Coronavirus – US-Präsident Donald Trump denkt über Reiseverbote nach – t-online.de

Das Coronavirus ist weiter auf dem Vormarsch. Auch wirtschaftlich sind die Wirkungen spürbar – die Ölstaaten wollen jetzt die Konsequenzen ziehen. Alle Infos im Newsblog.

In Deutschland gibt es weitere Coronavirus-Fälle. Gesundheitsminister Jens Spahn kündigte an, er erwarte eine noch deutlich stärkere Verbreitung im Land. Auch weltweit steigen die Zahlen der Neuerkrankungen stetig, bisher gibt es nach offiziellen Angaben rund 91.000 Infizierte und mehr als 3.000 Tote.

20.45 Uhr: Trump erwägt Reiseverbote in besonders betroffene Gebiete

Die US-Regierung erwägt nach Darstellung von Präsident Donald Trump ein Verbot von Reisen aus den USA in besonders von der Epidemie betroffene Gebiete. Entsprechende Einschränkungen innerhalb des Landes seien dagegen kein Thema, sagt Trump vor einem Treffen mit Gesundheitsexperten. In den Vereinigten Staaten sind bisher rund 100 Infizierte bestätigt, es gab sechs Todesfälle. 

20.20 Uhr: Zu geringe Nachfrage wegen Corona-Epidemie: Ölstaaten wollen Förderung kürzen

Angesichts fallender Ölpreise wegen der Coronavirus-Epidemie prüfen die Opec und andere Förderstaaten eine Drosselung der Produktion. Für das zweite Quartal empfahl die Arbeitsgruppe Joint Technical Committee eine Kürzung der Fördermenge um bis zu einer Million Barrel pro Tag (bpd), wie am Dienstag aus dem entsprechenden Empfehlungstext hervorging. Das Komitee traf sich vor der Sitzung der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) mit anderen Förderstaaten wie Russland in dieser Woche. Die Opec hatte bereits Mitte Februar wegen der Epidemie ihre Prognose für weltweite Ölnachfrage gekappt. Auch die Fracking-Ölförderer in den USA leiden unter dem Preisverfall.

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20.00 Uhr: Test auf Corona-Virus bei Thüringer Abgeordnetem negativ 

Der Verdacht einer Corona-Infektion bei einem CDU-Abgeordneten in Thüringen hat sich nicht bestätigt. Das teilte das Gesundheitsministerium in Erfurt mit. Das Testergebnis sei nach Angaben des Labors des Thüringer Landesamtes für Verbraucherschutz negativ ausgefallen.

19.57 Uhr: IWF und Weltbank sagen Tagung in den USA ab 

Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank haben wegen des neuartigen Coronavirus ihre jährliche Frühjahrstagung in den USA abgesagt. Die für Mitte April am Sitz der Organisationen in Washington geplanten Treffen sollten nun in einem “virtuellen Format” stattfinden, erklärten IWF-Chefin Kristalina Georgiewa und Weltbankchef David Malpass am Dienstag. Das Ziel sei es, die Gesundheit und Sicherheit der Teilnehmer aus den Mitgliedsländern und der Mitarbeiter zu garantieren, hieß es.

Es blieb zunächst unklar, in welchem Ausmaß die mehrtägige Tagung nun durch Videokonferenzen und Live-Übertragungen ersetzt werden sollte. Die Organisationen erklärten, die digitalen Möglichkeiten sollten voll ausgeschöpft werden, um die Beratungen mit den Mitgliedsstaaten zu ermöglichen. Zu der Tagung vom 13. bis 19. April wurden unter anderem Banker, Finanzminister, ranghohe Beamte aus aller Welt und Vertreter von Zentralbanken erwartet.

19.53 Uhr: Coronavirus jetzt auch in Argentinien angekommen 

Erstmals ist in Argentinien bei einem Patienten das neuartige Coronavirus nachgewiesen worden. Der Mann sei am Sonntag aus Italien eingereist, teilte Gesundheitsminister Ginés González García mit. Der Patient stehe nun in einem Krankenhaus in Buenos Aires unter Quarantäne. Nach Ecuador mit sieben Fällen und Brasilien mit zwei Fällen ist Argentinien damit das dritte Land in Südamerika mit bestätigten Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2.

19.50 Uhr: Vierte Coronavirus-Infektion in Niedersachsen 

Im niedersächsischen Eltze in der Gemeinde Uetze wurde eine weitere Infektion mit dem Coronavirus bestätigt. Wie die Region Hannover mitteilte, war der 63-jährige Mann gemeinsam mit dem ersten Betroffenen aus Niedersachsen von einer Busreise aus Italien zurückgekehrt.

Er und seine Frau wurden nach Bekanntwerden der ersten Infektion zu Hause isoliert. Die Ehefrau ist den Angaben zufolge nicht betroffen. 

19.45 Uhr: Infizierte aus Mecklenburg-Vorpommern haben sich in Baden-Württemberg angesteckt

Das Ehepaar aus Greifswald, deren Infektion mit dem Corona-Virus heute bekannt wurde, hatte auf einem Kongress Ende Februar in Baden-Württemberg Kontakt zu einer infizierten Person. Das teilte das Gesundheitsministerium in Schwerin mit. Das Paar war vom zuständigen baden-württembergischen Gesundheitsamt informiert worden und ließ sich dann testen. Das Laborergebnis bestätigte dann die Infektion.

Der 64-jährige Ehemann zeigt leichte Symptome wie Husten, die 62-jährige Ehefrau hingegen nicht, wie es aus dem Schweriner Ministerium hieß. Seit der Rückkehr nach Mecklenburg-Vorpommern hätten sie keine weiteren Kontakte gehabt. Das Ehepaar sei umgehend zuhause isoliert worden, teilte die zuständige Amtsärztin Marlies Kühn in Greifswald mit. Beide leiden laut Gesundheitsministerium nicht unter Vorerkrankungen.

19.30 Uhr: Infizierter im Saarland ist Arzt an Kinderklinik 

Der Mann aus dem Saarland, dessen Infektion mit dem Coronavirus am Nachmittag bekannt worden war, soll Kinderarzt an der Uniklinik in Homburg sein. Das berichtet der Saarländische Rundfunk (SR). 

Der Betroffene wird in der Uniklinik isoliert. Laut SR geht es ihm gut. Die Klinik soll geöffnet bleiben, obwohl der Infizierte dort bis gestern noch gearbeitet habe. 

19.05 Uhr: Altmaier will kleine und mittlere Firmen unterstützen 

Wirtschaftsminister Peter Altmaier hat Unterstützung der Bundesregierung für Unternehmen zugesagt, die von den Folgen des neuartigen Coronavirus betroffen sind. “Wir tun alles, damit dieses Virus die Wirtschaft in Deutschland nicht flächendeckend trifft”, sagte der CDU-Politiker am Dienstagabend laut Mitteilung. “Dazu werden wir die Liquiditätsspielräume von Unternehmen, insbesondere von kleinen und mittleren sicherstellen.”

Wichtig sei es, das Vertrauen von Unternehmen und Verbrauchern zu stärken, um die Herausforderung erfolgreich zu überwinden. “Dazu haben wir die notwendigen Instrumente wie Kurzarbeitergeld, Bürgschaften und Liquiditätshilfen zur Verfügung”, so Altmaier. “Wir sind vorbereitet und entschlossen, um eine mögliche Krise zu vermeiden und Beschäftigung und Wertschöpfung zu sichern.”

Daneben müsse der strategische Handlungsrahmen von Unternehmen durch Entlastungen und Investitionsanreize schnell erweitert werden. Ein Teil würden die bereits im Koalitionsausschuss vereinbarten verbesserten Abschreibungsbedingungen für digitale Wirtschaftsgüter sein. Es gehe auch um eine schnelle steuerliche Besserstellung von Personengesellschaften. Hierzu sei das Finanzministerium gefordert.

18.40 Uhr: Sechste Coronavirus-Infektion in Berlin bestätigt 

In Berlin gibt es einen sechsten Coronavirus-Fall, wie die Senatsverwaltung für Gesundheit auf Twitter bekannt gab. Der betroffene Mann habe sich bei dem Patienten angesteckt, dessen Infektion als erste in Berlin bekannt geworden war. Sie arbeiteten zusammen in einem Großraumbüro. Die Senatsverwaltung ordnete an, dass alle Personen in dem Büro umgehend auf das Coronovirus getestet werden sollen. 

18.35 Uhr: Trump will 8,5 Milliarden Dollar für Notfall-Maßnahmen bereitstellen 

US-Präsident Donald Trump erklärt, seine Regierung verhandele mit dem Kongress über Notfall-Maßnahmen gegen die Epidemie. Er erwarte, dass die Abgeordneten das Paket im Volumen von 8,5 Milliarden Dollar genehmigen würden.

18.30 Uhr: Zahl der Erkrankten in Italien steigt auf über 2.500

In Italien sind die Zahlen der Coronavirus-Toten und der Infizierten erneut stark gestiegen. Bis Dienstag zählten die Behörden 79 Tote. Das teilte der Zivilschutz mit. Insgesamt haben sich 2.502 Menschen in dem Mittelmeerland mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert. Das waren knapp 500 mehr als am Montag. Dutzende sind jedoch auch schon wieder genesen.

Italien ist in Europa das am schwersten von der Lungenkrankheit Covid-19 betroffene Land. Elf Gemeinden im Norden, in der Lombardei und Venetien sind bereits die zweite Woche gesperrt. In der Lombardei, der Emilia-Romagna und in Venetien sind die Fallzahlen weiter besonders hoch. Die meisten Toten, so betonen die Behörden stets, waren ältere Menschen, oft mit Vorerkrankungen.

17.45 Uhr: Erste Coronavirus-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern bestätigt 

Erstmals sind auch in Mecklenburg-Vorpommern zwei Patienten nachweislich an dem neuen Coronavirus erkrankt. Die beiden Personen aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald seien umgehend zu Hause isoliert worden, teilte die zuständige Amtsärztin Marlies Kühn in Greifswald mit.

17.35 Uhr: Ärzte aus dem Kreis Heinsberg: “Medizinische Situation eskaliert”

In einem Hilferuf haben Ärzte aus dem Kreis Heinsberg vor den Folgen des Coronavirus für die gesundheitliche Versorgung gewarnt. Die “medizinische Situation im Kreis Heinsberg eskaliert und nimmt bedrohliche Ausmaße an”, heißt es in dem Brief, der auch vom Heinsberger Landrat Stephan Pusch (CDU) unterschrieben ist. Ein Zusammenbruch der medizinischen Versorgung an der Basis und in den Krankenhäusern sei nicht mehr auszuschließen. “Wir brauchen dringend Hilfe (…)”, hieß es in einem Brief an die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein.

Durch die vom Robert Koch-Institut (RKI) vorgeschriebenen Quarantänemaßnahmen würden die Krankenhäuser hochgradig behindert. Ärzte und Mitarbeiter seien deshalb nicht arbeitsfähig. Notdienste könnten nur mit Mühe und auch nur eingeschränkt besetzt werden. Nach der RKI-Regelung muss im Fall einer Infektion in der Belegschaft automatisch das ganze Team in eine 14-tägige Quarantäne.

Die Belastung durch verunsicherte Patienten sei enorm. Die Versorgung der niedergelassenen Ärzte mit Schutzmasken sei katastrophal. Der Handel liefere nicht mehr. Die kleine Lieferung durch das NRW-Gesundheitsministerium sei sofort vergriffen gewesen. In den Praxen sei so gut wie nichts angekommen. “Wir brauchen ganz dringend entsprechende Schutzmaterialien, da wir zurzeit unter Gefährdung der Gesundheit von Ärzten und Mitarbeitern arbeiten”, hieß es in dem Brief.

17.19 Uhr: Zwei neue Covid-19-Erkrankte in Bremen 

In Bremen sind zwei weitere Menschen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden, die Zahl der Infizierten steigt damit auf drei. Bei einem der beiden neuen Fälle handele es sich um einen Fernfahrer, teilte ein Sprecher des Gesundheitsressorts mit. Er werde in einem Klinikum behandelt, zwei Kontaktpersonen seien in häuslicher Quarantäne. Der zweite Infizierte habe nach der Rückkehr aus dem Skiurlaub in Südtirol über Symptome geklagt. Er befinde sich mit seiner Ehefrau, die ebenfalls Symptome aufweise, in häuslicher Quarantäne.

17.17 Uhr: Benefiz-Konzert für Opfer von Anschlag in Hanau abgesagt

Das Benefiz-Konzert prominenter Künstler in Gedenken an die Anschlagsopfer von Hanau wird verschoben. Grund ist der erste bestätigte Corona-Fall in Hanau. Nach ursprünglicher Planung sollte das Konzert am Samstag im Kurpark stattfinden. Das Konzert soll am 17. Mai 2020 nachgeholt werden. Zuerst war von einer Verschiebung auf unbestimmte Zeit die Rede gewesen. Zuvor hatte der “Hanauer Anzeiger” darüber berichtet.

“Wir können die Dynamik des Themas nicht abschätzen”, sagte Stadtentwickler Martin Bieberle. Deshalb habe man sich vorsorglich dazu entschlossen, das Konzert erst einmal abzusagen. “Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir das noch ohne finanziellen Schaden tun können”, erklärte Bieberle. Bei einer kurzfristigen Absage hätte es hingegen teuer werden können.

17.05 Uhr: Baden-Württemberg: Schulen müssen Klassenfahrten in Risikogebiete absagen 

Schulen sollen Klassenfahrten und Schüleraustausche in Risikogebiete des neuartigen Coronavirus absagen. Dies gelte bis zum Ende des laufenden Schuljahres, teilte das Kultusministerium am Dienstag in Stuttgart mit. Reisen in ausländische Regionen, die nicht vom Robert Koch-Institut zum Risikogebiet erklärt worden seien, sollten im Zweifel ebenfalls abgesagt werden. Die Stornierungskosten würden in diesen Fällen vom Land Baden-Württemberg übernommen. Zudem empfiehlt das Ministerium, dass Lehrer auch nicht privat in Risikogebiete fahren sollen. 

16.52 Uhr: Erster Coronavirus-Fall im Saarland

Im Saarland ist erstmals eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus festgestellt worden. Das teilte das saarländische Gesundheitsministerium mit.

16.36 Uhr: Dritter Infizierter in Niedersachsen bestätigt

In Niedersachsen ist ein dritter Fall einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt. Es handele sich um einen Mann aus dem Landkreis Cuxhaven, teilte der Landkreis am Dienstag mit. Hintergrund sei eine Reise nach Norditalien. Der Erkrankte sei in häuslicher Quarantäne, seine Frau als Kontaktperson ebenso. Hinweise darauf, dass das Virus in der Bevölkerung des Landkreises zirkuliere, gebe es nicht. 

16.22 Uhr: US-Notenbank senkt überraschend den Leitzins

Inmitten der Viruskrise hat die US-Notenbank Fed die Zinsen weit vor der anstehenden Sitzung überraschend gesenkt. Die Währungshüter um US-Notenbankchef Jerome Powell kappten den Schlüsselsatz um einen halben Punkt: auf die neue Spanne von 1,0 bis 1,25 Prozent.

Der Schritt wurde mit den Risiken für die US-Wirtschaft begründet, die sich mit der Ausbreitung des Coronavirus verbinden. Die Notenbank werde die Entwicklung weiter genau beobachten und ihre Werkzeuge bei Bedarf einsetzen, um die Konjunktur zu stützen. Die einstimmig getroffene Entscheidung der Währungshüter überraschte die Finanzmärkte, die erst für die Zinssitzung am 17. und 18. März mit einer Senkung gerechnet hatten.

16.08 Uhr: Entwarnung auf dem Kreuzfahrtschiff: Deutsche sind nicht infiziert

Die beiden Deutschen, die auf dem Kreuzfahrtschiff “AIDAaura” wegen Verdachts auf das Coronavirus unter Quarantäne gestellt wurden, sind nicht mit dem Erreger infiziert. Das meldeten ARD Stockholm und die Nachrichtenagentur AFP. Das Schiff könne den Hafen im norwegischen Haugesund bald verlassen und seine Fahrt fortsetzen, schrieb die ARD auf Twitter.

Die norwegischen Gesundheitsbehörden bestätigten am Nachmittag, dass die vorsorglichen Tests bei den beiden deutschen Gästen keine Infektion ergeben hätten, teilte Aida Cruises laut der Nachrichtengentur AFP mit.

15.59 Uhr: Südkorea meldet mehr als 5.000 Infizierte

Die Zahl erfasster SARS-CoV-2-Infektionen in Südkorea ist auf mehr als 5.000 gestiegen. Die Gesundheitsbehörden meldeten im Verlauf des Dienstags über 800 weitere Fälle, bei denen sich Menschen mit dem Erreger der Lungenkrankheit ansteckten. Die Gesamtzahl erreichte 5.186 – so viele wie nirgendwo sonst außerhalb Chinas. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem neuen Coronavirus in Verbindung gebracht werden, stieg im Vergleich zum Vortag um fünf auf 31.

Wieder wurde die Mehrheit der neuen Ansteckungsfälle in der südöstlichen Millionen-Stadt Daegu und der umliegenden Region erfasst. Mehr als die Hälfte aller nachgewiesenen Fälle entfällt dabei auf Anhänger der christlichen Sekte Shincheonji-Kirche Jesu, die in Daegu stark vertreten ist und auch Verbindungen nach China hat. Neue Sorgen bereitet den Behörden der Anstieg von Infektionen unter Menschen in Daegu, die nicht mit der Sekte in Verbindung stehen.

15.55 Uhr: Saudi-Arabien rät von Reisen nach Deutschland ab

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat Saudi-Arabien von Reisen nach Deutschland und Frankreich abgeraten. Zuvor hatte das saudische Gesundheitsministerium bereits empfohlen, soweit möglich nicht mehr nach Italien oder Japan zu reisen. Reisen nach China, wo SARS-CoV-2 ausgebrochen war, hatte das Königreich bereits vor mehreren Wochen gestoppt.

Saudi-Arabien hatte am Montag den ersten Coronavirus-Fall verkündet. Der Mann sei über Bahrain aus dem Iran eingereist, sein Zustand sei stabil, sagte ein Sprecher des saudischen Gesundheitsministeriums. 70 Menschen, mit denen der Patient Kontakt hatte, seien isoliert worden.

15.40 Uhr: Berlin sagt große Anti-Terror-Übung ab

Eine seit Langem geplante große Anti-Terror-Übung in Berlin ist wegen des Coronavirus verschoben worden. Das teilte die Senatsinnenverwaltung in der Bundeshauptstadt mit. Die Übung sollte am 11. März stattfinden und mit 3.000 Mitwirkenden die bisher größte in Deutschland sein. Sie sollte einen Terrorangriff mitten in der Stadt simulieren und wurde seit einem Jahr vorbereitet.

Unter anderem sollte sie sich vor dem Roten Rathaus nahe dem Alexanderplatz abspielen, aber auch andere Orte der Stadt einbeziehen. Beteiligt gewesen wären Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, Krankenhäuser, Verkehrsbetriebe sowie Krisenstäbe der Politik.

Zur Begründung hieß es von der Senatsinnenverwaltung: “Damit können die Beschäftigen von Polizei, Feuerwehr und Hilfsorganisationen in der jetzigen Situation ihrer regulären Arbeit nachgehen und werden nicht durch eine ganztägige Übung gebunden.”

15.37 Uhr: Macron lässt alle Schutzmasken in Frankreich beschlagnahmen

Der französische Präsident Macron hat auf Twitter angekündigt, alle Schutzmasken in Frankreich zu beschlagnahmen. Die Maßnahme betreffe Lagerbestände und die laufende Herstellung, teilte Macron in dem Tweet mit. Die Ausstattung solle an das medizinische Personal und die vom Virus betroffenen Franzosen verteilt werden.

In Frankreich sind nach offiziellen Angaben mehr als 200 SARS-CoV-2-Infektionen erfasst. Vier Menschen starben bisher.

15.16 Uhr: Die Infizierten in Berlin haben sich nicht gegenseitig angesteckt

Die fünf bestätigten Corona-Fälle in Berlin haben nichts miteinander zu tun. Das sagte die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci einem Bericht des “Tagesspiegels” zufolge. Dass die fünf Personen sich offenbar unabhängig voneinander ansteckten, sei auffällig. Bei allen Infizierten gebe es aber einen Zusammenhang mit Reisen, sagte Kalayci dem Bericht zufolge.

Eine Frau mit Mundschutz in Berlin: Mittlerweile gibt es in der Hauptstadt fünf bestätigte Fälle des Coronavirus. (Quelle: imago images)Eine Frau mit Mundschutz in Berlin: Mittlerweile gibt es in der Hauptstadt fünf bestätigte Fälle des Coronavirus. (Quelle: imago images)

Sie rechne nicht mit einem baldigen Ende der Infektionen, sagte die Gesundheitssenatorin laut dem “Tagesspiegel” weiter. Es sei nicht davon auszugehen, dass es nur um wenige Wochen gehe: “Es kann durchaus passieren, dass wir mehrere Jahre mit dem Virus leben müssen. Keiner kann die Ausbreitung verhindern.”

15.03 Uhr: Reise fällt wegen Corona aus? In vielen Fällen erstattet die Bahn die Tickets kostenlos

Die Deutsche Bahn erstattet Reisenden ihre Fahrkarten für den Fernverkehr dann kostenfrei, wenn deren Reiseanlass aufgrund des Coronavirus abgesagt wurde. In welchen Fällen die Regelung greift und wie Sie Ihr Geld zurückbekommen, lesen Sie hier.

14.08 Uhr: Jetzt fünf Corona-Fälle in Berlin – darunter ein Arzt

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Berlin hat sich auf fünf erhöht – unter den Patienten ist ein Arzt. Es gebe zudem rund 200 identifizierte Kontaktpersonen, teilte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) in Berlin mit. Bis Montagabend waren drei Coronavirus-Infektionen in Berlin bekannt, es wurden am Dienstag dann zunächst zwei neue Fälle diagnostiziert.

Bei den fünf Infizierten handele es sich um eine Frau und vier Männer, darunter ein Lehrer aus Marzahn-Hellersdorf und ein Arzt einer Neuköllner Tagesklinik. Mehrere Kontaktpersonen der Erkrankten seien kontaktiert und isoliert worden; sie sollten getestet werden.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller sagte, er halte die Absage von Veranstaltungen für einen möglichen Weg, um eine stärkere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Eine flächendeckende Schließung von Schulen lehnt er aber ab. “Wir müssen reagieren auf diese besondere Situation, auch mit der Absage von Veranstaltungen”, sagte er in Berlin. Von Veranstaltungen mit vielen Besuchern gehe ein besonderes Risiko aus. “Wir reagieren sachgerecht und mit Besonnenheit”, ergänzte Müller. Es sei wichtig, kein Risiko einzugehen.

Das öffentliche Leben müsse weitergehen, so Müller. Außerdem warnte er vor Großeinkäufen: “Es gibt keinen Grund für Hamsterkäufe, das sagen uns alle Experten.”

13.39 Uhr: Ministerium stellt 10 Millionen Euro für Corona-Forschung zur Verfügung

Das Bundesforschungsministerium stellt bis zu zehn Millionen Euro bereit, damit Forscher das Virus besser verstehen und Therapiemöglichkeiten vorantreiben könnten. Es solle auch geprüft werden, ob bereits vorhandene Medikamente zur Behandlung der Atemwegserkrankung eingesetzt werden können. Die Förderung ergänze die bereits laufende Unterstützung des Forschungsministeriums zur Entwicklung eines Impfstoffs.

13.32 Uhr: Die Einrichtung von Testzentren in Niedersachsen verzögert sich – Schutzkleidung fehlt

Die Einrichtung regionaler Testzentren im Kampf gegen das Coronavirus dürfte sich in Niedersachsen verschieben. Eigentlich sollten die Diagnosezentren bis Ende der Woche ihre Arbeit aufnehmen. Dies sei aber vermutlich nicht möglich, sagte ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen.

Größtes Problem sei fehlende Schutzkleidung, die am Markt ausverkauft sei, die Ärzte in den Testzentren müssten aber unbedingt Schutzkleidung haben. Andernfalls drohten Ärzte auszufallen und in Quarantäne geschickt zu werden. Das Land Niedersachsen prüfe in Abstimmung mit der Bundesregierung, ob es Reserven etwa bei Bundeswehr oder Technischem Hilfswerk gebe.

Nach Angaben des Sprechers ist es aber möglich, dass es in einzelnen Regionen schneller geht, die Testzentren einzurichten. Die 11 Bezirksstellen der Kassenärztlichen Vereinigung im Land sollten Kontakt mit den insgesamt 45 Gesundheitsämtern aufnehmen.

Ziel sei, gemeinsam geeignete Räumlichkeiten zu suchen. Dies könnten Gesundheitsämter oder Bereitschaftsdienstpraxen der Kassenärztlichen Vereinigung in Krankenhäusern sein, auch könnten Räume angemietet werden. Im zweiten Schritt sollten niedergelassene Ärzte oder Ruheständler gefunden werden, die auf freiwilliger Basis für die Tests zuständig sein sollen. Die Testzentren sollen nur begründete Verdachtsfälle überprüfen.

13.30 Uhr: WhatsApp-Kettenbriefe verbreiten Falschmeldungen zum Coronavirus

Auf WhatsApp und in sozialen Medien kursieren zahlreiche Gerüchte und Falschmeldungen zum Coronavirus. Wie Sie Spam und Abzocke erkennen, lesen Sie hier.

13.04 Uhr: Experte: Infektionskette bei Corona nicht mehr zu unterbrechen

Die Infektionskette des sich weiter ausbreitenden Coronavirus kann nach Ansicht des Leiters des Frankfurter Gesundheitsamtes, Rene Gottschalk, nicht mehr unterbrochen werden. “Das ist bei der Vielzahl an Fällen nicht zu leisten”, sagte er Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt. Dies sei aber auch “nicht weiter tragisch, weil die Erkrankung nicht schlimm” sei.

Ganze Menschenansammlungen zu prüfen oder gar Quarantänegebiete einzurichten, hält der Experte daher für überzogen. “Jemanden 14 Tage zu kasernieren wegen einer Erkrankung, die verläuft wie ein Schnupfen, ist völlig unverhältnismäßig”, sagte er. Es gehe jetzt darum, die Öffentlichkeit zu informieren und Panik zu vermeiden.

12.55 Uhr: Kurz vor Ministerpräsidenten-Wahl in Thüringen: CDU-Abgeordneter könnte sich infiziert haben

Ein Tag vor der Wahl des Ministerpräsidenten in Thüringen steht ein Abgeordneter der CDU-Fraktion unter Verdacht, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben. Das bestätigte der Sprecher der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag t-online.de. Zuvor hatte die “Thüringer Allgemeine” über den Fall berichtet. Demnach hatte der Betroffene noch am Montag an der Fraktionssitzung teilgenommen. Sollte sich der Verdachtsfall bestätigen, könnte das die Wahl am Mittwoch möglicherweise gefährden. Alle aktuellen Informationen zu den politischen Entwicklungen im Thüringer Landtag finden Sie in unserem Thüringen-Newsblog.

12.54 Uhr: ProSiebenSat.1-Chef Max Conze muss in Quarantäne

ProSiebenSat.1-Chef Max Conze und sein Finanzvorstand Rainer Beaujean müssen nach einem Coronavirus-Fall im Konzern von zu Hause aus arbeiten und haben die geplante Bilanz-Pressekonferenz in Unterföhring abgesagt. Sie werden die Zahlen am Donnerstag per Webcast im Internet präsentieren, wie eine Sprecherin sagte.

Ein Mitarbeiter in Düsseldorf habe sich mit dem Virus infiziert. Seine Kontaktpersonen und deren Kontakte in Unterföhring – insgesamt rund 200 Menschen – arbeiteten deshalb seit einer Woche vorsorglich im Homeoffice, darunter auch Conze und Beaujean. Die Quarantäne laufe Ende dieser Woche aus.

Besucher auf der Buchmesse in Leipzig: Die Veranstalter hatten sich lange gegen eine Absage gesperrt. (Archivbild) (Quelle: imago images/Christian Grube)Besucher auf der Buchmesse in Leipzig: Die Veranstalter hatten sich lange gegen eine Absage gesperrt. (Archivbild) (Quelle: Christian Grube/imago images)

12.23 Uhr: Leipziger Buchmesse abgesagt

Wegen des Coronavirus soll die Leipziger Buchmesse nicht stattfinden. Das berichten das “Redaktionsnetzwerk Deutschland” und die “Leipziger Volkszeitung”. Demnach entschieden Oberbürgermeister Burkhard Jung, das Leipziger Gesundheitsamt und die Messeverantwortlichen in einer Dienstberatung im Neuen Rathaus, die Veranstaltung abzusagen.

Zuvor sah es lange Zeit so aus, als würde die Messe vom 12. bis zum 15. März trotz aller Warnungen stattfinden: Das hatten die Veranstalter noch am Wochenende bestätigt. Am Montag hatte Jochen Mende, Geschäftsführer der Verlagsauslieferung Prolit, sich deswegen in einem offenen Brief an die Stadt und die Messe gewandt und die Absage der Messe gefordert.

12.11 Uhr: Britische Regierung will im Kampf gegen Corona notfalls die Armee einsetzen

Die britische Regierung legt ihren “Schlachtplan” gegen die Ausbreitung des Coronavirus vor, der unter anderem Schulschließungen, Heimarbeit und die Absage großer Versammlungen vorsieht. Im schlimmsten Fall könne die Armee eingesetzt werden, sagt Premierminister Boris Johnson.

Auf die Frage, ob Beschäftigten, die wegen des Virus bei der Arbeit fehlen, die Löhne gekürzt werden könnten, antwortet er, alle Optionen würden geprüft. Großbritannien hat bislang 39 Infektionsfälle bestätigt. Es könnten laut Johnson aber deutlich mehr werden.

12.09 Uhr: Behörden bestätigen neuen Corona-Fall in Schleswig-Holstein

Die Zahl der infizierten Menschen in Schleswig-Holstein ist auf vier gestiegen. Am Montagabend wurde die Infektion einer Person aus Ammersbek bestätigt, wie der Kreis mitteilte. Diese Person weise keine Symptome auf, war aber von einer Reise aus einem Risikogebiet zurückgekehrt und befindet sich auf Anordnung des Gesundheitsamtes in häuslicher Isolation. Weil sie seit ihrer Rückkehr keine wesentlichen Kontakte hatte, gelten weitere Ansteckungen laut der Behörde als nicht wahrscheinlich.

11.56 Uhr: 23 iranische Abgeordnete sollen sich angesteckt haben

Wie der arabische Nachrichtensender “Al Jazeera” auf Twitter meldet, sollen sich 23 iranische Abgeordnet mit dem Coronavirus infiziert haben. Die Bericht sind bislang aber nicht bestätigt. Weitere überprüfbare Quellen liegen nicht vor.

11.52 Uhr: Essen will Anwesenheitslisten für Veranstaltungen einführen

Die Stadt Essen dringt bei den Organisatoren von Veranstaltungen ab 25 Personen auf die Erfassung der persönlichen Daten aller Teilnehmer. Bei einer später festgestellten Coronavirus-Infektion eines Teilnehmers soll es so möglich werden, alle übrigen unverzüglich zu identifizieren. Weitere Details lesen Sie hier.

11.36 Uhr: Kiel sagt Eröffnung des Kreuzfahrtterminals ab

Wegen der SARS-CoV-2-Ausbreitung hat der Seehafen Kiel die für Mittwoch geplante Eröffnung eines neuen Kreuzfahrtterminals abgesagt, wie ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Die Ankunft des ersten Kreuzfahrtschiffes in der neuen Saison sei nach wie vor für den 26. April geplant, sagte der Hafensprecher.

Das Kreuzfahrtschiff "Aida Aura": Bis die Ergebnisse des Tests vorliegen, sollen die beiden betroffenen Passagiere in ihrer Kabine bleiben. (Archivbild) (Quelle: dpa/Markus Scholz)Das Kreuzfahrtschiff “Aida Aura”: Bis die Ergebnisse des Tests vorliegen, sollen die beiden betroffenen Passagiere in ihrer Kabine bleiben. (Archivbild) (Quelle: Markus Scholz/dpa)

11.35 Uhr: Verdachtsfälle auf der “AIDAaura” zeigen bisher keine Symptome

Wie die Kreuzfahrtreederei Aida Cruises in Rostock mitteilte, handelt es sich bei den möglicherweise infizierten Passagieren auf dem Kreuzfahrtschriff “AIDAaura” um ein Paar. Einer der beiden habe in der vergangenen Woche in einer Einrichtung gearbeitet, in der inzwischen zwei Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden seien.

Die “AIDAaura” hätte eigentlich am Montagabend Richtung Bodø aufbrechen sollen. Die Reederei bat den Hafen, noch einen Tag länger bleiben zu können, bis das Untersuchungsergebnis vorliegt. Die 1.200 Passagiere müssten an Bord bleiben, das betroffene Paar sei von den übrigen Gästen an Bord isoliert, so der Aida-Sprecher. Der zuständige Arzt in Haugesund sagte, beide Passagiere zeigten keine Symptome.

Die “AIDAaura” war am 29. Februar von Hamburg aus zu einer Reise entlang der norwegischen Küste aufgebrochen. Am Montag erreichte das Schiff seine erste Station, Haugesund an der Südwestküste Norwegens.

11.11 Uhr: Ärzte warnen davor, Gesunde auf Coronavirus testen zu lassen

Deutschlands Kassenärzte warnen eindringlich vor unnötigen Tests auf das Coronavirus. “Umfangreichere Testung von klinisch Gesunden ist medizinischer Unfug”, sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, in Berlin. Sinnvoll seien Tests nur, wenn jemand Symptome einer Erkrankung der oberen Atemwege aufweise und womöglich Kontakt zu Infizierten gehabt habe. Es gebe in Deutschlands einschlägigen Laboren Kapazitäten für rund 12.000 Tests pro Tag.

Auf jeden Fall sollten Menschen, die selbst einen Verdacht auf Coronavirus bei sich hätten, zunächst bei der Praxis oder der Arzthotline 116117 anrufen. Denn in den meisten Fällen verliefen Infektionen mit dem Coronavirus milde.

Wenn aber ein Test in einer Praxis erst einmal positiv ausfalle, könnte die Praxis vom zuständigen Gesundheitsamt vorübergehend aus Gründen des Seuchenschutzes geschlossen werden. So seien im besonders betroffenen NRW-Landkreis Heinsberg Praxen geschlossen worden. “Und genau das wollen wir vermeiden”, sagte Stephan Hofmeister, Vizechef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

11.10 Uhr: Thüringen sucht unter Hochdruck nach Kontaktpersonen – alle öffentlichen Veranstaltungen abgesagt

Nach einer ersten bestätigten Infektion in Thüringen sind im Saale-Orla-Kreis alle öffentlichen Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen abgesagt. Die Absage auf Anordnung des Krisenstabs betreffen beispielsweise kulturelle Veranstaltungen, Tagungen, geplante Versammlungen von Feuerwehren und Jägervereinigungen, teilte das Landratsamt mit.

Das Virus war bei einem 57-Jährigen festgestellt wurde, der sich in den Winterferien mit einer Skigruppe in Italien aufgehalten hatte. Er wird im Klinikum Saalfeld behandelt. Derzeit würden mit Hochdruck die Kontaktpersonen des Mannes gesucht, sie sollen auf eine mögliche Infektion untersucht werden.

Zwei Kontaktpersonen wurden an einem Gymnasium in Pößneck festgestellt und auf das Virus getestet. Ergebnisse liegen noch nicht vor. Das Gymnasium wurde vorerst bis zum 6. März geschlossen. Alle Schüler und Lehrkräfte seien angehalten, zuhause zu bleiben.

10.35 Uhr: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach befürchtet Medikamenten-Engpässe

Der SPD-Politiker Karl Lauterbach rechnet damit, dass die Corona-Epidemie in eine Pandemie übergehen wird. Das sagte der Gesundheitsexperte im ARD-“Morgenmagazin”. Er rechne nicht damit, dass die Krankheit im Sommer verschwinde, so Lauterbach. Stattdessen werde das Virus gegen Ende des Jahres verstärkt zurückkehren: “Wir werden im Herbst sehr wahrscheinlich eine starke Zunahme der Fälle in China, aber auch in Europa sehen.”

Zudem riet Lauterbach Großhändlern und Unternehmen dazu, mehr Medikamente-Vorräte anzulegen. Weil sich das Virus auch in China und Indien weiter ausbreite werde, wo viele Medikamente produziert würden, sei mit Versorgungsenpässen zu rechnen. Es sei deswegen wichtig, mehr notwendige Wirkstoffe in Europa zu lagern, um die Medikamente vor Ort selbst produzieren zu können.

10.29 Uhr: Nach Italien-Klassenfahrt bleiben 23 Schüler für eine Woche zu Hause

Nach einem Schüleraustausch in die italienische Emilia-Romagna bleiben 23 Schüler eines Gymnasiums im oberbayerischen Dorfen die ganze Woche zu Hause. Die Region, in der sich die Jugendlichen in Italien aufgehalten hatten, gilt inzwischen als Corona-Risikogebiet.

Die Neunt- und Zehnklässler hatten vor den Ferien eine Woche in Bologna verbracht, wie Schulleiter Markus Höß mitteilte. Auch die beiden Lehrer, die an der Fahrt teilnahmen, bleiben der Schule fern. Mehrere Medien hatten zuerst darüber berichtet.

“Es ist eine reine Vorsichtsmaßnahme. Wir haben am Sonntag über das Kultusministerium den Hinweis bekommen: Wenn Schüler in betroffenen Gebieten gewesen sind, sollten sie zunächst am Montag zu Hause bleiben”, sagte Höß. Da die Emilia-Romagna mittlerweile zur Risikoregion erklärt wurde, habe man entschieden, die Schüler bis Freitag zu Hause zu lassen; dann seien seit der Rückkehr aus Italien zwei Wochen vergangen.

Es gebe bisher keinen Verdachtsfall. “Wir haben keinen Schüler mit entsprechenden Symptomen.” Deshalb gehe er davon aus, dass die Schüler nächste Woche wieder regulär am Unterricht teilnehmen können, sagte Höß.

10.08 Uhr: Robert Koch-Institut: Die Infektionsdynamik verlagert sich weg von China

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat in einer Pressekonferenz über den aktuellen Stand zum Coronavirus informiert. Demnach haben sich weltweit bereits mehr als 91.000 Menschen infiziert, 72 Länder sind betroffen. Lars Schaade, stelltvertretender Leiter des RKI, stellte fest, dass sich die Dynamik der Infektionen zunehmend von China weg verlagere. Global sei die Lage dynamisch und ernst zu nehmen.

In Deutschland gibt es bereits 188 Krankheitsfälle, die von Laboren bestätigt wurden, sagte Schaade weiter. Das RKI stufe die Gefahr für Deutschland aber weiter als mäßig ein.

Man müsse sich auf eine weltweite Corona-Ausbreitung einstellen, so Schaade. Er gehe nicht davon aus, dass das Virus verschwinde. Stattdessen ginge es darum, mit der neuen Krankheit umzugehen: “Wir müssen die Infektionswelle verlangsamen und weitestmöglich herunterdrücken.”

Es sei wichtig, dass alle Ebenen des Gesundheitssystems vorbereitet seien. Einzelpersonen könnten neben den bereits angeratenen Präventionsmaßnahmen – wie der Niesetikette und der Handhygiene – außerdem versuchen, persönliche Kontakte zu minimieren. Dazu riet Schaade vor allem in Regionen, die bereits vom Virus betroffen sind.

9.50 Uhr: Bundestagspräsident bittet Abgeordnete um Sorgfalt wegen Coronavirus

Zu Beginn der Sitzungswoche hat Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble die Abgeordneten zur Beachtung der Hygienemaßnahmen aufgerufen. Eine Vielzahl von Menschen aus allen Teilen Deutschlands werde in dieser Woche in den Gebäuden des Bundestags zusammenkommen, heißt es in einem Schreiben an alle 709 Abgeordneten. “Ich möchte Sie daher nachdrücklich bitten, die in der anliegenden Hausinformation enthaltenen Präventions- und Verhaltenshinweise sorgsam zu beachten und auch ihre Mitarbeiter dazu anzuhalten.”

Der CDU-Politiker bat die Abgeordneten zudem, Dienstreisen, besonders in Risikogebiete, auf das zwingend notwendige Maß zu begrenzen. Er wies die Abgeordneten auch darauf hin, dass sie ungeachtet ihrer Immunität den infektionsschutzrechtlichen Maßnahmen der zuständigen Gesundheitsbehörden unterlägen. Hinsichtlich größerer Veranstaltungen des Bundestags werde man sich den Entscheidungen der zuständigen Landesbehörden anschließen.

Schäuble schließt auch Konsequenzen für die vielen Besucher des Reichstagsgebäudes nicht aus. In seinem Schreiben, das er nach Beratungen mit den Parlamentarischen Geschäftsführern der Fraktionen verschickte, heißt es: “Darüber hinaus beabsichtige ich für den Fall, dass öffentliche Großveranstaltungen in Berlin allgemein abgesagt werden, auch die Dachterrasse und Kuppel für den öffentlichen Besucherverkehr zu schließen.”

8.38 Uhr: Corona-Verdacht bei zwei Deutschen: Kreuzfahrtschiff sitzt in Norwegen fest

Zwei deutsche Passagiere des Kreuzfahrtschiffs “AIDAaura” stehen unter Verdacht, mit dem neuen Corona-Virus infiziert zu sein. Das Schiff mit rund 1.200 Passagieren lag am Morgen im Hafen der norwegischen Küstenstadt Haugesund. Ein Arzt der Gemeinde sagte dem norwegischen Rundfunk NRK, beide Passagiere seien vor einer Woche in Kontakt mit einer Person gewesen, bei der das Virus festgestellt worden sei. Diese Person befinde sich aber nicht an Bord. Die beiden Passagiere hielten sich nun in ihrer Kabine auf, bis die Ergebnisse der Tests vorlägen, voraussichtlich bis Dienstagnachmittag. So lange bleibe die “AIDAaura” im Hafen von Haugesund.

8.07 Uhr: Infizierter Fußballfan war im Stadion

Der mit dem Coronavirus infizierte Fußballfan aus Hessen war beim Europa-League-Spiel von Eintracht Frankfurt im Salzburger Stadion. Das berichtet die Hessenschau. Demnach habe der Frankfurter zwei Tage in der österreichischen Stadt verbracht und habe auch die Partie seiner Mannschaft angesehen. Danach sei er mit einem Auto zurück nach Frankfurt gefahren.

Risiken für die anderen Fußballzuschauer sollen allerdings minimal gewesen sein. Im Freien, so also auch im Fußballstadion, sei die Gefahr einer Ansteckung sehr gering, teilte das Gesundheitsamt in Frankfurt mit. Die drei Frankfurt-Fans, die gemeinsam mit ihm zurück nach Deutschland gefahren sind, wurden allerdings vorsorglich unter Quarantäne gestellt, so die “Hessenschau”. 

7.54 Uhr: Zeitung: Papst nicht an Coronavirus erkrankt

Papst Franziskus ist laut einem Bericht der Zeitung “Il Messaggero” negativ auf das Coronavirus getestet worden. Er hatte wegen einer Erkältung auf die Teilnahme an traditionellen Fastenexerzitien verzichtet. Ein Vatikan-Sprecher wollte sich zunächst nicht zu dem Bericht äußern.

5 Uhr: Praxisärzte sehen Handlungsbedarf bei Schutzausrüstung

Die Praxisärzte sehen sich gewappnet für den Umgang mit dem neuen Coronavirus in Deutschland – aber Handlungsbedarf beim Nachschub an Schutzausrüstung. “Der Grundbestand, über den die niedergelassenen Kollegen in ihren Praxen verfügen, wird bundesweit nicht ausreichen, wenn die Zahl der Verdachtsfälle steigen wird”, sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, der Deutschen Presse-Agentur. “Und darauf deutet ja alles hin.”

Man sei daher im Gespräch mit dem Bundesgesundheitsministerium und allen Beteiligten, um rasch Abhilfe schaffen zu können und Schutzbekleidung dort vorzuhalten, wo sie gebraucht werde. “Es muss Klarheit darüber herrschen, wie die Ärzte an das notwendige Material gelangen können.” Auch hierzu sei man in ständiger Abstimmung.

Gassen betonte: “Wir nehmen die Situation ernst. Aber es besteht unverändert kein Grund zur Panik.” Es sei zu erwarten gewesen, dass die Zahl der bestätigten Fälle zunehme und wohl auch noch weiter zunehmen werde. “Wichtig ist aber: Viele Infizierte haben überhaupt keine Symptome, die meisten haben nur grippeähnliche Beschwerden, nur wenige erkranken schwer.” Nicht vergessen werden sollte auch, dass unabhängig vom Coronavirus derzeit viele Menschen an einer Erkältung oder einem grippalen Infekt leiden.

4.40 Uhr: Aussteller halten Leipziger Buchmesse die Treue

Die Aussteller halten der Leipziger Buchmesse trotz der Ausbreitung des Coronavirus die Treue. Es habe bislang nur eine einzige Absage gegeben, sagte Buchmesse-Sprecherin Ruth Justen. Dabei handele es sich um einen Aussteller der integrierten Comic-Messe Manga-Comic-Con, dessen Hauptquartier in Tokio weltweit die Teilnahme ein Großveranstaltungen untersagt habe. Insgesamt werden in diesem Jahr rund 2500 Aussteller bei der Leipziger Buchmesse erwartet – ähnlich viele wie im Vorjahr (2547).

Die Messe soll vom 12. bis 15. März veranstaltet werden. Im Vorjahr waren rund 286.000 Besucher zu der Bücherschau und dem dazugehörigen Lese-Festival “Leipzig liest” gekommen. Ob sich in diesem Jahr die Corona-Sorge auf die Besucherzahlen auswirken könnte, sei nicht vorhersagbar, erklärte Messe-Sprecherin Justen. Es gebe Anfragen, allerdings überwiege die Zahl der Nachrichten, dass sich die Besucher über die Durchführung der Leipziger Buchmesse freuen würden.

4 Uhr: Lindner fordert “Anti-Krisen-Paket”

FDP-Chef Christian Lindner hat die Bundesregierung aufgefordert, ein “Anti-Krisen-Paket” gegen die wirtschaftlichen Folgen einer Coronavirus-Epidemie aufzulegen. “Die OECD warnt bereits vor einer Rezession”, sagte der Parteivorsitzende der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) verkenne den Ernst der Lage, wenn er sage, er wolle zunächst einmal die Fakten sichten. “Es ist höchste Zeit, auch im Bundeswirtschaftsministerium einen Krisenstab einzurichten.”

Zu einem Anti-Krisen-Paket gehöre es, den ohnehin verfassungswidrigen Solidaritätszuschlag komplett abzuschaffen. Mindestens sollte die ohnehin geplante Teilabschaffung des Soli rückwirkend auf den 1. Januar vorgezogen werden. “Das würde Unternehmen und Bürger entlasten sowie der Binnenkonjunktur Auftrieb geben”, sagte Lindner.

Um Investitionen vorzuziehen, sollte das Planungsrecht vorübergehend auf das Nötigste reduziert werden. Neue Investitionsimpulse könnten durch die Einführung von für Firmen vorteilhaften Abschreibungsarten entstehen. Zudem sollte die Stromsteuer gesenkt und betroffenen Unternehmen der Zugang zu Kurzarbeit erleichtert werden.”Beim Corona-Virus geht es zuerst um den Schutz der Bevölkerung. Wir müssen allerdings auch möglichen wirtschaftlichen Folgen entgegenwirken”, sagte Lindner.

3.20 Uhr: US-Pharmaunternehmen verbünden sich gegen Corona

Die US-Regierung gibt bekannt, dass sie führende Pharmaunternehmen zur Zusammenarbeit bei der Entwicklung eines Impfstoffes und von Medikamenten zur Behandlung des Coronavirus verpflichtet hat. “Dies ist alle Mann an Deck. Und das Ergebnis von diesem Treffen ist, dass sie bereits ein Konsortium gebildet haben. Jetzt wissen wir, dass sie zusammenarbeiten werden, um Therapeutika und letztlich einen neuen Impfstoff zu entwickeln”, sagt Vizepräsident Mike Pence zum Abschluss der Sitzung mit Vertretern der Pharmaunternehmen Gilead, Regeneron Pharmaceuticals, Moderna und GlaxoSmithKline, Pfizer, Johnson & Johnson und Sanofi. Nach Meinung der Experten könnte ein sicherer Impfstoff in zwölf bis 18 Monate verfügbar sein, antivirale Behandlungsmöglichkeiten könnten schneller die Zulassung nach klinischen Studien bekommen.

2 Uhr: Söder plädiert für Konjunkturhilfen

CSU-Chef Söder plädiert wegen des Coronavirus für rasche Hilfen der Bundesregierung für die deutsche Wirtschaft. “Wir müssen jetzt über Konjunkturpakete nachdenken”, sagte der bayerische Ministerpräsident dem “Münchner Merkur”. Zu den Maßnahmen sollten deutlich niedrigere Energiepreise und Unternehmenssteuern, aber auch Investitionen gehören. Söder kündigte an, über solche Schritte mit der CDU und SPD beim nächsten Treffen des Koalitionsausschusses am Sonntag beraten zu wollen. Bundesfinanzminister Scholz hatte sich kürzlich offen für ein Konjunkturprogramm wegen des Coronavirus gezeigt. 

1.20 Uhr: Erste öffentliche Schule in Berlin bleibt geschlossen

Die erste öffentliche Schule in Berlin ist von dem Virus betroffen. Da eine Lehrkraft unter den Infizierten ist, bleibt nun auch die Emanuel-Lasker-Oberschule im Stadtteil Friedrichshain geschlossen, bis alle Kontaktpersonen getestet worden sind, wie die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie auf Twitter mitteilte.

Bei dem in in Marzahn-Hellersdorf erkrankten Mann handele es sich offenbar um einen Lehrer, der sich bei einer Reise nach Südtirol mit dem Coronavirus infiziert habe. Das berichtet unter anderem die Berliner Morgenpost. Zuvor hatte schon die private Metropolitan School in Mitte ihre Schüler nach Hause geschickt und angekündigt, die Schule auch am Dienstag geschlossen zu halten.

1.10 Uhr: Erneut 31 Tote in China – Debatte über Änderungen der Statistik 

Die Zahl der Toten und amtlich neu nachgewiesenen Infektionen durch das neue Coronavirus in China steigt weiter an. Die nationale Gesundheitskommission in Peking berichtete am Dienstag von weiteren 31 Toten. Damit sind in Festlandchina bereits 2.943 Todesfälle durch die neue Lungenkrankheit Covid-19 zu beklagen. Mit einem neuerlichen Anstieg der offiziell bestätigten Infektionen um 125 kletterte die Zahl der Virusfälle auf 80.151. Alle neuen Todesfälle sowie die meisten Ansteckungen sind demnach in der schwer betroffenen Provinz Hubei in Zentralchina zu beklagen, wo das SARS-CoV-2 genannte Virus ursprünglich auch ausgebrochen war.

Das wahre Ausmaß der Epidemie in China scheint aber unklar, da die Zählweise der nachgewiesenen Infektionen mehrfach geändert wurde, was sich auch spürbar auf die amtliche Statistik auswirkt. Wie das chinesische Magazin “Caixin” berichtete, können beispielsweise Personen, die nachweislich infiziert sind, aber keine Symptome der Krankheit zeigen, seit Anfang Februar nicht mehr als neu bestätigte Ansteckungen mitgerechnet, sondern anderweitig aufgelistet werden. Dabei können solche Personen auch ansteckend sein. Die Änderung hat eine Diskussion unter Experten ausgelöst.

Auch waren vor zwei Wochen klinische Diagnosen ausgenommen worden. Dabei stellt der Arzt nur anhand der Symptome oder der Vorgeschichte des Patienten die Infektion fest, ohne dass ein Test gemacht wird. Seither hat sich der täglich berichtete Anstieg der neuen Infektionen und der Todesfälle in der offiziellen Statistik Chinas auch deutlich reduziert. Auf den Rückgang der Zahlen wird von amtlichen Stellen gerne verwiesen, wenn jetzt dazu aufgerufen wird, in Gebieten Chinas, wo das Risiko nicht so groß ist, zur Normalität zurückzukehren und auch die Produktion in den Betrieben wieder aufzunehmen.

1 Uhr: Südkorea meldet 600 weitere Infektionsfälle

Die Zahl der Covid-19-Infektionen in Südkorea steigt unvermindert an. Die Gesundheitsbehörden meldeten am Dienstag 600 weitere Fälle, bei denen sich Menschen mit dem Erreger der Lungenkrankheit ansteckten. Die Gesamtzahl erreichte damit 4812. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem neuen Coronavirus in Verbindung gebracht werden, kletterte im Vergleich zum Vortag um zwei auf 28.

Wieder wurde die Mehrheit der neuen Ansteckungsfälle in der südöstlichen Millionen-Stadt Daegu und der umliegenden Region erfasst. Allein auf Daegu entfallen fast drei Viertel aller bisher amtlich nachgewiesenen Infektionen im Land. In der Stadt mit 2,5 Millionen Einwohnern gibt es die größte Häufung von Infektionen unter Anhängern der christlichen Sekte Shincheonji-Kirche Jesu, die auch Verbindungen nach China hat. Einige Sektenmitglieder hatten nach Behördenangaben noch im Januar die zentralchinesische Stadt Wuhan besucht, wo der Ursprung von Covid-19 vermutet wird.

Der Sektenführer Lee Man Hee entschuldigte sich am Montag öffentlich für die Verbreitung des Virus unter seinen Anhängern. Die Stadt Seoul hatte zuvor bei der Staatsanwaltschaft eine Strafanzeige wegen Mordes und anderer Vorwürfe gegen Lee und zwölf weitere führende Mitglieder der Sekte eingereicht. Ihnen wird demnach unter anderem vorgeworfen, nicht ausreichend mit den Gesundheitsbehörden zusammengearbeitet und die Namen von Anhängern vorenthalten zu haben, die auf das Virus getestet werden sollten. Die in Südkorea umstrittene Sekte weist die Vorwürfe zurück.

Dienstag, 3. März, 00.01 Uhr: Mehrere Bundesländer melden erste Coronavirusfälle

In mehreren Bundesländern sind am Montagabend erste Fälle des neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Insgesamt stieg die Zahl der erfassten Fälle damit auf rund 170. Noch keine Meldungen gab es lediglich aus dem Saarland, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Damit gibt es in fast allen Bundesländern registrierte SARS-CoV-2-Infektionen – mit mehr als 90 Fällen mit Abstand die meisten in Nordrhein-Westfalen.

Erstmals wurden am Montag Ansteckungen aus Brandenburg (1), Thüringen (1) und Sachsen (1) gemeldet. In Berlin, wo die erste Infektion am Sonntagabend bekannt geworden war, kamen zwei weitere Fälle hinzu.

Nicht jeder Infizierte erkrankt. Die große Mehrheit der Betroffenen hat Erkältungssymptome oder gar keine Beschwerden. Schwerere Krankheitsverläufe entwickeln nach den bisherigen weltweiten Erkenntnissen bis zu 15 Prozent der Betroffenen. Häufig sind darunter alte Menschen und Patienten mit Vorerkrankungen.

23.28 Uhr: China hält an wirtschaftlichen Zielen für 2020 fest

China hält ungeachtet der Epidemie an seinen wirtschaftlichen Zielen für das Gesamtjahr fest. Zwar habe der Virusausbruch “negative Folgen” für die Wirtschaft der Volksrepublik gehabt, sagt der UN-Botschafter des Landes, Zhang Jun. Die chinesische Wirtschaft stehe jedoch auf einem soliden Fundament, sei sehr widerstandstandsfähig und werde von einer riesigen Inlandsnachfrage getragen.

23 Uhr: Künftig engere Zusammenarbeit auf EU-Ebene

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wird auf EU-Ebene künftig enger zusammengearbeitet. Der Krisenreaktionsmechanismus der Staatengemeinschaft sei durch die kroatische EU-Ratspräsidentschaft nun vollständig ausgelöst worden, hieß es in einer Mitteilung vom Montagabend. Zuvor war am Freitag die zweite der drei Stufen – der Modus zum Austausch von Informationen – aktiviert worden.

Grundsätzlich soll der Mechanismus in schweren und komplexen Krisen schnelle und koordinierte politische Entscheidungen ermöglichen, etwa im Fall von Terroranschlägen. Dabei kommen die EU-Institutionen, die EU-Staaten und andere Betroffene zusammen.

Unter der neuen Stufe gibt es künftig unter anderem Krisensitzungen der EU-Kommission, des Europäischen Rats, des Auswärtigen Dienstes sowie von Vertretern betroffener EU-Staaten und von anderen wichtigen Parteien. Dabei sollen Vorschläge entwickelt werden, über die die EU-Staaten dann entscheiden können.

22.51 Uhr: EZB-Chefin: Stehen für Maßnahmen bereit

Die Europäische Zentralbank (EZB) zeigt sich zur Reaktion auf die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus-Ausbruchs bereit. Es könnten entsprechend der Notwendigkeit und der zugrundeliegenden Risiken angemessene und gezielte Maßnahmen ergriffen werden, schrieb EZB-Chefin Christine Lagarde am Abend in einer im Internet veröffentlichten Erklärung

Montag, 21.37 Uhr: Sechs neue Fälle in Bayern bestätigt

In Bayern gibt es sechs neue bestätigte Fälle mit dem neuartigen Coronaviurs SARS-CoV-2. Betroffen seien fünf Menschen aus dem oberbayerischen Landkreis Freising und ein Mensch aus München, teilte das Gesundheitsministerium am Montagabend unter Berufung auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in München mit. Die Fälle im Landkreis Freising stünden im Zusammenhang mit dem Ehemann einer Erzieherin, der ebenfalls positiv auf den Erreger getestet wurde. Mit den sechs neuen Fällen gibt es seit Donnerstag vergangener Woche insgesamt 21 neue bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern.

21.28 Uhr: Auch Thüringen hat ersten Coronavirus-Fall

In Thüringen ist erstmals eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Das bestätigte der Sprecher des Gesundheitsministeriums in Erfurt. Es handelt sich um einen 57 Jahre alten Mann aus dem Orlatal, wie das Landratsamt des Saale-Orla-Kreises in Schleiz mitteilte.

21.15 Uhr: Zwei weitere Infektionen in Berlin

In Berlin sind zwei weitere Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Es handele sich um zwei neue Fälle, die nach bisherigen Erkenntnissen nicht in Verbindung mit dem ersten nachweislich erkrankten Berliner stehen, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit mit.

20.57 Uhr: Zahl der Fälle in Frankreich steigt auf 191 – drei Tote

In Frankreich ist die Zahl der bestätigten Fälle auf 191 nach 130 am Vortag gestiegen. Die Regierung sprach von insgesamt drei Toten.

20.41 Uhr: Coronavirus breitet sich in den USA aus – sechs Tote

Das neuartige Coronavirus hat sich auch in den USA weiter ausgebreitet und bislang zu sechs Todesfällen geführt. Die Toten wurden aus Pflegeheimen im US-Bundesstaat Washington nahe der Metropole Seattle gemeldet, teilten die dortigen Behörden mit. Am Samstag war der erste Todesfall dort gemeldet worden, der erste seit Beginn des Ausbruchs in den USA.

Die US-Gesundheitsbehörde CDC erhöhte am Montag die Zahl der bisher positiv auf den Erreger SARS-CoV-2 getesteten Menschen in den USA auf 43. Medienberichten zufolge sollen es allerdings bereits deutlich mehr sein. Auch aus der Millionenmetropole New York wurde am Wochenende der erste Fall gemeldet. Die Frau im Alter von Ende 30 habe sich bei einer Reise im Iran angesteckt.

20.38 Uhr: Kein Coronavirus bei Mitarbeitern von Tropical Island

Erleichterung bei mehr als 100 Mitarbeitern des großen Brandenburger Erlebnisbads Tropical Islands: Alle Tests auf das neuartige Coronavirus sind für 104 Beschäftigten negativ ausgefallen. Das teilte ein Sprecher des brandenburgischen Gesundheitsministeriums am Abend mit.

In dem großen Bad hatte sich vom 20. bis zum 23. Februar ein Coronavirus-Träger aus Nordrhein-Westfalen aufgehalten. Zu diesem Zeitpunkt wusste der später leicht erkrankte Familienvater aber noch nichts von seiner Infektion. Näheren Kontakt habe er im Erlebnisbad aber nur zu Mitarbeitern gehabt, etwa bei der Essensausgabe.

20.21 Uhr: Erste Infektion in Brandenburg

In Brandenburg ist erstmals ein Mensch nachweislich an dem neuartigen Coronavirus erkrankt. Es handle sich um einen Mann, der von einer Reise nach Südtirol zurückgekehrt sei, teilte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Tobias Arbinger, mit.

19.30 Uhr: Erste Infektion in Sachsen

In Sachsen ist erstmals eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Es handelt sich um einen Rentner aus dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, wie der Sprecher das Landratsamtes in Pirna sagte. Der Mann gehörte zu einer Gruppe von Busreisenden, die aus Italien zurückgekehrt war.

19.26 Uhr: Internationale Handwerksmesse abgesagt

Die Internationale Handwerksmesse (IHM) in München wird wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus abgesagt. Das teilten die Veranstalter am Montagabend in München mit. Die IHM ist mit 1000 Ausstellern aus 60 Ländern und mehr als 100.000 Besuchern die wichtigste Leistungsschau des Handwerks in Deutschland.

18.45 Uhr: EU-Parlament lässt wegen Coronavirus für drei Wochen keine Besucher zu

Das EU-Parlament lässt wegen der wachsenden Ansteckungsgefahr durch das neuartige Coronavirus vorerst keine Besucher mehr zu. Wie Parlamentspräsident David Sassoli in Brüssel sagte, gelten die Beschränkungen als Vorsichtsmaßnahme ab sofort für die nächsten drei Wochen. Er verwies darauf, dass pro Jahr 700.000 Menschen das Europaparlament besuchten. Abgesagt würden auch Veranstaltungen in Parlamentsräumen mit Menschen von außerhalb wie Seminare sowie Ausstellungen und Kulturereignisse.

Der Kern der Parlamentsarbeit sei aber nicht betroffen, sagte Sassoli weiter. “Wir wollen nicht, dass das Parlament zum Stillstand kommt.” Anhörungen in Ausschüssen würden für die kommenden drei Wochen aber ausgesetzt. Nach Angaben aus Parlamentskreisen wird aber die Einladung für die Klima-Aktivistin Greta Thunberg für Mittwoch im Umweltausschuss aufrecht erhalten. Auch die Plenarsitzung in der kommenden Woche werde “wie normal” abgehalten, sagte Sassoli. Sie findet im französischen Straßburg statt.

18.30 Uhr: British Airways streicht Hunderte Flüge

Die britische Fluggesellschaft British Airways (BA) hat wegen der verminderten Nachfrage infolge des Coronavirus-Ausbruchs Hunderte Flüge in die USA und nach Europa gestrichen. Wie die Airline mitteilte, werden zwischen dem 17. und 28. März mehr als 200 Hin- und Rückflüge abgesagt, unter anderem nach Deutschland, Italien, Frankreich, Österreich, Irland und in die Schweiz.

Betroffen sind die Londoner Flughäfen Heathrow, Gatwick und der City Airport. Passagiere können der BA-Mitteilung zufolge zwischen einer Erstattung der Kosten und einer Umbuchung wählen. Für alle Flüge, die zwischen dem 3. und 16. März gebucht werden, erlässt die Airline die Gebühren für eine Buchungsänderung.

18.16 Uhr: In Italien 52 Todesfälle in Folge von Coronavirus

In Italien sind den Behörden zufolge 52 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Binnen 24 Stunden sei die Zahl der Todesopfer um 18 gestiegen, teilt die Zivilschutzbehörde am Abend mit. Sie verzeichnet demnach aktuell 2.036 bestätigte Erkrankungen. Das ist ein Fünftel mehr als am Sonntag, als noch 1.694 Fälle gemeldet wurden.

17.41 Uhr: Für alle Fälle: Wien richtet Quartier für infizierte Touristen ein

Die Stadt Wien hat ein Betreuungszentrum für Touristen eingerichtet, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. In dem ehemaligen Geriatriezentrum stehen 58 Betreuungsplätze zur Verfügung. Dort sollen Infizierte betreut werden, die wegen ihrer milden Symptome nicht in einem Krankenhaus behandelt werden müssen. Vorerst befindet sich aber noch niemand in der Unterkunft. “Aktuell gibt es keinen Fall, der die Kriterien erfüllt”, sagte ein Sprecher des medizinischen Krisenstabes der Stadt. Zwei Touristen aus Deutschland, die am Wochenende positiv getestet wurden, befinden sich weiterhin in Quarantäne in ihrem Ferienquartier. Im Geriatriezentrum gibt es Vierbettzimmer und einen Aufenthaltsraum.

17.28 Uhr: Schweiz sagt Fußballspiele bis Anfang April ab 

In der Schweiz sind wegen der Coronavirus-Epidemie alle Fußballspiele der 1. und 2. Liga für den März abgesagt worden. Das entschieden die 20 Clubs der Swiss Football League am Montag in Bern. Zuvor waren bereits der 24. Spieltag am vergangenen Wochenende sowie die Pokal-Viertelfinals in dieser Woche verschoben worden. Wenn das derzeit bis zum 15. März geltende Veranstaltungsverbot des Schweizer Bundesrates nicht verlängert wird, soll am 4. und 5. April wieder gespielt werden. Ob das Europa-League-Achtelfinale von Eintracht Frankfurt am 19. März beim FC Basel stattfindet, blieb am Montag zunächst offen.

17.25 Uhr: Coronavirus-Test bei Tropical-Islands-Mitarbeitern 90 mal negativ 

Die Tests auf das neuartige Coronavirus sind bei 90 Mitarbeitern des Erlebnisbads Tropical Islands in Brandenburg negativ ausgefallen. Dem Landkreis Dahme-Spreewald lagen bis Montagnachmittag 90 von 104 Testergebnissen vor, wie das Landratsamt in Lübben mitteilte. “Es ist vor allem für die Mitarbeiter von Tropical Islands beruhigend, dass 90 von 104 Mitarbeiter negativ getestet werden konnten”, sagte Gesundheitsdezernent Carsten Saß. Die weiteren Ergebnisse würden demnächst erwartet.

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass sich ein Coronavirus-Infizierter aus Nordrhein-Westfalen im Tropical Islands aufgehalten habe. Für Badegäste gab es Entwarnung: Der Mann habe demnach keinen engeren Kontakt zu anderen Gästen gehabt. Näheren Kontakt habe es indessen zu Mitarbeitern gegeben, etwa bei der Essensausgabe.

17.20 Uhr: Zwei weitere Infektionen mit Coronavirus in Bayern 

In Bayern sind am Montagmittag zwei weitere Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 bestätigt worden. Die beiden Fälle wurden aus dem oberfränkischen Landkreis Bayreuth gemeldet, wie das Gesundheitsministerium in München mitteilte. Die Behörden ermittelten nun mögliche Kontaktpersonen wie auch Zusammenhänge zu bislang bekannten Fällen. Damit gibt es nun seit dem vergangenen Donnerstag 15 neue bestätigte Infektionen im Freistaat.

Am Vormittag waren bereits fünf neue Fälle aus München, aus dem mittelfränkischen Schwabach, aus dem Landkreis Freising und aus dem Landkreis Ostallgäu gemeldet worden. Die Infizierten in Freising und im Ostallgäu seien Kontaktpersonen von zuvor gemeldeten Fällen.

Damit sind bislang in Bayern insgesamt 29 Patienten positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. Bei 14 Patienten ist die Erkrankung auskuriert, alle sind wieder aus den Krankenhäusern entlassen worden. Sie standen im Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webasto aus Gauting-Stockdorf in der Nähe Münchens. Bei Webasto war im Januar eine Mitarbeiterin aus China zu Besuch, die das Virus in sich trug. Kollegen und teils deren Angehörige infizierten sich.

17.15 Uhr: WHO: In China nur wenige Neu-Infektionen mit Coronavirus 

China bekommt die Coronavirus-Epidemie nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) immer besser in den Griff. Am Sonntag seien nur 206 neue Infektionen mit dem neuartigen Virus SARS-CoV-2 gemeldet worden, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag in Genf. Das sei die niedrigste Zahl seit dem 22. Januar. Am meisten Sorge bereite aktuell die Lage in Südkorea, Italien, dem Iran und Japan, wo es teils ein deutliches Plus bei den Fallzahlen gebe. Am Montag sei ein WHO-Team im Iran eingetroffen, um bei der Bekämpfung der Krankheit zu helfen, so Tedros.

Er wies erneut darauf hin, dass das Virus mit den richtigen und rigiden Maßnahmen im Vergleich zum Beispiel zu einer Grippe gut einzudämmen sei. Wäre Covid-19 eine Grippe-Epidemie, wäre eine weltweite Verbreitung zu erwarten. “Bemühungen, sie zu verlangsamen oder einzudämmen, wären nicht machbar”, so Tedros. Dagegen seien im Fall von SARS-CoV-2 nach aktuellen Kenntnissen mehr als 130 Länder noch ohne einen einzigen nachgewiesenen Fall. In vielen anderen Staaten gebe es nur eine äußerst begrenzte Zahl von Infektionen mit dem Erreger der neuen Lungenkrankheit.

17.08 Uhr: US-Regierung fordert schnellere Impfstoff-Entwicklung 

Die US-Regierung fordert die Pharma-Industrie zur schnelleren Entwicklung eines Impfstoffes auf. Das gibt Präsident Donald Trump vor einem Treffen mit Vertretern großer Pharma-Konzerne bekannt. Einzelheiten nennt er nicht.

16.43 Uhr: Zahl der Corona-Fälle in Deutschland steigt auf 157

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Deutschland ist um sieben auf 157 gestiegen. Das teilt das Robert-Koch-Institut am Nachmittag mit. Die meisten Fälle gibt es weiterhin in Nordrhein-Westfalen, wo alleine inzwischen 90 Erkrankte bekannt sind.

16.38 Uhr: Deutschland beteiligt sich an Millionenhilfe für Iran 

Deutschland, Frankreich und Großbritannien bieten dem Iran Hilfen im Umfang von fünf Millionen Euro an. Das Geld für den Kampf gegen die Corona-Epidemie werde dem Land über die Weltgesundheitsorganisation und andere UN-Organisationen zukommen, teilt das britische Außenministerium mit. Schon am Montag sollten zudem medizinische Hilfsmittel wie Labortests, Schutzanzüge und Handschuhe direkt geliefert werden. Der Iran gehört zu den Ländern, die außerhalb Chinas besonders stark vom Virusausbruch betroffen sind. Deutschland, Frankreich und Großbritannien sind als sogenannte E3-Gruppe die europäischen Unterzeichner des Atomabkommens mit dem Iran.

16.34 Uhr: Mindestens drei Tote durch Coronavirus in Frankreich 

In Frankreich ist die Zahl der Toten durch das neuartige Coronavirus auf mindestens drei gestiegen: Eine rund 80 Jahre alte Frau aus dem Ort Crépy-en-Valois rund 70 Kilometer nordöstlich von Paris starb an den Folgen der Infektionskrankheit, wie die Nachrichtenagentur AFP am Montag aus übereinstimmenden Quellen erfuhr. In dem Ort hatte auch ein 60-jähriger Lehrer gearbeitet, der vergangene Woche gestorben war. Zuvor war bereits ein 80-jähriger chinesischer Tourist in Paris gestorben.

Andere französische Medien sprechen sogar von einem Anstieg auf vier Tote. Der Fernsehsender BFM-TV und die Zeitung “Le Parisien” berufen sich dabei auf den Bürgermeister des Nachbarortes Compiègne, Philippe Marini. Er sagte, die beiden neuen Opfer seien “betagte Personen, die unter mehreren anderen Krankheiten litten”. Laut “Le Parisien” waren beide in einem Krankenhaus in Compiègne behandelt worden.

Die Regierung in Paris hat die Angaben noch nicht bestätigt. Sie sprach zuletzt von 130 Infektionen, darunter zwei Todesfälle.

16.25 Uhr: Coronavirus-Infizierter aus Abu Dhabi in Düsseldorf gelandet 

Ein mit dem Coronavirus infizierter Passagier ist aus Abu Dhabi kommend in Düsseldorf gelandet. Der Mann sei um 6.20 Uhr angekommen, berichtete ein Airportsprecher am Montag. Er habe sich noch vor seinem Abflug testen lassen und dann während des Fluges das Ergebnis erhalten. Er zeige keine Symptome und müsse nicht in einer Klinik behandelt werden. Mitarbeiter des Gesundheitsamtes hätten ihn aber betreut.

Die Personalien der Mitreisenden seien erfasst worden. Vom Gesundheitsamt der Stadt Düsseldorf war auf Anfrage zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet.

16.20 Uhr: Coronavirus: Mittlerweile 92 Fälle in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen hat sich die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus weiter erhöht. Den Behörden waren am Montagnachmittag um 15.30 Uhr 92 Fälle bekannt, wie das Gesundheitsministerium auf Anfrage mitteilte. Am Vormittag, 10.00 Uhr, hatte das Robert Koch-Institut noch 86 Fälle gemeldet.

16.16 Uhr: Ausbildungsmission im Zentralirak wegen Corinavirus ausgesetzt 

Die Bundeswehr hat ihre gerade erst wieder aufgenommene Ausbildungsmission im Zentralirak als Vorbeugung gegen das neuartige Coronavirus für 14 Tage ausgesetzt. Die Entscheidung habe der Kommandeur der Anti-IS-Koalition (“Operation Inherent Resolve”) getroffen, sagte ein Sprecher am Montag. Damit ruht der Ausbildungsbetrieb im Militärkomplex Tadschi bei Bagdad seit Sonntag, während Ausbildungen im nordirakischen Erbil weitergehen. Einen Verdachtsfall wegen möglicher Infektionen deutscher Soldaten oder ihrer Kontaktleute im Zentralirak gibt es demnach aber nicht. Die Ausbildung im Zentralirak war bereits im Januar in Folge der Spannungen zwischen den USA und dem Iran ausgesetzt worden.

16.02 Uhr: Erste Berliner Schule wegen Coronavirus geschlossen 

Als erste Schule in der Hauptstadt setzt die Berlin Metropolitan School in Berlin-Mitte bis auf weiteres den Schulbetrieb ein. Das berichtet die “Berliner Zeitung”. Lehrer, Kinder und Eltern seien über den Schritt informiert worden sein. Laut Schulleitung sei die Schließung vorsorglich erfolgt, einen Verdachtsfall gebe es an der Schule nicht. 

15.57 Uhr: Kita und Grundschule wegen des Verdachts auf einen Coronafall kurzzeitig geschlossen 

Wegen des Verdachts auf einen Coronafall bei einem Familienvater sind eine Kita und eine Grundschule in Windhagen (Kreis Neuwied) am Montag geschlossen geblieben. Eine Ansteckung mit dem neuartigen Virus habe inzwischen nicht nachgewiesen werden können, sagte ein Sprecher des Kreisgesundheitsamt. Entsprechend dürften die Einrichtungen wieder ihren Betrieb aufnehmen. Dem Amt waren am Wochenende insgesamt zwei Verdachtsfälle gemeldet worden. Auch in dem weiteren Fall konnte eine Ansteckung mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 nicht nachgewiesen werden.

15.52 Uhr: 200 ProSiebenSat.1-Mitarbeiter wegen Corona im Homeoffice 

Weil ein Mitarbeiter von ProSiebenSat.1 in Düsseldorf positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden ist, sind vorsorglich 200 Mitarbeiter am Unternehmenssitz in Unterföhring bei München ins Homeoffice geschickt worden. Die Maßnahme sei rein vorsorglich, es bestehe kein begründeter Verdacht, sagte eine Unternehmenssprecherin am Montag. Dem infizierten Mitarbeiter gehe es gut. Der Betroffene selbst sei nicht in München gewesen, es gebe aber Mitarbeiter, die zuletzt an beiden Standorten gewesen sein. Etwa die Hälfte der betroffenen 200 Mitarbeiter in München sei negativ auf das Virus getestet worden – alle weiteren Ergebnisse werden bis Mittwoch erwartet.

15.49 Uhr: Coronavirus-Panik: Ordner weisen Japaner aus Stadion

Aus Panik vor dem neuartigen Coronavirus hat der Sicherheitsdienst des Fußball-Bundesligisten RB Leipzig eine Gruppe Japaner des Stadions verwiesen. Gut zehn Minuten nach Beginn des Spiels gegen Bayer Leverkusen am Sonntag sei die Gruppe von etwa zehn Ordnern des Stadions verwiesen worden. Dabei soll ihnen erklärt worden sein, dass dies aus Sorge vor dem Virus geschehe. Den Japanern wurde zugesagt, dass das Geld für die Tickets zu einem späteren Zeitpunkt erstattet werde. Das teilten Personen aus der Gruppe am Montag via Twitter mit.

Der Club bestätigte den Vorfall am Montagnachmittag und entschuldigte sich. Der Sicherheitsdienst sei angehalten gewesen, Personengruppen aus potenziellen Risikogebieten gemäß den Handlungsempfehlungen des Robert-Koch-Instituts verstärkt zu kontrollieren. “Leider ist hier im konkreten Fall im Zuge der großen Verunsicherung, die aktuell auch bei uns um dieses Thema besteht, in der Auslegung gegenüber unseren japanischen Gästen ein Fehler unterlaufen. Für diesen Fehler möchten und müssen wir uns an dieser Stelle entschuldigen”, teilte RB mit. Man habe bereits versucht, die betroffenen Personen zu kontaktieren und sie zum nächsten Heimspiel einzuladen.

15.43 Uhr: In den NRW-Gesundheitsämtern fehlen Ärzte 

In den Gesundheitsämtern der Städte und Kreise in Nordrhein-Westfalen fehlen Ärzte – nicht erst seit sich der neuartige Coronavirus ausbreitet. “Der Personalmangel in den Gesundheitsämtern ist ein bundesweites Problem”, sagte am Montag die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert.

Wie viele Stellen für Ärzte in den NRW-Gesundheitsämtern unbesetzt sind, ist unklar. Dazu würden keine Daten erhoben, sagte Teichert. Nach einer Umfrage des WDR-Magazins Westpol fehlen in zwei Drittel der NRW-Gesundheitsämter Ärzte. Beispielsweise in Wuppertal: Dort gibt es derzeit 12,5 Ärztestellen, wie ein Sprecher der Stadt berichtete. Zweieinhalb weitere Stellen seien ausgeschrieben. Es sei aber bisher niemand dafür gefunden worden.

Auch der NRW-Landkreistag berichtet über Personalmangel in den Gesundheitsämtern. Es gebe “in der Tat unbesetzte Stellen in den Kreisgesundheitsämtern”, bestätigte eine Sprecherin. “Der generelle Fachkräftemangel betrifft auch den öffentlichen Gesundheitsdienst.” Die Gesundheitsämter sind Aufsichtsbehörden und können unter anderem Quarantänemaßnahmen anordnen.

“Für Ärzte ist die Arbeit in einem Gesundheitsamt wenig attraktiv”, nannte die Verbandsvorsitzende Teichert den aus ihrer Sicht entscheidenden Grund für den Ärztemangel im öffentlichen Gesundheitsdienst. Dort verdiene ein Mediziner “bis zu 1500 Euro im Monat weniger als ein Arzt im Krankenhaus”. Auch deshalb habe sich dort der Ärztemangel verschärft. Der Verband schätzt, dass in den vergangenen 20 Jahren die Zahl der Ärztinnen und Ärzte in den Gesundheitsämtern um ein Drittel zurückgegangen ist.

15.39 Uhr: Sitz der vereinten Nationen in Genf schließt wegen Coronavirus seine Türen

Der Sitz der Vereinten Nationen in Genf schließt wegen der Coronavirus-Epidemie seine Türen für Besucher. Der Palais des Nations, der jedes Jahr von 100.000 Menschen besucht wird, bietet als “Vorsichtsmaßnahme” vorerst keine Führungen mehr an, wie eine UN-Sprecherin am Montag mitteilte. Die Maßnahme gilt zunächst bis zum 13. März.

Die UNO prüft den Angaben zufolge auch, ob in den kommenden Tagen geplante Veranstaltungen in Genf stattfinden können. Grundlage sind demnach die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Möglicherweise müssten Veranstaltungen verschoben werden, “um die Gesundheit der Teilnehmer zu gewährleisten”, sagte die UN-Sprecherin.

Die Schweizer Regierung hatte wegen der Coronavirus-Epidemie am Freitag alle Großveranstaltungen mit mehr als tausend Teilnehmern untersagt. Bislang wurden in der Schweiz 25 Ansteckungsfälle nachgewiesen. Am Montag hatte der Kanton Tessin an der Grenze zu Italien einen weiteren Fall bekanntgegeben. Es handelt sich demnach um einen Rentner, der in einer Privatklinik in Lugano behandelt wird.

15.19 Uhr: Städte richten Diagnose-Zentren ein 

Immer mehr Städte in Nordrhein-Westfalen richten im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus Diagnosezentren ein. So nahmen am Montag spezielle Zentren in Düsseldorf und Köln die Arbeit auf, zuvor waren schon in Gangelt im Kreis Heinsberg, sowie in Kleve Stellen eingerichtet worden, an denen sich Patienten auf das neuartige Virus testen lassen können. Durch diesen Schritt sollen Hausarztpraxen entlastet und deren Personal geschützt werden.

In Gangelt, wo sich besonders viele Menschen ansteckten und unter Quarantäne stehen, bildeten sich am Montag teils lange Schlangen vor der abgesperrten Turnhalle einer Gesamtschule, in der die Patienten getestet werden. Wie die Kommune mitteilte, entnehmen dort Ärzte des Deutschen Roten Kreuzes Proben. Patienten dürfen die Einrichtung allerdings erst aufsuchen, wenn sie von einem Hausarzt überwiesen worden sind.

In Kleve wurde eine Fieberambulanz in einem Zelt am St.-Antonius-Hospital eröffnet. Dort arbeiten rund um die Uhr Ärzte, Pflegekräfte und Verwaltungsmitarbeiter in Schutzkleidung, wie ein Sprecher des zuständigen Katholischen Karl-Leisner-Klinikums mitteilte. Die Ambulanz diene ausschließlich zur Diagnostik und nicht zur Behandlung der Patienten. Menschen mit Fieber, Husten und Schnupfen oder Krankheitsgefühl können sich dort einem Grippeschnelltest unterziehen – fällt dieser negativ aus, folgt ein Test auf das Coronavirus.

In Düsseldorf werden seit Montag Proben zentralisiert im Gesundheitsamt entnommen, ab Mittwoch sollen Verdachtsfälle dann in einem neu errichteten Diagnosezentrum getestet werden. Auch in Köln wurde an der Uniklinik am Montag ein Infektionszentrum eingerichtet.

15.14 Uhr: Behörde: Corona-Infektionen in deutsch-französischem Grenzgebiet

Französische Gesundheitsbehörden haben im Grenzgebiet zu Deutschland mehrere Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt. Bei drei registrierten Fällen handelte es sich um eine Mutter und ihre ein und fünf Jahre alten Kinder aus dem Département Haut-Rhin, wie die regionale Gesundheitsbehörde ARS am Montag mitteilte. Sie seien im Universitätsklinikum im elsässischen Straßburg zur Behandlung und nicht schwer erkrankt.

Außerdem sei dort eine 32-Jährige positiv auf das Virus SARS-CoV-2 getestet worden, so die Behörde. Ihr 36 Jahre alter Partner war bereits vergangene Woche als erster bestätigter Fall in Straßburg in ein Krankenhaus gebracht worden. Der Mann war zuvor in der italienischen Lombardei gewesen. Im Krankenhaus in Nancy, das ebenfalls in der Region Grand-Est liegt, wurden zudem ein 50 Jahre alter Vater und sein 23-jähriger Sohn behandelt, wie ARS mitteilte.

15.07 Uhr: Dritter Coronavirus-Fall in Hamburg – Frau kam aus dem Iran

In Hamburg gibt es einen dritten bestätigten Coronavirus-Fall. Die infizierte Frau sei in der vergangenen Woche aus dem Iran über Frankfurt nach Hamburg gereist, teilte die Gesundheitsbehörde am Montag mit. Nach positiver Testung auf das SARS-CoV-2-Virus habe das Gesundheitsamt umgehend eine häusliche Isolation der Frau angeordnet, auch für ihre Kontaktpersonen. Zum genauen Gesundheitszustand der Patientin wurde nichts mitgeteilt. Es gebe keine Verbindung zu den beiden bisherigen Fällen.

Am vergangenen Freitag hatte das Universitätsklinikum Eppendorf berichtet, dass ein Arzt der Kinderklinik nach einer Italienreise infiziert ist. In der Nacht zum Samstag hatte die Feuerwehr eine Frau in die Asklepios-Klinik St. Georg gebracht. Auch sie war aus dem Iran zurückgekommen und muss wie der Kinderarzt zwei Wochen in häuslicher Isolation bleiben.

14.50 Uhr: Hotels und Gastronomen sehen Einbußen wegen Coronavirus

Abgesagte Tagungen, Empfänge und Feiern – durch das neuartige Coronavirus entgehen Hotels und Gastronomen nach Angaben des Branchenverbandes Dehoga Einnahmen in unbezifferter Höhe. Einzelne Hotels an Messestandorten berichteten von erheblichen Stornierungen, teilte der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband am Montag in Berlin mit. Unter den Absagen großer internationaler Messen in Frankfurt, Köln, Düsseldorf und Berlin litten nicht nur Hotels, sondern auch sehr stark Catering-Firmen sowie Restaurants, die Messebesucher bewirten.

Abgesagt wurde etwa die weltgrößte Reisemesse ITB, die an diesem Mittwoch in Berlin beginnen sollte. Hotels und Eventgastronomen meldeten Umsatzeinbußen im sechs- bis siebenstelligen Bereich, sagte Verbandspräsident Guido Zöllick. Seriös lasse sich der Schaden aber noch nicht beziffern. Dennoch fordert der Verband bereits Liquiditätshilfen, Fördermaßnahmen sowie Steuerentlastungen von der Bundesregierung.

14.44 Uhr: Covid-19-Epidemie: Macron sagt in Frankreich Termine ab 

Vor dem Hintergrund der Covid-19-Epidemie hat Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron seine Agenda für diese Woche geändert und Termine abgesagt. Wie der Dachverband der jüdischen Organisationen in Frankreich (CRIF) am Montag via Twitter mitteilte, werde der Präsident wegen der “außergewöhnlichen Gesundheitslage in Frankreich” nicht zum traditionellen Jahresessen des Verbands kommen. Das ursprünglich am Dienstag geplante Essen sei deshalb verschoben worden, so der Verband. Macron hatte im Vorjahr teilgenommen und eine lange Rede gehalten.

Aus einer aktualisierten Agenda des Élyséépalastes für die laufende Woche geht hervor, dass zudem eine Reise Macrons in das Département Gers im Südwesten des Landes gestrichen wurde. Ein expliziter Grund wurde dafür nicht genannt.

In Frankreich haben sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Sonntagabend 130 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Es gab bisher zwei Todesfälle im Land.

14.42 Uhr: Weltweit mehr als 3.000 Todesopfer und fast 90.000 Infektionen

Die Zahl der Todesopfer durch das neuartige Coronavirus ist weltweit auf mehr als 3000 gestiegen. In insgesamt 68 Ländern wurden am Montag zudem fast 90.000 Infektionen verzeichnet. Vor allem in Südkorea und im Iran steigt die Zahl der Infizierten weiterhin stark an. Die Epidemie erreichte inzwischen auch Millionenstädte wie New York und Moskau, in der EU wird das Risiko für eine Ansteckung nun als “moderat bis hoch” eingestuft.

14.38 Uhr: Gruner + Jahr verzichtet bis Ende Juni auf Krankschreibungen 

Das Hamburger Medienunternehmen Gruner + Jahr (“Stern”, “Brigitte”) verzichtet angesichts des neuartigen Coronavirus bis Ende Juni auf Krankschreibungen seiner Mitarbeiter. Für die nächsten vier Monate müssten die Mitarbeiter keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen vorlegen, berichtete Personalleiter Stefan Waschatz am Montag in Hamburg auf Anfrage.

Das Unternehmen reagiere auf die Empfehlung von Experten, Arztpraxen gegenwärtig nur bei echtem medizinischen Bedarf aufzusuchen. “In der aktuellen Situation möchten wir unseren Kolleginnen und Kollegen noch weiter entgegenkommen, um vollständig auszuschließen, dass jemand nur aus formalen Gründen zum Arzt gehen muss”, ergänzte Waschatz. Das Vertrauen in die Mitarbeiter sei hoch, “deswegen haben wir ohnehin einen liberalen Umgang mit Krankschreibungen”, berichtete der Personalleiter.

14.35 Uhr: Erster Covid-19-Patient in Millionenmetropole Moskau

In der europäischen Millionenmetropole Moskau ist erstmals das neuartige Coronavirus nachgewiesen worden. Ein junger Russe habe sich im Februar bei einem Italien-Urlaub mit SARS-CoV-2 infiziert und sei wieder in die russische Hauptstadt mit mehr als zwölf Millionen Einwohnern zurückgekehrt, teilten die Behörden am Montag mit. Der Mann wohne im Umland von Moskau und habe sich erst nach einigen Tagen in einem Krankenhaus gemeldet. Er zeige nur leichte Symptome der Covid-19-Erkrankung und befinde sich nun auf einer Isolierstation eines Krankenhauses, hieß es der Agentur Interfax zufolge.

In Russland wurden bisher kaum bestätigte Infektionen mit SARS-CoV-2 gemeldet. Ende Januar waren zwei infizierte chinesische Staatsbürger in Sibirien isoliert worden; zudem wurde bei drei Russen auf dem Kreuzfahrtschiff “Diamond Princess” das Virus nachgewiesen. Russland hatte zuvor seine mehr als 4.000 Kilometer lange Grenze zu China geschlossen, um die Gefahr einer Einschleppung einzudämmen. Zudem wurden die Flüge und Zugverbindungen zum Nachbarland weitgehend eingestellt.

14.33 Uhr: Task Forces sollten bei Coronavirus-Verdacht ausrücken

Gut ausgerüstete Task Forces aus einem Arzt und einer Krankenschwester sollten aus Hausärzte-Sicht Menschen mit begründetem Coronavirus-Verdacht in deren Wohnung untersuchen. “Das wäre das einzig Sinnvolle, solange wir das Ganze eindämmen wollen”, sagte der Vorsitzende des Hausärzteverbandes Schleswig-Holstein, Thomas Maurer, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Drei bis fünf Teams würden nach seiner Einschätzung für Schleswig-Holstein ausreichen, um das Land abzudecken. So viele echte Verdachtsfälle gebe es ja nicht.

Den Hausärzten – in Schleswig-Holstein sind das etwa 2.000 – die Aufgabe zu überlassen, ist aus Sicht Maurers keine wirkliche Lösung. Sie seien in aller Regel auch nicht für den Seuchenkatastrophenfall ausgestattet. “Unsere Bürger sind sehr vernünftig”, sagte Maurer. Sie sollten sich auch weiterhin so besonnen verhalten wie bisher und im Verdachtsfall nicht gleich zum Hausarzt gehen, sondern anrufen.

In Schleswig-Holstein ist bei mehreren Menschen der neuartige Coronavirus nachgewiesen worden. Nach einem Arzt am Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) mit Wohnsitz in Henstedt-Ulzburg (Kreis Segeberg) wurde das Virus auch bei einer Person aus Lübeck und bei einer Frau aus Nusse (Kreis Herzogtum Lauenburg) festgestellt. Beide befinden sich in häuslicher Isolation.

14.30 Uhr: Bericht: Champions-League-Rückspiel in Paris ohne Zuschauer?

Das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League zwischen Frankreichs Fußballmeister Paris Saint-Germain und Borussia Dortmund könnte laut einem Medienbericht möglicherweise ohne Zuschauer stattfinden.

Die Europäische Fußball-Union Uefa habe darüber aber noch nicht entschieden, berichtete die Regionalzeitung “Le Parisien”. Frankreich hatte am Wochenende wegen des neuartigen Coronavirus alle Großveranstaltungen mit mehr als 5.000 Menschen untersagt. Davon sind vor allem Veranstaltungen in geschlossenen Räumen betroffen, aber auch einige Sportevents. Ausgenommen sind bisher Veranstaltungen in Stadien.

PSG-Profi Marquinhos habe sich bereits dagegen ausgesprochen, Dortmund ohne Zuschauer zu empfangen. “Wir wollen die Fans an unserer Seite haben. Wenn das so ist, werden wir bitten, das Spiel abzusagen”, zitierte das Blatt den Spieler.

14.26 Uhr: Coronavirus in Heinsberg: Kreis will Landeshilfe 

Im Kreis Heinsberg ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle weiter gestiegen. Die Zahl betrug am Montag mit Stand 13 Uhr 78, wie ein Sprecher des Kreises Heinsberg mitteilte. Am Vortag waren es noch um die 65 bestätigte Fälle. Der Krankheitsverlauf sei bei allen neu Betroffenen mild, sagte Sprecher Ulrich Hollwitz. Sie kurierten die Symptome zuhause aus. Hollwitz konnte noch nicht sagen, inwieweit auch die neuen Fälle in einem Bezug zu einer Karnevalssitzung in Gangelt stehen. Bis zum Montagabend könnte die Zahl weiter leicht steigen, sagte Hollwitz.

Eine Mitarbeiterin eines Sicherheitsdienstes regelt den Zugang zu einer Sporthalle. Der von der Ausbreitung des Coronavirus besonders betroffene Kreis Heinsberg hat am Montag eine zentrale Anlaufstelle zur Probenentnahme bei Patienten mit Coronavirus-Verdacht in einer Halle in der Nähe von Gangelt eröffnet. (Quelle: dpa)Eine Mitarbeiterin eines Sicherheitsdienstes regelt den Zugang zu einer Sporthalle. Der von der Ausbreitung des Coronavirus besonders betroffene Kreis Heinsberg hat am Montag eine zentrale Anlaufstelle zur Probenentnahme bei Patienten mit Coronavirus-Verdacht in einer Halle in der Nähe von Gangelt eröffnet. (Quelle: dpa)

Der Heinsberger Landrat Stephan Pusch (CDU) hatte die Bevölkerung zuvor in einer Video-Botschaft auf einen möglichen sprunghaften Anstieg vorbereitet. Es werde jetzt viel mehr getestet und nach einem Stau in den Laboren werde ein Schwung von Testergebnissen erwartet. “Bleibt gelassen”, appellierte Pusch an die Bevölkerung. Pusch sagte, er habe eine “Wunschliste” für zusätzliches medizinisches Personal an das Land geschickt. Es gehe darum, die Stellen in Heinsberg zu ersetzen, die in Quarantäne gehen mussten. Neben dem Kampf gegen das Virus müssten im Kreis auch die ganz normale Krankheiten behandelt werden, und es würden natürlich weiter Kinder geboren.

14.17 Uhr: IATA: Viele Fluggäste lassen Ticket verfallen 

Aus Angst vor Reisen in Zeiten der Coronavirus-Epidemie lassen viele Fluggäste ihre Tickets nach Darstellung des Branchenverbands IATA verfallen. Viele Airlines meldeten, dass rund 50 Prozent der Fluggäste gar nicht auftauchten, teilte die IATA am Montag in Genf mit. Eine große Linien-Fluggesellschaft verzeichne einen Totaleinbruch von Buchungen nach Italien. Generell seien die Aussichten für Buchungen nicht rosig, so die IATA weiter.

Der Branchenverband will nun dafür sorgen, dass angesichts der außergewöhnlichen Umstände bestimmte Regeln angepasst werden. So drohte einer Fluggesellschaft bisher, ihre Slots – das ist das Zeitfenster für Starts und Landungen – zu verlieren, wenn sie sie nicht mindestens zu 80 Prozent nutzte. Die Anwendung dieser Regel sei angesichts der nötigen Kapazitätsanpassungen nun nicht mehr angemessen, hieß es.

14.08 Uhr: Infizierter Fußballfan: 18 Hotel-Angestellte in Quarantäne

Nach dem Aufenthalt eines mit dem neuartigen Coronavirus infizierten deutschen Fußballfans sind in Salzburg 18 Hotel-Angestellte vorsorglich in häusliche Quarantäne geschickt worden. Wie die Stadt am Montag berichtete, war der Mann anlässlich des Europa-League-Spiels von Eintracht Frankfurt vergangene Woche zwei Nächte in zwei verschiedenen Hotels in Salzburg. Nach der Heimfahrt wurde er in Hessen positiv auf das neue Virus SARS-CoV-2 getestet. Darüber hätten die hessischen Behörden die Stadt am Sonntag informiert, hieß es.

In den beiden Hotels wurden 18 Mitarbeiter ermittelt, die in engerem Kontakt mit dem Deutschen gewesen sein dürften. Die Zimmer, in denen der Fan geschlafen hat, wurden desinfiziert. Unklar bleibt, ob der Frankfurter im Stadion, im Zug oder in Lokalen andere Menschen angesteckt hat. Der Mann war Mitte Februar in Italien gewesen.

14.02 Uhr: Praxisärzten gehen Atemschutzmasken aus 

Praxisärzten im Südwesten gehen Schutzmasken und -brillen gegen das Coronavirus aus: “Wir verfügen nur noch für wenige Tage über Schutzmaterial für die Abstriche”, sagte der Vorsitzende des Mediverbundes, Werner Baumgärtner, am Montag in Stuttgart. Auch Schutzkleidung sei rar. “Diese Woche ist Ende Gelände”, betonte der Chef der Ärzteorganisation in Baden-Württemberg. Sozialministerium und Kassenärztliche Vereinigung müssten darauf hinwirken, dass den Ärzten Material etwa aus dem Katastrophenschutz bereitgestellt werde.

Atemschutzmaske (Archivbild): Im Südwesten gehen Praxisärzten Schutzmasken gegen das Coronavirus aus. (Quelle: dpa)Atemschutzmaske (Archivbild): Im Südwesten gehen Praxisärzten Schutzmasken gegen das Coronavirus aus. (Quelle: dpa)

Zudem appellierte der Allgemeinmediziner an die Bevölkerung, bei Symptomen wie Fieber und Husten zuhause zu bleiben, sich beim Hausarzt zu melden und gegebenenfalls dessen Hausbesuch abzuwarten. “Wir werden derzeit bombardiert mit Telefonanfragen und Patienten, die wegen Beschwerden vorstellig werden.”

Baumgärtner erläuterte, wer in seine Praxis komme und den Verdacht äußere, mit dem Virus infiziert zu sein, werde in einen separaten gut lüftbaren Warteraum geführt. Wenn ein Praxisbesucher aber keinerlei Symptome für eine Lungenerkrankung zeige, müsse er den Test auf Corona selbst bezahlen, wenn er ihn dennoch wünsche. Er kostet 200 Euro. “Das wollen die Leute dann doch nicht.”

Der Mediziner prognostiziert, dass das Virus sich noch monatelang weiter ausbreite, insbesondere durch Infizierte, die davon nichts wissen.

13.59 Uhr: Coronavirus: Desinfektionsflaschen in Kliniken gestohlen 

Beim Versuch, sich vor dem neuartigen Coronavirus zu schützen, greifen manche Menschen zu rabiaten Mitteln: Aus Krankenhäusern wurden bereits Desinfektionsflaschen aus den öffentlichen Spendern geklaut. Das komme vereinzelt vor, berichtete ein Sprecher der drei Malteser-Krankenhäuser am Niederrhein am Montag in Duisburg. Der Zusammenhang mit dem Coronavirus sei offensichtlich. Desinfektionsmittel sind derzeit knapp. In vielen Apotheken und beim Großhändler sind sie vergriffen.

Nach Angaben des Sprechers hängen die Flaschen mit der schützenden Flüssigkeit gegen unerwünschte Keime unter anderem in Krankenzimmern, auf Fluren und am Eingang. Es seien sicher über hundert Flaschen pro Krankenhaus. Die “Rheinische Post” hatte zuvor berichtet.

13.55 Uhr: Deutsche Lebensmittelhändler sehen keine Versorgungsprobleme 

Die Angst vor dem neuartigen Coronavirus sorgt weiter für eine erhöhte Nachfrage nach haltbaren Lebensmitteln und Desinfektionsmitteln. Dennoch sehen die großen deutschen Lebensmittelhändler derzeit keine Versorgungsprobleme. Das ergab am Montag eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den führenden Handelsketten.

Der Discounter Lidl berichtete, er verzeichne in einigen Regionen und Filialen weiter “deutlich erhöhte Abverkäufe”. Besonders groß sei die Nachfrage nach haltbaren Lebensmitteln wie Konserven und Nudeln, aber auch nach Hygieneartikeln wie Toilettenpapier und Desinfektionsmitteln. Auch Rewe meldete eine “bundesweit verstärkte Nachfrage”, betonte aber gleichzeitig: “Es gibt keine Engpässe in der Warenversorgung.” Um dies sicherzustellen, habe der Konzern die Frequenz der Belieferungen in den Märkten erhöht. Ähnlich äußerten sich Real und Kaufland.

Eine Sprecherin von Aldi Süd berichtete von einer höheren Nachfrage “in einzelnen Filialen”. Doch sei die Versorgungslage nicht beeinträchtigt. Alle Bestände würden im Rahmen der üblichen Anlieferungen wieder aufgefüllt. “Auch an den Standorten, an denen in den letzten Tagen die Nachfrage besonders stark angezogen hatte und zu Ladenschluss ein Ausverkauf bestimmter Produkte zu beobachten war, ist die Warenversorgung gesichert”, sagte sie.

Der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels betonte ebenfalls, es gebe keinen Grund zur Sorge: “Obwohl wir in einigen Geschäften und einzelnen Regionen momentan eine höhere Nachfrage nach länger haltbaren Produkten und Getränken sehen, ist die Versorgungslage bundesweit normal.” Die Warenversorgung sei gesichert, Transport und Logistik funktionierten und auch der Import von Lebensmittelprodukten aus dem Ausland sei nicht gefährdet.

13.52 Uhr: Coronavirus: Charité richtet Untersuchungsstelle ein 

Die Berliner Charité hat am Campus Virchow-Klinikum eine separate Untersuchungsstelle für Menschen mit Coronavirus-Verdacht eingerichtet. Ziele seien, die Notaufnahme und andere Anlaufstellen zu entlasten sowie Kontakte zwischen möglicherweise Infizierten und Nichtinfizierten auszuschließen, sagte Charité-Vorstand Ulrich Frei am Montag in Berlin. Bei der Stelle handele es sich um ein kleines Häuschen mit verschiedenen Untersuchungsmöglichkeiten.

Gebäude auf dem Gelände des Virchow-Klinikums in Berlin-Wedding: In dem Gebäude soll ab morgen möglicherweise die zentrale Anlaufstelle für Patienten eingerichtet werden, die Symptome auf das Coronavirus zeigen. (Quelle: dpa)Gebäude auf dem Gelände des Virchow-Klinikums in Berlin-Wedding: In dem Gebäude soll ab morgen möglicherweise die zentrale Anlaufstelle für Patienten eingerichtet werden, die Symptome auf das Coronavirus zeigen. (Quelle: dpa)

Nach der Untersuchung eines Patienten am Sonntag, bei dem im Nachhinein eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 festgestellt wurde, musste die Notaufnahme am Standort Virchow-Klinikum geschlossen werden.

13.49 Uhr: Portugal meldet ersten Coronavirus-Fall 

Die Coronavirus-Epidemie hat auch Portugal erreicht. Ein 60-jähriger Mann, der in Norditalien im Urlaub war, habe sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, teilte Gesundheitsministerin Marta Temido am Montag mit. Er liegt demnach in einem Krankenhaus in Porto im Norden des Landes. In dem Krankenhaus wird nach Angaben der Ministerin auch ein 33-jähriger Mann behandelt, der bisher aber nur als Verdachtsfall gilt.

Bei dem 33-Jährigen war ein erster Virus-Test positiv ausgefallen, der nun noch durch einen zweiten Test bestätigt werden muss. Bei ihm wird vermutet, dass er sich bei einer Reise nach Valencia im Osten Spaniens infiziert, wo es ebenfalls Ansteckungsfälle gibt.

13.46 Uhr: Ärztevertretung fordert Coronavirus-Schutzkleidung 

Nach Bekanntwerden des ersten Coronavirus-Falls in Berlin hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) dazu aufgerufen, sich bei begründetem Verdacht an die Hotline des Senats (030-90282828) zu wenden. Außerdem fordert die KV von der Gesundheitsverwaltung, den niedergelassenen Ärzten und fahrenden Ärzten des Bereitschaftsdienstes schnellstmöglich die notwendige Schutzausrüstung zur Verfügung zu stellen. “In den wenigsten Praxen ist für eine solche Ausnahmesituation ausreichend Schutzausrüstung verfügbar”, sagte Burkhard Ruppert, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KV Berlin, am Montag in Berlin.

Bürger sollten demnach eine Abklärung vornehmen lassen, wenn sie entweder Kontakt zu einem bestätigten Fall hatten oder innerhalb der letzten 14 Tage in einem der Risikogebiete gewesen sind und Symptome von leichter Erkältung bis Lungenentzündung haben.

Patienten mit Erkältungssymptomen, die hingegen keine begründeten Verdachtsfälle sind, sollten laut KV Arztpraxen anrufen. Aber: “Die Berliner Praxen sind von ihrer Kapazität her nicht in der Lage, jeden Schnupfen und jeden Husten zu behandeln und bei mutmaßlichen Verdachtsmomenten abzuklären, ob es sich um eine Infektion mit dem Corona-Virus handelt oder nicht”, betonte Ruppert.

13.43 Uhr: Spahn: Müssen wichtige Medizin-Wirkstoffe wieder in EU produzieren 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fordert als Lehre aus der Coronavirus-Epidemie, die Abhängigkeit von China bei der Arzneimittel-Produktion zu überprüfen. Es deute sich an, dass viele medizinische Vorprodukte und Wirkstoffe wegen der Abschottung in China auch in Deutschland und Europa knapp werden könnten, sagte der CDU-Politiker am Montag in Berlin. Deshalb wolle er Beratungen in der EU anstoßen, ob bestimmte Wirkstoffe nicht wieder in der Europa gefertigt werden sollten. Dazu brauche es auch eine Reform der EU-Wettbewerbsregeln. Die Debatte habe bereits begonnen.

Es sei ein Problem, dass es teilweise in der Welt nur noch einen Anbieter bestimmter medizinischer Wirkstoffe gebe, von denen Pharmafirmen in vielen Ländern und auch in Europa abhängig seien, sagte Spahn. Fällt dieser Produzent aus, gebe es eine Reihe von Folgewirkungen. Hintergrund ist, dass in China im Rahmen der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus viele Fabriken ihre Produktion eingestellt haben. Zudem wurden Häfen gesperrt und Schiffslieferungen auch in die EU gestoppt.

Die Coronavirus-Krise löse eine generelle Debatte über die Grenzen der Globalisierung und globale Lieferketten aus, sagte Spahn. “Wir müssen die starke Abhängigkeit Deutschlands von China diskutieren”, mahnte der Gesundheitsminister.

13.30 Uhr: Boris Johnson: Virus-Probleme werden noch zunehmen 

Die Probleme durch das Coronavirus werden sich nach Einschätzung des britischen Premierministers Boris Johnson wohl noch verstärken. Sein Land sei darauf aber sehr gut vorbereitet. Großbritannien habe einen Plan für den Fall, dass sich das Virus ausbreite.

13.21 Uhr: Südkoreanische Sekte scheut sich vor Kooperation mit Behörden bei Coronavirus 

Sie steht im Zentrum der Coronavirus-Epidemie in Südkorea: Die christliche Sekte Shincheonji Church of Jesus. Ein ranghoher Vertreter der Religionsgemeinschaft, Kim Shin Chang, sagte der Nachrichtenagentur AFP in einem Interview, Stigmatisierung und Diskriminierung wegen ihres Glaubens hinderten viele Mitglieder seiner Gemeinschaft an einer Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden.

“Es ist möglich, dass unsere Mitglieder nicht vollständig mit den Behörden zusammenarbeiten”, sagte der Direktor für internationale Missionen der Sekte. Der Grund hierfür sei, dass sie befürchteten, ihre Verbindungen zu Shincheonji könnten bekannt werden. “Der gesellschaftliche Hass gegen unsere Mitglieder und die Diskriminierung sind so groß, dass viele fürchten, ihre Jobs zu verlieren oder Sorge vor Konflikten innerhalb der Familie haben, wenn ihr Glaube bekannt wird.”

Südkorea ist nach China das am stärksten vom Coronavirus betroffene Land. Am Montag meldeten die Behörden 600 neue Infektionsfälle – damit stieg die Zahl der Fälle auf insgesamt 4.300. Die Zahl der Toten stieg auf 26.

Rund 60 Prozent der Fälle stehen im Zusammenhang mit der Sekte: Eine 61-jährige Anhängerin hatte trotz einer fiebrigen Erkrankung mindestens vier Gottesdienste der Glaubensgemeinschaft in der Millionenstadt Daegu besucht, bevor bei ihr das Coronavirus diagnostiziert worden war.

Die Behörden versuchen derzeit, mehr als 266.000 Anhänger der Sekte ausfindig zu machen. Südkoreas Hauptstadt Seoul forderte vor dem Hintergrund der Ausbreitung des Virus sogar strafrechtliche Ermittlungen gegen die Sekte, unter anderem wegen Mordes.

Medienberichten zufolge haben mehr als tausend Menschen mit Verbindungen zu der Sekte jedoch nicht auf Nachfragen der Behörden reagiert. “Wir fordern unsere Mitglieder auf, den Behörden alles zu sagen”, sagte Kim in dem AFP-Interview. Letztlich sei dies aber eine “persönliche Entscheidung”.

Lee Man Hee, Sektengründer und geistigen Führer der Shincheonji-Kirche Jesu: Auf der eilig arrangierten Pressekonferenz entschuldigte sich Lee für die "unbeabsichtigte" Verbreitung der Krankheit. (Quelle: dpa)Lee Man Hee, Sektengründer und geistigen Führer der Shincheonji-Kirche Jesu: Auf der eilig arrangierten Pressekonferenz entschuldigte sich Lee für die “unbeabsichtigte” Verbreitung der Krankheit. (Quelle: dpa)

Shincheonji wurde 1984 von Lee Man Hee gegründet, der den Coronavirus-Ausbruch als “Werk des Teufels” bezeichnet. Der 88-Jährige verspricht seinen Anhängern, der Tag des jüngsten Gerichts werde noch zu seinen Lebzeiten erfolgen und er werde dann 144.000 Menschen mit in den Himmel nehmen. Da es mehr Mitglieder als freie Plätze gebe, liege es “in der Hand Gottes”, wer auserwählt werde, sagte Kim.

Der Sekte werden auch Verbindungen zur Politik nachgesagt, was Kim zurückwies. Im Hauptquartier der Organisation in Gwacheon südlich von Seoul sind jedoch Bilder des Gründers mit den Ex-Staatschefs Park Geun Hye und Lee Myung Bak zu sehen. Deren Partei mied bislang Kritik an der Sekte im Zusammenhang mit der Virus-Epidemie.

13.18 Uhr: Münchner BMW-Mitarbeiter mit Covid-19 im Krankenhaus 

Ein BMW-Mitarbeiter in München ist positiv auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet worden. Er sei nicht auf Reisen gewesen und habe im Forschungs- und Entwicklungszentrum (FIZ) gearbeitet, sagte eine BMW-Sprecherin am Montag. Rund 150 Mitarbeiter im FIZ, die mit ihm Kontakt hatten, seien jetzt für zwei Wochen zu Hause in Quarantäne, die Großraumbüros würden desinfiziert. Der operative Betrieb laufe ohne Einschränkungen weiter. Der betroffene Mitarbeiter sei am Sonntag zum Arzt gegangen und inzwischen im Krankenhaus. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut, sagte die Sprecherin.

13.14 Uhr: Konzertveranstalter sehen keine Einschränkungen durch das Coronavirus 

Der Konzertveranstalter und Ticketvermarkter CTS Eventim erklärt, gegenwärtig gebe es keine Einschränkungen oder Verschiebungen von Veranstaltungen infolge des Coronavirus in Deutschland. “Den Vorgaben des Bundesgesundheitsministeriums und Bundesinnenministeriums entsprechend entscheiden die lokalen Gesundheitsbehörden zusammen mit den Veranstaltungsstätten und den Veranstaltern vor Ort über notwendige Maßnahmen”, erklärt ein Sprecher des MDax-Konzerns. Der Konkurrent Deutsche Entertainment AG (DEAG) erklärt, es gebe keine Einbrüche bei Vorverkäufen und keine Vorkommnisse bei Veranstaltungen.

13.07 Uhr: Trotz Coronavirus: Hamburger Hafengeburtstag soll stattfinden 

Zwei Monate vor dem 831. Hamburger Hafengeburtstag gehen die Organisatoren davon aus, dass das Volksfest vom 8. bis zum 10. Mai trotz der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus stattfinden kann. “Wir gehen jetzt davon aus, dass es möglicherweise Maßnahmen geben wird, die befolgt werden müssen, aber aktuell gehen wir nicht davon aus, dass der Hafengeburtstag abgesagt werden muss”, sagte Franziska Hamann von der Hamburger Wirtschaftsbehörde bei der Auftakt-Pressekonferenz am Montag. Bei dem dreitägigen Fest im Hafen werden auch in diesem Jahr insgesamt mehr als eine Million Gäste in der Hansestadt erwartet.

“Kein Mensch weiß, was in zwei Monaten ist”, sagte Hafenkapitän Jörg Pollmann. Eine Prognose sei deshalb zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. “Man muss jetzt nicht die Pferde Scheu machen, aber man muss schon genau hingucken”, sagte er. Auf den Kreuzfahrtschiffen, die den Hamburger Hafen anlaufen, seien entsprechende Kontrollen intensiviert worden. Die Erstellung des Sicherheitskonzeptes erfolge in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden.

13.03 Uhr: Nach Coronavirus-Fall: Unternehmensberatung öffnet Büros wieder 

Die meisten der wegen eines Coronavirus-Falles unter den Mitarbeitern ausgesperrten rund 1.500 Beschäftigten der Unternehmensberatung Ernst & Young (EY) in Düsseldorf und Essen können am Dienstag wieder zurück in ihre Büros. “Die Büros wurden großflächig desinfiziert”, berichtete ein Unternehmenssprecher am Montag. Die zuständigen Behörden hätten der Wiederaufnahme der Arbeit zugestimmt. Zuvor hatte das “Handelsblatt” darüber berichtet.

Insgesamt 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die engen Kontakt mit dem am Coronavirus erkrankten EY-Angestellten gehabt hätten, stünden allerdings unter häuslicher Quarantäne, berichtete das Unternehmen weiter. Bei den anderen Beschäftigten stehe einer Rückkehr in die Büros nichts mehr im Wege. Personen mit erhöhter Gefährdung wie etwa schwangere Mitarbeiterinnen oder immungeschwächte Personen mit Vorerkrankungen wurden allerdings gebeten, zu Hause zu bleiben.

Nachdem bei einem Mitarbeiter von Ernst & Young in Düsseldorf das Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen worden war, hatte das Unternehmen am Donnerstagabend alle 1.500 Kolleginnen und Kollegen des Mannes in den Niederlassungen Düsseldorf und Essen aufgefordert, erst einmal zuhause bleiben.

13.00 Uhr: Zahl der Coronavirus-Infektionen in Japan auf 967 gestiegen 

Die Zahl der Infizierten in Japan ist der Agentur Kyodo zufolge um 15 auf 976 gestiegen. Aus allen Landesteilen würden Erkrankungen gemeldet, hieß es.

12.58 Uhr: Polizei ermittelt nach vermutetem Diebstahl von Schutzmasken 

Die Polizei geht einem mutmaßlichen Diebstahl von 1.200 Mundschutzmasken aus einem Krankenhaus in Niedersachsen nach. Ermittlungsergebnisse gebe es noch nicht, sagte ein Polizeisprecher am Montag. In der Klinik in Sulingen nahe Bremen sei bei einer Überprüfung aufgefallen, dass 20 Packungen der Masken fehlten. Der Vorfall sei als Diebstahl angezeigt worden.

Als Tatzeit werde Mittwoch oder Donnerstag vergangener Woche vermutet. Die Pakete verschwanden demnach aus einem Lagerraum in der Nähe des Operationssaals. Der Bereich sei nicht allgemein zugänglich, hieß es.

Die Mundschutzmasken für OP-Personal haben im Normalfall nur einen Wert von wenigen Cent. Angesichts des grassierenden neuartigen Coronavirus sind aber Desinfektions- und Schutzmittel vielerorts ausverkauft.

12.55 Uhr: EU-Kommission will Wirtschaft vor Virus-Gefahren schützen 

Die Europäische Union wird laut Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni alle ihre politischen Möglichkeiten nutzen, um das Wachstum gegen Risiken durch das neue Coronavirus abzusichern. Welche Auswirkungen die Epidemie auf die Wirtschaft haben werde, könne aber noch nicht gesagt werden, sagte Gentiloni am Montag in Brüssel. Eine koordinierte Fiskalreaktion auf das Coronavirus müsse zum rechten Zeitpunkt komme, nicht zu früh und nicht zu spät.

12.52 Uhr: Offenbar erster Todesfall durch das Coronavirus in Thailand 

Auch in Thailand gibt es offenbar einen ersten Todesfall durch das neuartige Coronavirus. Wie die thailändischen Gesundheitsbehörden am Montag mitteilten, war am Samstag ein 35-jähriger Mann in einem Krankenhaus gestorben. Ob sein Tod auf das Coronavirus zurückzuführen ist, sei aber noch ungeklärt, hoben die Behörden hervor. Bei dem jungen Mann sei das Coronavirus zwar nachgewiesen worden, er habe aber auch an Denguefieber gelitten.

Bei dem 35-Jährigen, der in einem Duty-Free-Shop am Flughafen von Bangkok gearbeitet hatte, war das Denguefieber den Angaben zufolge im Januar diagnostiziert worden. Zwei Wochen später wurde er auch positiv auf das neuartige Coronavirus getestet und in ein Spezialkrankenhaus verlegt, in dem viele thailändische Coronavirus-Patienten behandelt werden. Ein weiterer Virustest Mitte Februar sei zwar negativ ausgefallen, die Lungenerkrankung sei aber schon so weit fortgeschritten gewesen, dass der Mann am Samstag an multiplem Organversagen gestorben sei.

Der Sprecher des Gesundheitsministeriums in Bangkok, Thaweesin Wissanuyothin, sagte am Montag, es sei noch zu früh, um den Tod des jungen Mann als ersten Coronavirus-Toten in Thailand einzustufen. “Wir halten keine Informationen zurück”, sagte der Sprecher. Der Fall werde bestätigt, “sobald das Ergebnis klar und offiziell ist”.

In Thailand gibt es bislang 43 bestätigte Ansteckungsfälle. 31 Patienten sind bereits wieder gesund und konnten die Krankenhäuser verlassen. Die meisten Betroffenen waren chinesische Touristen oder Thailänder, die in der Tourismusbranche arbeiten. Der thailändischen Tourismusbranche drohen wegen der Epidemie harte Einbußen. Ein Viertel der jährlich zehn Millionen Besucher stammt aus China. In diesem Jahr dürfte die Zahl deutlich zurückgehen.

12.45 Uhr: Universitätsklinikum Erlangen erwartet weitere Patienten

Das Universitätsklinikum Erlangen, wo derzeit ein Erkrankter mit nachgewiesener Infektion mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) behandelt wird, erwartet in nächster Zeit ähnliche Fälle. “Wir rechnen mit weiteren Patienten”, sagte Direktor Professor Heinrich Iro am Montag in Erlangen. Das Uniklinikum gilt in Nordbayern als ein Schwerpunktkrankenhaus für den Umgang mit dem Virus. Die Testkapazität sei von täglich 20 auf 100 gesteigert worden. Allein am Sonntag habe es 70 Tests gegeben.

Bei dem in Erlangen behandelten Coronavirus-Patienten verlaufe die Erkrankung vergleichsweise milde. Er habe kein Fieber und die Atmung sei stabil, sagte Chefarzt Professor Markus Neurath. Der Patient habe also keinen Husten und keinen Auswurf. Behandelt würden Symptome. Alle Tests bei Kontaktpersonen seien negativ verlaufen. Bei dem Mann handelt es sich um einen Oberarzt der Erlangener Hautklinik, der sich bei einer Tagung in München bei einem Italiener angesteckt hatte.

Der Abteilungsleiter beim Gesundheitsamt Erlangen, Frank Neumann, wies darauf hin, dass Tests auf Coronavirus-Infektionen strikt entsprechend der Vorgaben des Robert Koch-Instituts gemacht würden. Es könne nicht jeder getestet werden, der dies wünsche. “Wir dürfen die Kapazitäten in Deutschland nicht überlasten”, sagte Neumann.

12.40 Uhr: Hausärzte sagen Kongress in Münster ab

Der Hausärzteverband Westfalen-Lippe hat seinen dreitägigen Hausärztetag am nächsten Wochenende abgesagt. Die Mitglieder wollten sich eigentlich vom 5. bis 7. März in Münster treffen. “Angesichts der aktuellen Coronavirus-Infektionen in der Region und der großen Sorge in der Bevölkerung, was dieses Thema angeht, stehen die Kolleginnen und Kollegen in den Hausarztpraxen in diesen Tagen unter einer besonderen Belastung”, erklärte die Vorsitzende Anke Richter-Scheer am Montag. Daher habe sich der Verband entschlossen, den Kongress mit über 450 Teilnehmern abzusagen.

12.37 Uhr: Pariser Louvre bleibt aus Furcht vor Coronavirus geschlossen 

Der Pariser Louvre bleibt aus Angst der Mitarbeiter vor dem Coronavirus vorerst geschlossen: Die Angestellten des meistbesuchten Museums der Welt legten am Montag den zweiten Tag in Folge die Arbeit nieder, wie ein Mitglied der Gewerkschaft CGT mitteilte. Die Louvre-Leitung rief Touristen mit gebuchten Tickets auf, per E-Mail eine Erstattung zu beantragen. Vor dem Museum warteten dutzende Menschen im Regen vergeblich auf Eintritt.

Touristen vor dem Louvre in Paris: Aus Angst der Mitarbeiter vor dem Coronavirus bleibt der Pariser Louvre vorerst geschlossen. (Quelle: Reuters)Touristen vor dem Louvre in Paris: Aus Angst der Mitarbeiter vor dem Coronavirus bleibt der Pariser Louvre vorerst geschlossen. (Quelle: Reuters)

In Frankreich haben Angestellte ein sogenanntes Rückzugsrecht von ihrer Arbeit, wenn eine “schwere und unmittelbare Gefahr für ihr Leben oder ihre Gesundheit” besteht. Von diesem Recht machten die Louvre-Mitarbeiter wie schon am Sonntag Gebrauch.

Das französische Gesundheitsministerium erklärte dagegen, die Schließung des Louvre oder eines Freizeitparks wie Disneyland seien aus Sicht der Regierung “nicht erforderlich”. Dort seien Menschen nicht eng zusammengedrängt, sodass die Übertragungsgefahr nicht groß sei.

Die französischen Behörden hatten am Wochenende alle Veranstaltungen mit mehr als 5000 Teilnehmern bis auf Weiteres untersagt. Betroffen waren unter anderem die Pariser Landwirtschafts-Ausstellung und die Immobilienmesse Mipim im südfranzösischen Cannes. Auch der Pariser Halbmarathon am Sonntag mit rund 44.000 erwarteten Läufern wurde abgesagt. Fußballspiele sollen dagegen weiterhin stattfinden.

Am Montag wurde auch die internationale Pariser Buchmesse “Livre Paris” abgesagt, die vom 20. bis zum 23. März stattfinden sollte. Dazu wurden mehr als 160.000 Menschen aus mehr als 50 Ländern erwartet. Frankreich zählte nach Angaben des Gesundheitsministeriums bisher 130 Infizierte. Zwei davon starben, darunter ein 80-jähriger Tourist aus China.

12.32 Uhr: Corona-Verdacht in JVA: Keine Sammeldusche und Freistunde

Bei einem Gefangenen der Justizvollzugsanstalt Köln gibt es einen Verdacht auf das neuartige Coronavirus. Ein Arzt habe den Inhaftierten auf das Virus getestet, teilte JVA-Leiterin Angela Wotzlaw am Montagmittag mit. Demnach klagte der 27-Jährige am Sonntagabend über Fieber, andere Symptome habe er aber nicht gezeigt. Er müsse nun in seiner Zelle bleiben, bis das Testergebnis am Montagabend oder Dienstag vorliege.

Das Haus 1 der JVA, in dem der aus Bayern kommende Mann seit dem 20. Februar untergebracht ist, werde für die nächsten 24 Stunden abgeriegelt. Die insgesamt 79 Gefangenen müssten in dieser Zeit in dem Haus bleiben. Die Freistunde auf dem Hof und das Benutzen der Sammeldusche seien solange verboten, sagte Wotzlaw.

Zwei Mitarbeiter hätten engeren Kontakt zu dem Inhaftierten gehabt und seien am Montag deshalb vorsorglich zu Hause geblieben. Weil diese Mitarbeiter zum Transport zu Gerichten eingeteilt waren, wurden laut Wotzlaw zwei bis drei Prozesse am Landgericht Köln verschoben. Die anderen Mitarbeiter hätten Schutzmasken bekommen. Krankenpfleger sollten zudem Schutzanzüge tragen. Ansonsten laufe der Betrieb normal weiter. Auch Besuche waren am Montag zunächst weiter möglich. Mehrere Medien hatten zuvor über den Verdachtsfall berichtet.

12.26 Uhr: Von der Leyen: Corona-Infektionsrisiko in der EU “hoch”

Die EU hält das Risiko für eine Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus in Europa nun für “hoch”. Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) habe das Risikoniveau von “mittel auf hoch” gesetzt, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Montag in Brüssel. “Mit anderen Worten: Das Virus breitet sich weiter aus.”

12.18 Uhr: Etwa 60 Kontaktpersonen im Berliner Corona-Fall ermittelt 

Im Zusammenhang mit dem ersten Corona-Fall in Berlin wurden bisher etwa 60 Personen ermittelt, mit denen der erkrankte 22-Jährige Kontakt hatte. Dazu gehörten die Eltern aus Nordrhein-Westfalen, Freunde, Mitbewohner, Kollegen wie auch Mitarbeiter der Rettungsstelle des Virchow-Klinikums, teilt Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci mit. Die Arbeit dazu sei aber noch nicht abgeschlossen. Dem Patienten gehe es den Umständen entsprechend gut. Laut Klinik Charite wurde die Infektion zufällig entdeckt, weil das Krankenhaus seit einer Woche bei Grippetests zugleich auch auf das Coronavirus testet. Der Mann sei mit Symptomen ins Krankenhaus gekommen, die nicht typisch für eine Coronavirus-Erkrankung gewesen seien.

12.10 Uhr: Botschafter: Japan hat notwendige Coronavirus-Maßnahmen ergriffen

Japans Botschafter in Deutschland, Takeshi Yagi, sieht die Austragung der Olympischen Spiele in Tokio trotz der anhaltenden Krise durch das Coronavirus nicht gefährdet. “Japan hat im Bezug auf die Erkrankungen alle notwendigen Maßnahmen ergriffen”, sagte Yagi am Montag bei einem Medientermin der deutschen Handballer in der Botschaft in Berlin. “Unsere Regierung wird sich weiterhin eng mit dem IOC, dem lokalen Organisationskomitee und anderen Behörden abstimmen.” Die Vorbereitungen werden weiterhin mit dem Ziel fortgeführt, “den Athleten und Zuschauern Spiele zu bieten, an denen alle beruhigt teilnehmen können”, sagte Yagi.

Die japanische Regierung nehme die Bedrohung durch die Epidemie sehr ernst, allerdings ist auch die Vorfreude auf Olympia mit der Eröffnungsfeier am 24. Juli weiterhin enorm. “Die letzten Spiele 1964 haben unser Land transformiert. Dieses Jahr hoffen wir, dass die Spiele in Tokio dazu beitragen werden, einen positiven Wandel in der Welt zu fördern”, betonte Yagi. Die Sommerspiele sollen vom 24. Juli bis 9. August in der Millionen-Metropole stattfinden.

12.00 Uhr: Spahn lehnt Schließung von Grenzen in Europa ab 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält eine Schließung von Grenzen wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus in Deutschland weiter nicht für nötig. Auch die Absage von Großveranstaltungen oder die Schließung von Unternehmen sei nicht generell ratsam, sagte Spahn am Montag in Berlin. Dies sei weiter nicht verhältnismäßig und angemessen.

Grenzschließungen hätten massive Auswirkungen. Auch gegen eine Einstellung von Direktflügen zwischen China und Deutschland wandte sich Spahn. Ein solcher Schritt könne dazu führen, dass bis zu rund 30.000 Deutsche aus China ausgeflogen werden müssten.

Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister: Spahn hat sich gegen eine Schließung der europäischen Grenzen wegen des Coronavirus ausgesprochen. (Quelle: dpa)Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister: Spahn hat sich gegen eine Schließung der europäischen Grenzen wegen des Coronavirus ausgesprochen. (Quelle: dpa)

Bei Firmen und Veranstaltungen zähle immer der Einzelfall. “Jedes Unternehmen muss es bewerten”, sagte Spahn. Es mache einen Unterschied, ob ein Betrieb lediglich regional tätig sei oder in einen internationalen Konzern regelmäßig Mitarbeiter aus dem Ausland kämen. Für Großveranstaltungen gelten laut Spahn unter anderem folgende Parameter: “Wie ist der Teilnehmerkreis? Sind Teilnehmer aus Risikogebieten dabei? (…) Oder sind keine dabei?” Auch die Frage, wie die Belüftung geplant sei, sei wichtig. Statt eine Veranstaltung abzusagen, könnten auch Auflagen gemacht werden. Nur die Gesundheitsbehörden vor Ort könnten dann entscheiden.

“An bestimmten Stellen in Deutschland wird der Alltag ein Stück eingeschränkt sein müssen”, sagte Spahn etwa mit Blick auf Schulschließungen. Es gelte, die Virus-Ausbreitung zu verlangsamen, einzudämmen und damit für den einzelnen, aber auch für die gesamte Gesellschaft besser handelbar zu machen. Spahn verteidigte, dass beispielsweise nicht der Karneval in Deutschland pauschal abgesagt worden sei. Er verwies auf die damals geringe Zahl von Infektionen und nachvollziehbare Infektionsketten.

11.55 Uhr: Zahl der Covid-19-Toten im Iran steigt auf 66

Die Zahl der Covid-19-Opfer im Iran ist innerhalb von 24 Stunden von 54 auf 66 gestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums am Montag sind nun insgesamt 1.501 Menschen – 523 mehr als am Vortag – positiv auf das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 getestet worden. Gleichzeitig seien 291 Corona-Patienten aus den Krankenhäusern entlassen worden.

11.50 Uhr: Seehofer will Merkels Hand nicht schütteln 

Um die Verbreitung des neuartigen Coronavirus zu begrenzen, raten Ärzte zu häufigem Händewaschen und weniger körperlicher Nähe. Auch Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hält sich an diesen Rat. Als Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag bei einem Treffen mit Vertretern von Migrantenverbänden in Berlin mit ausgestreckter Hand auf ihn zukam, hob der Innenminister die Hände, wie ein dpa-Fotograf beobachtete. Anschließend brachen Merkel und Seehofer beide in Lachen aus.

Angela Merkel und Horst Seehofer: Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen raten Ärzte zu möglichst wenig Körperkontakt – auch Bundesinnenminister Seehofer hält sich an diesen Rat. (Quelle: Reuters)Angela Merkel und Horst Seehofer: Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen raten Ärzte zu möglichst wenig Körperkontakt – auch Bundesinnenminister Seehofer hält sich an diesen Rat. (Quelle: Reuters)

11.46 Uhr: SPD-Gesundheitspolitiker Lauterbach fordert mehr Coronavirus-Tests 

Der SPD-Gesundheitspolitiker und Mediziner Karl Lauterbach hat gefordert, mehr Menschen auf das neuartige Coronavirus zu testen, um Risiken besser abschätzen zu können. “Wir haben noch kein gutes Gefühl dafür, wie weit das Virus zum jetzigen Zeitpunkt verbreitet ist in Deutschland”, sagte Lauterbach am Montag im Deutschlandfunk. Corona-Fälle, die heute anhand von Symptomen festgestellt würden, seien vor einer Woche oder vor zwei Wochen entstanden. Daher müsse man “mehr spontan testen”, sagte Lauterbach.

Derzeit sei Deutschland in einer “kritischen Phase”, die Absage von Großveranstaltungen sei zum jetzigen Zeitpunkt “sehr wichtig”. Mit Sorge sieht Lauterbach allerdings die Verfügbarkeit von Pflegekräften. “Der Mangel an hoch qualifiziertem Pflegepersonal insbesondere in der Intensivpflege ist das Nummer-eins-Problem, wenn die Epidemie sich wirklich stark ausbreiten würde in Deutschland”, sagte Lauterbach.

11.43 Uhr: Neuartiges Coronavirus: Kaum Gefahr durch Haustiere

Trotz der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus droht nach Einschätzung eines Experten kaum eine Gefahr durch Haustiere. Der Fall in Südkorea, wo der Erreger SARS-CoV-2 bei einem Hund nachgewiesen worden sein soll, sei in der wissenschaftlichen Literatur nicht bestätigt, sagte Albert Osterhaus, Virologe an der Tierärztlichen Hochschule Hannover, am Montag. Er betrachte den Fall “sehr zurückhaltend”. Man könne es nicht ausschließen, aber es sei nicht wahrscheinlich, dass dies für die Übertragung auf den Menschen wichtig sei – wenn überhaupt, dann über die Haut und das Fell. Es gebe Coronaviren von Hunden und Katzen, dies seien aber andere Erreger als SARS-CoV-2.

11.39 Uhr: Zahl der Infektionen in Österreich steigt auf 16 

In Österreich ist die Zahl der Infizierten nach Angaben des Innenministeriums auf 16 gestiegen. In der Hauptstadt Wien gibt es inzwischen neun Krankheitsfälle. Jeweils zwei Patienten gibt es in Tirol, Niederösterreich und Salzburg sowie einen Fall in der Steiermark. Landesweit wurden insgesamt über 2.100 Tests durchgeführt. Gestorben ist in Österreich im Zusammenhang mit dem Coronavirus bisher niemand. Der überwiegende Teil der Infektionen nehme eine leichten Verlauf, hieß es aus dem Gesundheitsministerium.

11.37 Uhr: RKI setzt Risikoeinschätzung auf “mäßig”

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die Bewertung des neuen Coronavirus für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland leicht heraufgesetzt. Die Risikoeinschätzung sei auf “mäßig” gestellt worden, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Montag in Berlin. Bisher wurde sie als “gering bis mäßig” eingestuft. Wieler bekräftigte, die Lage sei weiterhin sehr dynamisch und müsse jeden Tag neu bewertet werden. Bis Montagfrüh registrierte das RKI bundesweit 150 nachgewiesene Fälle in zehn Bundesländern und 49 Landkreisen.

Insgesamt gebe es zu der von China ausgehenden Erkrankung nach wie vor nicht genügend Daten, um die Schwere einzuschätzen. Außerhalb Chinas seien inzwischen 64 Länder betroffen, und zwar mit 8.898 Fällen, darunter mindestens 285 mit schweren Krankheitsverläufen bringen könne. 

11.20 Uhr: Virologe Drosten: Covid-19 ist “milde Erkrankung”

Der Charité-Virologe Christian Drosten betont, dass es sich bei der Atemwegserkrankung Covid-19 um eine milde Erkrankung handelt. Im Grunde sei es eine Art Erkältung, die meist rasch überstanden oder von vorherein kaum zu spüren sei. Mit den Maßnahmen lasse sich aber die Verbreitung eindämmen – und es mache einen riesigen Unterschied, ob eine Ausbreitungswelle eine Bevölkerung binnen weniger Wochen oder auf zwei Jahre verteilt zu großen Teilen erfasse.

11.10 Uhr: RKI-Chef Wieler: 140 Coronavirus-Fälle zurückverfolgbar 

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, zur Lage in Deutschland: Momentan sind 150 bestätigte Fälle des Coronavirus in Deutschland bekannt. Von 140 Fällen könne man aktuell die Infektionsketten zurückverfolgen, so Wieler. 

11.00 Uhr: Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Spahn zu Coronavirus 

In Deutschland sind mittlerweile 150 Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. Das Bundesgesundheitsministerium informiert heute ab 11 Uhr über die aktuellen Entwicklungen. 

10.55 Uhr: Fünf neue Infektionen mit Coronavirus in Bayern 

In Bayern sind fünf neue Infektionen mit dem neuartigen Coronaviurs SARS-CoV-2 bestätigt worden. Es handle sich um zwei Fälle in München und je einen aus dem mittelfränkischen Landkreis Roth, dem Landkreis Freising und dem Landkreis Ostallgäu, wie das Gesundheitsministerium am Montag in München mitteilte. Die Infizierten in Freising und im Ostallgäu seien Kontaktpersonen von zuvor gemeldeten Fällen. Damit gebe es seit dem vergangenen Donnerstag 13 neue bestätigte Infektionen im Freistaat.

Damit sind bislang in Bayern insgesamt 27 Patienten positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. Bei 14 Patienten ist die Erkrankung auskuriert, alle sind wieder aus den Krankenhäusern entlassen worden. Sie standen im Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webasto aus Gauting-Stockdorf in der Nähe Münchens. Bei Webasto war im Januar eine Mitarbeiterin aus China zu Besuch, die das Virus in sich trug. Kollegen und teils deren Angehörige infizierten sich.

10.50 Uhr: Soldat nach Infektion mit Coronavirus wieder wohlauf

Der mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Soldat in Rheinland-Pfalz ist wieder wohlauf. Das teilte das Bundeswehrkrankenhaus Koblenz mit. “Der ist aus der Quarantäne entlassen.” Auch das Krankenhaus sollte der Mann noch im Laufe des Montags verlassen können. Bislang seien noch keine weiteren Infektionsfälle bekannt.

Der 41-jährige Soldat gehört zur Flugbereitschaft am Militärflughafen Köln-Wahn. Er wohnt im nordrhein-westfälischen Gangelt (Kreis Heinsberg). Dort war bei einem 47-jährigen Mann das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen worden. Der Soldat hatte Kontakt zu dem schwer Erkrankten oder dessen Frau aus Gangelt beim dortigen Karneval. Er gehört wohl zum persönlichen Bekanntenkreis des Ehepaars.

10.38 Uhr: Uefa berät über mögliche Folgen des Coronavirus auf EM 

Das Exekutivkomitee der Uefa berät bei seiner turnusmäßigen Sitzung am Montag in Amsterdam auch über mögliche Auswirkungen des neuartigen Coronavirus auf die Fußball-EM 2020. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr, geht es aber vorerst nur um einen Informationsaustausch und nicht um Entscheidungen über konkrete Maßnahmen oder sogar Ausfall-Szenarien für das Turnier in zwölf Ländern vom 12. Juni bis 12. Juli. Der UEFA-Kongress der 55 nationalen Verbände sowie die Auslosung zur Nations League sollen am Dienstag wie geplant in der niederländischen Metropole stattfinden.

In Italien waren in den vergangenen zwei Wochen mehrere Spiele der Serie A wegen der Coronavirus-Infektionen im Norden des Landes verschoben worden, darunter das Topspiel zwischen Juventus Turin und Inter Mailand. In der Schweiz wurde nach einem Verbot von Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen durch den Bundesrat der komplette Spieltag der Super League abgesagt. Sollte diese Maßnahme über den 15. März hinaus verlängert werden, wäre mit dem Achtelfinal-Rückspiel zwischen dem FC Basel und Eintracht Frankfurt in der Europa League am 19. März auch ein UEFA-Wettbewerb betroffen.

10.35 Uhr: Wegen Coronavirus: Biathlon-Weltcup in Tschechien ohne Zuschauer 

Der Biathlon-Weltcup im tschechischen Nove Mesto na Morave (Neustadt in Mähren) findet vor leeren Zuschauer-Rängen statt. Das entschied der nationale Sicherheitsrat in Prag am Montag, wie Ministerpräsident Andrej Babis auf einer Pressekonferenz erklärte. Grund sind die Ängste vor einer Ausbreitung der Coronavirus-Epidemie auch in Europa. Die Wettbewerbe sollten vom 5. bis 8. März stattfinden. Die Organisatoren hatten mit bis zu 100.000 Besuchern gerechnet. In den nächsten Tagen will die tschechische Regierung über mögliche weitere Maßnahmen für Großveranstaltungen entschieden.

In Tschechien wurden am Sonntag die ersten drei Erkrankungsfälle mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt. Es handelt sich nach Angaben der Behörden um zwei Tschechen, die in Italien im Skiurlaub beziehungsweise zu einer wissenschaftlichen Konferenz gewesen waren, sowie eine US-amerikanische Touristin, die in Italien studiert.

Prag verbietet aus Angst vor einer weiteren Ausbreitung ab Dienstag alle Flüge aus dem stark betroffenen Südkorea. Die tschechische Regierung will auch Flüge von und nach Venedig, Bologna und Mailand stoppen, steht darüber aber noch in Verhandlungen mit der Europäischen Kommission.

10.30 Uhr: Cyber Security Tech Summit in Bonn wegen Coronavirus abgesagt 

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus ist auch die Veranstaltung Cyber Security Tech Summit Europe am 11. März abgesagt worden. Um die weitere Verbreitung des Virus sowie mögliche Einzel- oder Gruppeninfektionen der bereits registrierten 2000 Gäste zu verhindern, werde die Veranstaltung in Bonn nicht zum geplanten Zeitpunkt stattfinden, teilten die Veranstalter am Montag mit. Sie wollen aber versuchen, einen neuen Termin in der zweiten Jahreshälfte zu finden.

Auf der Veranstaltung geht es um Ideen und Lösungen der digitalen Sicherheit. Der Cyber Security Summit fand im vergangenen Jahr erstmals statt. Veranstalter ist der Verein Cyber Security Cluster Bonn.

Im Bemühen um eine Eindämmung der Epidemie fallen mehr und mehr Großveranstaltungen aus, nicht nur in Deutschland. Hierzulande wurden bereits die Tourismusmesse ITB, die Sterneverleihung des Guide Michelin in Hamburg und das Cybersicherheitstreffen Command Control in München abgesagt.

10.27 Uhr: Coronavirus: 34 Busreisende aus Sachsen werden getestet 

34 Busreisende aus Sachsen werden auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus getestet. Wie das Landratsamt des Kreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge am Montag mitteilte, saßen die Menschen zusammen mit einem Mann aus der Region Hannover in einem Bus. Sie waren von Italien nach Deutschland gereist. Bei dem 68-Jährigen aus Niedersachsen wurde inzwischen eine Infektion diagnostiziert. Die Mitreisenden aus Sachsen würden am Montag getestet. Sie stammten alle aus dem Landkreis. Mit Ergebnissen wurde noch im Laufe des Tages gerechnet. Die Behörden versuchen zudem, sämtliche Kontakte der Verdachtsfälle zu ermitteln.

10.18 Uhr: Coronavirus-Patient in Hannover stabil 

Der erste mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Patient in Niedersachsen ist stabil. Der Amtsarzt habe mit dem 68-Jährigen, der in Uetze in häuslicher Quarantäne sei, persönlich telefoniert, sagte ein Sprecher der Region Hannover am Montag. Weitere bestätigte Infektionen mit dem Virus gab es vorerst nicht. Getestet wurden Proben von neun Verdachtsfällen. Die betroffenen Personen hatten Kontakt mit dem 68-Jährigen. Der Mann war zusammen mit seiner Frau auf einer Busreise in Südtirol. Aus Sicherheitsgründen blieben zwei Grundschulen und eine Kindertagesstätte in Uetze am Montag geschlossen.

10.06 Uhr: Berliner Corona-Patient: Suche nach Kontaktpersonen läuft

Am Sonntag ist ein junger Mann in die Berliner Charité mit dem Coronavirus eingeliefert worden. Bisher seien zehn Kontaktpersonen identifiziert und in Berlin sowie Nordrhein-Westfalen häuslich isoliert, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Montagmorgen mit. Demnach läuft die Nachverfolgung der bisherigen Kontakte noch. Die in Berlin identifizierten Kontaktpersonen würden am Montag getestet, hieß es. Mitarbeiter der Rettungsstelle der Charité würden derzeit identifiziert und ebenfalls kontaktiert. Außerdem wird den Angaben zufolge eine Rettungsstelle zeitweise nicht angefahren.

9.39 Uhr: Lufthansa streicht Flugangebot nach Italien und Asien zusammen

Die Lufthansa und ihre Töchter fahren ihr Flugangebot auf den Strecken nach Italien und Asien wegen der Coronavirus-Epidemie teils deutlich zurück. “Zudem werden die Frequenzen auf innerdeutschen Verbindungen von Frankfurt nach Berlin, München, Hamburg und Paderborn sowie von München nach Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Köln, Bremen und Hannover verringert”, teilte der Dax-Konzern am Montag in Frankfurt mit.

Nachdem die Konzerngesellschaften Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines ihre Flüge auf das chinesische Festland bereits ausgesetzt hatten, reagiert das Management mit den zusätzlichen Kürzungen auf die verstärkte Ausbreitung des Virus. Die Konzern-Airlines, zu denen auch Eurowings und Brussels gehören, setzen im März und April einen Teil ihrer geplanten Flüge nach Italien, Hongkong und Südkorea aus. Flüge nach Festland-China bleiben bis 24. April gestrichen, gleiches gilt für Verbindungen in die iranische Hauptstadt Teheran bis 30. April.

Je nachdem, wie sich die Lage weiter entwickle, könnte der Konzern sein Angebot an Kurz- und Mittelstreckenflügen um bis zu ein Viertel kürzen, hieß es. Zudem blieben rechnerisch bis zu 23 Langstreckenflugzeuge am Boden. Die Lufthansa hat bereits ein Sparprogramm angekündigt. Die Auswirkungen auf den Gewinn sei derzeit noch nicht abschätzbar, hieß es.

9.16 Uhr: Trotz Ausbreitung des Coronavirus: Formel-1-Start in Australien soll planmäßig stattfinden 

Trotz der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus halten die Veranstalter am Formel-1-Saisonauftakt in Australien am 15. März fest.

“Alle Signale stehen auf Grün”, hieß es Medien zufolge in einer Mitteilung der Organisatoren. Auch die Macher der Rennserie hätten erneut bestätigt, dass der Grand Prix in Australien stattfinden solle. Wegen der wachsenden Zahl von Covid-19-Erkrankungen in Australien und vor allem der Einreisebeschränkungen für Menschen aus mehreren betroffenen Ländern hatte es Spekulationen um eine Absage des Saisonstarts gegeben.

Da es jedoch noch keine Restriktionen für Reisende aus Italien gibt, wo die Teams Ferrari und Alpha Tauri sowie Reifenhersteller Pirelli beheimatet sind, hoffen die Organisatoren in Melbourne auf ein reibungsloses Grand-Prix-Wochenende. “Zu diesem Zeitpunkt gibt es keine Anzeichen für weitere Reisebeschränkungen sowie dafür, dass die Formel 1 und die Teams nicht wie gewohnt ankommen werden”, hieß es in dem Statement.

Die Veranstalter versicherten, sie seien in stetigem Kontakt mit den zuständigen Behörden, um die Lage regelmäßig auf den Prüfstand zu stellen. Wegen der Coronavirus-Epidemie war bereits der vierte Saisonlauf in China auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Auch die Rennen in Bahrain und Vietnam, die auf den Grand Prix in Australien folgen, könnten gefährdet sein.

9.12 Uhr: Anlaufstelle zur Probeentnahme im Kreis Heinsberg eröffnet 

Der von der Ausbreitung des Coronavirus besonders betroffene Kreis Heinsberg hat am Montagmorgen eine zentrale Anlaufstelle zur Probenentnahme bei Patienten mit Coronavirus-Verdacht eröffnet. Dort könnten nach Überweisung durch den Hausarzt Abstriche zur Untersuchung auf das neuartige Virus vorgenommen werden, sagte eine Kreissprecherin. Das Zentrum ist in einer Halle in der Nähe von Gangelt untergebracht. Es ist nicht frei zugänglich, der Hausarzt müsse die Patienten überweisen, betonte die Sprecherin. Stand Sonntagabend seien im Kreisgebiet 68 Menschen infiziert, neue Zahlen wollte die Verwaltung im Laufe des Montags bekanntgeben.

In Gangelt mit rund 12.000 Einwohnern waren aufgrund der Quarantänemaßnahmen mehrere Arztpraxen geschlossen worden und die übrigen sehr stark ausgelastet, wie der Kreis am Sonntag mitgeteilt hatte. Die Anlaufstelle soll die Ärzte entlasten.

Für den 47 Jahre alten mutmaßlichen Erstinfizierten aus NRW, der in der Düsseldorfer Universitätsklinik behandelt wird, gebe es nach wie vor keine Entwarnung, sagte die Sprecherin. Seiner Frau gebe es aber deutlich besser. Der 47-Jährige und seine ein Jahr jüngere Frau hatten am 15. Februar in Gangelt bei einer Sitzung Karneval gefeiert. Dabei sollen sie zahlreiche andere Teilnehmer angesteckt haben.

9.03 Uhr: Tourismus-Branche verliert eine Milliarde Euro im Monat

Das Virus dämpft den Umsatz der Tourismus-Branche in Europa seit seinem Ausbruch monatlich um eine Milliarde Euro, sagt EU-Wirtschaftskommissar Thierry Breton.

8.55 Uhr: Spahn: Lebensmittel werden nicht knapp

Gesundheitsminister Jens Spahn sieht keinen Grund für Hamsterkäufe. An bestimmten Stellen werde der Alltag zwar “eingeschränkt werden müssen”, sagt der CDU-Politiker im SWR laut dessen Mitteilung. “Aber es besteht kein Anlass, davon auszugehen, dass die Lebensmittel knapp werden.” Er fügt hinzu, sinnvoll sei, dass Schüler und Lehrer zu Hause blieben, die ihre Ferien in einem Risikogebiet verbracht hätten. Das mache Sinn, weil derzeit im Süden Deutschlands viele Menschen aus Italien zurückkämen. Es müsse alles getan werden, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

8.45 Uhr: Berliner Corona-Patient stabil

Berlins erster Coronavirus-Patient ist nach Angaben von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci ein junger Mann aus dem Stadtteil Berlin-Mitte. Dieser habe sich am Sonntag in einer Rettungsstelle gemeldet und werde jetzt isoliert behandelt, sagt die SPD-Politikerin im rbb. Sein Zustand sei stabil. Die Nachverfolgung habe ergeben, dass es zehn Kontaktpersonen gebe. “Das ist noch überschaubar”, sagte Kalayci. Maßnahmen wie die Schließung von Schulen und Kitas seien derzeit nicht notwendig.

8.35 Uhr: Pariser Buchmesse abgesagt

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus ist die diesjährige Pariser Buchmesse laut einem Agenturbericht abgesagt worden. Der Salon du livre, das größte französische Branchenereignis, sollte vom 20. bis zum 23. März stattfinden. Es dürfe kein Risiko eingegangen werden, erklärte der Vorsitzende des Branchenverbandes Syndicat national de l’édition (SNE), Vincent Montagne, wie die Nachrichtenagentur AFP am Montag berichtete. Zu der Veranstaltung auf dem Pariser Messegelände wurden rund 160.000 Menschen erwartet.

8.30 Uhr: Nike schließt Europa-Zentrale

Nikes Europa-Zentrale in den Niederlanden bleibt heute und am Dienstag geschlossen, nachdem ein Mitarbeiter sich mit dem Coronavirus infiziert hat. In dem Gebäude in Hilversum arbeiten etwa 2.000 Menschen aus 80 Ländern.

8.02 Uhr: Altmaier: Corona darf Aufschwung nicht kaputt machen

Die Bundesregierung hat nach den Worten von Wirtschaftsminister Peter Altmaier ein Interesse an einer raschen Eindämmung der Coronavirus-Epidemie. “Wir dürfen nicht zulassen, dass Corona unseren Wirtschaftsaufschwung kaputt macht”, sagt der CDU-Politiker in der ARD.

6.05 Uhr: Zweiter Todesfall in den USA

Die Zahl der Toten durch das neuartige Corona-Virus in den USA hat sich auf mindestens zwei erhöht. Die Gesundheitsbehörde im US-Bundesstaat Washington meldete am Sonntag (Ortszeit) einen weiteren Todesfall. Aus demselben Bundesstaat an der US-Westküste war am Samstag der erste Todesfall durch den Erreger SARS-CoV-2 in den Vereinigten Staaten gemeldet worden.

5.40 Uhr: Kreuzfahrtanbieter meldet Konkurs an

Der japanische Kreuzfahrtanbieter Luminous Cruise hat Konkurs angemeldet. “Seit dem 1. Februar haben wir viele Absagen in Verbindung mit dem Coronavirus. Einfach weitermachen hätte zu hohen Verlusten für unsere Gläubiger geführt”, heißt es auf der Webseite, auf der auch die Insolvenz sowie die Aussetzung der Kreuzfahrten angekündigt sind. Die Insolvenz des Kreuzfahrtanbieters gehört zu den ersten, die auf den Ausbruch zurückzuführen sind. Ökonomen warnen vor weiteren Folgen sinkender Touristenzahlen. Der Ausbruch, insbesondere auf der “Diamond Princess”, hat sich weltweit auf die 46-Milliarden Dollar schwere Kreuzfahrtindustrie niedergeschlagen, die von Carnival, Royal Caribbean Cruises und der Norwegian Cruise Line dominiert wird.

2.57 Uhr: US-Bundesstaat New York meldet ersten Fall

Der Bundesstaat New York hat seinen ersten Coronavirus-Fall bestätigt, erklärt Gouverneur Andrew Cuomo auf Twitter. Er ruft die Bewohner auf, ruhig zu bleiben und keine “unverhältnismäßige Angst” zu haben. Die Patientin sei eine Frau in den 30ern, die sich mit dem Virus während einer Reise in den Iran angesteckt habe. Sie sei in ihrem Haus unter Quarantäne gestellt.

1.27 Uhr: 202 Neuinfektionen in China

China meldet für Sonntag 202 Neuinfektionen, tags zuvor waren es 573. Damit klettert die Gesamtzahl der Infizierten auf 80.026, wie die Nationale Gesundheitskommission mitteilt. Die Zahl der Toten steigt um 42 auf insgesamt 2.912. Die meisten Fälle wurden erneut in der besonders schwer getroffenen Provinz Hubei registriert, wo das Virus Ende Dezember erstmals auftauchte.

1.20 Uhr: Südkorea meldet Hunderte von neuen Infektionen 

Die Zahl der nachgewiesenen Covid-19-Infektionen in Südkorea ist auf mehr als 4.000 gestiegen. Über die Nacht zum Montag kamen 476 neue Fälle hinzu, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten. Damit wurden bisher 4.212 Menschen positiv auf das Virus SARS-CoV-2 getestet – so viele wir nirgendwo sonst außerhalb Chinas, wo die Lungenkrankheit im Dezember ausgebrochen war. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Virus in Verbindung gebracht werden, kletterte in Südkorea um vier auf 22.

Von den neuen Infektionen wurden allein 377 in der am stärksten von dem Ausbruch betroffenen Stadt Daegu im Südosten erfasst. Dort gibt es die größte Anhäufung von Fällen unter Anhängern der christlichen Sekte Shincheonji-Kirche Jesu, die auch Verbindungen nach China hat. Einige Sektenmitglieder hatten nach Behördenangaben noch im Januar die zentralchinesische Stadt Wuhan besucht, wo der Ursprung von Covid-19 vermutet wird.

Die südkoreanischen Behörden gehen davon aus, dass fast 60 Prozent aller Virusfälle in Verbindung mit Shincheonji stehen. Die Behörden rechnen infolge der Virustests bei den geschätzten mehr als 200.000 Sektenanhängern auch für die nächsten Tagen mit einem weiter sprunghaften Anstieg bei den Fallzahlen.

1 Uhr: Weber kritisiert mangelnde Corona-Bekämpfung auf EU-Ebene

Der Vorsitzende der EVP-Fraktion im EU-Parlament, Manfred Weber (CSU), hält das EU-Engagement gegen das Corona-Virus für ineffektiv. Gegenüber “Bild”  kritisierte Weber, “dass wir viel zu wenig Koordinierung zwischen den Mitgliedsstaaten haben”. So seien nach Ausbruch der Krise zwei Wochen vergangen, bis sich die Gesundheitsminister Europas erstmals getroffen hätten, um über Maßnahmen zu beraten. Noch immer mache jeder Staat “sein eigenes Ding”. Der CSU-Politiker beklagte ein Regel-Chaos: “Italien hat alle Kontinentalflüge nach China schon vor Wochen untersagt, Deutschland nicht. Österreich sperrt den Bahnverkehr nach Nord-Italien, lässt den Brenner aber offen.

Montag, 2 März, 00.25 Uhr: Infektion in Ägypten

Das ägyptische Gesundheitsministerium bestätigt eine Ansteckung mit dem Coronavirus im Land. Ein Ausländer sei mit dem Virus infiziert, erklärt das Ministerium auf seiner Facebook-Seite. Die Person, deren Staatsangehörigkeit nicht bekanntgegeben wurde, sei zur Isolation in ein Krankenhaus gebracht worden und erhalte derzeit die notwendige medizinische Versorgung. Das Ministerium fügt hinzu, dass strenge Präventivmaßnahmen gegenüber denjenigen ergriffen werden, die mit der Person in Kontakt stünden. Es ist der zweite Fall von neuem Coronavirus, das in Ägypten nachgewiesen wurde. Die erste Person habe sich erholt, heißt es in der Erklärung.

Coronavirus: Was bisher passiert ist

Source: t-online.de

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