Coronavirus: Über 100 Patienten infiziert – Rehaklinik in NRW bittet um Hilfe – t-online.de

Lange plagte die Menschen an Bord der “Zaandam” die Ungewissheit: Das Kreuzfahrtschiff, auf dem Covid-19 ausgebrochen ist, hatte keinen Hafen zum Ansteuern. Nun ist die Irrfahrt vorbei. Die aktuellen Entwicklungen im Newsblog.

Anfang des Jahres brach das Coronavirus in der chinesischen Provinz Hubei aus und verbreitete sich von dort über den ganzen Globus. Inzwischen sind weltweit Hunderttausende Infizierte und Zehntausende Tote zu beklagen. Die Infektionskurve soll in Deutschland flach gehalten werden, damit das Gesundheitssystem nicht kollabiert. Das RKI hat seine Empfehlungen zum Tragen eines Mundschutzes angepasst. 

Schiff “Zaandam” in Hafen in Florida eingelaufen

Die Odyssee des vom Coronavirus betroffenen Kreuzfahrtschiffes “Zaandam” ist vorbei. Die “Zaandam” legte am Donnerstag im Hafen von Fort Lauderdale in Florida an. Die Passagiere sollen von der Stadt nahe Miami aus zum Großteil ausgeflogen werden. Einige Erkrankte sollen aber auch vor Ort medizinisch versorgt werden oder zur Quarantäne an Bord bleiben, wie der Bürgermeister von Fort Lauderdale, Dean Trantalis, mitteilte.

Kurz hinter der “Zaandam” nahm das Schwesterschiff “Rotterdam” ebenfalls Kurs auf den Hafen. Auf der “Zaandam” waren mehrere Passagiere positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Reederei Holland America Line – die sowohl die “Zaandam” als auch die “Rotterdam” betreibt –  hatte am Montag mitgeteilt, vier Passagiere seien gestorben, andere seien in Lebensgefahr. Beide Schiffe haben zusammen rund 2.500 Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord, darunter laut Reederei 311 US-Bürger, 52 von ihnen aus Florida. Auf der “Zaandam” waren ursprünglich auch 79 Deutsche – die meisten von ihnen wurden auf die “Rotterdam” verlegt, auf der es keine positiv auf das Virus getesteten Passagiere geben sollte.

Bericht: Hunderte Corona-Infizierte in Stockholmer Altersheimen

In einer Reihe von Altersheimen in der schwedischen Hauptstadt Stockholm hat sich das Coronavirus Sars-CoV-2 einem Medienbericht zufolge in beunruhigendem Maße ausgebreitet. Ein Pflegedienst sagte am Donnerstag dem Fernsehsender SVT, dass es in den von ihm betreuten Heimen in der Region Stockholm mittlerweile 250 Ältere mit einer Corona-Infektion gebe, darunter viele mit Vorerkrankungen. Davon seien bisher 50 gestorben, sagte der Leiter des Dienstes Familjeläkarna, Stefan Amér.

Universität meldet mehr als eine Million bekannte Fälle

Die Zahl der weltweiten Infektionen hat nach Zählung der amerikanischen Johns Hopkins Universität die Marke von einer Million überschritten. Sie habe sich innerhalb der vergangenen acht Tage verdoppelt. Mehr als 51.000 Menschen seien an der Viruskrankheit gestorben.

Mindestens 880 Tote in französischen Altersheimen

Mehr als 880 Menschen sind seit Beginn der Coronavirus-Pandemie in Frankreich in sozialen Einrichtungen wie Altersheimen an der Covid-19-Krankheit gestorben. Diese Zahl sei jedoch nur vorläufig, da noch nicht alle Institutionen genaue Zahlen hätten vorlegen können, sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon am Donnerstagabend. Es ist das erste Mal, dass die französischen Behörden die Zahl der außerhalb von Krankenhäusern gestorbenen Covid-19-Patientinnen und -Patienten angeben.

Rehaklinik in NRW bittet um Hilfe

Eine Rehaklinik in Nordrhein-Westfalen mit mehr als 100 mit dem Coronavirus infizierten Patienten und Pflegern hat ihren Landkreis um Hilfe gebeten. Die Klinik bei Detmold könne die Versorgung der Patienten nicht mehr sicherstellen, teilte ein Sprecher des Kreis Lippe am Donnerstag mit. Laut Mitteilung prüft ein Krisenstab jetzt die schrittweise Verlegung der Patienten. Nach Angaben des Kreises hat die Klinik zuletzt 78 infizierte Patienten und 27 positiv getestete Mitarbeiter gemeldet. 84 Patienten und fünf Ärzte wurden negativ getestet. 17 Patienten warten noch auf das Ergebnis.

Eine Rehaklinik in Nordrhein-Westfalen mit mehr als 100 mit dem Coronavirus infizierten Patienten und Pflegern hat ihren Landkreis um Hilfe gebeten (Symbolbild). (Quelle: imago images/Sven Simon)Eine Rehaklinik in Nordrhein-Westfalen mit mehr als 100 mit dem Coronavirus infizierten Patienten und Pflegern hat ihren Landkreis um Hilfe gebeten (Symbolbild). (Quelle: Sven Simon/imago images)

Robert Koch-Institut empfiehlt nun doch Mundschutz

Das Robert-Koch-Institut hat in der Corona-Krise seine Einschätzung für das Tragen von Mundschutz geändert. Wenn Menschen – auch ohne Symptome – vorsorglich eine Maske tragen, könnte das das Risiko einer Übertragung von Viren auf andere mindern, hieß es auf der Internetseite der Bundesbehörde. Wissenschaftlich belegt sei das aber nicht. Zuvor hatte das RKI den Mundschutz nur Menschen mit akuten Atemwegserkrankungen empfohlen.

Nicht jeder, der mit Sars-CoV-2 infiziert ist, bemerke das auch, hieß es. Manche Infizierte erkrankten gar nicht, könnten den Erreger aber trotzdem weitergeben. Regeln zum Husten- und Niesen, zur Händehygiene und zum Mindestabstand sollten auch mit Masken weiterhin eingehalten werden. Außerdem gebe es keine hinreichenden Belege dafür, dass ein Mund-Nasen-Schutz oder eine selbstgenähte Maske einen selbst vor einer Ansteckung schützt.

Eine junge Frau in Berlin trägt Mundschutz: Das Robert Koch-Institut hat seine Einschätzung dazu geändert. (Quelle: dpa)Eine junge Frau in Berlin trägt Mundschutz: Das Robert Koch-Institut hat seine Einschätzung dazu geändert. (Quelle: dpa)

Marke von 1.000 Toten in Deutschland überschritten 

Laut Daten der Gesundheitsämter sind in Deutschland mittlerweile mehr als 1.000 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben, haben Recherchen von t-online.de ergeben. Besonders hoch sind die Zahlen demnach in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen mit je über 200 Verstorbenen. 

Flughafen Stuttgart wird ab Montag geschlossen

Der Stuttgarter Flughafen wird wegen der Corona-Krise ab Montag für gut zwei Wochen geschlossen. Die Einstellung des Flugbetriebs sei vom 6. bis zum 22. April genehmigt, teilte das baden-württembergische Verkehrsministerium am Donnerstag mit. Die Schließung sei eine Folge der derzeitigen Corona-Pandemie.

Deutsche Kliniken erhöhen Zahl von Intensivbetten – drei Viertel mit Beatmungsgeräten ausgestattet

Wegen der Corona-Krise haben die Kliniken in Deutschland die Zahl der Intensivbetten von etwa 28.000 auf rund 40.000 erhöht. Etwa 30.000 und damit drei Viertel davon seien mit Beatmungsgeräten ausgerüstet, sagte der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, der “Rheinischen Post” vom Donnerstag.

Russlands Präsident erklärt den April zum Monat mit bezahltem Urlaub 

Um die Infektionsrate in Russland möglichst niedrig zu halten, erklärt Russlands Präsident Wladimir Putin den April nun zum bezahlten Urlaubsmonat. 

Laut der französischen Zeitung “Libération” sollte ein chinesischen Flugzeug Atemschutzmasken nach Frankreich bringen. In letzter Minute habe es ein finanzielles Angebot aus den Vereinigten Staaten gegeben, das das der Franzosen übersteigt. Die Masken sollen sich deshalb nun auf dem Weg in die USA befinden. 

Erntehelfer dürfen unter Auflagen nach Deutschland kommen 

Um drohende Ernteausfälle zu verhindern, sollen in diesem und im kommenden Monat jeweils 40.000 Saisonarbeiter aus Osteuropa nach Deutschland einreisen dürfen. Darauf haben sich Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) am Donnerstag verständigt.

Laut einem Konzeptpapier der beiden Ressorts dürfen die Arbeiter ausschließlich in Gruppen und mit dem Flugzeug einreisen. Vorgesehen ist außerdem eine Gesundheitsprüfung. Liegen Anhaltspunkte auf eine Corona-Infektion vor, soll die Einreise verweigert werden. Die neu eingereisten Helfer müssen demnach in den ersten 14 Tagen nach ihrer Ankunft getrennt von anderen Beschäftigten arbeiten und dürfen den Betrieb nicht verlassen.

Investitionen nach der Krise: Olaf Scholz stellt Konjunkturpaket in Aussicht 

Finanzminister Olaf Scholz will die Wirtschaft nach der Corona-Krise mit einem Konjunkturpaket wieder ankurbeln – sieht aber auch die Firmen selbst in der Pflicht. Die Unternehmen, die jetzt vom Staat unterstützt würden, dürften diese Solidarität dann nicht vergessen, mahnte er. “Wir wollen sicherstellen, dass – wenn wir die Gesundheitskrise bewältigt haben, wenn wir die Arbeitsplätze, die Unternehmen gesichert haben, wenn es wieder aufwärts geht – das auch unterstützt wird mit konjunkturellen Maßnahmen”, sagte der Vizekanzler am Donnerstag in Berlin. Ziel müsse eine Politik sein, “in der hohe Investitionen eine Rolle spielen und in der der Sozialstaat ausgebaut und nicht zurückgebaut” werde.

Scholz zog eine positive Zwischenbilanz der Hilfen der Bundesregierung. So seien bei der Förderbank KfW nicht nur zahlreiche Unterstützungsanträge eingegangen, der Großteil sei auch schon bewilligt worden. Nach Angaben der KfW gab es bisher 2.500 Anträge mit 10,6 Milliarden Euro Gesamtvolumen. In den meisten Fällen gehe es um Kredite bis zu drei Millionen Euro, für die vereinfachte Bedingungen gelten. Knapp 2.100 Anträge seien schon bewilligt, 750 Millionen Euro zugesagt.

Altmaier: Deutsches Bruttoinlandsprodukt könnte stärker leiden als in der Finanzkrise 2009

Das Bundeswirtschaftsministerium rechnet wegen der Corona-Krise mit einer schweren Rezession in Deutschland. Das Bruttoinlandsprodukt könnte in diesem Jahr stärker schrumpfen als während der Finanzkrise 2009, sagt Wirtschaftsminister Peter Altmaier in Berlin. Damals war die Wirtschaft um 5,7 Prozent eingebrochen.
 

 
Von der Leyen aktiviert EU-Hilfen in Höhe von 100 Milliarden Euro

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat noch einmal milliardenschwere Hilfen gegen die Wirtschaftskrise angekündigt. “In dieser Coronavirus-Krise werden nur die stärksten Antworten ausreichen”, erklärte von der Leyen bei der Vorstellung ihrer Initiativen in Brüssel. “Wir müssen jedes zur Verfügung stehende Mittel nutzen.” Insgesamt mobilisiert die EU 2,7 Billionen Euro: “Das ist die größte Reaktion der EU auf eine Krise in der Geschichte”, so von der Leyen. 

So müsse jeder verfügbare Euro im EU-Budget gegen die Krise aktiviert werden. Alle EU-Regeln würden gelockert, damit das Geld schnell und wirksam fließen könne. Mit einem neuen “Solidaritätsinstrument” würden zudem 100 Milliarden Euro für Jobs und Unternehmen aktiviert – gemeint ist das angekündigte Kurzarbeiter-Instrument namens “Sure”. “Damit bündeln wir die Kräfte mit den Mitgliedsstaaten, um Leben zu retten und Einkommen zu schützen”, erklärte von der Leyen.

Berlin: Fitnessstudio öffnet trotz Verbot – Polizei im Einsatz

In Berlin hat ein Fitnessstudio sich den Verordnungen in der Corona-Krise wiedersetzt. Mehr dazu lesen Sie hier. 

Frankreich überprüft Zählweise bei Corona-Toten 

Nach dem Bekanntwerden von vielen Todesfällen in französischen Pflegeheimen wird überprüft, ob die offizielle Statistik zu niedrige Zahlen ausweist. Die Gesundheitsbehörde kündigt an, nun mitzuzählen, wenn jemand in einem Pflegeheim oder im eigenen Haus an den Virus-Folgen gestorben ist. Nach offiziellen Angaben erlagen in Frankreich bislang rund 4000 Menschen der Lungenkrankheit. Dabei werden aber nur Tote in Krankenhäusern gezählt. Die Behörden waren bislang mit Blick etwa auf ein hohes Alter und Vorerkrankungen zurückhaltend, Todesfälle auch außerhalb von Kliniken mit Covid-19 in Verbindung zu bringen. Zuletzt hatte die für den Osten Frankreichs zuständige Gesundheitsbehörde erklärt, in ihrem Bereich sei das Virus per Ende März in 411 von 620 Pflegeheimen nachgewiesen worden. 570 Menschen seien dort gestorben. In den insgesamt rund 7000 Altenheimen Frankreichs leben etwa eine Million Menschen.

Zahl der Corona-Toten in europäischen Ländern erreicht neue Rekorde

Die Zahl der Corona-Toten in Belgien ist deutlich angestiegen und hat am Donnerstag die Marke von tausend Fällen überschritten. Schon 1.001 mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Menschen seien gestorben, teilten die belgischen Gesundheitsbehörden in Brüssel mit. Damit verdoppelte sich die Zahl der Todesopfer binnen drei Tagen. Der deutliche Anstieg hängt auch damit zusammen, dass einige Todesfälle in Seniorenheimen nachträglich registriert wurden. Damit wurden in dem 11,4-Millionen-Einwohner-Land mehr Corona-Tote gezählt als im großen Nachbarland Deutschland. Insgesamt 15.348 Infektionen wurden in Belgien nachgewiesen.

Auch Spanien hat einen neue Rekordzahl an Todesopfern durch das Coronavirus verzeichnet. Innerhalb von 24 Stunden seien 950 Menschen gestorben, teilte das Gesundheitsministerium am Mittag mit. Damit sind in Spanien insgesamt bereits rund 10.000 Menschen an Covid-19 gestorben. Gleichzeitig kletterte aber auch die Zahl der geheilten Patienten auf eine Höchstmarke: Seit Mittwoch wurden fast 4.100 Menschen als gesund entlassen.

Deutsche Wirtschaft könnte “Shutdown” elf Wochen durchhalten

Deutschland könnte flächendeckende Firmenschließungen laut einer Ifo-Umfrage unter 155 Ökonomen rund elf Wochen durchhalten. So lange könnte die Wirtschaft einen “Shutdown” abfedern, “bevor das Risiko einer wirtschaftlichen Destabilisierung zu groß wird”, teilen die Münchner Forscher mit. Knapp die Hälfte der Ökonomen seien der Meinung, dass die Firmenschließungen wegen zu hoher volkswirtschaftlicher Kosten nach einigen Wochen beendet werden sollten – “im Durchschnitt werden acht Wochen als Obergrenze genannt”.

Die Hilfspakete der Bundesregierung halten die befragten Professoren deutscher Universitäten für angemessen. “Jetzt haben wir wirklich eine Notsituation, und wir haben den Spielraum, um reagieren zu können”, sagt Niklas Potrafke, Ifo-Experte für öffentliche Finanzen.

Über 10.000 Menschen in Spanien an Corona-Infektion gestorben

Mehr als 10.000 Menschen sind in Spanien infolge einer Virus-Infektion gestorben. Binnen eines Tages sei die Zahl der Todesopfer von 9053 auf 10.003 gestiegen, teilt das Gesundheitsministerium mit. Bei mittlerweile 110.238 Menschen sei das Coronavirus nachgewiesen worden. Am Mittwoch seien es noch 102.136 bestätigte Infektionsfälle gewesen.

Söder: Wir werden Milliarden Masken brauchen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder prognostiziert im Kampf gegen das Coronavirus in Deutschland auf lange Sicht einen Bedarf von Milliarden Masken. “Wir werden auf Dauer enorm viel Masken brauchen. Ich glaube, dass wir am Ende in Deutschland Milliarden Masken brauchen”, sagte der CSU-Chef am Donnerstag im niederbayerischen Weng (Landkreis Landshut).

Zuerst brauche man die Masken für das medizinische Personal und dann prioritär auch für Alten- und Pflegeheime, sagte Söder. Man brauche die Masken dann aber auch “in der breiten Entwicklung auch irgendwann, wenn es um den Arbeitsschutz geht, um das Miteinander”.

Infektionszahlen in NRW steigen wieder stärker 

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Nordrhein-Westfalen ist wieder stärker gestiegen. Sie wuchs von Mittwoch auf Donnerstag um 1.255, wie das NRW-Gesundheitsministerium mitteilte. Am Donnerstag (10.00 Uhr) waren demnach insgesamt 17.254 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Am Mittwoch waren es noch knapp 15.999 gewesen. Die Zahl der Toten erhöhte sich am Donnerstag um 29 auf 197.

Die Zahl der Neuinfektionen schwankt sehr stark. Während vergangenen Freitag auf Samstag der Anstieg noch bei etwa 1.200 lag, blieb der Anstieg der Fallzahlen Anfang dieser Woche unter der Tausender-Marke pro Tag. Jetzt legte das Wachstumstempo wieder zu.

Aldi lässt Pasta mit Sonderzügen aus Italien liefern

Die Supermarktkette Aldi lässt rund 200 Tonnen Pasta aus Italien kommen und setzt dafür Sonderzüge von der Bahn-Tochter DB Schenker ein. Wegen des Corona-Virus seien die Lieferketten unter Druck und zugleich steige die Nachfrage nach haltbaren Lebensmitteln wie Nudeln, teilt Aldi Süd in einem Blog mit. Der Nachschub sei gesichert, weitere Lieferungen auf dem Weg. “Für Nudeln-Hamstern gibt es also keinen Grund!”

Steinmeier: “Krise weckt unsere tiefsten Ängste”

“Diese Krise weckt unsere tiefsten Ängste”: In einer Video-Botschaft zur Corona-Epidemie ging der Bundespräsident auf das Leid vieler Branchen ein. (Quelle: Bundespräsidialamt)

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeigt sich vom Einfallsreichtum und der Solidarität vieler Menschen in der Corona-Krise beeindruckt. “Ja, diese Krise weckt unsere tiefsten Ängste”, sagte er in einer am Donnerstag veröffentlichten Videobotschaft. “Aber sie ruft auch das Beste in uns hervor. Daran, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, müssen wir uns jetzt halten.”

“Wenn wir das miteinander schaffen, dann zerfällt unsere Gesellschaft nicht in dieser Krise, sondern im Gegenteil: Dann wächst sie enger zusammen”, zeigte sich der Bundespräsident überzeugt. “Allen, die helfen, sage ich von ganzem Herzen Danke!” Das Video finden Sie oben im Blog. 

Von der Leyen gesteht Fehler im Umgang mit der Krise ein

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat in der Corona-Krise Fehler der Europäischen Union im Umgang mit Italien eingeräumt und Hilfen in Milliardenhöhe für Kurzarbeiter versprochen. “Die Union wird bis zu hundert Milliarden Euro zugunsten der am stärksten betroffenen Länder, angefangen mit Italien, bereitstellen, um die Kürzung der Gehälter der Kurzarbeiter auszugleichen”, schrieb von der Leyen in einem Beitrag für die Zeitung “La Repubblica” (Donnerstag). “Alle Mitgliedsländer werden dazu beitragen, dieses neue Instrument (…) zu ermöglichen.”

“Es muss anerkannt werden, dass in den ersten Tagen der Krise angesichts der Notwendigkeit einer gemeinsamen europäischen Antwort zu viele nur an die eigenen Probleme dachten”, schrieb von der Leyen. “Es war ein schädliches Verhalten, das hätte vermieden werden können.” Inzwischen habe Europa aber das Tempo geändert. “Wir haben alles, was möglich ist, getan, um die europäischen Länder dazu zu bringen, wie ein Team zu handeln und eine koordinierte Antwort auf ein gemeinsames Problem zu gewährleisten”, schrieb die deutsche Politikerin.

Griechenland stellt Flüchtlingslager unter Quarantäne 

Griechenland hat im Zuge der Coronavirus-Krise ein Flüchtlingslager unter Quarantäne gestellt. 20 Asylsuchende waren zuvor positiv auf den Erreger der Lungenkrankheit Covid-19 getestet worden, teilte das Migrationsministerium mit. Keiner der Menschen weise bislang Symptome auf. Die Tests würden fortgesetzt. Im Flüchtlingslager Ritsona, 75 Kilometer nordöstlich von Athen, leben zur Zeit bis zu 2.500 Menschen. Die Bewegungsfreiheit in und aus dem Lager soll laut Ministerium nun für 14 Tage eingeschränkt werden. Die Polizei werde dies überwachen.

63 Menschen wurden auf das Virus getestet, nachdem bei einer 19-jährigen Migrantin, die in Athen ein Kind gebar, der Erreger nachgewiesen wurde. Es war der erste bestätigte Fall unter Tausenden Asylsuchenden, die in überfüllten Lagern im Land leben. Sie gelten als besonders gefährdet. Experten befürchten, dass die Menschen dort keinen Zugang zu wichtiger medizinischer Versorgung haben.

Tschechien verlängert Grenzkontrollen 

Tschechien verlängert die Mitte März wegen der Coronavirus-Pandemie eingeführten Grenzkontrollen zu Deutschland und Österreich zunächst bis zum 24. April. Das hat das Kabinett in Prag beschlossen. Das Innenministerium erhält für die Grenzsicherung zusätzliche Mittel in Höhe von umgerechnet rund 655.000 Euro. Das weitgehende Einreiseverbot für Ausländer und Ausreiseverbot für tschechische Staatsbürger war bereits zuvor bis Ostersonntag verlängert worden. Ausnahmen gelten für Lastwagen-Fahrer und zum Beispiel für Berufspendler, die im Gesundheitswesen arbeiten.

Kurve der Neuinfektionen flacht ab – Spahn äußert sich skeptisch

Die Zahl der Patienten, die nachweislich mit dem Coronovirus infiziert sind, scheint in Deutschland langsamer zu wachsen als zuvor. Derzeit sind 77.981 Menschen im Bundesgebiet positiv getestet worden (Stand Donnerstag, 09.50 Uhr). Zwar werden nach wie vor täglich etwa 5.000 bis 6.000 neue Infektionen gemeldet – da die Zahl der Neuinfektionen bei steigenden Patientenzahlen aber relativ konstant bleibt, scheint zumindest der exponentielle Anstieg der Kurve gestoppt.

Bundesgesundheitsminister Spahn bleibt dennoch skeptisch: Das Abflachen bei den Steigerungsraten sei aber kein abschließender Trend, sagte der CDU-Politiker in einem am Donnerstag veröffentlichen Podcast mit dem Journalisten Gabor Steingart. Dabei könnte es sich auch um statistische Effekte, Meldeeffekte handeln. Die stark einschränkenden Maßnahmen wie Schul- oder Geschäftsschließungen lägen noch nicht allzu lange zurück, betonte Spahn. Sie könnten sich teils in den Statistiken noch nicht bemerkbar machen. “Sagen wir die Richtung stimmt, ob sie dauerhaft anhält, das werden wir die nächsten Tage sehen.”

Krankenhäuser schaffen 10.000 neue Beatmungsplätze 

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) geht davon aus, dass in der Corona-Krise die Zahl der Intensivbetten auf knapp 40.000 angewachsen ist. Von diesen seien etwa 15.000 bis 20.000 frei, sagte DKG-Präsident Gerald Gaß der “Rheinischen Post” (Donnerstag). “Zu Beginn der Pandemie hatten wir etwa 20.000 Betten mit Beatmungsgerät. Inzwischen dürften wir bei etwa 30.000 liegen.” Zum Teil seien die Beatmungsgeräte aus anderen Bereichen geholt worden – beispielsweise aus Aufwachräumen, zum Teil sei neu beschafft, zum Teil seien ausgemusterte Geräte reaktiviert worden. “Ich bin zuversichtlich, dass wir in den kommenden zwei Wochen für alle Covid-19-Patienten, die beatmet werden müssen, ein Gerät zur Verfügung haben werden.”

Bundeswehr steht mit 15.000 Soldaten zur Corona-Hilfe bereit 

Die Bundeswehr hat ein 15.000 Soldatinnen und Soldaten starkes Team zur zivilen Hilfe in der Virus-Krise aufgestellt. Man bereite sich darauf vor, dann zu helfen, wenn zivile Kräfte erschöpft seien, sagt Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer in der ARD. Das “Einsatzkontingent Corona” solle etwa im Sanitätsbereich und der Logistik eingesetzt werden. Allerdings helfe die Bundeswehr bereits ganz allgemein, zum Beispiel durch die Versorgung ziviler Patienten in den Bundeswehr-Krankenhäusern. Die Kernaufgaben der Bundeswehr wie Einsätze im Ausland würden wie gewohnt weitergeführt.

Festivals “Rock am Ring” und “Rock im Park” sollen stattfinden

Die Planungen für das Zwillingsfestival “Rock am Ring” und “Rock im Park” Anfang Juni gehen trotz Corona-Krise und der derzeit geltenden Kontaktbeschränkungen weiter. “”Rock am Ring” und “Rock im Park” 2020 finden nach derzeitigem Stand wie geplant statt, und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren”, teilte eine Sprecherin der Agentur Live Nation auf Anfrage mit. “Wir beobachten die Situation natürlich aufmerksam und werden den Anweisungen der Gesundheitsbehörden folgen.” Die Gesundheit von Künstlern, Fans und Mitarbeitern habe oberste Priorität und steht bei allen Überlegungen an erster Stelle. Hier lesen Sie mehr. 

Klöckner ruft zu freiwilliger Hilfe bei Ernte auf

Angesichts fehlender Saisonarbeiter in der Landwirtschaft hat Bundesagrarministerin Julia Klöckner die Bundesbürger zur freiwilligen Teilnahme an der Ernte aufgefordert. “Es werden Helfer gebraucht”, sagte die CDU-Politikerin der “Augsburger Allgemeinen”. Sie verwies darauf, dass die Bundesregierung für die Erntehilfe Hinzuverdienstgrenzen erweitert und weitere Erleichterungen im Arbeitsrecht beschlossen habe. Auf die Kampagne www.daslandhilft.de, an der sich ihr Ministerium beteiligt, hätten sich bereits knapp 42.000 Menschen gemeldet. Benötigt würden aber 300.000 Helfer. Allerdings hatten Landwirte darauf hingewiesen, dass ungelernte deutsche Freiwillige die Saisonkräfte aus Osteuropa nur schwer gleichwertig ersetzen könnten.

Neuseeland lässt Ausländer ausreisen 

Tausende wegen der Coronavirus-Krise in Neuseeland festsitzende Ausländer, darunter auch viele Deutsche, werden von Freitag an den Pazifikstaat verlassen können. Die Regierung in Wellington, die Rückführungsflüge zunächst gestoppt hatte, kündigte einen entsprechenden Plan an. Dieser werde die “sichere und geordnete Ausreise von Zehntausenden” Gestrandeter ermöglichen, sagte der stellvertretende Premierminister Winston Peters.

“Es ist klar, dass viele hierher gereiste ausländische Bürger nicht die Ressourcen oder Möglichkeiten haben, sich selbst zu isolieren und deshalb nach Hause zurückkehren wollen”, ergänzte er. Der Plan erlaube anderen Regierungen, Rückholflüge zu organisieren. Dabei müssten aber die gesundheitlichen Vorgaben Neuseelands eingehalten werden.

In Neuseeland sitzen etwa 12.000 Deutsche fest, so viele wie nirgendwo sonst. Dort wurden auch Reisende von den Südseeinseln zusammengezogen, um dann nach Deutschland zurückfliegen zu können. Das Auswärtige Amt hatte die Rückholaktion aus Neuseeland am Samstag mit einem ersten Flug gestartet. Alle weiteren geplanten Flüge waren dann aber überraschend gestrichen worden.

Tausende Häftlinge in US-Gefängnissen isoliert 

Wegen der Coronavirus-Pandemie sind in allen Bundesgefängnissen der USA Isolationsmaßnahmen verhängt worden. Die betroffenen insgesamt fast 170.000 Häftlinge dürfen mindestens 14 Tage lang ihre Zellen und Trakte nicht mehr verlassen, wie die für die Haftanstalten der US-Bundesregierung zuständige Behörde BOP mitteilte.

Zuletzt hatte sich der Erreger in US-Bundesgefängnissen ausgebreitet. In einer Haftanstalt im Bundesstaat Louisiana starben mindestens zwei Insassen an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Nach BOP-Angaben steckten sich bislang mindestens 57 Häftlinge und 37 Mitglieder des Wachpersonals in den Haftanstalten der US-Bundesregierung mit dem Coronavirus an.

Tausende sollen von US-Flugzeugträger evakuiert werden

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus sollen tausende Besatzungsmitglieder vom US-Flugzeugträger “USS Theodore Roosevelt” evakuiert werden. Der amtierende Marine-Staatssekretär Thomas Modly sagte am Mittwoch, rund tausend Seeleute hätten das am US-Stützpunkt der Pazifikinsel Guam liegende Kriegsschiff bereits verlassen. Die Zahl solle in den kommenden Tagen auf 2.700 erhöht werden. Das Coronavirus hatte sich auf der “USS Theodore Roosevelt” zuletzt rasch ausgebreitet. Mehr als 90 Infektionen wurden bereits bestätigt.

Rund tausend Besatzungsmitglieder sollen aber an Bord bleiben: “Wir können nicht und werden nicht alle Seeleute von Bord nehmen”, betonte Modly. “Auf dem Schiff befinden sich Waffen, Munition, teure Flugzeuge, und es hat einen Nuklearreaktor.” Insgesamt hat der Flugzeugträger eine Besatzung von rund 4.800 Seeleuten.

Mehr als 200.000 Corona-Fälle in den USA

In den USA stieg die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus am Mittwoch auf mehr als 200 000 – so viele wie nirgendwo sonst auf der Welt. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins hervor. Am Mittwochabend (Ortszeit) verzeichnete die Universität mehr als 213.000 Fälle und mehr als 4.700 Tote.

Verband spricht von katastrophalen Folgen für Prostituierte

Mit dem derzeitigen Berufsverbot für Prostituierte hat laut dem Berufsverband für die Sexarbeiterinnen “katastrophale Folgen”. “Die Frauen auf dem Straßenstrich trifft es am allerschlimmsten”, sagte Nicole Schulze vom Vorstand des Berufsverbands erotische und sexuelle Dienstleistungen. Sie fielen durch alle Soforthilfen durch, da sie häufig gar nicht registriert seien. Auch Hartz IV könnten viele nicht beantragen, weil sie die Voraussetzungen nicht erfüllten.

Schulze sagte, sie bekomme jeden Tag zig Anrufe von Frauen, die kein Geld mehr für Lebensmittel hätten. Oft handele es sich um Migrantinnen, die nicht in ihre Heimatländer zurück könnten, weil Grenzen dicht seien. Daher hat Schulze einen Spendenaufruf auf der Plattform Leetchi im Internet gestartet. Rund 2.000 Euro seien bisher zusammengekommen. Zudem habe sie die Beratungsstelle Ara in Trier (Rheinland-Pfalz) mit ins Boot geholt, an die auch gespendet werden könne. “Die Frauen brauchen schnell Hilfe”, sagte Schulze. Ihnen drohe neben Hunger die Obdachlosigkeit. Bundesweit sind laut Schulze rund 38.000 Prostituierte angemeldet. Die tatsächliche Zahl liege aber deutlich höher.

Philippinen: Schuljunge druckt Schutzvisiere für Krankenhäuser

Ein Schuljunge auf den Philippinen nutzt seine Freizeit, um mit seinem 3D-Heimdrucker medizinische Plastik-Visiere herzustellen. Marcus Chu, 16, hat bislang mehr als 80 der Gesichtsschutze gefertigt und zeigt Fotos, wie sie bei medizinischem Personal zum Einsatz kommen. Chu sagte, sein 3D-Drucker sei ein Weihnachtsgeschenk, das genau zur richtigen Zeit gekommen sei. “Ich habe das Gefühl, dass es meine Chance ist, endlich in einer sehr ernsten Situation zu helfen, auch wenn es nur ein kleiner Beitrag ist”, sagt der Zehntklässler.

Zunächst verwendete er ein Open-Source-Design, das er im Internet fand, um die Rahmen herzustellen, findet aber schließlich einen Weg, das Design so zu optimieren, dass der Gesichtsschutz schneller und mit weniger Materialeinsatz produziert werden kann. Seine Familie hat die Schutzvisiere an vier Krankenhäuser in Manila gespendet. 

Trump sagt Kreuzfahrt-Passagieren im Drama um die “Zaandam” Hilfe zu

Die US-Regierung will einen Teil der Passagiere von dem Kreuzfahrtschiff “Zaandam” holen, auf dem sich das Coronavirus ausgebreitet hat und das sich in Gewässern vor dem US-Bundesstaat Florida befindet. Präsident Donald Trump kündigte am Mittwoch in Washington an, kanadische und britische Staatsbürger würden von dem Schiff geholt und an die Behörden ihrer Heimatländer übergeben. Zu diesem Zweck werde medizinisches Personal an Bord geschickt. Hier lesen Sie mehr.

Trump erwägt Einstellung des Flugverkehrs in Virus-gebeutelte Städte

Donald Trump erwägt als Maßnahme im Kampf gegen das Corona-Virus unter anderem die Einstellung des Flugverkehrs in Städte mit vielen Coronavirus-Infektionen. “Wir schauen uns das sicherlich an, aber wenn wir das wirklich umsetzen, greifen wir hart in eine Branche ein, die dringend benötigt wird”, sagt Trump auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Ein solcher Plan könnte den Verkehr an Flughäfen in New York, New Orleans und Detroit stilllegen.

US-Militär verstärkt Präsenz an Grenze zu Mexiko

Das US-Militär verstärkt seine Präsenz an der südlichen US-Grenze zu Mexiko. Die zusätzlichen Soldaten sollten den Grenzschutz dabei unterstützen, das Land vor möglicherweise infizierten Migranten, die über die Grenze gelangten, zu schützen, sagte der Kommandeur des Nördlichen Kommandos der Vereinigten Staaten, General Terrence O’Shaughnessy, am Mittwoch (Ortszeit) bei einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Es handele sich um 540 Soldaten, die “sehr bald” an die Grenze geschickt werden sollen, fügte Generalleutnant Laura Richardson hinzu. 

Klimakonferenz in Glasgow wird wegen des Coronavirus verschoben

Die UN-Klimakonferenz wird wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben. Das teilte die britische Regierung am Mittwochabend mit. Die Konferenz sollte eigentlich im November im schottischen Glasgow stattfinden. Hier lesen Sie mehr.

Ein Radfahrer fährt über eine fast leere Straße. Die UN-Klimakonferenz in Glasgow wird wegen des Coronavirus verschoben. (Quelle: dpa/Andrew Milligan)Ein Radfahrer fährt über eine fast leere Straße. Die UN-Klimakonferenz in Glasgow wird wegen des Coronavirus verschoben. (Quelle: Andrew Milligan/dpa)

Russisches Flugzeug mit medizinischen Gütern landet in New York

In New York ist am Mittwoch ein russisches Militärflugzeug mit medizinischen Gütern gelandet. Wie die russische UN-Vertretung in New York mitteilte, hatte die angesichts der Coronavirus-Pandemie entsandte Maschine “medizinische Masken und medizinische Ausrüstung an Bord”. Das Frachtflugzeug landete auf dem Flughafen John F. Kennedy.

Trump warnt: Drogenkartelle könnten Krise ausnutzen 

“Wir dürfen nicht zulassen, dass die Drogenkartelle die Pandemie ausnutzen, um amerikanische Leben zu bedrohen”, sagte Trump am Mittwochabend (Ortszeit) im Weißen Haus. Es würden daher zusätzliche Zerstörer, Kriegsschiffe, Flugzeuge und Hubschrauber eingesetzt. Verteidigungsminister Mark Esper sagte, damit würden die Kapazitäten im östlichen Pazifik und in der Karibik zur Bekämpfung von Schmuggelrouten nahezu verdoppelt.

Generalstabschef Mark Milley verwies auf Geheimdienstinformationen, wonach Kartelle die Krise ausnutzen wollten, um Drogen nach Amerika zu schaffen. “Sie werden nicht in dieses Land eindringen”, sagte er an die Adresse der Drogenkartelle.

13 EU-Staaten befürchten Gefahr für Demokratie

Deutschland und zwölf weitere EU-Staaten haben Sorge über Corona-Notmaßnahmen geäußert, die gegen Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Grundwerte verstoßen könnten. Dies geht aus einer Erklärung hervor, die das niederländische Außenministerium am Donnerstagabend im Namen der 13 Länder veröffentlichte. Darin heißt es: “Notmaßnahmen sollten auf das Nötigste begrenzt sein, sie sollten verhältnismäßig und befristet sein, regelmäßig überprüft werden und die genannten Grundsätze und internationalen Rechtsverpflichtungen respektieren. Sie sollten nicht die freie Meinungsäußerung oder die Pressefreiheit beschränken.”

In Ungarn hatte Ministerpräsident Viktor Orban sich wegen der Pandemie weitreichende Befugnisse erteilen lassen, unbefristet per Dekret ohne weitere Mitwirkung des Parlaments zu regieren Die Erklärung der 13 Länder nennt Ungarn nicht. Über der Erklärung stehen neben Deutschland und den Niederlanden auch Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Portugal, Spanien und Schweden. 

Zuviele Infektionen – Münchner Klinik gibt Alltagsbetrieb auf

Wegen einer Vielzahl von Corona-Infektionen unter Patienten und Mitarbeitern gibt eine Münchner Klinik den normalen Krankenhausbetrieb vorübergehend auf. “Es geht darum, dass wir keine neuen Patienten aufnehmen, und die Patienten, die entlassen werden könnten, aktuell nicht entlassen”, erläuterte der Sprecher des Helios Klinikum München West, Marten Deseyve. “Alle Patienten, die jetzt da sind, bleiben auch weiter da.” So sollten Infektionsketten unterbrochen werden. Bislang wurden 14 Patienten und 2 Mitarbeiter positiv getestet, wie Deseyve sagte. Als Gegenmaßnahme gibt es nun bis auf weiteres weder stationäre Aufnahmen, Verlegungen noch Entlassungen. Auch die Notaufnahme ist davon betroffen.

Baby in den USA an Corona-Infektion gestorben

Ein Baby wurde im US-Bundesstaat Connecticut leblos in ein Krankenhaus eingeliefert – und konnte nicht wiederbelebt werden. Ein Test auf Covid-19 sei positiv ausgefallen, berichteten die Behörden. Lesen Sie hier mehr.

US-Notenbank Fed lockert vorübergehend einige Vorgaben für Banken

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) will Erleichterungen für die Bankenbranche schaffen. Die Zentralbank ändert nach eigenen Angaben vom Mittwoch vorübergehend die Kalkulation der Verschuldungsquote (SLR, supplementary leverage ratio). Großbanken sei es nun erlaubt, unter anderen ihre Bestände an Staatsanleihen aus der Berechnung für die Kennzahl herauszulassen. Die Maßnahme solle bis Ende März 2021 gelten. Sie betreffe Banken mit einer Bilanzsumme von mehr als 250 Miliarden Dollar. Die Fed wolle damit sicherstellen, dass die Finanzinstitute während des drohenden Konjunkturabschwungs weiter Kredite vergeben könnten.

Studie: Infizierte bis zu drei Tagen nach ersten Symptomen ansteckend 

Einer Studie der US-Zentren für Seuchenkontrolle (CDC) zufolge können Virus-Infizierte bis zu drei Tage vor dem Erscheinen erster Symptome ansteckend sein. Untersucht wurden 243 Fälle in Singapur vom 23. Januar bis zum 16. März. Die im Fachblatt “Morbidity and Mortality Weekly Report” veröffentlichte Studie ergänzt Einzelberichte aus China über eine frühe Übertragung.

Frankreich meldet mehr als 4.000 Tote

Frankreich meldet als viertes Land mehr als 4000 Tote durch das Coronavirus. Die Zahl sei auf 4032 von 3523 gestiegen, sagt ein Regierungsvertreter. Erfasst werden dabei bislang nur Erkrankte, die im Krankenhaus verstorben sind. Bald sollen auch die in Altersheimen Gestorbenen hinzugezählt werden. Die Zahl der bekannten Erkrankungen stieg auf 56.989 nach zuletzt 52.128.

Scholz will EU-Hilfe von mindestens 200 Milliarden Euro

Bundesfinanzminister Olaf Scholz plädiert einer Zeitung zufolge für europäische Hilfsmaßnahmen von mindestens 200 Milliarden Euro. Rund 100 Milliarden Euro sollten dabei für Kredite genutzt werden, mit denen der Euro-Rettungsschirm (ESM) notleidenden Euro-Staaten wie Italien helfen kann, berichtet das “Handelsblatt” vorab unter Berufung auf Regierungskreise. Scholz wolle zudem, dass die Europäische Investitionsbank (EIB) rund 50 Milliarden Euro einsetzt. Hinzu kämmen 50 bis 100 Milliarden Euro für eine neue EU-Arbeitslosenrückversicherung, die Kurzarbeit finanzieren soll.

EU-Forscher entwickeln Kontrolle für Coronavirus-Tests

Ein Test für den Test: Ob ein Coronavirus-Test bei einem Infizierten auch zuverlässig anschlagen wird, lässt sich mit speziellen, künstlichen Virenteilchen überprüfen. Wissenschaftler des Gemeinsamen Forschungszentrums (JRC) der EU-Kommission in Belgien haben nun solche Virenteilchen entwickelt, wie die Brüsseler Behörde am Mittwoch mitteilte. 3000 Muster könnten nun an Labore in der EU verteilt werden, die die Kontrolle von bis zu 60 Millionen Coronatests ermöglichten.

Länder und Bund wollen keine Maskenpflicht

Eine Pflicht zum Tragen von Atemschutzmasken soll es in Deutschland wegen der Corona-Krise derzeit nicht geben. Bund und Länder seien sich in dem Punkt einig gewesen, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch in München nach einer Telefonkonferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Regierungschefs der Länder.

Zwar seien Masken natürlich für jeden Einzelnen geeignet, um sich gegen die Ausbreitung des Virus zu präparieren, eine Pflicht solle aber nicht ausgerufen werden. “Wichtig ist jetzt, die Schutzmasken mit höchster Qualität zu entwickeln und den Bedarf von den Krankenhäusern, bei den Ärzten, bei den Pflegerinnen und Pflegern entsprechend zu entwickeln”, sagte Söder. Die Beschaffung müsse weiter intensiviert werden. “Wir werden am Ende übrigens auf Dauer eher Milliarden von Masken in Deutschland brauchen”, sagte Söder.

Bund und Länder wollen Kontaktbeschränkungen über Ostern verlängern

Bund und Länder wollen die bestehenden scharfen Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Krise mindestens bis zum Ende der Osterferien verlängern. Die Bürger “bleiben angehalten, auch während der Osterfeiertage Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes gemäß den geltenden Regeln auf ein absolutes Minimum zu reduzieren”, heißt es in einer Beschlussvorlage für die Telefonkonferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer, über die die dpa berichtet.

Coronavirus sorgt für Rekordzahl an Arbeitslosen in Österreich

In Österreich waren seit 1946 noch nie so viele Menschen arbeitslos wie aktuell. Wie der Arbeitsmarktservice am Mittwoch in Wien mitteilte, sind in der Alpenrepublik derzeit etwas mehr als 504.000 Menschen ohne Job – ein Anstieg um 52,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Hinzu kommen etwas mehr als 58.000 Menschen, die beim AMS derzeit eine Schulung machen. Allein zwischen dem 15. und dem 31. März stieg die Zahl der Arbeitslosen um fast 200.000.

Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition lag Ende März bei geschätzten 12,2 Prozent. Gegenüber März 2019 entspricht das einem Anstieg um 4,7 Prozentpunkte. Nach Angaben von Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) hätten etwa 40 Prozent der Menschen, die aufgrund der Coronavirus-Pandemie arbeitslos geworden sind, eine Rückkehr-Vereinbarung mit ihren bisherigen Arbeitgebern für die Zeit nach der Krise geschlossen.

Christine Aschbacher: Österreichs Arbeitsministerin sprach über den Arbeitslosenmarkt im Land. (Quelle: imago images/Eibner Europa)Christine Aschbacher: Österreichs Arbeitsministerin sprach über den Arbeitslosenmarkt im Land. (Quelle: Eibner Europa/imago images)

Innenministerium will Einreiseverbot für Saisonarbeiter überprüfen

Das Innenministerium will nach Gesprächen mit dem Landwirtschaftsministerium das Einreiseverbot für Saisonarbeiter aus einigen EU-Staaten überprüfen. Es gehe darum, ob man bei Wahrung des obersten Ziels, die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, eine pragmatische Lösung für die Landwirte finden könne. Das Landwirtschaftsministerium hatte darauf verwiesen, dass im Mai normalerweise 85.000 meist osteuropäische Erntehelfer gebraucht würden. Das Innenministerium wies darauf hin, dass das Einreiseverbot nicht für Saisonarbeiter aus Polen, Tschechien und der Slowakei gelte. Normalerweise werden pro Jahr fast 300.000 Saisonarbeiter eingesetzt. Als Problem werden wegen Corona vor allem beengte Sammelunterkünfte bei Bauern angesehen.

Adidas entschuldigt sich und zahlt jetzt doch Miete

Der Sportartikelhersteller Adidas zahlt nach harscher öffentlicher Kritik nun doch seine Mieten und entschuldigt sich für sein Vorpreschen. “Die Entscheidung, von Vermieter(innen) unserer Läden die Stundung der Miete für April zu verlangen, wurde von vielen von Ihnen als unsolidarisch empfunden”, heißt es in einem offenen Brief, den Adidas am Mittwoch veröffentlichte. “Ihre Meinung ist uns wichtig, und Ihre Meinung ist eindeutig: Sie sind von adidas enttäuscht.” Adidas hatte im Zuge der Corona-Krise angekündigt, die Miete für die geschlossenen Läden in Europa ab April nicht mehr zu bezahlen. Man sei in Gesprächen mit den Vermietern. Daraufhin hatte es zum Teil harsche Kritik aus allen Teilen der Gesellschaft gehagelt. 

“Deshalb möchten wir uns bei Ihnen in aller Form entschuldigen. Wir haben unseren Vermieter(innen) die Miete für April bezahlt. Fairness und Teamgeist sind seit jeher eng mit Adidas verknüpft und sollen es auch bleiben”, heißt es in dem Brief weiter.

Merkel berät mit Ministerpräsidenten über Kampf gegen Coronavirus

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat erneut Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder über den Kampf gegen die Coronavirus-Krise aufgenommen. Im Mittelpunkt der Telefonschalte am Mittwochnachmittag dürfte die aktuelle Lage des Gesundheitssystems und die Entwicklung bei den Neuinfektionen in Deutschland stehen. Dabei könnte es auch um die Frage gehen, wie erwartete Lieferungen von Schutzausrüstung wie Atemmasken oder Beatmungsgeräte innerhalb Deutschlands verteilt werden sollen. Es dürfte auch um eine Art Evaluation der bisherigen Anti-Corona-Maßnahmen gehen.

Angela Merkel: Die Bundeskanzlerin hat mit den Ministerpräsidenten eine Verlängerung der Kontaktbeschränkungen beschlossen. (Quelle: imago images/Jens Schicke)Angela Merkel: Die Bundeskanzlerin hat mit den Ministerpräsidenten eine Verlängerung der Kontaktbeschränkungen beschlossen. (Quelle: Jens Schicke/imago images)

Mehr als 1.000 Tote in Ostfrankreich

In Ostfrankreich ist die Zahl der gestorbenen Coronavirus-Patienten auf über 1.000 gestiegen. In der an Deutschland grenzenden Region Grand Est seien bisher 1.015 Menschen nach einer Infektion mit Sars-CoV-19 gestorben, teilte die regionale Gesundheitsbehörde am Mittwoch mit. Rund 4.200 Menschen befanden sich demnach zur Behandlung in Krankenhäusern. 890 Patientinnen und Patienten mussten der Behörde zufolge auf einer Intensivstation behandelt werden.

UN-Generalsekretär Guterres: Corona-Pandemie ist schlimmste Krise seit Zweitem Weltkrieg

UN-Generalsekretär António Guterres hat die Coronavirus-Pandemie als schlimmste globale Krise seit dem Zweiten Weltkrieg bezeichnet. Die Pandemie stelle eine “Bedrohung für jeden auf der Welt” dar und werde wahrscheinlich zur folgenschwersten Rezession der jüngeren Vergangenheit führen, sagte Guterres in New York.

Guterres sagte, die Pandemie könne auch Instabilität, Unruhen und Konflikte in der Welt verstärken. Notwendig sei daher eine stärkere und effektivere Antwort auf die Ausbreitung des Virus. “Wir bewegen uns langsam in die richtige Richtung, aber wir müssen schneller sein und viel mehr tun, wenn wir das Virus besiegen wollen.”

Guterres forderte erneut Unterstützung für die Entwicklungsländer bei der Bekämpfung der Pandemie und eine verstärkte Zusammenarbeit aller Staaten. Sie müssten endlich begreifen, “dass die Menschheit auf dem Spiel steht”.

Putin zieht sich ins Homeoffice zurück

Weil er Kontakt mit einem mit dem Coronavirus infizierten Arzt hatte, arbeitet Russlands Präsident Wladimir Putin vorerst von zu Hause aus. “Wir ergreifen alle Vorsichtsmaßnahmen”, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow vor Journalisten. Putin halte sich derzeit in der Präsidentenresidenz Nowo-Ogarjowo außerhalb von Moskau auf.

Der Chefarzt des in der Behandlung von Coronavirus-Patienten führenden Moskauer Kommunarka-Krankenhauses, Denis Prozenko, hatte am Dienstag erklärt, er sei positiv auf das Virus getestet worden. Putin hatte das Krankenhaus vor einer Woche in einem Schutzanzug besucht. Er sprach dabei aber auch ohne Schutzmaske mit Prozenko.

Peskow hatte bereits am Dienstag erklärt, es gebe keinen Grund zur Sorge um Putins Gesundheit. Alle, die mit dem Präsidenten im Kommunarka-Krankenhaus waren, würden täglich auf das Coronavirus getestet, fügte der Kreml-Sprecher hinzu.

Verfassungsschutz warnt vor rechtsextremen Verschwörungstheorien

Das Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet eine Instrumentalisierung der COVID-19-Pandemie durch Rechtsextreme. Thomas Haldenwang, der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz sagte der “ZEIT”: “Das Coronavirus findet in der rechtsextremistischen Szene große Beachtung. Die Pandemie werde zum Anlass genommen, das Vertrauen in die Bundesregierung zu untergraben. Verschwörungstheorien zu verbreiten und Migranten als Überträger des Virus zu brandmarken. Gleichzeitig werden Untergangsszenarien entworfen, um Zustimmung zu radikalen und extremistischen Positionen zu erzeugen.“

“Die Verfassungsschutzbehörden hätten derartige Aktivitäten darum genau im Blick”, sagt Thomas Haldenwang der “ZEIT”. Auch im Bundesinnenministerium sind die diversen Versuche von Desinformationskampagnen derzeit Thema, schreibt die Wochenzeitung. Neben Reichsbürgern, Neonazis oder der Identitären Bewegung, versuchen auch ausländische Regierungen auf diese Weise den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Bundesrepublik und der Europäischen Union anzugreifen.

Thomas Haldenwang: Der Präsident des Verfassungsschutzes warnt vor rechtsextremen Verschwörungstheorien. (Quelle: imago images/IPON)Thomas Haldenwang: Der Präsident des Verfassungsschutzes warnt vor rechtsextremen Verschwörungstheorien. (Quelle: IPON/imago images)

Berliner Gefangene nähen Masken für Altenpfleger

In den Berliner Männer-Gefängnissen Tegel und Moabit nähen Inhaftierte jetzt Atemmasken. Auch Gefangene leisteten ihren Beitrag zur Eindämmung der Coronakrise, ließ Justizsenator Dirk Behrendt mitteilen. Nach Angaben seines Sprechers Sebastian Brux laufe die Herstellung einfacher Stoffmasken ohne Filter gerade an. Ein Teil davon solle an den Verein Die Johanniter in den Bereich der Altenpflege gehen.

Wie viele Masken gefertigt werden, sei noch nicht abzusehen, sagte Sprecher Brux. An den Nähmaschinen sitzen demnach Gefangene mit Grundkenntnissen, die professionell begleitet und beaufsichtigt werden. Diese Insassen hätten bislang Kissen oder Kuscheltiere genäht. Jetzt werde die Produktion angesichts der Krise umgestellt.

Corona-Aprilscherze sind in einigen Ländern strafbar

Mehrere Länder haben vor Aprilscherzen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie gewarnt. Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen erklärte auf Facebook, wer am 1. April Witze über die Pandemie mache, verstoße gegen das Gesetz. In Taiwan drohen für das Verbreiten von Falschinformationen bis zu drei Jahre Haft und eine Geldstrafe in Höhe von drei Millionen taiwanischen Dollar (90.300 Euro).

Auch die thailändische Regierung warnte vor Corona-Scherzen. “Es verstößt gegen das Gesetz, am 1. April vorzugeben, man habe Covid-19”, warnte die Regierung im Kurzbotschaftendienst Twitter. Darauf stünden bis zu fünf Jahre Haft.

In Indien, wo Falschinformationen ein weit verbreitetes Problem sind, warnten Politiker ebenfalls vor fehlgeleiteten Scherzen. Die Regierung des Bundesstaates Maharashtra werde keine Gerüchte und Panikmache zulassen, schrieb der Innenminister des Bundesstaates, Anil Deshmukh, auf Twitter.

Kanzleramt hofft auf die Corona-Tracking-App

Die Bundesregierung setzt große Hoffnungen in eine App zur Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten, die aktuell in Berlin getestet wird. Die Regierung suche mit Hochdruck gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut nach einer Lösung, die für Deutschland funktionieren könne, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer in Berlin.

Kanzleramtsminister Helge Braun halte den Ansatz des RKI, das mit dem Fraunhofer-Institut und zahlreichen Wissenschaftlern dazu kooperiert, für sehr vielversprechend, fügte sie hinzu. Sie betonte, diese App könnte grenzüberschreitend in Europa funktionieren.

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte, die Nachverfolgung von Kontaktpersonen von Corona-Infizierten sei “digital einfacher als wenn jemand im Gesundheitsamt anfängt zu telefonieren”. Außerdem könne ein Infizierter ja nicht wissen, wie jemand zu kontaktieren sei, der neben ihm im Bus gesessen habe, ergänzte Demmer.

Um das Lesen zu erleichtern und die Ladezeiten zu verringern, beginnt die Redaktion den Newsblog an dieser Stelle neu. Die bisherigen Entwicklungen in der Corona-Krise können Sie hier nachlesen.

Source: t-online.de

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