Coronavirus Bayern: Söder ruft Katastrophenfall aus – Betroffene klagen über massive Einschnitte | Bayern – merkur.de

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  • Lukas Schierlinger

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Paukenschlag in Bayern: Der Freistaat plant aufgrund der Corona-Krise umfangreiche Beschränkungen im öffentlichen Leben.

  • Paukenschlag in der Coronakrise in Bayern
  • Nach immer weiteren Infektionsfällen entschließt sich Markus Söder zu drastischen Maßnahmen.
  • Es kommt zu großen Einschränkungen im öffentlichen Leben, der Katastrophenfall wurde ausgerufen.

Update, 20.54 Uhr: Angesichts der schnellen Ausbreitung des Coronavirus schaltet auch der bayerische Landtag nun immer stärker in den Krisenmodus. Plenarsitzungen sollen ab sofort nur noch mit einem Fünftel der Abgeordneten stattfinden. Darauf hätten sich die sechs Fraktionen am Montag geeinigt, teilte der Landtag mit. 

Die Regelung gilt bereits für die Plenarsitzung an diesem Donnerstag. Im Zentrum stehen dann eine Regierungserklärung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zur Corona-Krise – und der Staatshaushalt.

Aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts zufolge sind in Bayern 1.067 Menschen infiziert. Fünf Menschen sind gestorben. 

Update, 18.56 Uhr: In Bayern ist ein weiterer Mensch nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Es handele sich um einen über 90-jährigen Patienten aus Würzburg, teilte das Gesundheitsministerium am Montag in München unter Berufung auf das Landratsamt Würzburg mit. 

Der Patient sei Bewohner des gleichen Pflegeheims gewesen, aus dem bereits zwei weitere Coronavirus-Todesfälle in Bayern stammten. Die Zahl des Todesopfer in Bayern steigt damit auch fünf. 

Update, 17.39 Uhr: Am Dienstag wird sich in der Staatskanzlei einmal mehr auch das Kabinett (10.00 Uhr) mit der Corona-Lage infolge von Sars-CoV-2 befassen. Dazu erwartet der Ministerrat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Über Details soll mittags bei einer Pressekonferenz informiert werden, welche erneut nur im Internet übertragen wird.

Update, 17.16 Uhr: „Ich habe nun weitere Möglichkeiten, Personal zu organisieren“, begründet Ministerpräsident Söder live bei bild.de die zuvor erfolgte Ausrufung des Katastrophenfalls. Er hoffe, dass das Gesundheitssystem den Anforderungen standhalte.

Corona-Krise in Bayern: Ministerpräsident Söder nimmt Studenten in die Pflicht

Er fordert zudem, die Etablierung von mobilen Testanlagen voranzutreiben. Medizinstudenten werden vom CSU-Politiker nochmals gebeten, in diesen schwierigen Zeiten parat zu stehen (siehe Update 17.05 Uhr).

Update, 17.05 Uhr: Die bayerische Staatsregierung ruft Medizinstudenten zum freiwilligen Einsatz in der Corona-Krise auf. „Gerade im medizinischen Bereich werden wir in den kommenden Wochen jede Unterstützung brauchen können, um unsere Bevölkerung zu beraten und zu schützen sowie bereits infizierte Erkrankte bestmöglich zu versorgen“, teilte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) am Montag mit. „Daher bitte ich unsere Studentinnen und Studenten der medizinischen Fächer, dort anzupacken, wo es nötig ist.“

Update, 16.35 Uhr: Die bayerische Industrie kommt mit der Schließung aller Schulen und Kindertagesstätten im Freistaat offenbar gut zurecht. Von der Deutschen Presse-Agentur befragte Unternehmen berichteten am Montag durchweg davon, dass die Produktion ganz oder weitgehend normal laufe. Durch den von den Schulschließungen verursachten privaten Betreuungsbedarf fielen demnach nicht in großem Maße Mitarbeiter aus.

So hieß es von BMW, die Produktion laufe regulär. Audi erklärte, man habe normal weiterproduziert. „Es gibt keine größeren Einschränkungen und Stand heute erwarten wir auch keine“, sagte eine Infineon-Sprecherin. Auch bei Wacker Chemie und Osram gab es am Montag keine Einschränkungen in der Produktion durch fehlende Mitarbeiter.

Corona-Krise: Söder ruft Katastrophenfall aus – „existenzbedrohend für uns“

Update, 15.40 Uhr: Läden, die nicht zur Grundversorgung notwendig sind, müssen in Bayern ab Mittwoch schließen (siehe unten). „Das ist existenzbedrohend für uns“, sagt Klaus Müller, Geschäftsführer eines Nürnberger Spielzeugladens. Wie es jetzt weitergehen soll, weiß er nicht. Die Waren fürs Weihnachtsgeschäft seien schon bestellt und das Geschäft dafür in Vorlage gegangen. 

Am Vormittag kommen noch Erwachsene mit Stapeln von Puzzle und Bastelsachen aus dem Spielzeuggeschäft Schweiger – in der Hoffnung, dass sie ihre Kinder damit in den nächsten Wochen beschäftigt bekommen.

Update, 14.55 Uhr: Klare Ansagen der Bundesregierung: um die Corona-Pandemie einzudämmen, haben die Bundesländer aktuelle Empfehlungen des Kabinettsausschusses in Listenform erhalten. Das berichtet Bild am Montagnachmittag. Die Quintessenz: soziale Kontakte im öffentlichen Bereich seien auf ein Minimum zu reduzieren.

Unter anderem soll das Sonntagsverkaufsverbot für Supermärkte ausgesetzt werden, sämtliche Gaststätten ab 18 Uhr schließen und Gottesdienste verboten werden. Wann die Vorgaben in die Tat umgesetzt werden, bleibt offenbar den Ländern überlassen

Coronavirus in Bayern: Zahl der Infizierten steigt weiter – Söder ruft Katastrophenfall aus

Update, 14.18 Uhr: Wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus sollen an bayerischen Verwaltungsgerichten bis zum Ende des Monats keine Verhandlungen stattfinden. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in München habe alle Verwaltungsgerichte im Freistaat aufgerufen, den Sitzungsbetrieb zwischen dem 17. und 31. März komplett einzustellen, sagte ein Sprecher des Verwaltungsgerichtes in München am Montag.

Update, 14.15 Uhr: In Bayern haben sich weitere 181 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit Sitz in Erlangen am Montag auf seiner Homepage mit. Insgesamt gibt es im Freistaat damit mindestens 1.067 Menschen, die positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurden.

Coronavirus: Katastrophenfall in Bayern ausgerufen – KATWARN ausgelöst

Update, 14.08 Uhr: Auch das mobile Warnsystem KATWARN reagiert auf die angespannte Lage im Freistaat. Seit wenigen Minuten ist ganz Bayern auf der Landkarte lila eingefärbt. In der entsprechenden „Gefahrendurchsage“ wird auf die Details des von Ministerpräsident Söder ausgerufenen Katastrophenfalls verwiesen.

Update, 14.00 Uhr:  Die bayerische Wirtschaft lobt die angekündigten Hilfsmaßnahmen der Landesregierung. Diese seien ein „äußerst wichtiges Signal in der sich ausbreitenden Coronakrise“, betonte die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw), der Bayerische Handwerkstag (BHT) und der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) am Montag in einer gemeinsamen Erklärung. 

Die Verbände riefen zudem die Kommunen auf, den Betrieben unkompliziert die Gewerbesteuer zu stunden und forderten, auf Bundes- und EU-Ebene die Bankenregulatorik anzupassen, damit Banken Kreditrückzahlungen stunden und Darlehen ausweiten könnten.

Katastrophenfall in Bayern wegen Coronavirus ausgerufen – Zwangspause für Fußballer verlängert

Update, 13.55 Uhr: Nach der Ausrufung des Katastrophenfalls in Bayern ist die Zwangspause im Amateur-Fußball bis mindestens 19. April verlängert worden. Damit werden mehr als 25.000 Teams im Freistaat noch mehr als einen Monat lang keine Liga-Partien bestreiten und sollen auch nicht trainieren. Das beschloss der Bayerische Fußball-Verband (BFV) am Montag.

In der Vorwoche hatte der BFV den Spielbetrieb von der Regionalliga abwärts bereits bis 23. März ausgesetzt, nun wurde der Stopp „auf unbestimmte Zeit“, aber mindestens bis zum Ende der Osterferien ausgedehnt, wie es hieß. Bevor der Neustart ansteht, soll es eine Vorankündigung von mindestens 14 Tagen geben, um den Vereinen genug Planungssicherheit zu geben.

„Unsere Vereine und deren über 1,6 Millionen Mitglieder erwarten von uns Planungssicherheit und verantwortungsvolles Handeln“, sagte BFV-Präsident Rainer Koch. „Deshalb haben wir heute auf die Neuentwicklung sofort reagiert und das Vorgehen der aktuellen, völlig neuen Situation nach Ausrufung des Katastrophenfalles angepasst.“ Der Verband ruft alle Vereine auf, den Vorgaben der Behörden zu folgen, um eine Ausbreitung des gefährlichen Virus Sars-CoV-2 zu bremsen.

Update, 13.05 Uhr: Die bayerische Staatsregierung bereitet sich angesichts der rasant steigenden Zahl an Coronavirus-Infektionen auf einen drohenden medizinischen Ausnahmezustand vor. „Die Krankenhäuser werden speziell auf die Corona-Herausforderung komplett ausgerichtet“, kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) an. Es sei wichtig, dass sich alle Kliniken darauf einstellen. 

Auch allgemeine Arztpraxen und Rehakliniken werden einbezogen, Unikliniken komplett von Forschung auf Versorgung umgestellt. Medizinstudenten sollen für die Gesundheitsversorgung angestellt werden, ebenso Ärzte im Ruhestand und Mediziner in Elternzeit.

Die Testkapazitäten für Coronavirus*-Verdachtsfälle sollen ausgebaut werden – allerdings sollen die Tests auch gezielter eingesetzt werden. „Wir werden die Tests nur noch dort machen, wo wirklich Symptome da sind, da ansonsten die Testverfahren überlastet würden“, sagte Söder. Die Staatsregierung will zudem Gesundheitsämter und die Besetzung der Notfallnummern personell deutlich verstärken.

Für den Extremfall von Masseninfektionen sind nach den Worten von Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) auch temporäre Notfallkliniken in Messehallen denkbar: „Wir müssen uns auf alles vorbereiten, auch auf die Thematik.“ Zuerst müssten aber die Krankenhäuser gestärkt und unterstützt werden.

Coronavirus in Bayern: Über 1000 Infizierte im Freistaat – Zahl steigt weiter

Update, 12.30 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Infizierten in Bayern hat mittlerweile die 1000er-Marke überschritten. Am Sonntag (15. März) waren es noch 886 Infifzierte. Bis zum heutigen Montag, 9 Uhr, sind nun noch einmal knapp 150 Fälle hinzugekommen. Laut Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) habe man derzeit 1034 bestätigte Infektionen in Bayern. Wenn es in diesem Tempo weitergehe, könne es sein, dass man am Wochenende bei mehreren Tausend Infizierten angelangt sei.

Corona in Bayern: Söder ruft Katastrophenfall aus – und gibt weitere drastische Maßnahmen bekannt

Update, 11.30 Uhr: „Die Lage ist sehr ernst“, mit diesen Worten begann Bayerns Ministerpräsident Söder seine Pressekonferenz zur Corona-Krise am Montag (16. März). Mittlerweile seien die Infektionsketten nicht mehr nachvollziehbar, erklärte Söder weiter. Deshalb müsse man nun die Reaktion auf das Virus anpassen. Söder wurde anschließend sehr deutlich: „Es werden Menschen sterben. Deshalb ist es wichtig, dass wir es nicht auf die leichte Schulter nehmen.“ 

Da es momentan kein Heilmittel gebe, sei es nun das Ziel die Verbreitung zu verlangsamen, damit das Gesundheitssystem bestehen kann. Deshalb reagiert Söder nach Beratungen mit dem Corona-Krisenstab deutlich. Wie angekündigt wird der Katastrophenfall für ganz Bayern ausgerufen. Dies gebe den Behörden die Möglichkeit besser und schneller „durchgreifen“ zu können, so Söder. Neben den Schul-Schließungen gibt es zudem neue Beschränkungen des öffentlichen Lebens. So sind Veranstaltungen generell – außer im unmittelbaren familiären Umfeld – nicht mehr erlaubt. Dies gilt erst einmal bis zum Ende der Osterferien. 

Coronavirus in Bayern: Etliche öffentliche Treffpunkte geschlossen – Beschränkung für Gastronomie

Ab Dienstag (17. März) werden zudem etliche öffentliche Treffpunkte geschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus* weiter zu verhindern. „Wir schließen alles was im Bereich Freizeit liegt“, so Söder und zählt danach auf: „Saunas, Badeanstalten, Tagungsräume, Bars, Diskos, Theater, Bordells, Museen, Stadtführungen, Sport und Spielplätze, Wellnesszentren, Tierparks, Fort- und Weiterbildungsstätten und Jugendhäuser“. Für die Gastronomie gibt es ab Mittwoch noch genauere Beschränkungen. So dürfen generell nur Speiselokale geöffnet sein und dies nur zwischen sechs und 15 Uhr. In den Restaurants dürfe man sich nur mit 1,5 Metern Abstand aufhalten und es dürfen maximal 30 Personen in einem Lokal sein. Nach 15 Uhr darf Essen nur To Go verkauft werden oder ausgeliefert werden. 

Der Einzelhandel soll seine Geschäfte wegen des Coronavirus* generell schließen. Allerdings gibt es etliche Ausnahmen. Geöffnet sien dürfen unter anderem: Lebensmittel-Geschäfte, Getränke-Läden, Banken, Apotheken, Drogerien, Bau- und Gartenhäuser, Post, Tierbedarf, Tankstellen. Diese Geschäfte dürfen zudem bis 22 Uhr geöffnet sein und außerdem auch Sonntags von 12 bis 18 Uhr öffnen.

Coronavirus in Bayern: „Öffentliches Leben wird runtergefahren“

Das soll der Bevölkerung die Möglichkeit geben fast rund um die Uhr einzukaufen. „Das öffentliche Leben wird runtergefahren – wir bitten um Verständnis – es ist die einzige Möglichkeit momentan zu reagieren“, erklärt Markus Söder. Daneben ergreift Bayern auch in der Medizin Maßnahmen. Man will das gesamte System auf das Virus fokussieren. Die Testkapazitäten sollen erhöht werden, Krankenhäuser komplett auf das Virus ausgerichtet werden, Uni-Kliniken sollen sich ebenfalls nur auf Corona konzentrieren. Daneben sollen Ärzte im Ruhestand, in Elternzeit und in der Ausbildung mithelfen. 

Der dritte Baustein, den Söder als Reaktion auf das Coronavirus* nennt, ist der wirtschaftliche. Allgemein sei die Wirtschaft wegen des Virus in Gefahr in Schieflage zu geraten, das Geschäfte nun schließen müssen, könnte viele Läden in ernsthafte Probleme bringen. „Wir lassen niemanden allein“, meint Söder dazu. Bayern wird nun einen Schutzschild schaffen, um für Liquidität zu sorgen. Die LFA bekommt einen Bürgschaftsrahmen für Bank-Kredite. Zudem wird der Bayernfond Firmen helfen, die kurz vor der Insolvenz stehen. Außerdem werde auch eine Soforthilfe zwischen fünf und 30.000 Euro für etwa Gastronomiebetriebe oder Kulturschaffende eingerichtet.

Zum Schutz der bayerischen Wirtschaft vor den Folgen der Coronakrise will der Freistaat Bayern insgesamt bis zu zehn Milliarden Euro Sondervermögen bereitstellen.

Coronavirus in Bayern: Maßnahmen im Freistaat – Markus Söder informiert

Update, 11,25 Uhr: Die Pressekonferenz, in der Markus Söder über die weiteren Coronavirus*-Maßnahmen im Freistaat spricht, ist nun beendet. Eine Zusammenfassung der Geschehnisse finden Sie hier in unserem Nachrichten-Ticker und auch hier ein Mitschnitt des Bayerischen Rundfunks im Video.

Coronavirus in Bayern: Hubert Aiwanger äußert sich zu drastischen Maßnahmen

Update, 10.55 Uhr: Mit wie viel erkrankten Personen rechnet der Freistaat? „Wir müssen uns auf alles vorbereiten“, erklärt Melanie Huml. Demnach sei es nicht möglich, eine konkrete Zahl zu nennen.  

Update, 10.51 Uhr: Gibt es die Gefahr, dass Strom oder Wasser in Bayern ausfallen? Hubert Aiwanger erklärt: „Dort arbeiten Menschen, die im Notfall dort auch in Quarantäne leben würden, also nicht mehr nach Hause gehen würden. Dieser Fall würde also nicht eintreten“, erklärt Aiwanger in einer Presserunde nach der Pressekonferenz. 

Coronavirus in Bayern: Katastrophenfall ausgerufen 

Update, 10.41 Uhr: „Wir werden alles dafür tun, dass sich die Struktur erweitern wird“, erklärt Huml weiter. Demnach sollen weitere Beatmungsgeräte nach Bayern geliefert werden. „Wir werden unser Bestes tun“, verdeutlicht Huml. 

Update, 10.38 Uhr: Melanie Huml, Bayerische Gesundheitsministerin, erklärt, dass sich die Zahl der infizierten Personen in Bayern allein über Nacht um über 150 Personen erhöht habe. Im Freistaat haben sich nun offiziell über 1.034 Personen mit dem Virus infiziert. 

Update, 10. 35 Uhr: Um die Geldmittel bereitstellen zu können, werde die in der Verfassung verankerte Schuldenbremse zeitlich begrenzt für zunächst ein Jahr außer Kraft gesetzt.

Coronavirus in Bayern: „Wir lassen niemanden im Stich“ 

Update, 10.31 Uhr: Hubert Aiwanger, Bayerischer Wirtschaftsminister, erklärt, dass der Freistaat in der kommenden Zeit auf eine schwere Probe gestellt werde. „Wir lassen niemanden im Stich“, erklärt Aiwanger. 

Update, 10.28 Uhr: Ab sofort sollen alle Stichwahlen in den betroffenen Landkreisen vorbereitet werden, damit alle Wahlberechtigten unaufgefordert ihre Unterlagen zugesendet bekommen können. 

Update, 10.24 Uhr: Joachim Herrmann, Bayerischer Innenminister, erklärt, dass bereits seit 8 Uhr am heutigen Morgen Kontrollen an der Grenze zu Österreich durchgeführt werden. Die Wahlbeteiligung am Sonntag sei höher ausgefallen, als noch vor sechs Jahren. 

Coronavirus in Bayern: Stichwahl wird stattfinden 

Update, 10.23 Uhr: „Ich kann Ihnen nicht versprechen, dass das die letzten Maßnahmen sind“, verdeutlicht Markus Söder weiter. Doch es gebe noch immer keinen Grund zur Panik. 

Update, 10.22 Uhr: Die Stichwahl wird in zwei Wochen regulär stattfinden, allerdings nur über Briefwahl. Das erklärt Markus Söder in der Pressekonferenz. 

Update, 10.19 Uhr: Zum Schutz der bayerischen Wirtschaft vor den Folgen der Coronakrise stellt der Freistaat Bayern bis zu zehn Milliarden Euro Sondervermögen bereit. „Wir lassen niemanden allein“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München.

Coronavirus in Bayern: Diese Maßnahmen gelten ab sofort 

Update, 10.18 Uhr: Tests auf das Coronavirus werden zukünftig nur noch bei entsprechenden Symptomen durchgeführt, erklärt Markus Söder. Ärzte in Elternzeit sollen reaktiviert werden, auch Ärzte aus dem Ruhestand werden zurückgeholt. 

Update, 10.15 Uhr: Supermärkte, Banken, Tankstellen würden jedoch auch weiterhin geöffnet bleiben. Für diese Bereiche werden jedoch die Öffnungszeiten geändert. Täglich kann ab Mittwoch bis 22 Uhr eingekauft werden, auch Sonntags werden diese bis 18 Uhr geöffnet sein. 

Update, 10.14 Uhr: Ab Mittwoch gilt folgende Regel: Die Gastronomie darf weiterhin geöffnet bleiben, jedoch nur von 6 bis 15 Uhr und maximal 30 Personen in einer Lokalität. Lieferdienste bleiben jedoch weiterhin erlaubt. 

Update, 10.11 Uhr: Schulen, Kitas bleiben geschlossen, Veranstaltungen werden nicht mehr genehmigt. Ab Dienstag werden alle Freizeit-Einrichtungen wie Sauna, Schwimmbäder, Kinos, Clubs, Theater, Museen, Spielplätze, Fitness-Studios, Thermen, Tierparks, Volkshochschulen und Jugendhäuser geschlossen. 

Coronavirus in Bayern: Katastrophenfall wird ausgerufen

Update, 10.08 Uhr: „Wir rufen den Katastrophenfall aus“, erklärt Markus Söder. Dieser gilt ab sofort. Die nun getroffenen Maßnahmen gelten zunächst für 14 Tage, danach muss die aktuelle Situation bewertet werden. Es gibt keine Ausgangssperre in Deutschland, „zumindest jetzt noch nicht“, erklärt Markus Söder. 

Update, 10.06 Uhr: „Es werden Menschen sterben“, verdeutlicht Markus Söder weiter. Demnach sei es nun wichtig, die Anzahl der Infektionen zu verlangsamen. Die nun getroffenen Maßnahmen seien deshalb „einschneidend“. 

Update, 10.05 Uhr: De Pressekonferenz beginnt, nun werden die Maßnahmen im Freistaat bekanntgeben. „Die Lage ist Ernst“, erklärt Markus Söder zu Beginn. Die Infektionsketten seien mittlerweile nicht mehr nachzuvollziehen. 

Coronavirus in Bayern: Wird nun der Katastrophenfall ausgerufen? 

Update, 9.31 Uhr: Bayern wird offenbar den Katastrophenfall ausrufen, das bestätigte Regierungschef Söder dem BR. Ab 9.50 Uhr informiert Ministerpräsident Markus Söder darüber in einer Pressekonferenz, alle Informationen auch hier in unserem aktuellen Nachrichten-Ticker. 

Update, 9.23 Uhr: Die in rund zwei Wochen angesetzte Stichwahl in vielen bayerischen Kommunen findet wegen der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus womöglich ausschließlich als Briefwahl statt. Nun gibt es weitere Informationen. 

Coronavirus: Bayern plant den Shutdown – Söder ruft Katastrophenfall aus

Update vom 16. März, 6.38 Uhr: Am Montag beginnt in Bayern eine Zeit, die es so noch nie gab: Für die kommenden fünf Wochen bleiben im ganzen Land Schulen, Kindertagesstätten und Krippen geschlossen. Außerdem hat die Staatsregierung weitreichendeAuflagen für Besuche in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen verhängt. Dienstag sollen Bars, Kinos und Schwimmbäder geschlossen werden, bevor ab Mittwoch ausgewählte Geschäfte dicht machen müssen. Zudem will die Staatsregierung den Katastrophenfall ausrufen, um beispielsweise die B undeswehr mit ihren Krankenhäusern in die Krisenpläne einbeziehen zu können.

Auch sind ab Montagmorgen strenge Kontrollen an der Grenze zu Österreich geplant. So soll eine rasante Ausbreitung des Coronavirus verhindert und die Zahl der Infizierten und Toten kleingehalten werden. Im Freistaat ist inzwischen bei Hunderten Menschen Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, betroffen ist vor allem Südbayern.

Um 10.00 Uhr soll es eine Pressekonferenz mit Ministerpräsident Markus Söder, Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) zu den Auswirkungen der Coronavirus-Infektionen in Bayern geben.

News vom 15. März: Bayern plant Shutdown – Söder ruft Katastrophenfall aus

Update 23.49 Uhr:  Coronavirus: CSU-Chef Markus Söder hat die Grenzschließung als wichtigen Baustein für den Schutz der Bevölkerung in Deutschland bezeichnet. Ziel aller Maßnahmen sei es, die Entwicklung der Neuinfektionen zu verlangsamen, sagte der bayerische Ministerpräsident am Sonntagabend in den ARD-„Tagesthemen“.

„Wir müssen jetzt alle Möglichkeiten ergreifen, um den schlimmen Ausbruch zu verhindern.“ Klar sei aber auch, dass ein garantierter Schutz nicht möglich sei. Eine formelle Ausgangssperre in Bayern werde es zunächst nicht geben, fügte Söder hinzu.

Update 15. März, 21.50 Uhr: Söder sprach im BR in der Rundschau: „Wir brauchen konsequentes Handeln, ähnlich wie in Österreich“. „Lebensmittelläden bleiben auf. Die Grundversorgung soll bleiben“, so Söder und fügt an: „Wir rufen den Katastrophenfall in Bayern aus, damit alles zentral gesteuert wird. Es braucht eine einheitliche Strategie unter einer einheitlichen Führung“. 

Ausgangsbeschränkungen soll es keine geben, aber „man sollte sich genau überlegen, wo man hingeht“. „Ein großer bayerischer Schutzschirm. Milliardenschweres Programm“ soll die Ökonomie entlasten.

Coronavirus: Bayern plant Shutdown – Öffentliches Leben könnte zum Erliegen kommen

Update, 15.30 Uhr: Das öffentliche Leben in Bayern wird heruntergefahren. Geplant ist eine weitgehende Schließung von Begegnungsstätten wie etwa von Bars und Schwimmbädern sowie Einschränkungen in der Gastronomie und für Geschäfte

Einige Fragen bleiben dabei noch offen. Nicht nur Lebensmittelgeschäfte und Apotheken, sondern auch Banken und Tankstellen bleiben aber definitiv geöffnet. 

Neben einem Milliarden-Hilfsprogramm für die bayerische Wirtschaft soll es außerdem ein großes „Medizin-Paket“ geben. Dies könnte die Bettenzahl, das Personal oder zusätzliche Kapazitäten für Coronavirus-Tests betreffen.

Beschlossen wurden die Maßnahmen in einer Corona-Krisenstab-Sitzung unter Leitung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Sonntagnachmittag in der Staatskanzlei. An der Sitzung nahmen auch Innenminister Joachim Herrmann, Staatskanzleichef Florian Herrmann, Gesundheitsministerin Melanie Huml, Finanzminister Albert Füracker, Wissenschaftsminister Bernd Sibler (alle CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) teil. 

Corona-Maßnahmen: Machen Sie mit und stimmen ab

Ab wann genau die neuen Regelungen gelten sollen, ist derzeit noch nicht klar. Zu den Einzelheiten der Regelungen an den deutschen Grenzen will Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) um 19 Uhr in Berlin informieren. 

Die Kommunalwahl wurde am Sonntag übrigens trotz Corona-Krise regulär durchgeführt. Das finden nicht alle gut – auf Twitter kritisierten einige User diese Entscheidung scharf*. 

Coronavirus: Bayern plant Beschränkungen für Gastronomie und Läden 

München – Paukenschlag in Bayern: Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat bekannt gegeben, dass der Freistaat nun umfangreiche Maßnahmen treffen werde, um die Ausbreitung des Coronavirus* zu verhindern. 

Coronavirus in Bayern: Paukenschlag im Freistaat  Beschränkungen im öffentlichen Leben

Nach den Schulen und Kitas in Bayern sollen nun alle öffentlichen Einrichtungen sowie die Gastronomie schließen. Auch Geschäfte sollen teilweise nicht mehr öffnen. Die Lebensmittelversorgung bleibt allerdings aufrechterhalten, auch Apotheken bleiben geöffnet.

Kinos und Schwimmbäder sollen schließen. Die Grenzen nach Österreich werden ebenfalls geschlossen. Das gilt für Ausländer, nicht aber beispielsweise für Heimkehrer aus dem Urlaub. Deutschland macht wegen des Coronavirus generell Grenzen dicht.

Bayern will laut Markus Söder ein Milliarden-Hilfspaket für die Wirtschaft zur Verfügung stellen. Einzelhandel, aber auch Kultur und Gastronomie sollen unterstützt werden, heißt es nach Informationen des Münchner Merkur. In weiten Teilen Deutschlands schließen ab Montag die Schulen und Kitas. Einige TV-Sender wie Kika ziehen daraus nun Konsequenzen.

Ein Münchner Bundestagsabgeordneter hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Als er den Notdienst des Gesundheitsamtes erreichen wollte, wurde er enttäuscht.

Die Regierungschefs der G7-Staaten beraten am Montag in einer Video-Konferenz zur Coronavirus-Pandemie und dem Umgang damit. Gastgeber wird Donald Trump sein.

Mitten in der Corona-Krise wollten gleich mehrere Brautpaare ihre Hochzeit feiern. Doch dann kam die Polizei. 

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Rubriklistenbild: © dpa / Matthias Balk

Source: merkur.de

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