Coronavirus NRW: Großveranstaltungen sollen abgesagt werden – Express.de


Artikel aktualisiert am 10. März um 15.29 Uhr – Die Zahl der Corona-Infektionen in NRW klettert unaufhörlich. NRW will jetzt mit einem Erlass zu Großveranstaltungen die Reißleine ziehen.

Mittlerweile sind in NRW 579 Coronavirus-Fälle gemeldet. 

Aktueller Stand vom 10. März 2020:

  • Landesregierung: Großveranstaltungen in NRW grundsätzlich absagen 
  • Zahl steigt auf 579 gemeldete Fälle
  • Corona in Köln: NRW sagt Großevents ab (hier lesen Sie mehr)
  • Corona-Patientin aus Essen schildert Quarantäne-Alltag
  • Zwei Corona-Todesfälle in NRW
  • Frau aus Essen (89) verstorben
  • Eine Person aus Heinsberg ist verstorben
  • NRW: Insgesamt 515 Corona-Infektionen
  • Laumann: Derby zwischen 1.FC Köln und Borussia Mönchengladbach soll nicht vor Publikum stattfinden
  • Laschet: Werden Empfehlung zu Großveranstaltungen in NRW umsetzen 
  • Fast 500 Infizierte in NRW
  • Gesundheitsminister Jens Spahn rät von Reisen in Risikogebiete ab – dazu gehört für den Politiker auch NRW
  • Erstmals eine Person im Kreis Recklinghausen infiziert – es handelt sich um eine Frau
  • Über 200 Schüler noch immer in Quarantäne
  • Alle aktuellen Infos zum Coronavirus im Raum Köln
  • Alle aktuellen Infos zum Coronavirus im Raum Düsseldorf
  • Alle aktuellen Infos zum Coronavirus im Raum Bonn

Update vom 10. März: Landesregierung: Großveranstaltungen in NRW grundsätzlich absagen

Wegen des Coronavirus sollen Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen in Nordrhein-Westfalen grundsätzlich abgesagt werden – oder ohne Zuschauer stattfinden. Das sieht ein am Dienstag beschlossener Erlass der Landesregierung mit entsprechenden Weisungen an die Kommunen vor.

Demnach sollen große Messen, Kongresse, Konzerte oder Sportveranstaltungen zunächst abgesagt werden. Nach aktueller Erkenntnislage gebe es keine Schutzmaßnahmen, die einen geringeren Eingriff bei gleicher Wirksamkeit böten, erläuterte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).

Es müsse genau überlegt werden, was verzichtbar sei. Schulunterricht oder der Öffentliche Personennahverkehr seien unverzichtbar, um das gesellschaftliche Leben nicht lahmzulegen.

Zuständig für die Durchführung des Erlasses seien die Behörden vor Ort, erklärte die Landesregierung. Die Verantwortlichen in den Kommunen könnten Veranstaltungen absagen, eine Absage gegenüber dem Veranstalter anordnen, das geplante Ereignis verlegen oder ohne Zuschauer durchführen lassen.

In NRW stehen derzeit mehrere Großereignisse an: Allein in der Kölner Lanxess-Arena sind in den nächsten beiden Wochen Konzerte der Rockband AnnenMayKantereit, von Musiker James Blunt und von Alt-Star Carlos Santana geplant. In der Arena haben bis zu 20.000 Menschen Platz.

Zur Eindämmung der Corona-Infektionen können die örtlichen Behörden auch Veranstaltungen mit weniger als 1.000 Personen absagen, wenn es besondere Risiken gibt. Auch darauf weist der Erlass ausdrücklich hin.

Eine solche individuelle Einschätzung zu Schutzmaßnahmen nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts seien aber auch bisher schon möglich. Risiken könnten etwa die Zusammensetzung der Teilnehmer, die Intensität der Kontakte oder bauliche Gegebenheiten sein.

Update vom 10. März: Patientin aus Essen gibt Einblicke in Leben mit Coronavirus 

Patientin Svea S. (26) schildert gegenüber der WAZ ihren Alltag mit dem Coronavirus. Sie schaut TV-Serien und langweilt sich, weil sie mit niemandem sprechen darf. „Jeder Tag ist ein Kampf“, sagt sie gegenüber dem Nachrichtenportal. Ihre Schwester bringt ihr täglich Lebensmittel, die sie vor ihrer Haustür abstellt. Mit ihr reden darf sie nicht.  

Nicht mal den Müll darf Sveas S. selbst aus dem Haus bringen. Die Patientin soll sich als Pflegerin bei ihrer Chefin angesteckt haben, leidet aber bisher nicht an schweren körperlichen Symptomen.

Die Corona-Patientin erklärt weiter, dass die Behörden mit der aktuellen Situation überfordert seien und glaubt, „dass das System explodieren wird“, wenn es in naher Zukunft weitaus mehr Corona-Fälle geben sollte. 

Update vom 9. März: Frau aus Essen (89) stirbt an Coronavirus – zwei Todesfälle in NRW bestätigt

  • Die ersten beiden Todesfälle in NRW sind bestätigt worden. Der Kreis Heinsberg und die Stadt Essen haben am Montagmittag den Tod zweier Menschen bestätigt.
  • In Essen ist eine 89-jährige Frau am Coronavirus gestorben, bei ihr wurde das Virus am Dienstag in Essen festgestellt. Die Frau war zuvor in kritischer Verfassung in die Essener Uniklinik eingeliefert worden. Sie sei um 12.44 Uhr an einer Lungenentzündung in Folge der Infektion gestorben, wie eine Sprecherin der Stadt Essen mitteilte.
  • Das zweite Todesopfer, ein 78-jähriger Mann aus Gangelt (Keis Heinsberg), war gut eine Stunde später an Herzversagen gestorben, wie der Heinsberger Landrat Stephan Pusch sagte. Der Mann habe sich in einem Krankenhaus in Geilenkirchen gemeldet. Er habe unter Vorerkrankungen wie Herzproblemen und Diabetes gelitten.
  • Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen ist mittlerweile auf 515 in NRW angestiegen. 
  • Wegen der neuesten Entwicklungen zum Coronavirus in NRW erwartet Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, dass das für Mittwoch angesagte Rheinderby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln nicht vor Publikum stattfindet. „Ob sie ohne Publikum spielen oder ob sie gar nicht spielen, das muss schon der Verein entscheiden, nicht ich“, sagte Laumann am Sonntagabend in der ARD-Talkshow „Anne Will“ weiter. Mit seiner Empfehlung will NRW-Gesundheitsminister Laumann (CDU) der Aufforderung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nachkommen. So sagte Laumann weiter, dass Nordrhein-Westfalen die Empfehlung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) umsetzen wolle – „und zwar morgen oder jetzt, vollkommen klar“.

Update vom 8. März: 500 Infizierte – Spahn rät von Reisen nach NRW ab

  • In NRW gibt es laut Gesundheitsministerium inzwischen offiziell 484 Infizierte, die sich mit COVID-19 angesteckt haben (Stand von 11.30 Uhr). Damit ist NRW das Bundesland, das die meisten Fälle erlebt. 
  • Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Bürger aufgerufen, Corona-Risikogebiete zu meiden. dazu gehört nun wohl auch NRW. Auf nicht notwendige Reisen in besonders betroffene Regionen in Italien, aber auch in Nordrhein-Westfalen sollte man deshalb verzichten, sagte Spahn jetzt bei einem Treffen der EU-Gesundheitsminister.
  • Im Kreis Recklinghausen gab es jetzt den ersten Fall einer Infektion: Eine Frau aus Dorsten ist positiv auf das Virus getestet worden. Laut Mitteilung des Kreises Recklinghausen befindet sich die Frau „in häuslicher Quarantäne“. Die „Dorstener Zeitung“ berichtete, dass es sich bei der Betroffenen um eine Mitarbeiterin der Volksbank handelt. Sie sei im Kundenservice tätig.

Update vom 7. März: NRW-Schüler nach Klassenfahrt direkt in Quarantäne

  • Bis Von der Klassenfahrt direkt in die Quarantäne: Mehr als 200 Schüler aus Münster und Gelsenkirchen mussten sich nach ihrer Rückkehr aus Südtirol wegen möglicher Coronavirus-Infektionen für zwei Wochen in häusliche Abgeschiedenheit begeben. In Münster seien drei Schulen betroffen, berichtete die Stadt am 7. März. In Gelsenkirchen müssen sich zwölf Schüler und vier Begleitpersonen der Anordnung des Gesundheitsamts beugen. Hier sind nach Angaben der Ruhrgebietsstadt bei fünf Mädchen und Jungen in ersten Untersuchungen leichte Symptome festgestellt worden. In Münster wurden sechs Verdachtsfälle identifiziert. Die Untersuchungen sollten fortgesetzt werden. Südtirol gilt als Coronavirus-Risikogebiet.
  • Die Stadt Dortmund gab offiziell bekannt, dass es nun 2 neue Infizierte gibt. Damit stiegt die Gesamtzahl der Betroffenen in Dortmund auf vier.

Update vom 6. März: NRW lockter Lkw-Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen

Das Lkw-Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen ist in NRW wegen der deutlich gestiegenen Nachfrage in den Supermärkten und Drogerien im Zuge der Coronakrise gelockert worden. Zur Belieferung des Einzelhandels mit haltbaren Lebensmitteln und Hygieneartikeln sei innerhalb des Bundeslandes vorerst keine Ausnahmegenehmigung für Lkw erforderlich, wie aus einem Erlass des NRW-Verkehrsministeriums hervorgeht. Diese Regelung, die das sogenannte Trockensortiment im Handel betrifft, gelte ab sofort bis zum 30. Mai 2020. Um die jederzeitige Verfügbarkeit der vollen Breite des Warensortiments zu garantieren, seien effiziente Lieferketten nötig, hieß es zur Gründung in einem Rundschreiben an die Behörden vom Donnerstag. Damit greift die Lockerung erstmals an diesem Sonntag für Lkw, die solche Waren zu den Handelsunternehmen transportieren wollen, wie eine Sprecherin des Verkehrsministeriums erläuterte. 

Update vom 5. März: Keine Preisverleihung für Restaurant in Essen

Das Restaurant „Hannappel“ in Essen hat erstmals einen Stern vom „Guide Michelin“ bekommen. Allerdings konnten die Betreiber diese Auszeichnung nicht gebührend in Empfang nehmen. Die Gala, auf der die Verleihung des Preises stattfinden sollte, wurde wegen des Coronavirus abgesagt. Doch via Facebook konnten die Mitarbeiter des „Hannappel“ trotzdem live dabei sein (hier lesen Sie mehr).

Update vom 4. März: Coronavirus – NRW kauft eine Million Schutzmasken

  • Keine Verdachtsfälle mehr äußern: Gemäß einem Erlass des NRW-Gesundheitsministeriums an die Oberbürgermeister, Bürgermeister, Landräte und Untere Gesundheitsbehörden dürfen bei Presseinformationen „ausschließlich bestätigte Infektionen laut Falldefinition des Robert-Koch-Instituts (positiver labordiagnostischer Nachweis)“ genannt werden.
  • In ganz NRW klagen Mediziner über knapp werdende Schutzkleidung und Überlastung. Das Land NRW hat mittlerweile reagiert und kauft eine Million Schutzmasken. Der Kaufvertrag werde noch am Mittwoch (04. März) unterschrieben, wie Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann mitteilte. Die Masken sollten örtliche Gesundheitsämter „zügig bekommen“. Auch für den Brennpunkt Heinsberg wurde Schutzkleidung organisiert, darunter 7.000 Atemschutzmasken und 3.000 Schutzanzüge. Es habe ihn „sehr geärgert“, dass sich das medizinische Personal Sorgen wegen fehlender Schutzausrüstung gemacht habe. Diese Sorge sei mit der Großbestellung vom Tisch.
  • Weiter bat der NRW-Gesundheitsminister Betroffene dringend, sich mit Fragen zum Coronavirus an die Info-Hotline 116117 zu wenden, um die Hausärzte zu entlasten. 

Update vom 2. März: In Essen gibt es eine spezielle Isolierstation

Essen hat eine eigene Klinik für seltene und ansteckende Krankheiten innerhalb der Uni-Klinik. Die Isolierstation betreibt großen Aufwand bei Patienten mit hochansteckenden Krankheiten. Zwei Stationen hat die Klinik. 35 Betten gibt es insgesamt. Für Patienten mit hochinfektiösen Krankheiten gibt es auf den beiden Stationen 13 ganz spezielle Patientenzimmer, in denen dauerhaft Unterdruck herrscht.

Stationsleiterin Canan Emcan bleibt auch angesichts der Ausbreitung des Coronavirus entspannt (hier lesen Sie mehr). „Wir sind gut vorbereitet, es herrscht keine Panik“, sagt Oberarzt Sebastian Dolff zum Coronavirus.

Update vom 1. März: Erste bestätigte Coronavirus-Infektion in Essen

In Essen gab es am 1. März die erste bestätigte Infektion mit dem Virus. Es handelte sich um eine Frau aus Kettwig, die im Kreis Heinsberg Karneval gefeiert (hier lesen Sie mehr) hatte. Die Betroffene kam in Quarantäne.

Update vom 29. Februar: Zwei neue Fälle in Duisburg

In Duisburg wurde am 29. März 2020 bekannt, dass es zwei neue Infektionen gab. Betroffen waren zwei junge Frauen. Beide wurden von Medizinern positiv auf den Sars-CoV-2-Erreger getestet. (sp/dok)

Source: express.de

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