nur zugestimmt, wenn die Arbeitgeber für die ersten vier Wochen der Kurzarbeit die Gehälter auf 100 Prozent aufstocken und bis zum 30. Juni auf 90 Prozent. Als Arbeitgeber mussten wir da nachgeben. Gleichzeitig haben wir Verdi einen Not-Tarifvertrag für die Phase der Krise vorgeschlagen. Und in diesem Rahmen haben wir angeregt, die für jetzt angepeilte Tariferhöhung von 1,8 Prozent bis zum Jahresende zu verschieben. Mehr nicht.

Geschlossene Läden an der Berliner Tauentzienstraße: Wegen der Corona-Krise sind viele Einkaufsstraßen in Deutschland menschenleer. (Quelle: imago images)Geschlossene Läden an der Berliner Tauentzienstraße: Wegen der Corona-Krise sind viele Einkaufsstraßen in Deutschland menschenleer. (Quelle: imago images)

Würde das auch für die Supermarkt-Beschäftigten gelten?

Nein, einzig für die Angestellten von Händlern, deren Läden jetzt geschlossen haben. Wir stehen zu dem Tarifabschluss und haben nur den Wunsch geäußert, dass die Unternehmen in Not ein wenig mehr Spielraum bekommen. Aber das scheint mit Verdi nicht möglich zu sein.

Dennoch gilt bei Betrieben, die Zuschüsse zum Kurzarbeitergeld vereinbart haben: Die Mitarbeiter zahlen einen Teil dieser Aufstockung quasi selbst – indem sie auf das Tarif-Plus verzichten. Oder?

Nein, ganz so ist es natürlich nicht. Denn die Zuschüsse beziehen sich auf den Nettolohn. Die Tariferhöhung aber auf den Bruttolohn. Das heißt, es handelt sich um zwei gänzlich andere Dinge.

Experten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung haben jüngst aufgezeigt, dass die Beschäftigten im Lebensmitteleinzelhandel deutlich geringere Löhne erhalten als in anderen Branchen. Wäre die Krise nicht ein Anlass, um den “Helden des Alltags” mit mehr Gehalt mehr Wertschätzung zu geben?

Dafür haben viele Supermarktketten bereits Extra-Zahlungen angekündigt, die obendrein steuerfrei sein sollen. Grundsätzlich braucht es auch bei den Löhnen eine differenzierte Betrachtung. Das Durchschnittsgehalt im Lebensmitteleinzelhandel wirkt mit einer Summe von 2.500 Euro brutto auf den ersten Blick tatsächlich gering. Allerdings fließen in diesen Wert auch die Gehälter vieler Teilzeitkräfte mit ein, insbesondere von Frauen, die maximal 20 Stunden in der Woche arbeiten. Das zieht den Durchschnitt nach unten. Zudem arbeiten im Handel weiterhin auch viele ungelernte Kräfte. Auch diese Löhne lassen sich nicht mit dem eines Facharbeiters in der Automobilindustrie vergleichen.

Bleiben wir bei den Supermärkten. Wie stehen Sie zur Maskenpflicht, die in österreichischen Märkten jetzt per Gesetz gilt?

Ob wir das brauchen, müssen Virologen beantworten. Rein faktisch aber haben wir gar nicht den Zugang zu genügend Masken. Wir haben ausgerechnet, dass wir allein für die Mitarbeiter in Supermärkten und Drogerien 790.000 Masken bräuchten – pro Tag. Denn damit die Masken auch etwas bringen, muss man sie mehrmals am Tag wechseln. Gleichzeitig fehlen schon jetzt Masken in den Krankenhäusern. Deshalb halte ich das für eine Schaufenster-Forderung.

Haben Sie den Eindruck, dass die Kunden sich inzwischen an die Regeln halten?

Ja. Wir sehen sehr deutlich, dass sich das Verhalten der Kunden ändert. Sie halten Abstand und zeigen Verständnis dafür, wenn sie in kleineren Märkten warten müssen, bis wieder jemand herauskommt, weil es sonst zu voll würde. Wir beobachten auch, dass sich die Leute inzwischen mehr unter der Woche und mehr tagsüber mit Lebensmitteln versorgen – statt nur nach Feierabend oder am Wochenende.

Das heißt, der Ansturm ist geringer, es gibt weniger Hamsterkäufe?

Ja. Wirkliche Hamsterkäufe finden nicht mehr statt. Das merken wir auch bei den Umsätzen, die sich im Lebensmitteleinzelhandel wieder normalisiert haben. Zum Teil liegen sie sogar unterhalb des Vorjahresniveaus.

Trotzdem sind weiterhin viele Artikel vergriffen, einige Regale leer. Nicht nur Klopapier, sondern auch Mehl fehlt, Hefe ebenfalls. Woran liegt das?

Das sind Nachwehen der jüngsten Hamsterkäufe, aber nichts, was von Dauer ist. Zum Teil waren das auch paradoxe Einkäufe: Die Leute kaufen Hefe und Mehl, obwohl sie seit 20 Jahren kein Brot mehr gebacken haben. Man fragt sich, was die damit jetzt alle machen wollen. Gleiches gilt fürs Klopapier: Einige Haushalte haben jetzt den gesamten Jahresbedarf zu Hause. Engpässe gibt es bei diesen Produkten deshalb aber nicht. Schwierigkeiten gibt es lediglich bei Schutzmaterialien. Desinfektionsmittel, Einweghandschuhe sind nicht ausreichend verfügbar.

Eine Frau mit Atemschutzmaske in Wien: In Österreichs Supermärkten gilt seit Kurzem eine Maskenpflicht für Kunden und Angestellte. (Quelle: imago images)Eine Frau mit Atemschutzmaske in Wien: In Österreichs Supermärkten gilt seit Kurzem eine Maskenpflicht für Kunden und Angestellte. (Quelle: imago images)

Was vielen auch auffällt: Jeder Markt hat eigene Corona-Regeln. Warum gibt es keine einheitlichen Vorschriften – etwa bei einer rationierten Abgabe von Produkten mit Engpässen?

Das liegt daran, dass es keine einheitlichen staatlichen Richtlinien für die Händler gibt. Wir wollen eine solche Regelung zur Rationierung aber auch gar nicht haben, denn sie schürt unnötig Panik. Gut finde ich, dass einige Marktbetreiber von sich aus festlegen, dass die zweite Packung Toilettenpapier mehr kostet als die erste. So reguliert sich die Nachfrage über den Preis.

Zum Abschluss ein Blick auf die Grenzen: Stimmt es, dass durch lange Staus und langsame Kontrollen bald womöglich keine frischen Südfrüchte aus Spanien und Frankreich bei uns ankommen werden?

Die Frage ist interessant, lässt sich seriös aber noch nicht beantworten. Die Lieferketten funktionieren in der Tat noch. Richtig ist aber auch, dass es durchaus Engpässe an den Grenzabfertigungen gab. Auch Lebensmittel-Lkws standen in einer 30 Kilometer langen Schlange und kamen nicht nach Deutschland rein. Nach intensiven Gesprächen mit der Politik werden diese Probleme jetzt gelöst, etwa durch eigens eingerichtete Fahrspuren für Lebensmittellieferanten. Mein Eindruck ist, dass sich die Engpässe nun auflösen. Dennoch können wir nicht zu 100 Prozent sicher sein, dass jetzt alles klappt, keine Ware an der Grenze vergammelt, weil wir es nicht allein in der Hand haben.

Herr Genth, vielen Dank für das Gespräch.

Source: t-online.de

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