Coronavirus-News: Erster Fall bei Amazon – Zahl der Toten in Italien steigt – Berliner Morgenpost

Berlin. 

  • Das Coronavirus breitet sich weiter aus, bereits 76 Länder und rund 93.000 Menschen sind betroffen
  • Weltweit sind mittlerweile mehr als 3000 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben
  • In Deutschland gibt es laut Robert-Koch-Institut 240 Infizierte, der Erreger Sars-CoV-2 wurde in fast allen Bundesländern nachgewiesen
  • In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Coronavirus-Infektionen deutlich gestiegen
  • Mehrere Großveranstaltungen wurden wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt, wie etwa die Leipziger Buchmesse oder die Tourismusmesse ITB in Berlin
  • Die US-Notenbank hat wegen der wirtschaftlichen Auswirkungen des Virus den Leitzins um einen halben Prozentpunkt gesenkt

Das Coronavirus breitet sich weiterhin weltweit aus. Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) sind mittlerweile 76 Länder und rund 93.000 Menschen betroffen. Die meisten Fälle gibt es in China, wo das Virus ursprünglich ausgebrochen war. Insgesamt sind dort über 80.000 Menschen infiziert, fast 3000 sind gestorben.

In China ist die Zahl der Neu-Infektionen rückläufig. Anders sieht es in Europa und den anderen Teilen der Welt aus. In Südkorea sind mehr als 5000 Menschen infiziert. Auch die Zahl der Infektionen im Iran steigt weiter – über 1500 Fälle wurden dort gemeldet, das Land meldet 66 Tote.

Italien ist in Europa das Land mit den meisten Infizierten. Über 2500 Fälle sind dort nachgewiesen, mehr als 50 Menschen sind bereits gestorben. In Deutschland sind laut RKI mittlerweile rund 240 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, die meisten davon in Nordrhein-Westfalen.

Lesen Sie im Newsblog alle weiteren Entwicklungen zum Coronavirus (die bisherigen Coronavirus-Nachrichten finden Sie in unserem vorherigen Newsblog):

Mittwoch, 4. März: Coronavirus – Infektionen in NRW deutlich gestiegen

11.03 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus in Nordrhein-Westfalen ist deutlich auf 129 gestiegen. Das sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwochmorgen in Düsseldorf. Davon seien 87 Fälle im Kreis Heinsberg festgestellt worden. Bei insgesamt vier Patienten gebe es schwere Krankheitsverläufe.

10.47 Uhr: Nordrhein-Westfalen kauft wegen des Coronavirus eine Million Atemschutzmasken. Mit der Großbestellung will das Land dafür sorgen, dass es Ärzten und Pflegern bei der Behandlung möglicher Coronavirus-Infizierter nicht an Schutzbekleidung fehlt. „Wir werden heute die Kaufverträge unterschreiben, dass das Land Nordrhein-Westfalen eine Million Masken kauft“, kündigte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) an.

In der Zwischenzeit werde das Land dem besonders betroffenen Kreis Heinsberg mit Material helfen. Ärzte aus dem Kreis Heinsberg hatten in einem schriftlichen Hilferuf kritisiert, die Versorgung der niedergelassenen Ärzte mit Schutzmasken sei katastrophal.

10.06 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet nun insgesamt 240 Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland. In Bayern stiegen die Zahlen auf 48 und in Baden-Württemberg auf 44. Sachsen-Anhalt bleibt das einzige deutsche Bundesland, in dem bisher kein Fall gemeldet wurde.

Coronavirus offenbar von Deutschland nach Polen ausgebreitet

10.01 Uhr: Offenbar von Deutschland aus hat sich das Coronavirus auch nach Polen ausgebreitet. Die erste Infektion in Polen sei bei einem Mann nachgewiesen worden, der sich zuvor in Deutschland aufgehalten habe, sagte der polnische Gesundheitsminister Lukasz Szumowski bei einer Pressekonferenz in Warschau.

Der Mann sei mit starkem Fieber und anderen Symptomen der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Vor der Diagnose habe der Patient „relativ wenige Kontakte“ zu seinem Umfeld gehabt. In Polen sind derzeit außerdem 68 Menschen im Krankenhaus, bei denen ein Coronavirus-Verdacht geprüft wird. Etwa 500 weitere Menschen stehen unter Quarantäne.

7.14 Uhr: Die Kreisklinik Groß-Gerau in Hessen hat wegen des Coronavirus laut einem Bericht des „Gießener Anzeigers“ einen sogenannten „Corona-Drive-In“ eingerichtet. Menschen, bei denen es einen Verdacht auf eine Infizierung mit dem Coronavirus gibt, können mit ihrem Auto an der Klinik vorfahren. Eine medizinische Fachkraft entnimmt dann direkt im Auto einen Nasenabstrich. Der Patient bleibt quasi in seiner eigenen Quarantäneumgebung. Die Kreisklinik Groß-Gerau ist damit bundesweit Vorreiter.

Coronavirus: In China steigt die Zahl der Toten auf fast 3000

6.42 Uhr:
Amazon hat einen Coronavirus-Fall an seinem Hauptsitz in Seattle an der US-Westküste. Bei einer Person sei die Infektion nachgewiesen worden, wie der weltgrößte Online-Händler am Mittwoch unter anderem dem Fernsehsender CNBC und dem Technologieblog „The Verge“ bestätigte. Die Amazon-Büros sind über die Innenstadt von Seattle verteilt. Die infizierte Person arbeitete den Angaben nach in einem Gebäude, das nicht zum Kern-Hauptquartier gehört. Amazon hat mehr als 50.000 Mitarbeiter in der Region.

Das Gebiet rund um Seattle entwickelte sich in den vergangenen Tagen zu einem Schwerpunkt von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in den USA.

5.35 Uhr: In China, wo das Virus erstmals festgestellt worden war, stieg die Zahl der Toten auf fast 3000. Die Gesamtzahl der offiziell erfassten Ansteckungen in Festlandchina seit Beginn der Epidemie im Dezember kletterte auf mehr als 80.000. Von ihnen haben 50.000 die Krankenhäuser wieder verlassen. Experten gehen allerdings in China von einer hohen Dunkelziffer aus.

5.26 Uhr:
Facebook will keine Verbreitung von falschen Informationen und Verschwörungstheorien über das neuartige Coronavirus zulassen. Das Online-Netzwerk werde sie entfernen und dabei den Einschätzungen globaler Gesundheitsorganisationen folgen, kündigte Gründer und Chef Mark Zuckerberg an. Zudem werden keine Werbung zugelassen, mit der die Krise ausgenutzt werden solle – etwa mit der Behauptung, die Produkte könnten die Krankheit heilen.

Wegen Coronavirus: Konferenz Google I/O abgesagt

4.18 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus ist in Südkorea auf mehr als 5300 gestiegen. Die Zahl der Menschen, die sich bisher mit dem Virus angesteckt hätten, sei um 516 auf 5325 gestiegen, teilten die Gesundheitsbehörden in Seoul am Mittwoch mit.

Nach einer Änderung der Zählmethode schlossen die Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention dabei 374 Fälle ein, die zunächst schon am Dienstagnachmittag bekanntgegeben worden waren. In keinem anderen Land außerhalb Chinas wurden bisher mehr Infektionsfälle gemeldet.

3.56 Uhr: Die Coronavirus-Krise nimmt Tech-Konzernen in diesem Jahr die übliche Bühne für ihre großen Ankündigungen. Nach Facebook sagte auch Google seine für Mai geplante Entwicklerkonferenz in Kalifornien ab. Man werde stattdessen andere Wege suchen, um mit den Software-Entwicklern im Gespräch zu bleiben, erklärte Google am Dienstag. Die Konferenz Google I/O war in diesem Jahr vom 12. bis 14. Mai in Nähe der Konzern-Zentrale in Mountain View geplant.

Coronavirus auch in Argentinien und Chile nachgewiesen

3.15 Uhr: Erstmals ist in Argentinien bei einem Patienten das Coronavirus nachgewiesen worden. In Buenos Aires sei ein Mann positiv getestet worden und stehe nun in einem Krankenhaus unter Quarantäne, teilte der argentinische Gesundheitsminister Ginés González García am Dienstag mit. Der Patient sei am Sonntag aus Italien eingereist.

2.34 Uhr: In Chile wurde eine Infektion bei einem 33 Jahre alten Arzt nachgewiesen. Der Mann war zuvor einen Monat lang durch Südostasien gereist, unter anderem nach Singapur. Er befinde sich derzeit in einer Klinik, könne aber bald nach Hause und werde dort weiter überwacht, teilte das Gesundheitsministerium in Santiago de Chile mit.

In Südamerika wurden bislang in vier Ländern Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 bestätigt. In Ecuador wurden sieben Fälle und in Brasilien zwei Fälle registriert.

0.18 Uhr: Die Weltbank will vom Coronavirus-Ausbruch betroffene Länder mit einem Hilfspaket in Höhe von zwölf Milliarden Dollar unterstützen. Ziel sei es, den Staaten „schnell“ und „effektiv“ zu helfen, sagte Weltbank-Präsident David Malpass am Dienstag in einer Telefonkonferenz mit Journalisten.

Malpass betonte, es sei wichtig anzuerkennen, dass das Coronavirus für arme Länder eine „zusätzliche Last“ bedeute. Arme Staaten seien am wenigsten gut ausgestattet, um die weitere Ausbreitung des Virus aufzuhalten. Laut einer Erklärung der Weltbank kann das Geld für medizinische Ausstattung und Gesundheitsdienste eingesetzt werden. Ein Teil der Hilfsgelder geht demnach an einige der ärmsten Länder der Welt.

Dienstag, 3. März: Coronavirus – Verdacht bei CDU-Abgeordneten nicht bestätigt

20.04 Uhr: Der Coronavirus-Verdacht bei einem Abgeordneten der Thüringer CDU-Landtagsfraktion hat sich nicht bestätigt. Das teilte das Landesgesundheitsministerium in Erfurt am Dienstagabend mit. Für ihn sei keine weitere Quarantäne notwendig.

Die für Mittwoch angesetzte Plenarsitzung zur Wahl eines Ministerpräsidenten finde damit wie geplant statt, teilte der Thüringer Landtag mit. Der frühere Amtsinhaber Bodo Ramelow (Linke) stellt sich erneut zur Wiederwahl als Ministerpräsident. Gegen ihn tritt AfD-Fraktionschef Björn Höcke an.

19.46 Uhr: Zwei weitere Corona-Patienten sind am Dienstagabend in die Düsseldorfer Universitätsklinik eingeliefert worden. Beide stammen aus dem Kreis Heinsberg und sind schwer krank. Die Universitätsklinik habe besondere Erfahrung im Umgang mit Patienten mit Infektionskrankheiten und übernehme jene, für die in anderen Krankenhäusern keine ausreichenden Therapiemöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Die Universitätsklinik behandelt nun insgesamt vier Coronavirus-Patienten mit schweren Krankheitssymptomen. Die beiden anderen Patienten sind der 47-jährige Mann, der als Erstinfizierter in NRW gilt, und seine ein Jahr jüngere Frau. Der Zustand des Ehepaares habe sich nicht signifikant geändert, teilte die Klinik mit: Beim Mann sei er ernst, aber unverändert stabil, bei der Frau hätten sich die Symptome gebessert.

18.37 Uhr: Der sechste Coronavirus-Fall ist in Berlin nachgewiesen worden. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Dienstagabend mit. Bei einem Mann aus Mitte war ein positives Testergebnis festgestellt worden.

Er habe in einem Großraumbüro mit dem 22-Jährigen zusammengearbeitet, bei dem erstmals in Berlin eine Infektion nachgewiesen worden war. Die Senatsgesundheitsverwaltung hat die zuständigen Amtsärzte aufgefordert, alle Personen in dem Großraumbüro zu testen. Bis Dienstagnachmittag waren fünf Coronavirus-Infektionen in Berlin bekannt.

Gesundheitsminister von Bund und Ländern kommen am Mittwoch zusammen

18.36 Uhr: Wegen der weiteren Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland kommen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Mittwoch in Berlin zusammen. Bundesminister Jens Spahn (CDU) und die Vorsitzende der Länderminister, die Berliner Senatorin Dilek Kalayci (SPD), wollen nach dem Treffen über die aktuelle Lage und das Krisenmanagement informieren.

Zuvor gibt Spahn im Bundestag auch eine Regierungserklärung dazu ab. Am Vormittag will der Minister zudem erneut mit Spitzenvertretern von Ärzten, Kliniken, Apotheken und Krankenkassen über die Lage beraten.

18.25 Uhr: Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Italien steigt weiterhin stark an. Insgesamt haben sich 2502 Menschen in dem Mittelmeerland mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Das waren knapp 500 mehr als am Montag. Die Zahl der Toten stieg laut Behörden auf 79.

18.00 Uhr: Der Mangel an Atemschutzmasken und anderen medizinischen Schutzausrüstungen behindert nach Angaben der WHO den Kampf gegen das Coronavirus. „Die Vorräte gehen rapide zur Neige“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag in Genf.

Und weiter: „Wir können Covid-19 nicht aufhalten, ohne unsere Gesundheitspersonal zu schützen.“ Tedros sagte, dass die weltweite Versorgung mit persönlicher Schutzausrüstung um 40 Prozent gesteigert werden müsse, und forderte die Regierungen auf, den Herstellern Anreize zu bieten. Nach Schätzung der WHO werden jeden Monat etwa 89 Millionen Atemschutzmasken gebraucht und 76 Millionen Untersuchungshandschuhe.

Coronavirus nun auch bei zwei Menschen aus Mecklenburg-Vorpommern nachgewiesen

17.51 Uhr: Die Entzündung des Olympischen Feuers soll wegen der Ausbreitung des Coronavirus nicht abgesagt werden – obwohl noch nicht feststeht, ob die Sommerspiele im Juli und August 2020 in Tokio stattfinden werden.

Das teilte am Dienstag das Griechische Olympische Komitee in Athen mit. „Die Zeremonien zur Entzündung des Feuers am 12. März und zur Übergabe der Fackel am 19. März finden wie geplant statt“, hieß es in einer Mitteilung des Komitees. Allerdings werde es weniger Teilnehmer geben, um dem Coronavirus keine Chance zu geben.

17.42 Uhr: Erstmals sind auch in Mecklenburg-Vorpommern zwei Patienten nachweislich an dem neuartigen Coronavirus erkrankt. Die beiden Personen aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald seien umgehend zuhause isoliert worden, teilte die zuständige Amtsärztin Marlies Kühn am Dienstag in Greifswald mit.

Damit ist der Erreger nun in allen Bundesländern außer in Sachsen-Anhalt nachgewiesen worden. Derzeit sind die Verantwortlichen laut Kühn damit beschäftigt, die Kette der Ansteckung nachzuverfolgen und mögliche Kontaktpersonen zu ermitteln. Der Verwaltungsstab des Landkreises habe Maßnahmen eingeleitet, um einer Ausbreitung des Virus möglichst wirksam zu begegnen.

Ärzte aus dem Kreis Heinsberg senden Hilferuf – medizinische Versorgung in Gefahr

17.25 Uhr: Die Ärzte im besonders stark von dem Coronavirus betroffenen Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen haben in einem Hilferuf vor den Folgen des Coronavirus für die gesundheitliche Versorgung gewarnt.

Die „medizinische Situation im Kreis Heinsberg eskaliert und nimmt bedrohliche Ausmaße an“, heißt es in dem Brief, der auch vom Heinsberger Landrat Stephan Pusch (CDU) unterschrieben ist. Ein Zusammenbruch der medizinischen Versorgung an der Basis und in den Krankenhäusern sei nicht mehr auszuschließen.

„Wir brauchen dringend Hilfe (…)“, hieß es in einem Brief an die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein. Durch die vom Robert Koch-Institut (RKI) vorgeschriebenen Quarantänemaßnahmen würden die Krankenhäuser hochgradig behindert. Ärzte und Mitarbeiter seien deshalb nicht arbeitsfähig. Notdienste könnten nur mit Mühe und auch nur eingeschränkt besetzt werden. Nach der RKI-Regelung muss im Fall einer Infektion in der Belegschaft automatisch das ganze Team in eine 14-tägige Quarantäne.

Die Belastung durch verunsicherte Patienten sei enorm. Die Versorgung der niedergelassenen Ärzte mit Schutzmasken sei katastrophal. Der Handel liefere nicht mehr. Die kleine Lieferung durch das NRW-Gesundheitsministerium sei sofort vergriffen gewesen. In den Praxen sei so gut wie nichts angekommen. „Wir brauchen ganz dringend entsprechende Schutzmaterialien, da wir zurzeit unter Gefährdung der Gesundheit von Ärzten und Mitarbeitern arbeiten“, hieß es in dem Brief.

Saarland meldet ersten Coronavirus-Fall

17.15 Uhr: Im Iran hat sich der Leiter der nationalen Rettungsdienste mit dem Coronavirus infiziert. Das sagte ein Sprecher der Behörde der Nachrichtenagentur AFP. Am Montag hatte die Nachrichtenagentur Tasnim berichtet, Mohammad Mirmohammadi, ein ranghoher Regierungsbeamter und Berater der iranischen Führung, sei den Folgen der Viruserkrankung erlegen.

Eine Woche zuvor war bereits der stellvertretende iranische Gesundheitsminister Iradsch Harirtschi positiv auf das Virus getestet worden.

17.07 Uhr: Auch in Bremen steigt die Zahl der Infizierten. Zwei weitere Menschen sind dort positiv auf das Coronavirus getestet worden, insgesamt gibt es in dem Bundesland nun drei bestätigte Fälle. Bei einem der beiden neuen Fälle handele es sich um einen Fernfahrer, teilte ein Sprecher des Gesundheitsressorts am Dienstag mit.

Er werde in einem Klinikum behandelt, zwei Kontaktpersonen seien in häuslicher Quarantäne. Der zweite Infizierte habe nach der Rückkehr aus dem Skiurlaub in Südtirol über Symptome geklagt. Er befinde sich mit seiner Ehefrau, die ebenfalls Symptome aufweise, in häuslicher Quarantäne.


16.51 Uhr: Im Saarland ist erstmals eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus festgestellt worden. Das teilte das saarländische Gesundheitsministerium am Dienstag mit.

Coronavirus: US-Notenbank senkt Leitzins

16.33 Uhr: In Niedersachsen gibt es den dritten bestätigten Coronavirus-Fall. Es handele sich um einen Mann aus dem Landkreis Cuxhaven, teilte der Landkreis am Dienstag mit. Hintergrund sei eine Reise nach Norditalien.

Der Erkrankte sei in häuslicher Quarantäne, seine Frau als Kontaktperson ebenso. Hinweise darauf, dass das Virus in der Bevölkerung des Landkreises zirkuliere, gebe es nicht. Zuvor war ein weiterer Coronavirus-Fall aus dem Landkreis Ammerland bekanntgeworden, ein junger Mann und seine Mutter sind dort in Quarantäne.

16.08 Uhr: Die US-Notenbank hat wegen der sich abzeichnenden wirtschaftlichen Auswirkungen des neuen Coronavirus ihren Leitzins überraschend um einen halben Prozentpunkt gesenkt. Der Leitzins liege nun im Korridor von 1 bis 1,25 Prozent, teilte die Notenbank Federal Reserve (Fed) am Dienstag mit.

15.54 Uhr: Der französische Staat wird wegen der Ausbreitung des Coronavirus alle Atemschutzmasken beschlagnahmen. „Wir beschlagnahmen alle Vorräte sowie die Produktion von Schutzmasken“, verkündete Präsident Emmanuel Macron am Dienstag auf Twitter. Die Masken sollen nach seinen Angaben an das Gesundheitspersonal und mit dem Virus infizierte Franzosen verteilt werden.

Berliner Kliniken richten Anlaufstellen für Coronavirus-Tests ein

15.29 Uhr: Berliner Kliniken richten Anlaufstellen für Coronavirus-Tests ein. Am Dienstagmorgen hatte die Charité bereits eine Anlaufstelle eröffnet. Um die Mittagszeit habe es bereits eine Schlange mit rund 100 Patienten gegeben, sagte der Ärztliche Direktor der Charité, Ulrich Frei.

Nun haben auch die Vivantes-Kliniken angekündigt, Anlaufstellen im Wenckebach-Klinkum in Tempelhof und im Prenzlauer Berg einrichten zu wollen, wie eine Sprecherin am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Vivantes sei derzeit dabei, die Einrichtungen zu organisieren.

15.22 Uhr: Saudi-Arabien rät von Reisen nach Deutschland und Frankreich ab. Grund ist die Ausbreitung des Coronavirus. Zuvor hatte das saudische Gesundheitsministerium wegen des Virus bereits empfohlen, soweit möglich nicht mehr nach Italien oder Japan zu reisen. Reisen nach China, wo Sars-CoV-2 ausgebrochen war, hatte das Königreich bereits vor mehreren Wochen gestoppt.

Coronavirus – Mehr zum Thema:

Im Dezember sollen sich in der chinesischen Region Wuhan die ersten Menschen mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben. Doch ist das Virus auch für die deutsche Bevölkerung gefährlich? Hier lesen Sie die wichtigsten Fragen und Antworten: Was man über die Lungenerkrankung und das Coronavirus wissen muss.

Auch hier wurden bereits erste Maßnahmen getroffen: So schützt sich Deutschland vor dem Coronavirus. Hier können Sie nachlesen, welche Vorkehrungen Sie selbst treffen können – und ob Atemschutzmasken eine sinnvolle Hilfe gegen das Coronavirus sind.

(dpa/afp/sid/fmg)

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Source: morgenpost.de

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