Coronavirus/Deutschland: Virologe mit eindringlicher Forderung – Kinder sollten Großeltern nicht mehr besuchen | Welt – Merkur.de

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Das Coronavirus Sars-CoV-2 breitet sich weiter in Deutschland aus. Zwei Menschen sind bereits an Covid-19 gestorben, ein Hamburger kam in Ägypten ums Leben.

  • Die Zahl der Sars-CoV-2-Infizierten in Deutschland steigt weiterhin.
  • Mehr als 1000 Menschen haben sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. 
  • GesundheitsministerJens Spahn rät deswegen, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern abzusagen. 

Update, 13.53 Uhr: Fast 1.200 Menschen haben sich in Deutschland mittlerweile mit dem Coronavirus infiziert (Stand Montag, 9. März). Die aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts lassen am Dienstag noch auf sich warten. Das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zählt am Dienstag mittlerweile rund 314 infizierte Personen in Bayern, rund 58 Personen mehr, als noch am Montag. 

Coronavirus in Deutschland: Bayern untersagt bestimmte Veranstaltungen 

Update, 12.59 Uhr: Bayern macht ernst und untersagt Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen. Nun scheint Schleswig-Holsteins Landesregierung den gleichen Weg einschlagen zu wollen. 

Veranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen werden wegen des neuen Coronavirus untersagt. Das habe das Kabinett am Dienstag auf Vorschlag von Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) beschlossen, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Der Erlass sollte noch am Dienstag auf den Weg gebracht werden.

Österreich ergreift im Kampf gegen das Coronavirus drastische Maßnahmen. Nach einer Reisewarnung für ganz Italien will die Regierung die Einreise aus dem Nachbarland weitgehend stoppen.

Coronavirus in Deutschland: Virologe mit eindringlicher Forderung – Kinder sollten Großeltern nicht mehr besuchen

Update, 12.23 Uhr: Wie muss ich mich nun verhalten? Diese Frage dürften sich viele stellen, die Zahl der infizierten Personen steigt kontinuierlich an. Virologe Christian Drosten erklärt, dass viele Menschen gar nicht realisieren, dass sie von dem Virus besonders betroffen sein könnten. Wie der Spiegel weiter berichtet, solle nun mit Eltern und Großeltern gesprochen werden, um ihnen „den Ernst der Lage zu vermitteln“. 

Wie Drosten demnach weiter verdeutlicht, müsse sich nun das Verhalten vieler Menschen grundlegend verändern. “Die Kinder sollten bis September, Oktober nicht mehr zu Oma und Opa zur Betreuung gegeben werden“, erklärt der Virologe. Für die Großeltern solle stattdessen eingekauft werden, damit ältere Personen auf den Gang zum Supermarkt verzichten können. „Das ist ein Dienst, der für alle schmerzhaft und unbequem ist“, verdeutlicht Drosten. 

Arbeitgeber sollen hingegen vor allem chronisch erkrankten Mitarbeitern, falls möglich, die Gelegenheit geben, von zuhause arbeiten zu können. Die Arbeitsumgebung in den Büros solle regelmäßig gereinigt werden. Jeder einzelne könne dazu beitragen, dass sich das Virus* langsamer ausbreite. Auf Großveranstaltungen sollte, wenn möglich, verzichtet werden. Im morgendlichen Berufsverkehr sollte lieber das Fahrrad genommen werden. 

“Die Risikogruppen müssen selbst verstehen, dass sie das ernst nehmen müssen. Das Sozialleben muss nun für einige Monate aufhören, dazu gehören auch Schützenfeste und Fußballspiele“, verdeutlicht Drosten. 

Coronavirus in Deutschland: Zustand von Labormitarbeiter in Hamburg verschlechtert sich 

Update, 11.35 Uhr: Sein Zustand wurde zunächst als gut beschrieben, nun befindet sich ein Labormitarbeiter des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf offenbar auf der Intensivstation. Wie das NRD-“Hamburg Journal“ unter Berufung auf eine Sprecherin des UKE berichtet, werde der Mann seit Montag intensiv medizinisch behandelt, ob der Infizierte an Vorerkrankungen leide, ist noch nicht bekannt. 

Der Mann sei in der vergangenen Woche zunächst in häuslicher Isolation gewesen, dann habe sich dein Zustand verschlechtert. 

Update, 10.43 Uhr: Das Coronavirus breitet sich in Deutschland weiter aus, nun dürfen rund 30 Mitarbeiter der Uniklinik Freiburg vorerst nicht mehr in dem Krankenhaus erscheinen. Wie Bild berichtet, hatte vermutlich ein Besucher einen Patienten des Krankenhauses mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Rund 30 Ärzte, Pfleger und Mitarbeiter der Uniklinik dürfen deshalb vorerst nicht mehr zur Arbeit erscheinen und befinden sich offenbar in häuslicher Quarantäne. 

Coronavirus in Deutschland: Institut fordert alle Bürgermeister und Kliniken auf, Risikopläne zu aktivieren

Update, 10.36 Uhr: Wie das Robert-Koch-Institut am Dienstagvormittag erklärt, werde nun ganz Italien zum Risikogebiet erklärt. Das Land habe demnach die Verbreitung der Erkrankung sehr spät erkannt. Demnach nehme die Zahl der weltweit Infizierten weiter zu, rund 111.000 Personen seien mittlerweile weltweit erkrankt, die Sterberate weltweit liege bei etwa 3,5 Prozent. Unklar ist, wie hoch die Dunkelziffer der unentdeckt infizierten Personen sei. 

Vor allem im Landkreis Heinsberg sei es mittlerweile nicht mehr möglich, alle Infektionsketten zu identifizieren und zu unterbrechen. In anderen Regionen sei die Unterbrechung der Infektionsketten jedoch noch möglich. 

Demnach werde jeder fünfte Erkrankte eine schwere Erkrankung durchleben, diese Personen müssten nun mit den getroffenen Maßnahmen geschützt werden. Das Robert-Koch-Institut appelliert in der Pressekonferenz an alle Bürgermeister und Gemeinden, deshalb die Risikopläne der jeweiligen Landkreise zu aktivieren. Die Kliniken hingegen sollen die Pandemie-Pläne aktivieren. 

Veranstaltungen, die nicht zwingend notwendig sind, sollen demnach abgesagt werden. „Wir brauchen eine Versorgung, das ist klar. Aber es gibt einfach Dinge, auf die man auch verzichten kann. Man kann auch verzichten, zu einem Fußballspiel zu gehen“, erklärt Lothar Wieler vom Robert-Koch-Institut. 

Coronavirus in Deutschland: Kurioses Foto auf Twitter aufgetaucht 

Update, 10.03 Uhr: Das Coronavirus breitet sich in Deutschland weiter aus, nun beeinflusst das Virus offenbar bereits die Arbeit vor Gericht. Wie ein auf Twitter veröffentlichtes Foto zeigt, soll das Amtsgericht Hagen offenbar zum Tragen von Schutzmasken aufrufen. Demnach wird angeordnet, „dass bis auf weiteres in der Sitzung Atemschutzmasken zu tragen sind“. Sollte das Tragen der Masken nicht beachtet werden, drohen „sitzungspolizeiliche Maßnahmen und/oder Abbruch der Verhandlung und Vertagung.“ 

Ob das veröffentlichte Bild tatsächlich den Aushang des Amtsgerichts Hagen zeigt, ist unklar. 

Update, 9.42 Uhr:

Mit einem ersten Nachweis in Sachsen-Anhalt sind nun alle Bundesländer in Deutschland vom Coronavirus betroffen. Bei einem Mann aus Halle sei Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, teilte das Sozialministerium am Dienstag in Magdeburg mit. 

Zudem wurde das Virus bei drei weiteren Männern nachgewiesen. Alle vier Betroffenen seien zuvor in Norditalien gewesen.

Update, 9.31 Uhr: Eine 65-Jahre alte Urlauberin aus Deutschland ist auf Zypern mit einer Coronavirus-Infektion diagnostiziert worden. Die Gruppe von 30 Touristen sei in einem Hotel in der Hafenstadt Famagusta unter Quarantäne gestellt worden. Dies teilten die Behörden im türkisch-besetzten Teil der Insel am Dienstag mit, berichtete der zyprische Staatsrundfunk (RIK).

Coronavirus: Erste Todesfälle in NRW bestätigt – über 4000 Menschen nach Verdachtsfall isoliert

Update vom 10. März, 6.23 Uhr: Zwei Tote in Deutschland, dazu mehr als 1000 Infizierte: Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Inzwischen gibt es neue Details zum Todesopfer aus dem schwer betroffenen Landkreis Heinsberg. In Bayern könnten alle Veranstaltungen mit über 1000 Besuchern abgesagt werden*.

Coronavirus: Erste Todesfälle in NRW bestätigt – über 4000 Menschen nach Verdachtsfall isoliert

Update 16.35 Uhr: In Deutschland sind erstmals zwei Menschen an dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 gestorben. Das teilte der Landrat des Landkreises Heinsberg am Montag mit. Am Abend sollen Einzelheiten bekannt gegeben werden. Alter und Geschlecht der in Heinsberg verstorbenen Person sind noch nicht bekannt. 

Darüber hinaus teilte die Stadt Essen mit, dass eine Frau ebenfalls verstorben ist. Die 89-Jährige wurde seit Anfang März in der örtlichen Universitätsklinik behandelt und starb an einer Lungenentzündung in Folge der Sars-CoV-2-Infektion. Inzwischen hat die Tagesschau eine pikante Frage aufgeworfen: Könnte es sein, dass private Kliniken keine Corona-Patienten aufnehmen?

Coronavirus in Deutschland: Nach Verdachtsfall in Brandenburh – über 4000 Menschen isoliert 

Update 16.17 Uhr: Nach einem Coronavirus-Verdacht an einer Schule in Brandenburg befinden sich über 4000 Menschen in häuslicher Quarantäne. Das sagte der Amtsdirektor der Kleinstadt Neustadt/Dosse, Dieter Fuchs, am Montag der dpa. Ein Lehrer an einer Gesamtschule hatte Kontakt mit einer Berlinerin, die sich mit Sars-CoV-2* infiziert hatte. Die häusliche Quarantäne betrifft Schüler, Lehrer und Verwaltungsmitarbeiter der Schule sowie ihre Angehörigen. 

Der Landkreis wollte die Zahl von bis zu 5000 Menschen nicht bestätigen. Derzeit seien noch keine zuverlässigen Erhebungen möglich, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Coronavirus: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn empfiehlt auch Absagen für kleinere Veranstaltungen 

Update 15.30 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich dafür ausgesprochen auch bei Veranstatungen mit weniger als 1000 Teilnehmern über Absagen nachzudenken. „Die Zahl 1000 heißt ja nicht: Alles da drunter ist per se ok und alles da drüber ist per se nur problematisch“, so der CDU-Politiker am Montag. Bei kleineren Veranstaltungen müsse individuell das Infektionsrisiko geprüft werden und auf Grundlage davon über eine Absage zu entscheiden.

Der Bundesgesundheitsminister hatte sich am Sonntag die Empfehlung ausgesprochen, alle Veranstaltungen mit über 1000 Teilnehmern abzusagen. Die endgültige Entscheidung über Absagen liegt dabei jedoch nicht im Verantwortungsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. 

Update 14.20 Uhr: Auch Prof. Dr. Lothar Wieler, der Präsident des Roland-Koch-Instituts, findet in der Bundespressekonferenz mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mahnende Worte: „Wir wissen nicht, wie viele Menschen in Deutschland sich über den Zeitraum hinweg infizieren könnten. Es ist eine ernste Lage, die sich noch weiter zuspitzen könnte. Auch in Deutschland wird es Todesfälle durch Covid-19 geben.“ Das RKI gibt klare fachliche Empfehlungen, Großveranstaltungen abzusagen. Alle Möglichkeiten müssten ausgeschöpft werden, schon bevor es massenhaft Fälle in einer Region gibt.

Coronavirus in Deutschland: Virologe Drosten spricht von „absolut ernster Situatuion“

Prof. Dr. Christian Drosten, der Chef-Virologe der Berliner Charité spricht ebenfalls von einer „absolut ernsten Situation“, die nicht durch höhere Temperaturen aus der Welt geschaffen wird. „Natürlich wird es auch bei diesem Virus so sein, dass uns das Frühjahr und die Temperatur hilft. Aber das wird kein absoluter Sieg sein. Man darf nicht erwarten, dass es dann komplett zum Stillstand kommt.“

Update 13.32 Uhr:  Bundesgesundheitsminister Jens Spahn spricht nun auf der Bundespressekonferenz über die Lage. „Oberstes Ziel bleibt es die Ausbreitung zu verlangsamen“, verdeutlicht der CDU-Politiker. „Für Menschen unter 50 ist das Risiko vergleichsweise sehr gering. Größtes Risiko besteht bei Menschen über 65 oder Menschen mit Vorerkrankungen.“ Spahn appelliert auch weiterhin an die Bevölkerung: „Jeder von uns weiß was zu tun ist, um die Gefahr einer Ansteckung zu reduzieren.“ Der Bundesgesundheitsminister vergleicht die Vorkehrungen, die man hinsichtlichSars-CoV-2 treffen sollte, mit den Maßnahmen gegen eine „normale“ Grippe.

Coronavirus in Deutschland – Spahn: „Auf was kann man leichter verzichten?“

„Auf was kann man leichter verzichten? Auf ein Fußballspiel oder den Weg zur Arbeit?“, fragt Spahn in die Runde und rechtfertigt so seine Empfehlung, Großveranstaltungen mit über 1000 Besuchern abzusagen. Danach nennt der Bundesgesundheitsminister eine Liste an Handlungen, die jede Einzelperson machen kann, um die Gefahr für eine Infektion zu verringern: Weniger Reisen, von Zuhause arbeiten, bei einer Erkrankung den Arzt telefonisch rufen und nicht persönlich aufsuchen, sowie den Arbeitgeber informieren. Auch könne man versuchen, öfters zu Fuß zu gehen, um den ÖPNV zu meiden. Mitbürger über 65 sollten sich darüber hinaus gegen Pneumokokken impfen lassen, um eine weitere Infektion zu verhindern. 

Nach einem Impfstoff gegen Sars-CoV-2 wird noch geforscht. *

Update 12.19 Uhr: Bei dem 60-jährigen Deutschen, der am Sonntag in einem Krankenhaus in Ägypten an Covid-19 gestorben war, handelte es sich um einen Mitarbeiter der Hamburger Feuerwehr aus Schleswig-Holstein. Das berichtet die Deutsche Presse Agentur. Der Mann wurde am Freitag mit Fieber in ein Krankenhaus in Hurghada eingeliefert, wo er am Samstag positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurde. 

Am Sonntag verstarb er dann im Krankenhaus als erster Deutscher an dem neuartigen Coronavirus. In der Bundesrepublik gab es bis Montag noch keinen nachgewiesenen Todesfall durch Covid-19. 

Coronavirus in Deutschland: BVB-Spiel in der Champions League ohne Zuschauer 

Update 12.10 Uhr: Auswirkungen hat das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 nun auch auf den deutschen Fußball. Das CL-Achtelfinale zwischen Borussia Dortmund und Paris St. Germain in der französischen Hauptstadt wird als Geisterspiel ohne Zuschauer ausgetragen. 

Update 11.42 Uhr: Aufgrund eines mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 infizierten Soldaten wurde die Lüttich-Kaserne in Köln am Montag geschlossen. Für ca. 100 Kontaktpersonen wurde darüber hinaus eine Quarantäne angeordnet. Bundesweit sollen sich bisher vier Bundeswehrsoldaten infiziert haben. 

Coronavirus: Zahl der Infizierten steigt in Deutschland über 1000

Update 10.11 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus ist in Deutschland auf 1112 gestiegen. Das geht aus der Auflistung des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montagmorgen hervor. Am stärksten betroffen ist demnach weiterhin Nordrhein-Westfalen, dort vor allem der Landkreis Heinsberg.

Weltweit haben sich inzwischen weit mehr als 100 000 Menschen nachweislich mit dem neuen Coronavirus infiziert, die Dunkelziffer liegt Experten zufolge noch wesentlich höher.

Update vom 9. März 2020, 8.18 Uhr: Die Coronavirus-Fälle in Deutschland sind auf 902 Infektionen gestiegen. Die deutsche Politik bemüht sich die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 in den Griff zu bekommen. Ein Fußballspiel am Mittwoch soll jetzt abgesagt werden. Wie tz.de* berichtet, geht es aber auch um das Derby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04.  

Coronavirus in Deutschland: Spahn fordert Absagen von Großveranstaltungen

Update vom 8. März 2020, 20.56 Uhr: Wie Bild nun berichtet, soll Tschechien ab Montag an den Landesgrenzen zu Deutschland stichprobenartige Kontrollen durchführen. Dabei soll es sich demnach nicht um eine Wiedereinführung von Grenzkontrollen halten. 

Update, 20.51 Uhr: Obwohl Jens Spahn sich dafür ausgesprochen hatte, dass Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern abgesagt werden sollen, scheint die Empfehlung im deutschen Fußball noch nicht Anklang gefunden zu haben. Wie Bild berichtet, soll das Top-Spiel der Stuttgarter am Montag nicht abgesagt werden. 

Demnach wolle der VfB vielmehr sich darauf vorbereiten, dass „es perspektivisch zu Absagen oder Spielen ohne Zuschauer kommen könnte.“ Bei dem Spiel werden etwa 50.000 Zuschauer erwartet. 

Coronavirus: Erstmals Deutscher an Coronavirus gestorben – Über 900 Menschen infiziert

Update, 17.45 Uhr: Erstmals ist ein deutscher Staatsbürger nachweislich an dem neuartigen Coronavirus gestorben. Es handle sich um einen 60 Jahre alten Mann, der vor einer Woche nach Ägypten eingereist sei, teilte das ägyptische Gesundheitsministerium am Sonntag mit. Es ist zugleich der erste bekannte Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 in Afrika. Aus welchem deutschen Bundesland der Mann stammte, blieb zunächst unklar.

Der Mann sei aus der bei Touristen beliebten Stadt Luxor im Süden Ägyptens in den Strandort Hurghada gereist, teilte Ministeriumssprecher Chalid Megahid mit. Nach seiner Ankunft habe er eine erhöhte Temperatur gehabt und sei im Krankenhaus positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Der Mann sei auf der Intensivstation behandelt worden und habe sich geweigert, in eine andere Klinik verlegt zu werden. Sein Zustand habe sich zunehmend verschlechtert, am Sonntag sei er verstorben.

Update, 17.34 Uhr: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland hat sich auf fast 950 erhöht. Das Robert-Koch-Institut bestätigte am Sonntagnachmittag bundesweit 902 Fälle. Dazu kommen weitere 45 Fälle aus Bayern* und Baden-Württemberg, die in dieser Statistik noch nicht erfasst sind. Damit gibt es insgesamt 100 Erkrankte mehr als Sonntagvormittag und 152 Fälle mehr als Samstagnachmittag bestätigt waren. Wie gefährlich Vorerkrankungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus sind, erklärt ein Münchner Mediziner bei tz.de*.

Coronavirus in Deutschland: Krankenhaus gesperrt 

Update, 17.42 Uhr: Das Krankenhaus im sachsen-anhaltischen Zerbst ist für neue Patienten und Besucher gesperrt. Grund dafür ist, dass in der Einrichtung ein Arzt aus Sachsen arbeitet, der positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurde, wie der Landkreis Anhalt-Bitterfeld am Sonntag mitteilte. Der Fall wurde nach Angaben des Dresdner Gesundheitsministeriums und des Magdeburger Sozialministeriums zunächst weder in Sachsen-Anhalt noch in Sachsen statistisch erfasst. Nach Angaben des Sozialministeriums wurde bis Sonntagabend damit in Sachsen-Anhalt keine Infektion mit dem Erreger Sars-Cov-2 nachgewiesen. In allen anderen Bundesländern sind bereits Erkrankungen bekannt.

Der Mediziner sei vor einer Woche aus Südtirol zurückgekehrt und habe bis Freitag auch im Zerbster Krankenhaus gearbeitet, sagte der Gesundheitsdezernent des Kreises Anhalt-Bitterfeld, Bernhard Böddeker. Derzeit laufe die Suche nach Menschen, die mit dem Arzt Kontakt hatten, teilte der Kreis weiter mit. Es seien bereits erste Abstriche genommen worden, um sie auf den Erreger zu testen. Mit Ergebnissen sei nicht vor Montag zu rechnen.

Zunächst verfügte der Kreis nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt, dass im Zerbster Krankenhaus weder neue Patienten aufgenommen werden noch Besucher ins Krankenhaus dürfen. Wie lange der Mann bereits ansteckend gewesen sei, sei unklar. Wo der Mann getestet wurde, blieb zunächst ebenfalls offen.

Coronavirus in Deutschland: Zahl der Infizierten steigt weiter 

Update, 17.32 Uhr: Die Zahl der Infizierten in Deutschland steigt weiter an. Wie das Robert-Koch-Institut am Sonntagnachmittag erklärt, erhöhte sich die Zahl der in Deutschland positiv getesteten Personen auf 902. 

Coronavirus in Deutschland: BASF meldet Fall am Standort Ludwigshafen

Update, 17.05 Uhr: Beim Chemiekonzern BASF ist ein Mitarbeiter am Standort Ludwigshafen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Die unmittelbaren Kollegen des Mannes aus Neustadt/Weinstraße würden kontaktiert, teilte das Unternehmen am Sonntag mit. Sie sollen wie der Infizierte selbst zunächst in häuslicher Quarantäne bleiben. „Der werksärztliche Dienst der BASF arbeitet weiter eng mit den zuständigen Behörden zusammen und erwägt in Absprache mit den Behörden im Umfeld des betroffenen Mitarbeiters weitere Maßnahmen“, heißt es in der Mitteilung.

Der BASF-Konzern besitzt seit der Sars-Epidemie 2003 einen stufenweisen Pandemieplan. Ein Krisenteam analysiert täglich die neuen Informationen über Sars-CoV-2. Wichtig sei, schrittweise und umsichtig zu reagieren, hatte BASF-Chef Martin Brudermüller unlängst betont.

Coronavirus-Sorgen: Spahn empfiehlt Veranstaltungen mit über 1000 Teilnehmern abzusagen 

Ursprungsmeldung vom 8. März 2020: Angesichts der wachsenden Infektions-Zahlen in Deutschland* hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) empfohlen, alle Veranstaltungen mit über 1000 Teilnehmern abzusagen. Die Reaktionen seien im Moment noch zu zaghaft. Angesichts der dynamischen Entwicklung der letzten Tage sollte das schnell geändert werden“, sagte er am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. 

Coronavirus in Deutschland: Oberstes Ziel ist Verlangsamung der Ausbreitung 

Spahn sagte, oberstes Ziel sei es, die Ausbreitung* des neuartigen Coronavirus* Sars-CoV-2 zu verlangsamen um Zeit herauszuholen. „Denn je langsamer sich das Virus verbreitet, desto besser kann unser Gesundheitssystem damit umgehen.“

„Nach zahlreichen Gesprächen mit Verantwortlichen ermuntere ich ausdrücklich, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern bis auf Weiteres abzusagen“, erklärt Spahn weiter. Für kleiner Veranstaltungen habe das Robert-Koch-Institut Prinzipien entwickelt, wie man diese unter größtmöglicher Sicherheit dennoch abhalten könnte. 

Alle bisherigen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Deutschland finden Sie hier. Der Umgang mit dem neuartigen Coronavirus ist auch Thema beim Koalitionsausschuss im Kanzleramt.

Coronavirus in Deutschland: Spahn will Großveranstaltungen absagen – Gesundheit geht vor

Vorerst keine Antwort gab es vom Bundesgesundheitsminister auf die Frage, wie man den wirtschaftlichen Schaden abfangen möchte, den unter anderem bei Veranstaltern durch neuartige Coronavirus entstehen könnte. „Wir werden in den nächsten Tagen darüber sprechen, wie wir mit den wirtschaftlichen Folgen umgehen“, so Spahn. Die Gesundheit würde aber vorgehen. 

Der Gesundheitsminister richtete auch eine Nachricht direkt an die Bürgerinnen und Bürger: „Ich ermuntere auch jeden Einzelnen: Wägen Sie ab, was Ihnen im eigenen Alltag so wichtig ist, dass Sie darauf in den nächsten zwei bis drei Monaten nicht verzichten wollen, sei es der Clubbesuch, die Geburtstagsfeier im familiären Kreis oder die Vereinssitzung.“

Spahn vertraue darauf, dass die Bürgerinnen und Bürger kluge Entscheidungen für sich und ihre Liebsten treffen würden. 

Coronavirus in Deutschland: Werden jetzt auch Bundesliga-Spiele abgesagt?

In diese Kategorie würden dann unter anderem auch Spiele der deutschen Profi-Ligen fallen. So werden schon in Italien die Spiele der erstklassigen Serie A ohne Zuschauer ausgetragen.

Coronavirus: Die Abriegelung von Metropolen wie Mailand und Venedig zeigt, wie brisant die Lage inzwischen ist*. Kommentar von Merkur-Chefredakteur Georg Anastasiadis.

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fd mit dpa

Rubriklistenbild: © dpa / Mohammed Talatene

Source: merkur.de

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