Coronavirus: Ansteckungsrate steigt offenbar wieder leicht an – t-online.de

In Deutschland wird der Lockdown wieder behutsam gelockert. Die Ansteckungsrate liegt bei unter 1. Nun steigt sie aber offenbar wieder leicht. Alle Infos dazu im Newsblog.

Weltweit sind schon mehr als zwei Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert, mehr als 150.000 Erkrankte sind gestorben. In Deutschland gelten seit Ende März strenge Kontaktbeschränkungen. Bund und Länder haben beschlossen, sie um zwei Wochen zu verlängern. Zugleich wurden erste Lockerungen angekündigt (hier die Übersicht). Und auch in anderen Ländern wird über die Rückkehr zur Normalität diskutiert. 

Ansteckungsrate steigt offenbar wieder leicht an

Die Ansteckungsrate bei dem neuen Coronavirus ist in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) erstmals seit zwei Tagen wieder angestiegen – allerdings auf niedrigem Niveau. Die sogenannte Reproduktionsrate (R) werde auf rund 0,8 geschätzt, hieß es am Samstag im aktuellen Lagebericht des RKI. An den beiden vergangenen Tagen hatte sie bei rund 0,7 gelegen. Damit ist zwar eine steigende Tendenz erkennbar. Die Erhöhung und damit der konkrete Wert liegt aber noch im Bereich der statistischen Fehlertoleranz, der mit 0,7 bis 1,0 angegeben wird.

Eine Reaktion auf die Bekanntgabe der leichten Lockerungen können die Daten aber noch nicht widerspiegeln. Die vom RKI geschätzte Reproduktionsrate bezieht nur Daten bis zum Mittwoch ein, als die Lockerungen angekündigt wurden. In Kraft treten sie ohnehin erst frühstens ab Montag. Die Reproduktionsrate gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt. Die deutsche Politik hat als Ziel ausgegeben, diesen Wert unter 1 zu halten, damit die Ausbreitung eingedämmt wird.

Ansteckungsrate als Reproduktionszahl: Welch große Wirkung schon kleine Abweichungen haben, zeigen diese Animationen. (Quelle: t-online.de)

Erstmals mehr Infizierte in der Türkei als im Iran

Die Zahl der Infizierten in der Türkei steigt nach Angaben der Regierung um 3.783 auf 82.329 – und liegt damit erstmals über der Zahl, die die iranischen Behörden für ihr Land nennen. Die Zahl der Toten in der Türkei steigt demnach binnen 24 Stunden um 121 auf 1.890. Das Innenministerium kündigte an, die erlassenen Reisebeschränkungen zwischen 31 Städten würden um weitere 15 Tage verlängert.

Corona-Ausbruch: Klinikleitung räumt Versäumnisse ein

Nach dem schweren Ausbruch von Corona-Infektionen mit zahlreichen Todesfällen im Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann hat die Klinikleitung erstmals Versäumnisse eingeräumt. “Im Zeitraum vom 13. bis 26. März ist im Klinikum Ernst von Bergmann eine kritische Entwicklung im Rahmen der Corona-Pandemie nicht ausreichend erkannt worden”, teilte die Geschäftsführung am Samstag mit. “Dabei sind tatsächlich nachgewiesene und registrierte Infektionen bei einzelnen Mitarbeitern nicht in einen inhaltlichen Zusammenhang gebracht und tiefgreifend analysiert worden.”

Die Versäumnisse betreffen demnach insbesondere die Abteilungen Nephrologie (Nierenkrankheiten), Urologie, Geriatrie und Allgemeinchirurgie. “Damit hätten im Rückblick unter Umständen noch fundiertere Entscheidungen getroffen werden können”, räumte die Klinikleitung ein. “Die Geschäftsführung bedauert dies sehr.” Bislang gab es in der Klinik 37 Corona-Todesfälle.

Hunderte Menschen bei unerlaubter Demonstration in Mitte

In Berlin-Mitte haben sich am Samstagnachmittag mehrere Hundert Menschen an einer unerlaubten Demonstration beteiligt. Über Lautsprecher forderte die Polizei die Teilnehmer am Rosa-Luxemburg-Platz auf, sich zu zerstreuen, wie eine Sprecherin sagte. Dem kamen diese nach. Vereinzelt sei zu freiheitsbeschränkenden Maßnahmen gegriffen worden. Rund 100 Kräften seien vor Ort im Einsatz gewesen.

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USA: Amazon überprüft Mitarbeiter mit Wärmebildkameras 

Amazon setzt in den USA Wärmebildkameras ein, um fiebrige Mitarbeiter zu identifizieren. In mindesten sechs Lagerhallen des Online-Händlers rund um Los Angeles und Seattle seien entsprechende Geräte installiert worden, berichteten Angestellte der Nachrichtenagentur Reuters zufolge. Wenn die Kameras erhöhte Temperaturen zeigten, werde bei den betroffenen Mitarbeitern noch einmal auf der Stirn Fieber gemessen. Amazon bestätigte den Einsatz solcher Kameras in einigen Lagerhallen. Damit werde für die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter gesorgt. Aus mehr als 50 Amazon-Lagern in den USA sind Coronavirus-Fälle gemeldet worden, woraufhin Arbeitnehmervertreter die Schließung von Einrichtungen forderten.

Krankschreibung per Telefon: Bayern für Verlängerung

Bayern pocht auf die Ausnahmeregelung bei Krankschreibungen für Arbeitnehmer. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) kritisierte am Samstag, dass Arbeitnehmer für Krankschreibungen bei leichten Atemwegsbeschwerden vom kommenden Montag an wieder zum Arzt gehen müssen. “Dieser Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) ist mit Blick auf die Gefahren durch die Corona-Pandemie verfrüht. Denn zum jetzigen Zeitpunkt ist es wichtig, Infektionsrisiken konsequent zu vermeiden”, sagte Huml.

Sie fordert deshalb eine Verlängerung der Ausnahmeregelung, dass Krankschreibungen bei leichten Atemwegsbeschwerden auch nach telefonischer Rücksprache mit dem Arzt möglich sind. Es sei zu befürchten, dass sonst auch Covid-19-Patienten wieder in den Arztpraxen erschienen und dadurch andere Menschen ansteckten. “Das muss verhindert werden”, betonte Huml.

Cookinseln erklären sich zur Corona-freien Zone

Die Cookinseln im Südpazifik haben sich offiziell zu einem Corona-freien Gebiet erklärt. Es seien keine Infektionen mit dem Erreger SARS-CoV-2 bekannt, und alle 900 Tests seien bislang negativ ausgefallen, teilte das Büro von Premierminister Henry Puna am Freitag mit. Als die ersten Covid-19-Fälle im rund 3.000 Kilometer entfernten Neuseeland bekannt wurden, hatten die Cookinseln im März Ausgangsbeschränkungen angeordnet. Einige davon wurden nun gelockert.

Blick auf einen Strand der Cookislands: Bislang fielen alle Coronavirus-Tests auf den Inseln im Südpazifik negativ aus. (Archivbild) (Quelle: imago images/Westend61)Blick auf einen Strand der Cookislands: Bislang fielen alle Coronavirus-Tests auf den Inseln im Südpazifik negativ aus. (Archivbild) (Quelle: Westend61/imago images)

So ist der Besuch von Gottesdiensten wieder erlaubt, ebenso Reisen zwischen der Hauptinsel Rarotonga, wo die Hauptstadt Avarua liegt, und anderen Inseln. Am Montag sollen die Schulen wieder öffnen. Die Menschen müssen aber weiter Abstandsregeln befolgen, Versammlungen mit mehr als zehn Personen bleiben verboten. Internationale Flüge bleiben eingeschränkt.

Die insgesamt rund 240 Quadratkilometer großen Cookinseln sind ein selbst verwalteter, mit Neuseeland assoziierter Staat aus 15 Atollen, auf denen zusammen weniger als 20.000 Menschen leben.

Polizeigewerkschaften wollen Pflicht für Mund-Nasen-Schutz

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) und die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) haben sich für eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Bussen, Bahnen und Geschäften ausgesprochen. Bund und Länder hatten nach ihrer Schaltkonferenz am Mittwoch den Bürgern solche Gesichtsbedeckungen beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln dringend empfohlen, aber keine Tragepflicht vereinbart. Die Länder gehen nun unterschiedliche Wege: Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern wollen in der kommenden Woche eine Pflicht einführen.

“Es wäre wünschenswert gewesen, wenn es zu einer bundeseinheitlichen Regelung gekommen wäre und das verpflichtende Tragen von Mund-Nase-Masken sowohl in Geschäften als auch im öffentlichen Nahverkehr eingeführt worden wäre”, sagte DPolG-Chef Rainer Wendt dem “Handelsblatt”. GdP-Vize Jörg Radek sagte, “umso mehr Menschen einen Mund-Nase-Schutz bei größeren Menschenansammlungen tragen, umso besser ist der eigene Schutz und der anderer vor einer möglichen Coronaviren-Übertragung”. Es sei im Verhältnis zu anderen Auflagen “der geringere Eingriff zum Zwecke der Minimierung des Ansteckungsrisikos”.

Entwicklungsminister will die Weltgesundheitsorganisation umbauen

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller plädiert dafür, die Weltgesundheitsorganisation WHO zu einer Art Weltpandemiezentrum auszubauen. “Diese Pandemie ist nicht die letzte”, warnte der CSU-Politiker im “Deutschlandfunk”. Für einige afrikanische Länder berge die aktuelle Corona-Seuche Risiken bis hin zum Staatsverfall.

Man müsse neue Gesundheitsgefahren schnell erkennen und die Beschaffung von Medikamenten und Impfkampagnen weltweit koordinieren. “Dafür hat die WHO gute Voraussetzungen und ist die Organisation”, sagte Müller. Er hoffe, dass Washington das auch einsehe, “nachdem dieses Virus gerade in den USA so massiv die Bevölkerung” treffe. US-Präsident Donald Trump hatte die Finanzierung der WHO eingestellt und der Organisation Chinahörigkeit vorgeworfen. Müller regte als Konsequenz an, die WHO stärker staatlich zu finanzieren und von Spenden unabhängiger zu machen.

Zudem warnte Müller vor der Entwicklung der Pandemie in Afrika. Mit ihrer bestehenden Gesundheitsstruktur hätten viele afrikanische Länder keine Chance, das Virus zu bekämpfen, sagte der CSU-Politiker. So habe Äthiopien mehr Einwohner als Deutschland, aber nur hundert Intensivbetten. Bei einer Ausbreitung des Virus wie in Deutschland könne es dort Hunderttausende Tote geben.

Mächtiger nigerianischer Politiker stirbt an Covid-19

Mallam Abba Kyari, einer der mächtigsten Politiker Nigerias, ist nach einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Kyari sei am Freitag gestorben. Kritiker des Präsidenten sahen Kyari als den tatsächlichen starken Mann des westafrikanischen Landes. Weitere Details lesen Sie in dieser Meldung.

Britischen Kliniken geht die Schutzkleidung aus

In den britischen Kliniken werden Ausrüstungen zum Schutz gegen das Coronavirus bedrohlich knapp. Es wird erwartet, dass noch an diesem Wochenende die für Ärzte und Pfleger empfohlenen langärmeligen, flüssigkeitsabweisenden Einwegkittel auf vielen Intensivstationen nicht mehr zur Verfügung stehen.

Die Lagerbestände sind nach offiziellen Angaben aufgebraucht. Daher haben die Behörden auch die Verwendung anderer Kittel erlaubt – ein Schritt, der am Samstag auf heftige Kritik unter anderem von Gewerkschaften stieß. Sie befürchten ein erhöhtes Ansteckungsrisiko für das Klinikpersonal.

Die British Medical Assocation (BMA) teilte mit, die Mitarbeiter sollten sich nicht selbst gefährden müssen, um andere zu retten. “Zu viele Ärzte und andere Mitarbeiter im Gesundheitswesen haben schon ihr Leben verloren”, sagte Chaand Nagpaul von der Ärztegewerkschaft.

Ärztekammerpräsident fordert weitere Lockerung der Schutzmaßnahmen

Bundesärztekammer-Präsident Klaus Reinhardt fordert, dass Besuche im Altenheim auch während der Corona-Krise ermöglicht werden sollten. Bedingung dafür sei allerdings, dass Angehörige Schutzkleidung tragen, sagte Reinhardt der in Bielefeld erscheinenden “Neuen Westfälischen”.

Dass zunächst noch Kitas geschlossen und junge Schüler zu Hause bleiben, ist nach Angaben von Reinhardt aus medizinischer Sicht sinnvoll. “Weil jüngere Kinder die aktuelle Situation und damit verbundene Einschränkungen wie Abstandhalten noch nicht so gut verstehen.” Nötig sei aber eine baldige Perspektive, die ein schrittweises Öffnen der Kitas und Grundschulen möglich mache, so Reinhardt.

Für die Zeit nach der Krise fordert Reinhardt ein neues Finanzierungsmodell für Krankenhäuser in Deutschland. “Kliniken sind Einrichtungen der Daseinsfürsorge und keine Industriebetriebe. Krankenhäuser müssen dem Patienten dienen, nicht dem Profit. Das muss sich ins kollektive Gedächtnis einbrennen”, forderte Reinhardt. Standorte können nach Ansicht des Allgemeinmediziners zusammengelegt werden. “Aber die Kapazitäten müssen bleiben. Wie wichtig das ist, sehen wir in Krisenzeiten wie diesen.”

Verfassungsgericht hebt Demo-Verbot in Stuttgart auf

Das Bundesverfassungsgericht hat einem Eilantrag gegen das Verbot einer Demonstration in Stuttgart stattgegeben. Die Stadt hatte dem Anmelder und dessen Anwalt nach deren Darstellung nicht einmal einen ablehnenden Bescheid geschickt. Dieses Vorgehen verletze den Kläger in seinem Grundrecht auf Versammlungsfreiheit, entschieden die Karlsruher Richter. Weitere Details lesen Sie in dieser Meldung.

Hessens Schüler sollen dieses Jahr nicht sitzen bleiben

Schüler in Hessen müssen während der Corona-Krise nicht um ihre Versetzung in das nächste Schuljahr bangen. “Da die Leistungsbewertung in diesem Schulhalbjahr nur eingeschränkt möglich sein wird, soll in der Regel eine Versetzung erfolgen”, teilte das Kultusministerium am Freitag mit. In Fällen, bei denen schon vor Schließung der Schulen wegen des Coronavirus die schulischen Leistungen womöglich nicht für eine Versetzung gereicht hätte, soll das Gespräch mit Schülern und Eltern gesucht werden, um auf die Möglichkeit der freiwilligen Wiederholung des Schuljahres hinzuweisen, hieß es weiter.

An Hessens Schulen wird vom 27. April an schrittweise wieder der Unterricht aufgenommen, beginnend zunächst mit den Abschlussjahrgängen und den vierten Klassen an Grundschulen. Wegen der Corona-Pandemie verschiebt das Land die Abschlussprüfungen für Real- und Hauptschulen.

Stühle stehen auf Tischen in einem leeren Klassenraum: Schüler müssen derzeit zu Hause lernen, für viele ist das schwierig. (Symbolbild) (Quelle: dpa/Uwe Anspach)Stühle stehen auf Tischen in einem leeren Klassenraum: Schüler müssen derzeit zu Hause lernen, für viele ist das schwierig. (Symbolbild) (Quelle: Uwe Anspach/dpa)

Daimler fährt Autoproduktion ab Montag wieder hoch

Nach vier Wochen Stillstand in großen Teilen der Produktion fährt der Autobauer Daimler seine Werke von diesem Montag an wieder hoch. Während einige Standorte zunächst mit einer Schicht beginnen, soll in anderen gleich wieder in zwei oder drei Schichten gearbeitet werden. Mehr Details erfahren Sie in diesem Artikel.

Niedersachsens Ministerpräsident rechnet mit baldiger Maskenpflicht

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil erwartet in der Corona-Krise eine baldige Maskenpflicht. “Ich bin überzeugt, dass Alltagsschutzmasken bald zu unserem öffentlichen Leben gehören und etwa im öffentlichen Personennahverkehr auch bald zur Pflicht werden können, sobald sie ausreichend verfügbar sind”, sagte der SPD-Politiker der “Hannoverschen Allgemeinen Zeitung”. Bis dahin könne der Staat seine Bürgerinnen und Bürger aber nicht dazu zwingen, die Masken zu tragen.

Am Freitag hatte Sachsen als erstes Bundesland eine Maskenpflicht für den öffentlichen Nahverkehr und den Einzelhandel eingeführt, sie gilt vom kommenden Montag an. In Mecklenburg-Vorpommern sind Schutzmasken im Nahverkehr vom 27. April an Pflicht. Die Bundesregierung lehnt eine Pflicht dagegen weiter ab und empfiehlt lediglich Schutzmasken beim Einkaufen sowie im öffentlichen Nahverkehr.

Zahl der weltweiten Corona-Opfer steigt auf über 150.000

Trotz weltweiter Maßnahmen gegen das neue Coronavirus sind nach Daten von US-Forschern inzwischen mehr als 150.000 damit infizierte Menschen gestorben. Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Infektionen lag der Johns-Hopkins-Universität zufolge am Freitagabend (21.30 Uhr MESZ) bei mehr als 2,2 Millionen. Das bis vor gut drei Monaten praktisch noch völlig unbekannte Virus SARS-CoV-2 kann die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen.

Die meisten Todesfälle infolge der Coronavirus-Pandemie gab es der Hochschule in Baltimore zufolge bislang in den USA (rund 34.000), Italien (23.000), Spanien (19.000), gefolgt von Frankreich und Großbritannien. Die Daten der US-Forscher zeigen in der Regel höhere Stände als jene der Weltgesundheitsorganisation (WHO), weil sie regelmäßiger aktualisiert werden. In manchen Fällen wurden Infektions- und Todeszahlen zuletzt aber auch wieder nach unten korrigiert. Die WHO hatte bis Donnerstag weltweit gut 130.000 Corona-Todesfälle und rund 2 Millionen bekannte Infektionen gemeldet.

Die Zahl der bekannten Infektionen pro Land wiederum lässt sich wegen der unterschiedlichen Testquote und einer hohen Dunkelziffer nur begrenzt vergleichen. Rein an den absoluten Zahlen gemessen gab es die meisten Infektionen der Universität zufolge mit fast 700.000 Fällen in den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern. An zweiter Stelle stand der Johns-Hopkins-Universität zufolge Spanien mit rund 190.000 bekannten Infektionen, in Italien waren es mehr als 170.000.

Trump will US-Landwirtschaft mit 19 Milliarden Dollar unterstützen

US-Präsident Donald Trump hat in der Corona-Krise ein Hilfspaket mit einem Volumen von 19 Milliarden Dollar (rund 17,5 Milliarden Euro) für Landwirte in den Vereinigten Staaten angekündigt. Die Ankündigung machte er am Freitagabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

Landwirtschaftsminister Sonny Perdue erläuterte, 16 Milliarden Dollar aus diesem Paket würden direkt an Landwirte ausgezahlt. Mit den verbleibenden drei Milliarden werde die Regierung Agrarprodukte aufkaufen. Die Mittel sind im Rahmen von früheren Hilfspaketen wegen der Corona-Krise bereits vom US-Kongress freigegeben.

Firmen von Schutzkleidung kommen an ihre Grenzen

Die Schutzkleidungsfirmen in Deutschland kommen wegen der Corona-Krise an den Rand ihrer Kapazitäten. Die Unternehmen hätten ihre Lieferfähigkeiten wegen der drastisch erhöhten Nachfrage “seit vielen Wochen bis zum Anschlag erhöht”, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands Medizintechnologie in Berlin, Marc-Pierre Möll, der Deutschen Presse-Agentur.

Der Aufbau einer Produktion in Deutschland müsse jetzt von der Bundesregierung unbürokratisch gefördert werden. “Wenn der Aufbau politisch gewollt wird und es garantierte Abgabemengen zu fairen Preisen gibt, gibt es keine Schwierigkeiten”, so Möll. Eine neue Produktionslinie könne in drei bis vier Monaten aufgebaut werden, einzelne Firmen hätten schon damit begonnen, hieß es.

Bundeswehr bereitet sich auf Einsatz in Coronavirus-Krise vor

Für den Einsatz in der Corona-Krise hält die Bundeswehr inzwischen mehr als 37.000 Soldaten zur Unterstützung von Ländern und Kommunen bereit. Zu dem Einsatzkontingent “Hilfeleistung Corona” gehörten mehr als 17.000 Männer und Frauen aus dem Sanitätsdienst der Streitkräfte, heißt es in einer Vorlage für die Spitze des Verteidigungsministeriums, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

In den fünf Bundeswehrkrankenhäusern wurden in dieser Woche für die normale Pflege von Covid-19-Patienten demnach insgesamt 820 Betten vorgehalten, von denen 48 belegt waren (letzter Stand: Mittwoch). Für die intensivmedizinische Behandlung gab es 159 Betten in den Krankenhäusern, von denen 23 mit Covid-19-Patienten belegt und knapp 100 frei waren.

Bei einer Lockerung der verordneten Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Leben sei binnen 10 bis 14 Tagen mit einem Stresstest für zivile Krankenhäuser und die Einrichtungen des Sanitätswesens zu rechnen, hieß es. In den Bundeswehrkrankenhäusern wurden bereits vor der Krise etwa 80 Prozent Zivilisten behandelt. In der Bundeswehr gab es bislang mindestens 314 Corona-Fälle. Aktuell infiziert sind 116 Männer und Frauen, genesen etwa 200.

Maskenpflicht auch in Mecklenburg-Vorpommern

Ebenso wie Sachsen führt auch Mecklenburg-Vorpommern eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr ein. Wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Freitag in Schwerin sagte, müssen Nutzer von Straßenbahn, Bus oder Taxi im Kampf gegen das Coronavirus künftig einen Mund- und Nasenschutz tragen. Alternativ könne auch ein Tuch als Schutz getragen werden.

Wirbel um Ebola-Mittel

Die dringende Suche nach einem Medikament gegen das Coronavirus läuft weiter. Nun gibt es Wirbel um ein Mittel, das eigentlich zur Bekämpfung des Ebola-Virus entwickelt wurde. “Remdesivir” soll Erfolge bei der Behandlung von Covid-19-Patienten gezeigt haben – doch die Studien sind umstritten.

Brandenburg: Kleinere Läden dürfen wieder öffnen

Kleinere Läden dürfen in Brandenburg ab Mittwoch nächster Woche wieder öffnen – auch in Einkaufszentren. Das gilt für einzelne Geschäfte mit bis zu 800 Quadratmeter Verkaufsfläche oder für die Geschäfte, die sie auf diese Fläche verkleinern, wie das Kabinett am Freitag in Potsdam beschloss. Unabhängig von der Größe dürfen dann auch Auto-, Fahrrad- und Buchhändler wieder aufmachen.

Brandenburg hat sich dafür mit dem Nachbarland Berlin abgestimmt. Dort sollen Geschäfte bis 800 Quadratmeter Verkaufsfläche am Mittwoch oder Donnerstag öffnen. Möglicherweise regelt Berlin auch die Öffnung von Warenhäusern. Fahrrad- und Buchhändler haben über eine Sonderregelung ohnehin weiter aufgehabt.

Abschlussprüfungen in Hessen verschoben

Hessen verschiebt wegen der Corona-Pandemie die Abschlussprüfungen für Real und Hauptschulen. Die schriftlichen Examen seien nun vom 25. bis 29. Mai vorgesehen, teilte das Kultusministerium am Freitag mit. Ursprünglich waren sie zwei Wochen früher geplant gewesen. Auch für die Fachoberschulen wurden die Abschlussprüfungen verschoben und nun auf den Zeitraum zwischen dem 14. und 19. Mai terminiert. Entsprechend verschoben wurden auch die Termine für Nachzügler.

An Hessens Schulen wird vom 27. April an schrittweise wieder der Unterricht aufgenommen, beginnend zunächst mit den Abschlussjahrgängen und den vierten Klassen an Grundschulen.

Die Schülerinnen und Schüler in Hessen müssen zudem nicht damit rechnen, sitzenbleiben zu müssen. “Da die Leistungsbewertung in diesem Schulhalbjahr nur eingeschränkt möglich sein wird, soll in der Regel eine Versetzung erfolgen”, erklärte das Ministerium. In Fällen, bei denen schon vor Schließung der Schulen wegen des Coronavirus die schulischen Leistungen womöglich nicht für eine Versetzung gereicht hätte, soll das Gespräch mit Schüler und Eltern gesucht werden, um auf die Möglichkeit der freiwilligen Wiederholung des Schuljahres hinzuweisen.

Laschet rechnet mit Corona-Einschränkungen bis 2021

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) geht davon aus, dass sich die Menschen in Deutschland auf eine lange Phase des Verzichts einstellen müssen. “Es wird weiterhin Einschränkungen geben müssen, sicher bis zum Ende des Jahres, wahrscheinlich darüber hinaus”, sagt Laschet in einem Gespräch in der aktuellen Ausgabe des “Spiegel”. “Wir werden unser altes Leben noch lange nicht leben können. Abstand und Schutz werden Regel und Maßstab unseres Alltags bleiben.”

Der Ministerpräsident hatte zuletzt für eine Debatte über Exitstrategien plädiert, während Kanzlerin Angela Merkel die Erwartungen an Lockerungen gedämpft hatte. “Es gibt unterschiedliche Denkansätze”, sagt Laschet dazu. “Ich finde es wichtig, Perspektiven aufzuzeigen. Ich traue den Bürgern etwas zu. Und ich glaube, dass die Leute besser mitmachen, wenn man ihnen eine Perspektive gibt und öffentlich transparente Kriterien der Entscheidungsfindung diskutiert.”

Großbritannien meldet 847 neue Corona-Todesfälle in Krankenhäusern

In Großbritannien sind binnen 24 Stunden weitere 847 Menschen in Krankenhäusern nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Das waren nur 14 neue Todesfälle weniger als am Vortag, wie das britische Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte. Insgesamt starben in Großbritannien bislang mindestens 14.576 Infizierte. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle lag am Freitag bei knapp 109.000.

Anträge auf Corona-Soforthilfen wieder möglich

Nach der Aussetzung des Hilfsprogramms wegen Betrugsfällen können Selbstständige und Kleinunternehmer die Corona-Soforthilfen des Landes NRW ab sofort wieder beantragen. “Die Soforthilfe ist wieder gestartet”, teilte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Freitag mit, das entsprechende Antragsformular sei unter soforthilfe-corona.nrw.de seit dem Mittag wieder online verfügbar. “Bitte nutzen Sie ausschließlich diese Seite, denn das ist die einzig sichere”, appellierte Pinkwart.

Immer mehr Bundesländer melden Betrug mit staatlichen Soforthilfen

Immer mehr Bundesländer melden Fälle von Betrug mit staatlichen Corona-Soforthilfen. Nach Nordrhein-Westfalen und Hamburg berichteten am Freitag auch Berlin, Sachsen und Bremen von solchen Fällen. Verdachtsmomente auf versuchten Betrug gibt es laut dem nordrhein-westfälischen Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) zudem in Bayern und Baden-Württemberg. Die Betrüger versuchen meist, über gefälschte Webseiten Daten für Anträge auf Soforthilfen abzugreifen.

Erstes Bundesland: Sachsen mit Maskenpflicht für Nahverkehr und Einzelhandel

Sachsen hat für den öffentlichen Nahverkehr sowie für den Einzelhandel eine Maskenpflicht beschlossen. Die Regelung gelte von Montag an, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Freitag nach einer Sitzung des Kabinetts in Dresden. Zur Abdeckung von Nase und Mund müsse es keine teure FFP2-Maske sein, es reichten auch ein einfaches Tuch oder ein Schal, betonte der Regierungschef.

Wenn man in so vielen Bereichen zusätzliche Kontakte von Menschen zulasse, sei eine Maskenpflicht “die richtige Antwort”, so Kretschmer. 

Söder: Gehaltsverzicht bei Politikern und Beamten denkbar 

Angesichts der Corona-Krise hält CSU-Chef Markus Söder bei Politikern und Beamten einen Verzicht bei Gehältern und Diäten für denkbar. “Ich denke, da wird man insgesamt, was die Regierungen und Parlamente betrifft, ein Signal setzen”, sagte der bayerische Ministerpräsident der “Bild Zeitung”. Söder betonte, dass dies “in einer gemeinsamen Runde” entschieden werden müsse. “Da braucht es keinen Unter- oder Überbietungswettbewerb.”

Mit Blick auf die im Juni anstehende Erhöhung der Bundestagsdiäten sagte Söder, dies könne er sich derzeit “überhaupt nicht vorstellen”. Auch er selbst sei prinzipiell nicht abgeneigt, auf Geld zu verzichten: “Wir verzichten auf vieles, wir würden da auch vieles machen. Ich finde, es sollten aber alle gleich machen. Aber ich bin für alles bereit.” Dies betreffe aber den gesamten Beamtenbereich.

Schweden will Testkapazitäten drastisch erhöhen

Die schwedische Regierung hat angekündigt, die Coronavirus-Testkapazitäten drastisch hochzufahren. Angestellte in Schlüsselberufen wie Polizisten und Feuerwehrleute sowie Menschen mit starken Symptomen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen sollen in den kommenden Wochen vorrangig auf das Virus getestet werden, wie Gesundheitsministerin Lena Hallengren am Freitag mitteilte. Bei seiner im internationalen Vergleich sanften Eindämmungsstrategie gegen das Coronavirus will Schweden aber bleiben.

Maas: Keine Prognose zur Reisewarnung und Sommerurlaub

Bundesaußenminister Heiko Maas kann noch nicht abschätzen, ob die weltweite Reisewarnung für Touristen vor dem Sommer aufgehoben werden kann. “Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann man keine Prognose darüber treffen, wie lange die Reisewarnung aufrechterhalten wird”, sagte der SPD-Politiker am Freitag in Berlin. “Solange es Ausgangssperren gibt in vielen Ländern, wird dort auch kein Urlaub zu machen sein. Wir werden das von Woche zu Woche entscheiden, und wir werden uns versuchen so gut es geht auch europäisch abzustimmen.”

Maas hatte Mitte März eine Reisewarnung für alle touristischen Reisen ins Ausland ausgesprochen – ein bisher einmaliger Schritt. 

Experte: Künstliche Beatmung schadet nicht per se dauerhaft

Eine künstliche Beatmung, wie sie Covid-19-Patienten mit sehr schweren Verläufen erhalten, löst aus Expertensicht nicht grundsätzlich bleibende Gesundheitsschäden an der Lunge aus. “Wir haben keine Daten, die nahelegen, dass es tatsächlich einen dauerhaften Schaden zur Folge hat”, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), Michael Pfeifer, am Freitag. Zwar gebe es Patienten, bei denen beispielsweise der Heilungsprozess nach einer künstlichen Beatmung länger dauere. “Aber ob das dauerhaft ist, werden wir erst in einigen Monaten sehen.”

Land will Eisdielen-Verkauf nun doch erlauben

Zusammen mit vielen Geschäften sollen am Montag in Baden-Württemberg nun auch die Eisdielen wieder öffnen dürfen. Neben dem ohnehin erlaubten Abhol- und Lieferdienst soll auch der direkte Verkauf an der Theke wieder möglich sein, teilte das Wirtschaftsministerium am Freitag auf Anfrage mit. Voraussetzung sei, dass sämtliche Hygienevorschriften eingehalten würden. Das Ministerium hatte sich nach eigenen Angaben seit längerer Zeit für eine Öffnung eingesetzt.

Bund unterstützt Essenslieferungen für bedürftige Kinder

In der Corona-Krise sollen Kommunen Bundesmittel auch dafür nutzen können, bedürftigen Kindern ein kostenloses Mittagessen nach Hause zu liefern. Am Montag würden die Kommunen per Rundschreiben darüber informiert, dass sie die Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket flexibler einsetzen dürften, sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) beim Besuch einer Küche für Schulessen in Potsdam am Freitag.

UN fürchtet mindestens 300.000 Corona-Tote in Afrika

In Afrika könnten nach Einschätzung der Vereinten Nationen (UN) mindestens 300.000 Menschen am Coronavirus sterben. Die Pandemie drohe zudem 29 Millionen Menschen in extreme Armut zu stürzen, teilt die UN-Wirtschaftskommission für Afrika (UNECA) mit. Die Behörde fordert ein Rettungspaket von mindestens 100 Milliarden Dollar, um die Krankheit zu bekämpfen und ihre gesellschaftlichen Folgen abzufedern. Bisher sind in den 54 Ländern des Kontinents weniger als 20.000 Coronavirus-Infektionen registriert. Die WHO rechnet allerdings binnen drei bis sechs Monaten mit bis zu zehn Millionen Fällen.

Hälfte des Mittelstands droht bei längerem Shutdown Kollaps

Jeder zweite Mittelständler steht vor dem Aus, sollte der “Shutdown” der Wirtschaft noch vier weitere Wochen andauern. Das sagt Mittelstands-Präsident Mario Ohoven und verweist auf eine Umfrage seines Verbands. “Wenn die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden, müssen die Betriebe auch arbeiten dürfen.”

Mehr Alkohol durch Corona-Krise verkauft

Die Deutschen haben wegen der Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise deutlich mehr alkoholhaltige Getränke im Einzelhandel gekauft. Von Ende Februar bis Ende März wurde gut ein Drittel mehr Wein gekauft als im gleichen Zeitraum 2019, wie der “Spiegel” Daten des Marktforschungsinstituts GfK zitierte. Auch bei klaren Spirituosen wie Gin oder Korn beträgt die Steigerung demnach rund 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Verkauf von Alkoholmischgetränken wuchs demnach sogar um rund 87 Prozent, allerdings machen diese Getränke nur einen geringen Anteil am Gesamtmarkt aus. Ihre Biervorräte steigerten die Bürger um 11,5 Prozent, wie das Magazin unter Berufung auf die GfK-Zahlen weiter berichtete. Die Daten beruhen demnach auf regelmäßigen Einkäufen von 30.000 Haushalten.

Scholz: “Neue Normalität” wird uns ins neue Jahr begleiten

“Wir müssen eine neue Normalität entwickeln, die uns viele Monate und wahrscheinlich bis ins neue Jahr hinein begleiten wird”, sagt Bundesfinanzminister Olaf Scholz nach Gesprächen mit der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer in Berlin. Solange kein Impfstoff vorhanden sei, müsse sich die Gesellschaft so organisieren, dass eine Kontrolle des Infektionsgeschehens und ein gutes wirtschaftliches und soziales Leben gleichzeitig möglich seien. 

Regierung: Soforthilfe-Anträge über die Hälfte bearbeitet

Hessen hat in der Corona-Krise nach Angaben der Landesregierung mittlerweile mehr als eine halbe Milliarde Euro Soforthilfe für kleine und mittlere Firmen sowie Solo-Selbstständige bewilligt. “Bislang haben wir rund 57 000 Anträge bearbeitet. Damit ist über die Hälfte erledigt”, teilten der neue Finanzminister Michael Boddenberg (CDU), Innenminister Peter Beuth (CDU) und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Freitag mit. Insgesamt sind bislang 106 000 Anträge auf den nicht rückzahlbaren Zuschuss eingegangen.

Mehr als 240.000 Urlauber wieder zu Hause

Einen Monat nach Beginn der Rückholaktion der Bundesregierung sind mehr als 240.000 wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandete Deutsche wieder zu Hause. Außenminister Heiko Maas sagte am Freitag in Berlin, bei dieser größten Rückholaktion in der Geschichte der Bundesrepublik sei “großartiges vollbracht” worden. Bis in die nächste Woche sind weiter Sonderflüge mit den vom Auswärtigen Amt gecharterten Maschinen geplant, um Deutsche vor allem aus Südafrika und Südamerika, aber auch von den Pazifikinseln zurückzuholen. Danach werden sich die Botschaften zusammen mit den europäischen Partnern um die noch verbleibenden Einzelfälle kümmern.

Bund und Länder wollen Konzept zu Kita-Wiedereröffnungen erarbeiten

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) und ihre Länderkollegen haben sich über das weitere Vorgehen bei den Kita-Schließungen in der Corona-Krise verständigt. Eine Arbeitsgruppe solle ab Montag “Leitlinien und Empfehlungen zur schrittweisen Wiedereröffnung” erarbeiten, erklärte Giffey am Freitag nach der Telefonkonferenz. Das Konzept richte sich auf die Zeit nach dem 4. Mai.

Wann und wie genau es umgesetzt werde, “hängt vom Verlauf des Infektionsgeschehens ab”, betonte Giffey. In den Leitlinien solle es unter anderem um “kindheitspädagogische Fragen” sowie um Hygiene, Gesundheits- und Arbeitsschutz für die Erzieherinnen gehen. “Es sollen auch Aussagen über bestimmte besonders zu berücksichtigende Gruppen wie Kinder von erwerbstätigen Alleinerziehenden, Kinder mit Behinderungen oder Vorschulkinder getroffen werden.”

Bundesregierung verteidigt begrenzte Lockerungen

Die Bundesregierung hat die vorerst begrenzte Lockerung der Beschränkungen wegen der Corona-Epidemie etwa für den Einzelhandel verteidigt. Durch die Beschränkungen des öffentlichen Lebens in den vergangenen Wochen seien vorsichtige kleine Schritte der Öffnung möglich, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Er betonte zugleich: “Wir sind nicht auf sicherem Grund.” Es gebe keine Garantie, dass die Infektionskurve sich weiter abflache. Lockerungsschritte würden im 14-Tages-Rhythmus überprüft.

Konzept für Lockerungen bei Gottesdiensten in Arbeit

In den nächsten Wochen soll ein Konzept erarbeitet werden, damit wieder Gottesdienste in Kirchen stattfinden können. Das sagt ein Sprecher des Bundesinnenministeriums nach Beratungen mit mehreren Ländern und Religionsgemeinschaften. Ziel sei ein einheitliches Vorgehen in Deutschland. Das Thema werde sicherlich Ende des Monats bei den Beratungen von Bund und Ländern über weitere Lockerungsschritte aufgerufen werden.

Kinder-Notbetreuung wird ausgeweitet ohne einheitliche Regeln

In der Corona-Krise bekommen mehr Eltern einen Anspruch auf Notbetreuung für jüngere Kinder – es wird aber vorerst keine bundesweit einheitliche Regelung geben. “Bis mindestens zum 3. Mai 2020 regeln und erweitern die Bundesländer die Notbetreuung im Rahmen ihrer landesspezifischen Notwendigkeiten und Gegebenheiten”, heißt es in den Ergebnissen einer Telefonschalte, zu der Familienministerin Franziska Giffey ihre Länderkollegen eingeladen hatte. Die SPD-Ministerin hatte für bundesweite Regelungen geworben, die insbesondere auch Alleinerziehende berücksichtigen sollten. 

Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrates: Corona-Abgabe trifft Mittelstand

Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU e.V.: “Was auch immer als Corona-Abgabe oder Reichensteuer daherkommt, wird insbesondere den Kern des deutschen Mittelstands treffen: Für Personenunternehmer ist die Einkommensteuer die eigentliche Unternehmensteuer. Zudem haften sie mit ihrem persönlichen Vermögen. An das wollen dann wiederum alle herankommen, die eine Vermögensbesteuerung fordern. Diese würde die Eigenkapitalbasis der Familienunternehmen abschmelzen und sie wesentlich krisenanfälliger machen.”   

China korrigiert Zahlen in Wuhan: 1.290 mehr Tote als bisher berichtet

Die chinesische Stadt Wuhan hat die Zahl der Corona-Toten überraschend um rund 50 Prozent nach oben korrigiert. Wie die Behörden am Freitag berichteten, sind in der zentralchinesischen Metropole, in der die Pandemie ihren Ausgang genommen hatte, doch noch weitere 1.290 Menschen in Folge der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Toten in Wuhan auf 3.896 Tote. Bislang waren nur 2.579 Tote berichtet worden.

Die landesweite Gesamtzahl von bisher 3.342 Toten in China wurde am Freitag zunächst noch nicht offiziell korrigiert, dürfte sich damit aber auf mehr als 4.600 erhöhen. Die neuen Angaben bestätigen schon länger bestehende Vermutungen, dass in den offiziellen chinesischen Statistiken viele Fälle nicht mitgerechnet worden waren.

Es wurden mehrere Gründe für die erhebliche Korrektur genannt. So seien Patienten anfangs zuhause gestorben. Auch seien Krankenhäuser überfordert und Ärzte und medizinisches Personal mit dem Ansturm der Infizierten zu beschäftigt gewesen, “was zu verspäteten, fehlenden und falschen Berichten führte”, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Spahn: Schrittweise Rückkehr “in einen Regelbetrieb” in Kliniken

Die Krankenhäuser in Deutschland könnten nach Aussage von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ab Anfang Mai schrittweise “in einen Regelbetrieb” zurückkehren. Der CDU-Politiker machte am Freitag im ARD-“Morgenmagazin” deutlich, dass dabei “25, 30 Prozent” der Intensivbeatmungsbetten für Corona-Patienten freigehalten werden sollten.

RKI: Corona-Ansteckungsrate sinkt

Die Ansteckungsrate mit dem neuartigen Coronavirus ist in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts gesunken. Laut der am Donnerstagabend veröffentlichten RKI-Statistik steckt jeder Infizierte nunmehr weniger als einen weiteren Menschen an, die sogenannte Reproduktionsrate liegt bei 0,7. Das bedeutet, dass die Zahl der Neuerkrankungen leicht zurückgeht, wie das RKI berichtete. Anfang März lag die wichtige Kennziffer noch bei drei, am 8. April bei 1,3- jeweils mit einer gewissen Schwankungsbreite. Die Kennzahl gibt an, wie viele Menschen eine erkrankte Person im Durchschnitt infiziert.

KI-Präsident Lothar Wieler hatte am Dienstag gesagt, um die Epidemie abflauen zu lassen, müsste diese Reproduktionszahl unter 1 liegen, derzeit betrage sie 1,2. Wieler hatte allerdings auch gesagt, für eine Lockerung der Maßnahmen sei nicht nur die Reproduktionszahl relevant, sondern auch der Anteil immuner Menschen in der Bevölkerung sowie die Kapazitäten des Gesundheitssystems.

Eine Frau mit Mundschutz geht an einem Zeitungsständer vorbei: Auf der Titelseite einer Wirtschaftszeitung steht unter einem Bild von Bundeskanzlerin Merkel "Ausstieg aus dem Shutdown". (Quelle: dpa/Frank Rumpenhorst)Eine Frau mit Mundschutz geht an einem Zeitungsständer vorbei: Auf der Titelseite einer Wirtschaftszeitung steht unter einem Bild von Bundeskanzlerin Merkel “Ausstieg aus dem Shutdown”. (Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa)

Kanzleramtschef Braun: Um Erfolge beneidet uns die ganze Welt

Die Wirksamkeit der in der Corona-Krise ergriffenen Maßnahmen hat Deutschland laut Kanzleramtschef Helge Braun große internationale Anerkennung gebracht. Das Virus sei in den letzten Wochen deutlich zurückgedrängt worden, sagte der CDU-Politiker am Freitag im RBB-Inforadio. “Das ist ein Riesenerfolg, um den uns die ganze Welt beneidet”, sagte Braun. “Viele meiner Amtskollegen weltweit rufen mich an und fragen: “Wie habt ihr das geschafft?”.”

Trotz der Erfolge appellierte Braun weiter an Geduld und Disziplin der Bürger: Es sei wichtig, dass die Infektionskurve jetzt nicht wieder steil ansteige, damit Infizierte und deren Kontaktpersonen nachverfolgt werden könnten.

Länder fordern mehr Hilfen für Studenten in der Krise

Die Kultusministerkonferenz der Länder fordert, das Bafög in der Corona-Krise zu öffnen, um Studenten in finanzieller Not zu helfen. In einem Brief an Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) wird diese unter anderem gebeten, den Zugang zum Bafög kurzfristig für diejenigen zu ermöglichen, die zwar bisher keine Leistung bezogen haben, denen jetzt aber Einkommen wegbreche. Viele Studentenjobs zum Beispiel in der Gastronomie ruhen wegen des Shutdowns.

Auch bei der Förderungshöchstdauer des Bafögs sollte es nach Ansicht der KMK mit Blick auf die aktuelle Situation Lockerungen geben. Das laufende Sommersemester werde zwar kein verlorenes Semester sein, aber es werde wegen des unkalkulierbaren Verlaufs der Krise Unwägbarkeiten geben, heißt es in dem Schreiben, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.

Heil verteidigt langsame Lockerung von Anti-Corona-Maßnahmen

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat die langsame Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen gegen Kritik aus Wirtschaft und Opposition verteidigt. “Wir sind noch in der Akutphase. Schießen die Infektionszahlen wieder hoch, wäre das gesundheitlich und wirtschaftlich das Schlimmste, was uns passieren kann”, sagte Heil der “Neuen Osnabrücker Zeitung”. “Wir dürfen noch keine Entwarnung geben. Wir müssen Katastrophen wie in Italien, Frankreich oder New York vermeiden. Denn das würde auch zu wirtschaftlichen Rückschlägen ungeahnten Ausmaßes führen”, sagte Heil.

Schäuble bringt Verkürzung der Sommerferien ins Spiel

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat eine Verkürzung der Sommerferien ins Gespräch gebracht. “Bis auf Ausnahmen bleiben die Schulen noch einige Zeit geschlossen. Daher frage ich mich, ob die Verantwortlichen in den Ländern darüber nachdenken, die Schulferien in der Sommerzeit etwas zu verkürzen”, sagte der CDU-Politiker der Zeitung “Augsburger Allgemeine”. Ein solcher Schritt böte Schülern die Gelegenheit, den durch die Corona-Pandemie versäumten Unterrichtsstoff nachzuholen. “Im Moment ist ohnehin noch aus vielen Gründen unklar, wann und wie man im Sommer verreisen kann”, sagte Schäuble. Hier lesen Sie mehr zu der Debatte rund um die Sommerferien.

Balkone mit Sonnenschirmen (Symbolbild): CSU-Chef Söder empfiehlt, einen Deutschland-Urlaub zu planen. (Quelle: imago images)Balkone mit Sonnenschirmen (Symbolbild): CSU-Chef Söder empfiehlt, einen Deutschland-Urlaub zu planen. (Quelle: imago images)

Brasiliens Präsident Bolsonaro feuert Gesundheitsminister Mandetta

Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus hat der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro Gesundheitsminister Luiz Henrique Mandetta entlassen. Dies gab Mandetta selbst auf Twitter bekannt. “Ich möchte mich für die Gelegenheit bedanken, den Umgang mit der Pandemie zu planen, die große Herausforderung, die vor unserem Gesundheitssystem steht”, schrieb er nach einem Treffen mit Bolsonaro am Regierungssitz in Brasília. Hier lesen Sie mehr.

Bolsonaro und Mandetta (Archivfoto): Der brasilianische Gesundheitsminister wurde entlassen. (Quelle: Andre Borges / AP Photo / dpa)Bolsonaro und Mandetta (Archivfoto): Der brasilianische Gesundheitsminister wurde entlassen. (Quelle: Andre Borges / AP Photo / dpa)

Ärztepräsident warnt: Arztpraxen in Corona-Zeiten nicht meiden

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat die Bürger aufgefordert, trotz Corona-Pandemie bei Krankheitssymptomen oder Schmerzen Arztpraxen aufzusuchen. “Es gibt tatsächlich eine Vielzahl von chronisch Erkrankten, die aktuell nicht in den Praxen erscheinen, obwohl sie das normalerweise tun würden”, sagte Reinhardt der “Rheinischen Post”. “Auch die Zahl der Schlaganfall- und Herzinfarktpatienten in den Kliniken ist gerade rückläufig.” Es sei zu befürchten, dass diese Menschen Praxen und Kliniken aus Angst vor einer Coronavirus-Infektion meiden, sagte der Präsident der Bundesärztekammer. “Deshalb mein Rat: Bei starken Schmerzen oder Anzeichen auf schwere Erkrankungen, wie zum Beispiel Blinddarmentzündungen oder Schlaganfall- und Herzinfarktsymptome, bitte immer einen Arzt konsultieren.”

Boeing-Produktion soll kommende Woche wieder anlaufen

Der angeschlagene US-Luftfahrtriese Boeing will die aufgrund der Corona-Krise gestoppte Flugzeugproduktion schon in der kommenden Woche wieder anlaufen lassen. 

Der Betrieb in den Fabriken in der Region Puget Sound im Bundesstaat Washington solle ab 20. April schrittweise wieder hochgefahren werden, teilte der Airbus-Rivale am Donnerstag (Ortszeit) in Seattle mit. Boeings Aktie reagierte nachbörslich mit einem über achtprozentigen Kurssprung.

Boeing: Der angeschlagene US-Luftfahrtriese Boeing will die aufgrund der Corona-Krise gestoppte Flugzeugproduktion schon in der kommenden Woche wieder anlaufen lassen. (Quelle: Ted S. Warren/AP/dpa)Boeing: Der angeschlagene US-Luftfahrtriese Boeing will die aufgrund der Corona-Krise gestoppte Flugzeugproduktion schon in der kommenden Woche wieder anlaufen lassen. (Quelle: Ted S. Warren/AP/dpa)

Chinas Wirtschaftsleistung bricht ein

In Folge der Coronavirus-Pandemie ist Chinas Wirtschaft erstmals seit Jahrzehnten geschrumpft. Wie das Pekinger Statistikamt am Freitag mitteilte, verkleinerte sich das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Vorjahres um 6,8 Prozent. Es ist der erste negative Wert seit mindestens 1992, als die Volksrepublik damit begann, Wachstumszahlen quartalsweise zu veröffentlichen. Der Rückgang fiel zudem etwas stärker aus als von Experten erwartet – positiv überrascht haben dagegen Daten von der Industrie. Hier sank die Produktion im März nicht so stark wie befürchtet.

Corona-Krise in den USA: Beschränkungen in New York bis Mitte Mai verlängert

Im besonders heftig von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaat New York sind die relativ strengen Ausgangsbeschränkungen bis Mitte Mai verlängert worden.

In Absprache mit anderen Bundesstaaten der Region seien die Beschränkungen zunächst bis zum 15. Mai verlängert worden, sagte Gouverneur Andrew Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz. Wie es danach weitergehe, müsse man sehen. “Was passiert danach? Ich weiß es nicht. Das werden wir sehen, je nachdem was die Daten sagen.”

China verzeichnet 26 neue Fälle

China meldet 26 neue Infektionen mit dem Coronavirus. Elf Ansteckungen seien im Land erfolgt, 15 aus dem Ausland importiert worden, teilt die nationale Gesundheitskommission mit. Damit beträgt die Gesamtzahl der Infektionen 82.367. Am Vortag lag die Zahl der Neuinfektionen noch bei 46. Es gab den Angaben zufolge keine weiteren Todesfälle.

Mazyek: Schutz von Menschenleben hat höchste Priorität

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime (ZMD), Aiman Mazyek, hat um Verständnis für die strengen Auflagen in der Corona-Krise geworben. Gesundheitsschutz und der Schutz von Menschenleben in dieser Pandemie hätten für gläubige Muslime die allerhöchste Priorität. “So schwer es uns fällt, unsere Moscheen im Heiligen Monat Ramadan weiter geschlossen zu halten, so ist es unsere religiöse und bürgerliche Verantwortung, in der aktuellen Phase genau das zu tun”, sagte Mazyek der Nachrichtenagentur dpa.

Bulgarien verschärft Maßnahmen – Sofia abgeriegelt

Die bulgarische Hauptstadt Sofia ist im Kampf gegen die Ausbreitung des neuen Coronavirus vor den orthodoxen Osterfeiertagen für den Straßenverkehr unbefristet abgeriegelt worden. Fahrzeuge dürfen seit (dem heutigen) Freitag – dem orthodoxen Karfreitag – die Stadt weder verlassen noch in sie hineinfahren. Nach der Anordnung von Gesundheitsminister Kiril Ananiew sind nur wenige Ausnahmen erlaubt, unter anderem für Polizeiautos und Krankentransporte. Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen in dem ärmsten EU-Land war am Donnerstag sprunghaft auf 800 angestiegen, 38 infizierte Menschen starben.

Frankreichs Wirtschaftsminister fordert vorübergehenden Mietverzicht zugunsten kleiner Unternehmen

Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire erwartet von großen Immobilienunternehmen, in der Coronavirus-Krise die Miete für kleine Unternehmen zu streichen. Er bitte die großen Immobilienunternehmen, für die sehr kleinen Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten, die zur Schließung gezwungen wurden, drei Monatsmieten zu streichen. Le Maire forderte ausdrücklich keine Aufschiebung der Mietforderungen, sondern eine Aufhebung.

Uber schreibt bis zu 2,2 Milliarden Dollar ab

Der Fahrdienstvermittler Uber kündigt wegen der Corona-Krise milliardenschwere Abschreibungen an und zieht seine Jahresprognose zurück. Das Unternehmen teilte nach US-Börsenschluss mit, dass der Verlust im ersten Quartal aufgrund von Abwertungen in der Bilanz um 1,9 Milliarden bis 2,2 Milliarden Dollar höher als bislang angenommen ausfallen dürfte. Uber steckt ohnehin schon tief in den roten Zahlen, im Schlussquartal 2019 hatte der Konzern ein Minus von 1,1 Milliarden Dollar verbucht.

Drosten: Corona-Pandemie wird sich in Deutschland weiter verteilen

Die bislang ausgeprägten regionalen Unterschiede bei der Coronavirus-Epidemie in Deutschland werden sich nach Einschätzung des Virologen Christian Drosten auflösen. Der anfängliche Effekt, dass sich das Virus nach Einschleppungen zunächst stark lokal verbreitet, wie bisher in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, werde immer weiter verwischen, sagte der Charité-Wissenschaftler am Donnerstag im NDR-Podcast.

Es sei bereits zu sehen, dass sich die “lokale Clusterung” so langsam auflöse. “Das Virus wird sich jetzt über die nächsten Wochen und Monate, über den Sommer, in ganz Deutschland weiter verteilen.” Zu dieser gleichmäßigeren Verteilung komme es trotz der Maßnahmen zur sozialen Distanzierung, da es immer noch Übertragungen gebe.

Trump erläutert Richtlinien zu Lockerung der Corona-Maßnahmen

US-Präsident Donald Trump erläutert Richtlinien zur Lockerung der Corona-Maßnahmen. Die Bundesstaaten sollten schrittweise daran herangehen, sagt Trump. Sofern es die Umstände erlaubten, sollten Amerikaner wieder zur Arbeit zurückkehren. Die Gouverneure könnten die Vorschläge an die Lage in ihren jeweiligen Bundesstaaten anpassen. Sollten sie der Ansicht sein, die Maßnahmen noch nicht lockern zu können, sollten sie das tun. Hier lesen Sie mehr.

Donald Trump: Der US-Präsident will sein Land graduell zurück in die Normalität führen. (Quelle: AP/dpa/Alex Brandon)Donald Trump: Der US-Präsident will sein Land graduell zurück in die Normalität führen. (Quelle: Alex Brandon/AP/dpa)

Auszahlung von Soforthilfe-Zuschüssen des Bundes in Sachsen gestoppt

Auch in Sachsen sind betrügerische Webseiten zur Beantragung von Corona-Soforthilfen für Unternehmen aufgetaucht. “Die Auszahlung der Soforthilfe-Zuschüsse des Bundes wird bis zur Klärung des Sachverhaltes gestoppt”, teilte die Sächsische Aufbaubank (SAB) am Donnerstagabend mit. “Die Darlehen des Freistaates Sachsen sind davon nicht betroffen.” Die Bank habe “alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen, um Fehlleitungen öffentlicher Mittel zu vermeiden”. Anträge für beide Programme könnten weiterhin gestellt werden, erklärte die Bank.Hier lesen Sie mehr.

Ein Drittel der Deutschen fühlt sich durch Corona-Auflagen belastet

Die Einschränkungen der persönlichen Freiheit zur Bekämpfung der Corona-Pandemie empfindet einer Umfrage zufolge ein knappes Drittel (31 Prozent) der Deutschen als sehr starke oder starke Belastung. Die Mehrheit hat jedoch weniger bis gar keine Schwierigkeiten mit Kontaktverboten sowie der Schließung von Geschäften, Restaurants und Schulen, wie aus dem “Deutschlandtrend” im ARD-“Morgenmagazin” (Freitag) hervorgeht. Hier lesen Sie mehr.

Macron: Politisches Europa an einem “Moment der Wahrheit”

Das politische Europa befindet sich nach Ansicht von Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron angesichts der Corona-Pandemie an einem “Moment der Wahrheit”. Es werde sich nun entscheiden, “ob die Europäische Union ein politisches Projekt oder nur ein Wirtschaftsprojekt ist. Ich denke, es ist ein politisches Projekt”, sagte Macron am Donnerstag der britischen Zeitung “Financial Times”. Es stünden “menschliche Faktoren” wie Solidarität im Vordergrund, an denen sich auch die Wirtschaft orientieren müsse.Macron warnte, ein Mangel an Solidarität könne Populisten zur Macht verhelfen.

Macron plädierte auch bei den in der Corona-Krise anfallenden Kosten für europäische Solidarität. Dies richtete sich offenbar an Deutschland und die Niederlande, die sich gegen gemeinsame Anleihen, sogenannte Euro- oder Corona-Bonds, stemmen.

Ab 3. Mai: Schleswig-Holstein will Veranstaltungen mit bis zu 1.000 Teilnehmern erlauben

Schleswig-Holstein will in der Corona-Krise Veranstaltungen mit bis zu 1000 Teilnehmern erlauben. Eine entsprechende Verordnung solle bis zum 30. April erarbeitet werden und vom 3. Mai an umgesetzt werden, kündigte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Donnerstag in Kiel nach Beratungen der Koalitionsspitzen von CDU, Grünen FDP an. Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern sollen bis zum 31. August untersagt sein.

Nach Trump-Kritik: Merkel verteidigt WHO

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich nach der scharfen Kritik von US-Präsident Donald Trump an der WHO klar hinter die Weltgesundheitsorganisation gestellt. Bei einer von Trump einberufenen Videokonferenz der Staats- und Regierungschefs von sieben führenden Industrieländern (G7) habe Merkel betont, dass die Pandemie nur mit einer starken und koordinierten internationalen Antwort besiegt werden könne, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert nach der Schalte am Donnerstag mit. Hierfür habe sie der WHO sowie weiteren Partnern wie der Impfstoff-Allianz CEPI (“Coalition for Epidemic Preparedness Innovations”) und der Globalen Impfallianz GAVI ihre volle Unterstützung ausgesprochen. Hier lesen Sie mehr.

WHO-Chef über Lockerung der Maßnahmen: Sechs Bedingungen müssen erfüllt werden

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sechs Bedingungen aufgelistet, die vor der Lockerung von Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus erfüllt werden sollten. “Wenn wir das zu schnell machen, riskieren wir einen Wiederanstieg (der Fallzahlen), der noch schlimmer sein könnte als die aktuelle Situation”, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Donnerstag in seiner wöchentlichen Ansprache vor UN-Diplomaten in Genf. Vor allem sollten die Regierungen sicherstellen, dass die Ausbreitung des Virus unter Kontrolle sei. Diese Bedingung sei erfüllt, wenn die Gesundheitsbehörden die Herkunft jeder Infektion und sämtliche Infektions-Cluster kennen.

Die nationalen Gesundheitssysteme müssten zudem in der Lage sein, sämtliche neue Fälle aufzuspüren, diese Menschen zu testen, zu isolieren und sie zu behandeln. Auch sämtliche sozialen Kontakte infizierter Menschen müssten nachvollzogen werden.

Tedros betonte auch, dass Länder, die ihre Maßnahmen lockern wollen, die Infektionsrisiken in besonders gefährdeten Umgebungen wie Krankenhäusern und Arztpraxen minimieren müssten. Zudem brauche es Präventionsmaßnahmen an Arbeitsplätzen, in Schulen und in anderen wesentlichen Lebensbereichen.

Die Staaten müssten das Risiko beachten, dass Einreisende das Virus wieder ins Land bringen könnten. Als sechsten Punkt führte Tedros auf, dass die Gemeinschaften ausreichend über das Virus informiert worden seien und damit “ermächtigt sind, sich auf die neue Situation angemessen einzustellen und entsprechend zu verhalten, um Infektionen vorzubeugen”.

Opferzahl in Großbritannien steigt wieder

In Großbritannien sind binnen 24 Stunden weitere 861 Menschen in Krankenhäusern nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Das waren fast hundert neue Todesfälle mehr als am Vortag, wie das britische Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte. In den vergangenen Tagen hatte sich der Anstieg der Opferzahlen noch verlangsamt.

Insgesamt starben in Großbritannien bislang 13.729 Infizierte. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle überschritt am Donnerstag die Marke von 100.000.

Die britische Regierung wird voraussichtlich eine Verlängerung der am 23. März verhängten Ausgangssperre beschließen. Außenminister Dominic Raab, der den an der Lungenkrankheit Covid-19 erkrankten Premierminister Boris Johnson vertritt, will nach Beratungen mit seinen Ministerkollegen am Donnerstag eine Entscheidung verkünden.

Scholz erwägt Steuererhöhungen für Besserverdienende

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) schließt eine höhere Besteuerung von Besserverdienern zur Finanzierung der Corona-Krise nicht aus. “Wir haben uns vorgenommen, dass wir zusätzliche Schulden wieder zurückführen ab 2023”, sagte Scholz am Donnerstag zu “Bild live”. Dieses Ziel lasse sich “nur mit einem fairen und gerechten Steuersystem schultern”. Dabei müsse es absehbar “mehr in Richtung Gerechtigkeit gehen”.

Die Frage der Zusatzschulden könne “nicht mit Steuersenkungen für Spitzenverdiener beantwortet werden”, betonte der SPD-Politiker. Die Haltung seiner Partei sei immer gewesen, “kleine und mittlere Einkommen zu entlasten”. Er fügte hinzu: “Und diejenigen, die ein paar Hunderttausend Euro verdienen, können vielleicht dafür sorgen, dass diese Entlastungen auch finanziert werden können.”

Scholz sprach sich zudem dafür aus, nach Überwindung der Corona-Krise bestimmte Berufsgruppen im Einkommen besserzustellen. Um die Wirtschaft wieder anzukurbeln, sei auch die Frage entscheidend, “wie wir die Einkommen der Bürgerinnen und Bürger sichern können”. Dabei sei besonders darauf zu achten, “dass diejenigen, die wir jetzt Helden des Alltags nennen, dann auch nach der Krise mal mehr verdienen”, sagte der Finanzminister mit Blick auf Pflegekräfte, Verkaufspersonal oder Krankenschwestern.

Braun: Familienfeste im Sommer nicht zu empfehlen 

Trotz der leichten Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen rät Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) davon ab, Familienfeste wie etwa Hochzeiten für den Sommer zu planen. In der aktuellen Lage sei dies nicht zu empfehlen, sagte Braun am Donnerstag “Bild Live”. “Die Gefahr, dass man sie kurzfristig wieder absagen muss, weil das Virus noch den ganzen Sommer über im Land sein wird, ist einfach zu groß.”

Schweiz lockert Maßnahmen ab Ende April

Die Schweizer Regierung lockert vom 27. April an schrittweise die Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. Wie Präsidentin Simonetta Sommaruga am Donnerstag mitteilte, dürfen dann unter anderem Friseursalons sowie Bau- und Gartenmärkte wieder öffnen. Die Geschäfte müssten aber ein “überzeugendes Schutzkonzept” vorlegen und dabei aufzeigen, wie die Kundschaft und die Angestellten geschützt werden. Auch die Einschränkungen etwa für Arztpraxen, Krankenhäuser und medizinische Massagen werden mit dem 27. April aufgehoben. Zwei Wochen später soll, sofern die Infektionen mit SARS-CoV-2 unter Kontrolle bleiben, der Unterricht an den meisten Schulen wieder aufgenommen werden.

In der Schweiz läuft das öffentliche Leben wegen der Coronavirus-Pandemie seit Mitte März auf Sparflamme. Fast alle Geschäfte sowie alle Restaurants, Märkte, Museen und Freizeitbetriebe sind derzeit geschlossen. Hotels und andere Beherbergungsbetriebe wurden von der Maßnahme ausgenommen. Private und öffentliche Veranstaltungen sind verboten.

Der dritte Schritt der Lockerungen soll nach Angaben von Sommaruga im Idealfall am 8. Juni folgen. Wie die Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete, sollen Berufs- und Hochschulen dann wieder Präsenzveranstaltungen abhalten dürfen. Gleichzeitig sollen Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe wie Museen, Bibliotheken, botanische Gärten und Zoos wieder öffnen und das Versammlungsverbot gelockert werden. Die Details zu dieser Etappe will der Bundesrat Keystone-SDA zufolge am 27. Mai beschließen.

Zwei Drittel der Deutschen hält Gottesdienste für nicht notwendig 

Mehr als zwei Drittel der Deutschen halten öffentliche Gottesdienste in der Corona-Krise einer Umfrage zufolge für nicht notwendig. Nach einer repräsentativen Befragung des Meinungsforschungsinstituts Insa Consulere für die Zeitung “Tagespost” (Würzburg) sind nur zwölf Prozent der Deutschen dafür, Gottesdienste auch während der Pandemie zu erlauben.

Unter Katholiken sprechen sich demnach nur 15 Prozent dafür aus, dass Gläubige derzeit bei Gottesdiensten persönlich anwesend sein dürfen. 69 Prozent seien dagegen. Bei Protestanten seien 13 Prozent dafür, 71 Prozent dagegen. Für die Erhebung wurden zwischen dem 10. und dem 13. April mehr als 2.000 Erwachsene befragt.

Markus Söder während der Kabinettssitzung: Der Ministerpräsident von Bayern zeigt eine Gesichtsmaske mit der bayerische Rautenflagge. (Quelle: dpa/Sven Hoppe)Markus Söder während der Kabinettssitzung: Der Ministerpräsident von Bayern zeigt eine Gesichtsmaske mit der bayerische Rautenflagge. (Quelle: Sven Hoppe/dpa)

Markus Söder stellt Sonderplan für Bayern vor

In einer Pressekonferenz hat der bayerische Ministerpräsident Markus Söder die Ergebnisse der heutigen Kabinettssitzung vorgestellt. Bayern wird bei den Lockerungen vorsichtiger vorgehen als andere Bundesländer. Hier finden Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen.

USA: Insgesamt 22 Millionen Arbeitslosenmeldungen in Corona-Krise

In den USA hat es innerhalb einer Woche 5,2 Millionen neue Arbeitslosenmeldungen gegeben. Damit haben sich binnen vier Wochen rund 22 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Mehr dazu lesen Sie hier. 

Bundesverfassungsgericht hebt Demo-Verbot teilweise auf

Das Bundesverfassungsgericht hat zum ersten Mal einem Eilantrag gegen ein wegen der Corona-Schutzmaßnahmen verhängtes Verbot teilweise stattgegeben. Dabei ging es um mehrere in Gießen geplante Demonstrationen unter dem Motto “Gesundheit stärken statt Grundrechte schwächen – Schutz vor Viren, nicht vor Menschen”. Die Behörden hatten die Demos nicht erlaubt. Dabei waren sie davon ausgegangen, dass die hessische Corona-Verordnung Versammlungen von mehr als zwei Personen, die nicht zusammenleben, generell verbiete. Tatsächlich bestehe zum Schutz der Versammlungsfreiheit aber ein Entscheidungsspielraum, teilte das Gericht in Karlsruhe am Donnerstag mit. Die Stadt Gießen muss nun neu entscheiden, ob die für Donnerstag- und Freitagnachmittag geplanten Demonstrationen unter Auflagen erlaubt oder trotzdem verboten werden.

Hanau führt Maskenpflicht ein 

Nach den angekündigten schrittweisen Öffnungen im Einzelhandel ab kommender Woche hat die Stadt Hanau wegen der Corona-Infektionsgefahr für das Betreten der Geschäfte eine Maskenpflicht angeordnet. “Die dringende Empfehlung der Bundes- und Landesregierung, sich mit einem Mund-Nasen-Schutz verantwortungsbewusst und rücksichtsvoll in der Öffentlichkeit zu verhalten, haben wir dahingehend erweitert, dass ab Montag in Hanau jeder, der ein Ladengeschäft betritt, eine solche Behelfs- oder Alltagsmaske tragen muss”, teilte Oberbürgermeister Claus Kaminsky mit. Diese Maskenpflicht solle auch im Öffentlichen Personennahverkehr gelten.

Bisher geschlossene Läden mit einer Verkaufsfläche bis 800 Quadratmeter dürfen nach einer Ankündigung der Landesregierung in Hessen wieder aufmachen. Unabhängig von der Ladengröße gilt dies auch für Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen. Regierungschef Volker Bouffier (CDU) geht davon aus, dass dies im Laufe der kommenden Woche soweit sein wird.

Österreich: Alle Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sollen getestet werden

Österreich will alle Mitarbeiter und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen auf das Coronavirus testen. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sagte am bei einer Pressekonferenz in Wien, dass dies “der ganz große, zentrale Schwerpunkt” der künftigen Teststrategie in der Alpenrepublik sei. Laut Anschober betrifft die Maßnahme 130.000 Menschen in mehr als 900 Einrichtungen. Bisher hat Österreich insgesamt rund 157.000 Corona-Tests durchgeführt.

Anschober verwies auf Beispiele aus anderen europäischen Ländern, in denen sich das Coronavirus in Alten- und Pflegeheimen oft stark ausgebreitet hatte. Hier sei auch die Sterblichkeit durch das Virus hoch. Die veränderte Teststrategie für Österreich beinhalte auch mehr Tests bei Mitarbeitern im Handel. Bis zuletzt wurden in der Alpenrepublik vor allem Verdachtsfälle auf SARS-CoV-2 getestet. Von denen gebe es inzwischen immer weniger, sagte der Minister.

Berichte: Großbritannien verlängert strenge Maßnahmen 

Großbritannien will die Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie britischen Medien zufolge um drei Wochen verlängern. Die Entscheidung solle nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats Cobra noch am Donnerstag offiziell verkündet werden. Gesundheitsminister Matt Hancock sagte dem Sender BBC: “Für Änderungen ist es noch zu früh. Die Zahlen gehen noch nicht zurück.” Details nannte der Minister nicht.

Die Ausgangsbeschränkungen waren am 23. März verhängt worden. Die Briten dürfen ihre Wohnungen kaum noch verlassen. Erlaubt sind der Einkauf wesentlicher Dinge wie Lebensmittel und Medikamente. Alle Läden, die nicht zur Grundversorgung dienen, sind geschlossen. Sport ist nur einmal am Tag und nur mit Mitgliedern desselben Haushalts erlaubt. Versammlungen von mehr als zwei Personen sind verboten.

Ein Corona-Patient verlässt einen Krankenwagen: In Japan werden Hotels derzeit als Unterkunft für Patienten mit milden Symptomen genutzt, um Krankenhausbetten freizuhalten. (Quelle: imago images/Viola Kam)Ein Corona-Patient verlässt einen Krankenwagen: In Japan werden Hotels derzeit als Unterkunft für Patienten mit milden Symptomen genutzt, um Krankenhausbetten freizuhalten. (Quelle: Viola Kam/imago images)

Japan: Kollaps des Gesundheitssystems befürchtet

Japanische Ärzte haben angesichts der staatlichen Restriktion von Coronavirus-Tests vor einem Zusammenbruch des Gesundheitssystems gewarnt. Wie japanische Medien berichteten, forderten Krankenhäuser in der Stadt Kyoto in einer gemeinsamen Erklärung den Staat auf, Coronatests mit öffentlichen Mitteln auch für Patienten zuzulassen, die keine Symptome aufzeigen. Angesichts steigender Infektionszahlen habe Regierungschef Shinzo Abe entschieden, den bisher nur für die Hauptstadt Tokio und einzelne andere Provinzen geltenden Notstand auf das ganze Land auszuweiten.

Bislang würden in Japan nur Corona-Tests bei Patienten von der Versicherung bezahlt, die Symptome wie Fieber haben, hieß es. Als Folge dieser Politik könnten sich Ärzte und Krankenschwestern bei Operationen oder Geburten infizieren, wenn symptomlose Patienten das Virus in sich tragen, hieß es. Bei vielen Menschen führt eine Infektion mit SARS-CoV-2 zu keinen oder zumindest nur sehr milden Symptomen.

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im Parlament: Das Europäische Parlament bliebt bei der Sondersitzung am Donnerstag weitestgehend leer. (Quelle: dpa/Laurie Diffembacq/European Parliament)Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im Parlament: Das Europäische Parlament bliebt bei der Sondersitzung am Donnerstag weitestgehend leer. (Quelle: Laurie Diffembacq/European Parliament/dpa)

Von der Leyen: Europa ist “pochendes Herz der Solidarität” in der Welt

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat davor gewarnt, die Europäische Union in der Corona-Krise schlecht zu reden. Zwar sei anfangs niemand auf die Pandemie vorbereitet gewesen und gerade Italien hätte mehr geholfen werden müssen, sagte von der Leyen im Europaparlament in Brüssel. Dafür entschuldige sich Europa als Ganzes und habe erkannt, dass man sich gegenseitig schützen müsse.

“Und die Wahrheit ist, dass Europa in der Welt nun zum stark pochenden Herz der Solidarität geworden ist”, sagte von der Leyen. “Das wahre Europa steht auf, das Europa, das füreinander da ist, wenn es am dringendsten gebraucht wird.” Inzwischen unterstützten sich die Staaten gegenseitig mit medizinischem Personal und Gerät. “Das macht mich stolz, Europäerin zu sein”, sagte von der Leyen.

Natürlich wollten nun einige immer noch mit dem Finger auf andere zeigen und Schuldige suchen. Populistische Reden seien leichter auszusprechen als unpopuläre Wahrheiten. “Hier sage ich: Stopp! Hört auf damit und habt den Mut, die Wahrheit zu sagen”, sagte von der Leyen in der Sondersitzung vor nur wenigen Abgeordneten.

In Berlin starten am Montag die Abiturprüfungen 

In Berlin sollen die Abiturprüfungen auch angesichts der neuen Corona-Regelungen wie geplant ab Montag stattfinden. Es gehe darum, “dass auch unsere Berliner Jugendlichen in ganz Deutschland an den Hochschulen studieren können”, sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres im Rundfunk Berlin-Brandenburg. Bereits am 27. April sollen dann auch Zehntklässler wieder unterrichtet werden. In dem schrittweisen Hochfahren des Unterrichts soll dann am 4. Mai der Unterricht der Sechstklässler wieder beginnen.

Ab dem 4. Mai sollen dann vor allem auch die Schüler der Abschlussklassen wieder Unterricht erhalten, außerdem “qualifikationsrelevante” Jahrgänge, die im nächsten Schuljahr ihre Prüfungen ablegen. Auch für die letzten Grundschulklassen soll es den Beschlüssen von Bund und Ländern zufolge Anfang Mai wieder losgehen.

Bund spannt Schutzschirm für Warenverkehr und Lieferketten

Die Bundesregierung spannt in der Corona-Krise einen weiteren milliardenschweren Schutzschirm, um den Warenverkehr und Lieferketten abzusichern. Wie das Wirtschafts- und das Finanzministerium am Donnerstag mitteilten, geht es um ein Volumen von 30 Milliarden Euro. Ziel sei es, Lieferantenkredite deutscher Unternehmen zu sichern.

Der Bund übernimmt demnach für das Jahr 2020 eine Garantie für Entschädigungszahlungen der Kreditversicherer von bis zu 30 Milliarden Euro. Die Kreditversicherer beteiligten sich substanziell.

“Für viele Unternehmen ist diese Krise bedrohlich, weil sie keine Aufträge mehr erhalten” sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). “Und wenn noch Aufträge da sind, ist ungewiss, ob der Kunde am Ende zahlen kann. Deshalb sorgen wir mit einem Schutzschirm in Höhe von 30 Milliarden Euro dafür, dass Kreditversicherer weiter für etwaige Zahlungsausfälle einstehen und tragen dazu bei, die Lieferketten in Deutschland und weltweit aufrechtzuerhalten.”

GEW fordert deutliche Hygiene-Verbesserungen als Bedingung für Schulöffnungen 

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Kultusministerkonferenz aufgefordert, schnell Konzepte für eine schrittweise Öffnung der Schulen ab dem 4. Mai vorzulegen. “Dafür brauchen wir ein abgestimmtes, gemeinsames Handeln der Bundesländer”, erklärte die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe. Eine zentrale Rolle spiele dabei das Thema Hygiene. Die hygienischen Verhältnisse in den Schulen müssten nachhaltig verbessert werden, das dürfe nicht am Geld scheitern.

Schulen müssten regelmäßig grundständig gereinigt, Toiletten teils saniert werden. Zudem würden Flüssigseife, warmes Wasser, Einmalhandtücher und Desinfektionsmittel sowie hochwertige Atemschutzmasken und bei der Arbeit mit Kranken oder Behinderten Schutzbekleidung benötigt, erklärte Tepe. Zudem müssten die notwendigen Sicherheitsabstände gewährleistet werden, das gelte auch für die Flure und auf den Schulhöfen. Außerdem müssten Beschäftigte und Schüler aus Risikogruppen geschützt werden. “Sind diese Standards nicht zu gewährleisten, dürfen die Schulen nicht geöffnet werden”, erklärte Tepe.

Die GEW-Vorsitzende sprach sich auch dagegen aus, “Abschlussprüfungen jetzt auf Teufel komm raus durchzuziehen”. Es müsse möglich sein, “Abschlüsse und Noten auf Grundlage der bereits in diesem Schuljahr erbrachten Leistungen zu vergeben – plus eines Corona-Bonus”. Im Zweifel solle die Bewertung zugunsten des Schülers ausfallen.

Rheinland-Pfalz: Dreyer will Schulöffnung noch vor den Sommerferien 

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hofft auf eine Wiederaufnahme des Unterrichts für alle Schüler noch in diesem Schuljahr. Dreyer verwies im Deutschlandfunk auf die Kultusministerkonferenz der Länder, die bis Ende April ein Konzept zur stufenweisen Schulöffnung vorlegen soll. “Unser Ziel wäre es, wenn es irgendwie möglich ist, dass alle Schüler und Schülerinnen vor der Sommerpause auch noch mal in die Schule gehen können.” Gleichzeitig betonte sie: “Aber das wird natürlich abhängig sein vom Infektionsgeschehen. Wir müssen das betrachten, was passiert nach den Lockerungen.”

Helge Braun, Chef des Bundeskanzleramts (CDU):"Wir haben uns das alle nicht leicht gemacht." (Quelle: dpa)Helge Braun, Chef des Bundeskanzleramts (CDU):”Wir haben uns das alle nicht leicht gemacht.” (Quelle: dpa)

Kanzleramtschef: Volle Fußgängerzone “können wir nicht riskieren

Kanzleramtschef Helge Braun verteidigt die Beschlüsse für eine nur schrittweise und vorsichtige Lockerung der Maßnahmen. “Wir haben uns das alle nicht leicht gemacht, weil wir natürlich spüren, dass jetzt Menschen gerne wieder auf die Straße wollen”, sagt Braun im ARD-Morgenmagazin.

Zur anhaltenden Schließung größerer Geschäfte erklärte er, es gehe auch um eine Reduzierung des Publikumsverkehrs in den Innenstädten. “So eine normal gefüllte Fußgängerzone, so wie wir das von früher kennen, das können wir momentan auch nicht riskieren”, so Braun. “Und deshalb müssen die großen Geschäfte, die häufig die Publikumsmagneten sind, noch eine Weile geschlossen bleiben.”

Mit Graffiti verschmierte Schultoilette: Der Bundeselternrat kritisiert, die Schulen seien mit teilweise mangelhaften sanitären Anlagen nicht für die Corona-Krise gewappnet. (Quelle: imago images)Mit Graffiti verschmierte Schultoilette: Der Bundeselternrat kritisiert, die Schulen seien mit teilweise mangelhaften sanitären Anlagen nicht für die Corona-Krise gewappnet. (Quelle: imago images)

Bundeselternrat: Schulen mit maroden sanitären Einrichtungen nicht für Pandemie gerüstet

Der Vorsitzende des Bundeselternrats, Stephan Wassmuth, sieht die Schulen für die Wiedereröffnung nur mäßig gerüstet. “Die Wahrheit ist: Es ist ausgeschlossen, dass die Schulen ihre oft maroden sanitären Einrichtungen bis zum 4. Mai so in Ordnung bringen, wie es in dieser Pandemie-Situation nötig wäre.” Es fehle oft schon an warmem Wasser in den Toilettenräumen – “von Waschbecken in den Klassenräumen möchte ich gar nicht sprechen. Hier ist viele Jahre lang zu wenig getan worden. Das rächt sich jetzt bitter.” Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sagte dem “Redaktionsnetzwerk Deutschland”: “Die Schulen überall im Land stehen jetzt vor einer enormen Herausforderung, die schrittweise Öffnung unter strenger Einhaltung der Infektionsschutzregeln zu organisieren.”

Ein Corona-Patient in New York: In den USA ist die Zahl der Toten erneut drastisch gestiegen. (Quelle: AP/dpa/Mary Altaffer)Ein Corona-Patient in New York: In den USA ist die Zahl der Toten erneut drastisch gestiegen. (Quelle: Mary Altaffer/AP/dpa)

Fast 2.600 Corona-Tote in den USA binnen 24 Stunden

In den USA ist innerhalb von 24 Stunden die weltweite Höchstzahl von fast 2.600 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Laut einer Zählung der Johns-Hopkins-Universität vom Mittwochabend (Ortszeit) starben seit dem Vortag 2.569 Menschen an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Die Gesamtzahl der Todesopfer durch das Coronavirus in den USA stieg damit auf mehr als 28.300. Die Zahl der bekannten Infektionen liegt demnach insgesamt bei über 634.975.

Trump: Bürger freuen sich über “großen fetten Scheck” des Präsidenten

Auf den Schecks der Direkthilfen für amerikanische Steuerzahler wird als Absender auch der Name von US-Präsident Donald Trump stehen. Es handelt sich dabei um die Auszahlung von Geld im Rahmen des vom US-Kongress beschlossenen Corona-Konjunkturpakets. “Ich bin mir sicher, dass sich die Menschen sehr freuen werden, einen großen, fetten Scheck zu bekommen und mein Name steht darauf”, sagte Trump am Mittwochabend (Ortszeit) im Garten des Weißen Hauses. Hier lesen Sie mehr.

US-Präsident kündigt Richtlinien für Rückkehr zur Normalität an

US-Präsident Donald Trump hat in der Corona-Krise neue Richtlinien angekündigt, die eine Rückkehr zur Normalität in den Vereinigten Staaten einläuten sollen. Diese Richtlinien seiner Regierung für US-Bundesstaaten sollten an diesem Donnerstag vorgestellt werden, sagte Trump am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses. “Der Kampf dauert an, aber die Daten deuten daraufhin, dass wir landesweit den Höhepunkt der Fälle überwunden haben. Hoffentlich wird das andauern.” Trump fügte hinzu: “Während wir wachsam bleiben müssen, ist es deutlich, dass unsere aggressive Strategie funktioniert.” Trump sagte, manche Bundesstaaten könnten früher wieder öffnen als andere – sogar schon vor dem 1. Mai.

Trump droht mit Anordnung von Zwangspause für den Kongress

Der US-Präsident hat mit der Anordnung einer Zwangspause für das Parlament gedroht, um freie Stellen in seiner Regierung schnell ohne den Kongress besetzen zu können. Wegen der Coronavirus-Epidemie sei es nötig, dass die Regierung freie Positionen endlich besetzen könne, sagte Donald Trump am Mittwochabend (Ortszeit) im Garten des Weißen Hauses. Die Verfassung gebe ihm das Recht, eine solche Parlamentspause anzuordnen, sagte Trump. Hier lesen Sie mehr.

Donald Trump: Der US-Präsident will am Donnerstag (Ortszeit) neue Richtlinien verkünden. (Quelle: AP/dpa/Alex Brandon)Donald Trump: Der US-Präsident will am Donnerstag (Ortszeit) neue Richtlinien verkünden. (Quelle: Alex Brandon/AP/dpa)

USA wollen Berichte über Labor in Wuhan prüfen

Die US-Regierung will prüfen, ob das Coronavirus aus einem Labor im chinesischen Wuhan hervorgegangen ist, das teilte Präsident Donald Trump mit. US-Medien hatten zuvor berichtet, dass das Virus einem chinesischen Labor entstammt.

Demnach könnte sich ein Mitarbeiter bei Versuchen unbeabsichtigt infiziert und das Virus dann auf einen Markt getragen haben, wo es sich weiter ausbreitete. Die “Washington Post” berief sich auf Berichte von US-Diplomaten in China, die bereits vor zwei Jahren vor Sicherheitsrisiken im “Wuhan Institue of Virology” gewarnt haben sollen.

Bürgermeister von Los Angeles schließt Großveranstaltungen vor 2021 nahezu aus

Der Bürgermeister von Los Angeles hält es angesichts der Corona-Bedrohung für unwahrscheinlich, dass in diesem Jahr in seiner Stadt große Events wie Konzerte oder Sportveranstaltungen vor einem Live-Publikum stattfinden werden. “Es ist schwer vorstellbar, dass wir in absehbarer Zeit zu Tausenden zusammenkommen können”, sagte Eric Garcetti am Mittwoch dem US-Sender CNN. Ohne Impfstoff, Herdenimmunität oder eine Behandlung seien große Menschenansammlungen aus Sicht von Gesundheitsexperten nicht angebracht.

Linke will EU-Parlament auf Corona-Bonds festlegen

Im Kampf gegen die Folgen der Pandemie verlangt die Linke eine Festlegung des EU-Parlaments auf Corona-Bonds. Fraktionschef Martin Schirdewan sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Antwort des Parlaments auf die Krise falle zu schwach aus. “Wir brauchen kein zögerliches Schulterklopfen, sondern echte europäische Solidarität in Form von Corona-Bonds”, fügte er hinzu.

Wirtschaftsminister Altmaier hält Corona-Entscheidungen für vertretbar

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) verteidigt die Entscheidung der Bundesregierung, die Corona-Beschränkungen nur für wenige Wirtschaftszweige zu lockern. “Ich verstehe, dass jeder Bereich, der noch Einschränkungen unterliegt, möglichst schnell Lockerungen möchte”, sagt Altmaier der “Saarbrücker Zeitung”. Man könne aber “den Gürtel nur stufenweise weiter schnallen, um unser Gesundheitssystem nicht zu überlasten und die Neuinfizierten-Rate möglichst gering zu halten. Wir prüfen unser Vorgehen kontinuierlich anhand der Pandemie-Zahlen und Erfahrungen aus anderen Ländern.” Die Rückkehr zur Normalität werde aber noch eine Weile dauern “und es wird ein Weg der kleinen Schritte sein”, betont Altmaier.

Karliczek sieht Schulen vor “enormer Herausforderung”

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sieht die Schulen in der Corona-Krise vor einer “enormen Herausforderung”. Die nun beschlossene schrittweise Öffnung der Schulen sei “unter strenger Einhaltung der Infektionsschutzregeln zu organisieren”, sagte Karliczek dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. “Es sind viele komplexe Fragen zu lösen, ohne eine Erhöhung der Infektionsrate zu riskieren.”

Alle, die im Schulwesen Verantwortung trügen, verdienten nun Unterstützung und Respekt. Karliczek begrüßte, dass sich Bund und Länder auf eine gemeinsame Linie verständigt hätten. Die Einigung über die schrittweise Wiedereröffnung der Schulen sei für Millionen Schüler, Eltern und Lehrer von großer Bedeutung. “Hier gibt es nun eine erste Orientierung und eine Perspektive, wie es in den kommenden Wochen weitergeht.”

Zahl der Patienten in New York rückläufig

Im besonders stark von der Coronavirus-Pandemie betroffenen New York City gibt es offenbar Anzeichen einer Trendwende. Die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern sei rückläufig, sagte Gouverneur Andrew Cuomo. “Das Gesundheitssystem hat sich stabilisiert”, sagte Cuomo. “Die Furcht vor einer Überforderung des Gesundheitssystems hat sich nicht verwirklicht.” Cuomo warnte aber davor, dass der Staat noch nicht aus dem Gröbsten raus sei, man befinde sich nach wie vor in einer “monumentalen Gesundheitskrise”.

18.335 an Covid-19 erkrankte Patienten lägen in Kliniken und damit weniger als noch vor einigen Tagen. Die Krankenhäuser seien anders als zuvor befürchtet bislang nicht überfordert worden. Das liege vor allem an riesigen Anstrengungen aller Beteiligten. Die Krankenhäuser hätten beispielsweise mehr als 50 Prozent zusätzliche Kapazitäten für Patienten innerhalb von nur einem Monat geschaffen.

China verzeichnet 46 neue Fälle – keine neuen Todesopfer

China meldet einen Anstieg bei den lokalen Infektionsraten und einen Rückgang bei Coronavirus-Fällen bei Einreisenden aus Übersee. Die chinesische Hauptstadt Peking verzeichnet nach offiziellen Angeben zum ersten Mal seit mehr als drei Wochen neue Fälle. Durch strengere Grenzkontrollen und eine Beschränkung internationaler Flüge sei die Zahl der eingeschleppten Infektionen binnen 24 Stunden um zwei auf 34 gefallen. Die Zahl der lokal übertragenen Fälle sei von 10 einen Tag zuvor auf 12 gestiegen, drei davon seien in Peking aufgetreten, so die nationale Gesundheitskommission.

Insgesamt meldet das chinesische Festland 46 neue bestätigte Fälle, so viele wie am Vortag, womit sich die Gesamtzahl der bestätigten Fälle nach offiziellen Angaben auf 82.341 beläuft. China berücksichtigt bei seiner Zählung Patienten ohne klinische Symptome wie Husten oder Fieber nicht. Es seien keine weiteren Todesfälle aufgetreten, die Zahl der Todesopfer bleibt daher bei 3.342.

Schausteller-Chef warnt vor Aussterben von Volksfesten

Der Präsident des Deutschen Schaustellerbundes warnt angesichts der Veranstaltungsverbote im Zuge der Corona-Krise vor einem Aussterben der Volksfeste in Deutschland. “Eine 1.200 Jahre alte Kultur in Deutschland steht auf dem Spiel”, sagte Albert Ritter der “Augsburger Allgemeinen”. Die 5.000 hauptberuflichen Schaustellerfamilien und ihre 55.000 Mitarbeiter stünden mit dem Rücken zur Wand.

Der Schaustellerverbandschef forderte, Volksfeste unter Auflagen wie Abstandsregelungen und Schutzmaßnahmen wieder stattfinden zu lassen. Sein Verband wolle mit Gesundheitsämtern, Hygienefachleuten und Virologen entsprechend Handlungsempfehlungen erarbeiten. “Wenn wir mit den Behörden abgestimmte Hygienemaßnahmen haben, kann ich mir auch das Oktoberfest und den Cannstatter Wasen dieses Jahr vorstellen”, sagte der Schausteller-Chef.

Minister Müller: “Corona wird nicht die letzte Pandemie sein”

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hofft, dass die Weltgemeinschaft aus der Coronavirus-Pandemie auch Lehren für ständige Epidemien wie Masern oder Cholera ziehen kann. “Das glaube ich, denn Corona wird nicht die letzte Pandemie gewesen sein”, sagte Müller der “Schwäbischen Zeitung” und den Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft. Mit einer vorausschauenden Politik und einer Stärkung globaler Gesundheitsstrukturen könne viel erreicht werden, sagte der Minister.

Unter anderem schlägt Müller vor, die Weltgesundheitsorganisation (WHO), zu einem “Welt-Pandemie-Center” auszubauen: “Mit einem genauen Monitoring der Virus-Ausbrüche, wirksameren Maßnahmen zur Bekämpfung und einem globalen Forschungsverbund.” Experten hätten bereits 40 weitere Viren identifiziert, die das Potenzial haben, Pandemien auszulösen, warnte Müller. “Wir müssen und wir können uns dagegen wappnen – Corona ist daher auch ein Weckruf für stärkere internationale Zusammenarbeit”, sagte er der Zeitung.

United Airlines kürzt Flugbetrieb offenbar um 90 Prozent

Die US-Fluggesellschaft United Airlines kürzt in der Corona-Krise offenbar den Flugplan für Mai um 90 Prozent. Das geht aus einem Memo an die Mitarbeiter hervor, aus dem die Nachrichtenagentur Reuters zitiert. Demnach werde die Reduzierung des Betriebs möglicherweise auf Juni ausgeweitet.

Das Unternehmen stelle sich ab Oktober auch auf eine Verkleinerung der Belegschaft ein, heißt es. Die Nachfrage nach Reisen sei derzeit gleich Null und es gebe keine Anzeichen einer kurzfristigen Besserung, werden Geschäftsführer Oscar Munoz und Präsident Scott Kirby zitiert. Die schwierige wirtschaftliche Lage ziehe demnach auch schwierige Entscheidungen nach sich.

Laschet fühlt sich von Söders Warnung vor Überbietung nicht gemeint

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) fühlt sich von den Warnungen des bayerischen Regierungschefs Markus Söder (CSU) vor einer Überbietung der Länder bei den Lockerungen der Corona-Abwehr-Maßnahmen nicht angesprochen. Auf den Hinweis, dass er damit gemeint sei, sagte Laschet am Mittwochabend im ZDF-“Heute Journal”: “Das glaube ich nicht. Das ist ein netter Kollege, und wir verstehen uns gut.”

“Wir machen das, auf das wir uns heute verständigt haben”, sagte Laschet. Sein Land gehe “nicht mit schnellen Schritten, sondern behutsam” vor. “Ich habe immer gesprochen von kleinen Schritten, vor allem von verantwortungsvoller Normalität.” Er fügte aber hinzu: “Alles schließen, ist nicht das richtige Mittel.” Nordrhein-Westfalen stehe zu den von Bund und Ländern vereinbarten Maßnahmen. “Aber wir müssen uns auch klar machen: Die haben auch gesundheitliche Schäden.” Er wies darauf hin, dass etwa Reha-Kliniken geschlossen seien und Operationen verschoben würden.

Amnesty warnt vor Einschränkung von Menschenrechten

Amnesty International warnt vor zunehmenden Einschränkungen von Grundrechten in Europa im Zuge der Corona-Krise. Bereits im vergangenen Jahr habe es eine entsprechende Tendenz gegeben, die sich nun zu beschleunigen drohe, erklärte die Menschenrechtsorganisation am Mittwoch zur Veröffentlichung ihres Jahresberichts für Europa und Zentralasien.

“Dem Schutz der Menschenrechte kommt gerade in Krisen wie einer globalen Pandemie besondere Bedeutung zu”, sagte der Deutschland-Chef von Amnesty, Markus Beeko. “Übermäßig gefährdete Menschen wie Obdachlose oder Asylsuchende müssen ebenso geschützt werden wie grundlegende rechtsstaatliche Prinzipien geachtet.”

Corona-Pandemie: Gates-Stiftung spendet weitere 150 Millionen Dollar

Die Stiftung von Microsoft-Gründer Bill Gates und seiner Frau Melinda unterstützt den Kampf gegen die Corona-Pandemie mit weiteren 150 Millionen Dollar (etwa 138 Millionen Euro). Damit solle unter anderem die Entwicklung von Diagnosesystemen, Behandlungsmethoden und Impfstoffen gefördert, sowie Gesundheitssysteme in Afrika und Südasien gestärkt werden, teilte das Paar am Mittwoch mit. Einen ersten Betrag von rund 100 Millionen Dollar hatte die Stiftung dafür bereits vor einigen Monaten gespendet.

Söder: Kein Schüler in Deutschland soll wegen Corona-Krise sitzen bleiben

Wegen des Schulausfalls durch die Corona-Pandemie sollte in Deutschland nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kein Schüler sitzen bleiben müssen. Bei der von Bund und Ländern beschlossenen langsamen Schulöffnung ab Mai müssten die Kultusminister nochmals genau über die Modalitäten nachdenken, sagte Söder am Mittwochabend “Bild Live”. Unter anderem müsse eine Handhabung beim Thema Versetzungen gefunden werden. Keiner solle “sitzen bleiben, nur weil wegen Corona die Schulzeit verkürzt wurde”.

Söder kann sich Oktoberfest 2020 kaum vorstellen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht wegen der Corona-Pandemie das Oktoberfest in diesem Jahr in akuter Gefahr. “Ich bin sehr, sehr skeptisch und kann mir aus jetziger Sicht kaum vorstellen, dass eine solch große Veranstaltung überhaupt möglich ist zu dem Zeitpunkt”, sagte der CSU-Chef im Bayerischen Rundfunk.

Söder betonte, dass die finale Entscheidung aber noch nicht getroffen sei. In den kommenden beiden Wochen wolle er zusammen mit Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) darüber beraten und entscheiden. Grundsätzlich stehe das Volksfest aber “sicher” auf der Kippe. “Es wäre zwar schade, aber aus jetziger Sicht eher unwahrscheinlich”, betonte er.

Weiter positive Signale aus Italien

In Italien mehren sich positive Anzeichen in der Corona-Pandemie. Die Zahl der Intensivpatienten sank im Vergleich zum Vortag um mehr als 100 auf 3079 ab, wie der Zivilschutz am Mittwoch mitteilte. Insgesamt sind mittlerweile 165 155 Infizierte offiziell gemeldet, ein Anstieg im Vergleich zum Vortag um nur 1,6 Prozent – so wenig wie in mehr als einem Monat nicht. Allerdings sterben pro Tag immer noch Hunderte Menschen. Die Zahl der Toten stieg nun um 578 auf 21 645. Die Dunkelziffer liegt aber nach Expertenmeinung wesentlich höher.

Die Zahl der Patienten auf der Intensivstationen ist wichtig, weil die Krankenhäuser besonders im Norden hoffnungslos überfordert waren. Die Lage in den Hospitälern bestimmte mit darüber, welche Maßnahmen die Politik ergriffen hat. Die strengen Ausgangsverbote für die Bürger gelten noch bis mindestens 3. Mai, mit Schulöffnungen vor den Sommerferien wird nicht gerechnet. Italien ist weltweit eines der am schwersten getroffenen Länder in der Corona-Pandemie.

Frankreich meldet erstmals Rückgang der Corona-Krankenhauspatienten

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie hat Frankreich einen Rückgang bei den Krankenhauspatienten verzeichnet. Aufgrund “zahlreicher Entlassungen” gab es am Mittwoch 513 weniger Krankenhauspatienten als noch am Dienstag, wie die Gesundheitsbehörden meldeten. “Das ist ein erster Rückgang und er ist zu begrüßen”, sagte der Generaldirektor für Gesundheit, Jérôme Salomon.

Insgesamt sind nach offiziellen Angaben in Frankreich seit Anfang März 17.167 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Mehr als 10.600 Menschen starben demnach in Krankenhäusern sowie mehr als 6.500 in Altersheimen. Die Zahl der Intensivpatienten sei jedoch mit 273 Patienten weniger als am Vortag am siebten Tag in Folge gesunken, sagte Salomon weiter. Trotzdem bleibe die Zahl der schwer erkrankten Intensivpatienten mit 6.457 “sehr hoch”.

Lindner gehen Beschlüsse nicht weit genug

FDP-Chef Christian Lindner hat dafür plädiert, die Lockerungen noch etwas auszuweiten. “Wäre bei Handel, Gastronomie und Bildung nicht etwas mehr möglich, wenn Schutzkonzepte vorliegen?”, twitterte er. “Die Regierung sollte jedenfalls wöchentlich prüfen und nicht erst Ende April.”

Ihre Meinung ist gefragt!

Die strengen Kontaktregeln in Deutschland bleiben also vorerst bis 3. Mai inkraft. Bund und Länder einigten sich darauf, die seit Ende April geltenden Maßnahmen um zwei Wochen zu verlängern. Haben die Entscheidungsträger damit richtig gehandelt? Oder sind sie zu vorsichtig? Sagen Sie uns Ihre Meinung.

Laschet kündigt teilweise Schulöffnungen an

Nordrhein-Westfalen will nach den Worten von Ministerpräsident Armin Laschet die Schulen in der kommenden Woche teilweise wieder öffnen. Dies gelte für Prüfungs- und Prüfungen vorbereitende Abschlussklassen dieses Schuljahres. In NRW seien am 12. Mai die Abiturprüfungen geplant, hinzu komme der Abschluss der früheren Mittleren Reife. “Und genau die Klassen sind es, die in der nächsten Woche wieder in den Unterricht gehen können.” Ab dem 4. Mai sollten dann auch Schüler der allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen, die im nächsten Jahr ihre Prüfungen haben, hinzukommen sowie die letzte Grundschulklasse.

Mehr als 4000 neue Infektionen in der Türkei

Die Zahl der bekannten Erkrankungen in der Türkei ist um 4.281 gestiegen, die Zahl der Toten um 115. Den Angaben von Gesundheitsminister Fahrettin Koca zufolge sind damit insgesamt 69.392 Infektionen und 1.518 Todesfälle verzeichnet.

Bundeskanzlerin informiert über neue Maßnahmen

Wie entwickelt sich die Lage in Deutschland in der Corona-Krise? Bleiben die aktuellen Maßnahmen bestehen – oder werden einzelne Passagen gelockert? Und wie sieht der Plan für die nächsten Wochen und Monate aus? Bundeskanzlerin Angela Merkel hat auf einer mit Spannung erwarteten Pressekonferenz mit Vizekanzler Olaf Scholz, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher über die neuesten Erkenntnisse und Entscheidungen informiert. Die Einzelheiten erfahren Sie hier.

IW-Chef kritisiert: “Vergangene Wochen nicht zur Vorbereitung des Ausstiegs genutzt”

Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, hält die von Bund und Ländern beschlossenen Lockerungen des Corona-Lockdowns maximal für ausreichend. “Es ist das absolute Mindestmaß des Notwendigen”, sagte Hüther am Mittwochabend t-online.de. “Denn im Einzelhandel treffen wir oft auf Geschäftsmodelle mit kurzer Kapitaldecke und geringen Margen. Hier geht es um existentielle Fragen. Das gilt aber auch für Gastronomie und Hotels, wo kein Ende in Sicht ist.”

Nur bedingt zufrieden mit den Entscheidungen der Bundesregierung: IW-Chef Hüther. (Quelle: imago images/IPON)Nur bedingt zufrieden mit den Entscheidungen der Bundesregierung: IW-Chef Hüther. (Quelle: IPON/imago images)

Mit Blick auf die vergangenen Wochen bemängelte er, dass Bund und Länder zu zögerlich agiert hätten. “Es ist bedauerlich, dass die vergangenen Wochen seit Verhängen des Lockdowns nicht genutzt wurden, den Ausstieg systematisch vorzubereiten”, sagte Hüther. Testkapazitäten hätten noch schneller ausgebaut, neue Schutzkleidung zügiger beschafft werden müssen. “Wenn wir nicht schneller werden, dann wird der Lockdown unweigerlich zur großen Depression – mit gravierenden sozialen, psychischen und gesundheitlichen Folgen.”

Noch sei dennoch möglich, dass sich die Wirtschaft im Rahmen eines V-Szenarios erhole. Das aber, so der IW-Direktor, hänge maßgeblich von der internationalen Zusammenarbeit der Staaten ab. “Die liegt leider brach”, so Hüther. Weil alle Länder zu unterschiedlichen Zeitpunkten verschiedene Maßnahmen im Ausstieg aus dem Lockdown ergriffen, werde die Erholung “zäh sein und uns weitere wirtschaftspolitische Maßnahmen abverlangen”.

Hans: “Einschränkungen dürfen nicht zum Dauerzustand werden”

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans befürwortet die Entscheidungen der Bundesregierung im Hinblick auf die neuesten Entwicklungen in der Corona-Krise. “Die jetzigen Einschränkungen des öffentlichen, privaten und wirtschaftlichen Lebens dürfen nicht zum Dauerzustand werden”, sagte der 42-Jährige.

Befürwortet die Entscheidungen der Bundesregierung: Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans. (Quelle: imago images/Becker & Bredel)Befürwortet die Entscheidungen der Bundesregierung: Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans. (Quelle: Becker & Bredel/imago images)

“Deshalb haben sich Bund und Länder heute auf erste Erleichterungen verständigt. Bei allen Entscheidungen stehen aber nach wie vor der Schutz und die Gesundheit der Menschen an oberster Stelle!”

Bericht: Großveranstaltungen bis Ende August untersagt

Großveranstaltungen sollen wegen der Corona-Pandemie bis zum 31. August grundsätzlich untersagt werden – auch Fußballspiele sind davon betroffen. Die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einigten sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei einer Schaltkonferenz auf dieses prinzipielle Verbot.

Konkrete Regelungen, etwa zur Größe der Veranstaltungen, sollen durch die Länder getroffen werden.

Kreise: Geschäfte bis zu 800 Quadratmeter dürfen wieder öffnen

In der Corona-Krise sollen Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern unter Auflagen ab Montag wieder öffnen dürfen. Dies gilt unabhängig von der Verkaufsfläche auch für Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus den Beratungen der Ministerpräsidenten mit der Bundesregierung erfuhr. Supermärkte hatten ohnehin während der Krise geöffnet.

Die Geschäfte sollen demnach unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen wieder öffnen dürfen.

Die massiven Einschränkungen in der Corona-Krise mit der Schließung von Geschäften hatten die Wirtschaft schwer belastet. Der private Konsum ist eingebrochen, wie das Wirtschaftsministerium in einem aktuellen Bericht geschrieben hatte.

Schulen sollen schrittweise ab 4. Mai öffnen

Der Schulbetrieb in Deutschland soll am 4. Mai beginnend mit den Abschlussklassen, den Klassen, die im kommenden Jahr Prüfungen ablegen und den obersten Grundschulklassen wieder aufgenommen werden. Anstehende Prüfungen sind bereits vorher möglich. t-online.de hatte zuvor über eine entsprechende Einigung von Bund und Ländern berichtet.

In einer Beschlussvorlage für die Schalte von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten war die Rede davon, dass die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) bis zum 29. April ein Konzept vorlegen solle, “wie der Unterricht unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen, insbesondere unter Berücksichtigung des Abstandsgebots durch reduzierte Lerngruppengrößen, insgesamt wieder aufgenommen werden kann”.

Bund und Länder wollen Schutzmasken in Einzelhandel “dringend” empfehlen

Im Kampf gegen das Coronavirus wollen Bund und Länder das Tragen von Alltagsmasken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel “dringend” empfehlen. Eine generelle bundesweite Maskenpflicht soll es demnach aber nicht geben, wie die Deutsche Presse-Agentur aus den Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin erfuhr.

Rekordwert: Zwei Millionen Corona-Infizierte weltweit

Wie die Zahlen der amerikanische Johns-Hopkins-Universität belegen, gibt es aktuell nun über zwei Millionen Menschen weltweit, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Am Mittwochnachmittag stieg die Zahl auf 2.000.984 Menschen an, die sich global mit dem Erreger Covid-19 infiziert haben. Auf Deutschland fallen dabei 132.321 Infizierte. Mehr dazu lesen Sie hier.

New York erreicht Marke von 10.000 Corona-Todesopfern

In der Corona-Pandemie könnten in der Millionenmetropole New York bislang deutlich mehr Menschen gestorben sein als angenommen. Die Großstadt an der US-Ostküste fügte ihrer Statistik über die Todesopfer am Dienstag (Ortszeit) 3.778 “wahrscheinliche” Covid-19-Tote hinzu – damit steigt die Gesamtzahl an Todesopfern in New York City auf mehr als 10.000.

Die zusätzlichen Zahlen enthalten unter anderem Kranke, die in der Notaufnahme, zu Hause oder in einer Pflegeeinrichtung gestorben waren, aber nicht offiziell positiv auf das Virus getestet wurden. Die Annahme, dass die Toten unter Covid-19 litten, führen lokale Behörden Medienberichten zufolge auf ihre Symptome zurück. Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore zählte für die Stadt New York mit über 7.900 Corona-Toten zunächst weiterhin deutlich weniger als 10.000. Insgesamt sind in den USA bislang etwa 28.000 Menschen an dem Coronavirus gestorben.

Bayerisches Infektionsschutzgesetz von Bundestag angezweifelt

Ein Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags zweifelt in Teilen die Rechtmäßigkeit des bayerischen Infektionsschutzgesetzes zur Eindämmung der Corona-Pandemie an. Konkret bezieht sich die Kritik des fünfseitigen Gutachtens, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, auf die im Landesgesetz geregelten Möglichkeiten, medizinisches Material zu beschlagnahmen und medizinisches sowie pflegerisches Personal für bestimmte Arbeiten zu verpflichten.

Um diese Befugnisse nutzen zu können, muss die Regierung aber zuvor den Gesundheitsnotstand ausrufen. Am 25. März hatte der bayerische Landtag das Infektionsschutzgesetz beschlossen. Da die Beschlagnahmungen auch im Infektionsschutzgesetz (IfSG) des Bundes geregelt seien, sehen die Gutachter eine direkte Konsequenz für das bayerische Gesetz. Sie gehen davon aus, dass einer der Paragraphen im Gesetz eine Sperrwirkung in Bezug auf Regelungen zur Versorgung der Bevölkerung mit medizinischem und sanitärem Material bewirke, heißt es darin. Noch kritischer wird die Verpflichtungsoption für Mediziner und Pfleger interpretiert. Das Bundesgesetz enthält eine solche Regelung nicht, obwohl dies auch ursprünglich angedacht war.

Internationaler Währungsfond warnt vor “neuen Protesten”

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat vor sozialen Unruhen wegen der Coronavirus-Pandemie gewarnt. In einigen Ländern könne es “neue Proteste” geben, wenn Maßnahmen zur Abfederung der Covid-19-Krise als unzureichend empfunden würden, schreibt der IWF in einem  vorgelegten Bericht. Zu Unruhen könne es auch kommen, wenn der Eindruck entstehe, die Hilfen kämen “auf unfaire Weise” eher großen Unternehmen zugute als der Bevölkerung.

Besonders groß sei das Risiko in Ländern, in denen es bereits “weitverbreitete Korruption”, einen Mangel an Transparenz bei staatlichen Maßnahmen sowie schlechte öffentliche Dienstleistungen gebe, warnte der IWF. Der Bericht verweist auf soziale Unruhen in den vergangenen Jahren, die aus Unmut über wirtschaftspolitische Maßnahmen entstanden, etwa in Ecuador, Chile, Haiti, im Iran und in Frankreich mit der “Gelbwesten”-Bewegung.

Gerd Müller: “Deutschland wird Mittel für WHO erhöhen”

US-Präsident Donald Trump ist mit seinem Zahlungsstopp für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit auf Kritik gestoßen. Zu den Kritikern zählt auch Bundesentwicklungsminister Gerd Müller. “Die WHO muss jetzt gestärkt werden, nicht geschwächt. Inmitten der Pandemie die Mittel zu kürzen, ist der absolut falsche Weg”, sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. “Deutschland wird seine Mittel für die WHO erhöhen”, kündigte er an. Denn Corona werde nicht die letzte Pandemie sein. “Experten haben bereits 40 weitere Viren identifiziert, die das Potenzial haben, Pandemien auszulösen.”

Krisenkabinett: Geschäfte bis 800 Quadratmeter sollen bald wieder öffnen

Der Bund will ermöglichen, Geschäfte bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern wieder zu öffnen. Der Nachrichtenagentur Reuters soll dazu schon konkret der Entwurf einer Beschlussvorlage des Corona-Kabinetts vorliegen, in dem sich das abzeichnet. Die seit mehreren Wochen geltenden harten Kontaktbeschränkungen sollen demnach grundsätzlich bis zum 3. Mai verlängert werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Regierungssprecher Steffen Seibert: Er informiert über die Sitzung des Corona-Krisenkabinetts. (Quelle: imago images/ IPON)Regierungssprecher Steffen Seibert: Er informiert über die Sitzung des Corona-Krisenkabinetts. (Quelle: IPON/imago images)

Umsatz in US-Einzelhandel fällt auf Rekordtief

Die Umsätze der US-Einzelhändler sind im März wegen der Corona-Krise in Rekordtempo geschrumpft. Sie fielen um 8,7 Prozent zum Vormonat, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte. Das ist der stärkste Rückgang seit Beginn der Statistik 1992. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen waren von einem Minus von acht Prozent ausgegangen. Im Februar waren die Einnahmen nur um 0,2 Prozent gesunken. Wegen der Corona-Pandemie haben im vergangenen Monat Millionen Amerikaner binnen kurzer Zeit ihren Job verloren, während zahlreiche Geschäfte geschlossen bleiben müssen.

BER muss Probelauf verschieben

Die Betreiber des neuen Hauptstadtflughafens BER haben den für Ende April geplanten ersten Probelauf mit Komparsen wegen der Corona-Krise auf den Sommer verschoben. Zuvor hatte das Branchenportal Aviationnetonline berichtet. Der für Ende Oktober geplante Eröffnungstermin des Flughafens sei nicht in Gefahr, betonte Lütke Daldrup. Die Komparsen sollten an dem Tag an einer Brandschutz- und Räumungsübung am Hauptterminal sowie am Flughafenbahnhof teilnehmen. Weitere Komparsentests, bei denen die Abläufe am BER geübt werden sollen, sind für Juni und Juli geplant.

Regierung: “Jeden Übermut, jede Nachlässigkeit vermeiden”

Die Bundesregierung mahnt bei einer schrittweisen Lockerung der harten Beschränkungen wegen der Corona-Krise zu größter Umsicht. “Der Pfad, den wir also in den nächsten Wochen gehen müssen, ist ein schmaler zwischen vorsichtiger, schrittweiser Lockerung und Bewahrung unserer Fortschritte im Kampf gegen die Epidemie”, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert nach einer Sitzung von Kanzlerin Angela Merkel mit dem Corona-Kabinett. Dabei war ein Beschlussvorschlag erarbeitet worden, mit dem Merkel am Nachmittag in die Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder über mögliche Lockerungen gehen will.

Seibert sagte, die Bundesregierung eine “das Bewusstsein, dass wir alle zusammen im Kampf gegen das Virus etwas erreicht haben – die Menschen in Deutschland, Bürger und Staat – dass wir aber jetzt jeden Übermut, jede Nachlässigkeit vermeiden müssen, um dieses Erreichte nicht zu gefährden”. Damit solle vermieden werden, dass man in eine unkontrollierte exponentielle Verbreitung des Virus zurückfalle.

Grenzkontrollen sollen weitere 20 Tage gelten

Die in der Corona-Krise eingeführten Kontrollen an deutschen Grenzen sollen nach dem Willen des Bundesinnenministeriums für weitere 20 Tage gelten, heißt es aus Sicherheitskreisen. Über Einzelheiten wollte Bundesinnenminister Horst Seehofer noch mit den Ministerpräsidenten sprechen. Die Kontrollen waren vor einem Monat eingeführt worden. Seither werden die Grenzen zu Österreich, Frankreich, Luxemburg, Dänemark und der Schweiz überwacht. An den Übergängen nach Belgien und in die Niederlande wird hingegen nicht kontrolliert.

Grundsätzlich sind Einreisen aus Drittstaaten in die EU nur noch in ausgewählten Fällen zulässig. Seit dem 10. April müssen sich – abgesehen von wenigen Ausnahmen – alle Rückkehrer nach einem mehrtägigen Auslandsaufenthalt zudem für zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben.

EU startet Online-Geldsammlung für Corona-Impfstoff

Um weltweit Geld für die Entwicklung und Herstellung eines Impfstoffs gegen Covid-19 zu sammeln, veranstaltet die EU-Kommission am 4. Mai eine Online-Geberkonferenz. Diese werde helfen, unmittelbare Finanzierungslücken zu schließen, sagte Kommissionschefin Ursula von der Leyen in Brüssel. Eine solche Konferenz hatte sie zusammen mit EU-Ratschef Charles Michel Ende März bei einer Videokonferenz der G20-Staaten vorgeschlagen.

Das Coronavirus könne nur durch internationale Zusammenarbeit besiegt werden, sagte von der Leyen. Dazu gehöre, die Arbeit an Diagnose, Behandlung und Impfstoffen zu beschleunigen. Sobald es einen Impfstoff gebe, müsse dieser auf der ganzen Welt bereitgestellt werden. Dies sei die beste Möglichkeit, das Virus zu besiegen, sagte die CDU-Politikerin. Sie hoffe, dass Organisationen und Länder auf der ganzen Welt auf diesen Aufruf reagierten.

Bund schlägt Ländern Kontaktbeschränkung bis 3. Mai vor

Der Bund will den Ländern vorschlagen, die bestehenden Kontaktbeschränkungen für die Bürger noch mindestens bis zum 3. Mai aufrechtzuerhalten. Das geht aus dem Protokoll der Schaltkonferenz des Kanzleramts mit den Staatskanzleichefs der Länder vom Dienstag hervor, das t-online.de vorliegt. Mehr zu dem Thema lesen Sie hier.

Behindertenbeauftragter fordert Profi-Schutzmasken

Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Jürgen Dusel, spricht sich in der Debatte um Lockerungen der Corona-Maßnahmen dafür aus, bestimmte Risikogruppen mit professionellen Schutzmasken auszustatten. “Besonders ansteckungsgefährdete Menschen sollten so bald wie möglich mit entsprechenden FFP2-Schutzmasken versorgt werden, damit auch sie die Möglichkeit haben, sich bei Bedarf frei im öffentlichen Raum zu bewegen und beispielsweise einkaufen oder zur Arbeit gehen zu können”, erklärte er.

Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen (Quelle: dpa/Soeren Stache)Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen (Quelle: Soeren Stache/dpa)

Es gehe um “ein möglichst risikoarmes, aber selbstbestimmtes Leben für alle Menschen”, erklärte Dusel – “auch in der Pandemie”. Generell solle das Tragen eines einfachen Mund-Nasen-Schutzes “in einzelnen Bereichen des öffentlichen Raums” empfohlen werden.

Zahl der Kurzarbeit-Anmeldungen auf über 700.000 gestiegen

Die Zahl der Betriebe in Deutschland, die Kurzarbeit angemeldet haben, ist auf 725.000 gestiegen. Das teilte die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg mit. Damit sei die Zahl zum Stichtag 13. April gegenüber der Vorwoche noch einmal um zwölf Prozent gewachsen. Eine Woche zuvor hatten 650.000 Unternehmen Kurzarbeit angemeldet. Wie viele Personen betroffen sind, ist durch die Sonderauswertung der Bundesagentur nicht erfasst. Diese Zahl kann erst im Nachhinein nach der Abrechnung durch die Betriebe ermittelt werden. Bei der Bundesagentur arbeiten den Angaben zufolge inzwischen 8.000 Mitarbeiter an der Abwicklung von Kurzarbeit, zehn Mal so viele wie in normalen Zeiten.

Bundesregierung: Wirtschaft seit März in Rezession

Die Bundesregierung rechnet bis zum Frühsommer mit einer schrumpfenden Wirtschaft infolge der Corona-Krise. “Die deutsche Wirtschaft befindet sich seit März in der Rezession. Diese wird voraussichtlich bis Mitte des Jahres andauern”, heißt es in dem jetzt veröffentlichten Monatsbericht des Wirtschaftsministeriums. Allein durch den ab Mitte März geltenden “Shutdown” dürfte das Bruttoinlandsprodukt im gesamten ersten Quartal “merklich” zurückgehen. Die negative Entwicklung dürfte sich im April noch verstärken. “Auch wenn erste Schutzmaßnahmen danach wieder etwas gelockert werden könnten, wird die Konjunktur weiterhin sehr gedämpft verlaufen und sich nur nach und nach beleben”, so das Ministerium.

Lehrerverband: Schulen brauchen Vorbereitungszeit

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, hat sich erneut gegen einen flächendeckenden Schulstart direkt nach den Osterferien ausgesprochen. “Nein, definitiv nicht”, sagte Meidinger am Mittwoch im ARD-“Morgenmagazin” auf die Frage, ob er es für verantwortungsvoll hielte, wenn Schülerinnen und Schüler am kommenden Montag in ihre Klassenzimmer zurückkehren würden. Man müsse den Schulen Zeit geben, um etwa Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln vorzubereiten und um Klassenräume dementsprechend anders zu möblieren, betonte er. “Da brauchen wir schon ‘ne Woche, bis wir das alles hinkriegen.”

Wenn es zu einer Lockerung des Lockdowns komme, müsse überlegt werden, wie Schulen “sinnvoll schrittweise” wieder öffnen könnten, sagte Meidinger mit Blick auf die Beratungen zwischen Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten am Nachmittag. “Das kann sicher nur für einzelne Jahrgangsstufen geschehen, weil wir ja kleinere Gruppengrößen bilden müssen.”

Ministerpräsident Dietmar Woidke (Quelle: imago images/Martin Müller)Ministerpräsident Dietmar Woidke (Quelle: Martin Müller/imago images)

Auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke sprach sich gegen eine Schulöffnung in der kommenden Woche aus. “Vielleicht können wir in einigen Wochen mit kleineren Gruppen von Schülern beginnen”, sagte er. “Da gibt es unterschiedliche Ideen.” Etwa ein Drittel der Schüler könnte in die Schulen gehen. Das sähen auch Experten so. Ein Wiedereröffnung müsse vernünftig und mit Distanz und scharfen Hygieneregeln beginnen. Anders werde es nicht möglich sein.

Zahlungsstopp der USA an die WHO scharf von Maas kritisiert

Bundesaußenminister Heiko Maas hat den von US-Präsident Donald Trump verfügten Stopp der Zahlungen an die Weltgesundheitsorganisation WHO kritisiert. “Eine der besten Investitionen im Kampf gegen die Pandemie ist es, die Vereinten Nationen, allen voran die unterfinanzierte Weltgesundheitsorganisation, zu stärken – zum Beispiel bei der Entwicklung und Verteilung von Tests und Impfstoffen”, sagte der SPD-Politiker der Nachrichtenagentur dpa. Es müsse bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie eine enge internationale Zusammenarbeit geben. “Gegenseitige Schuldzuweisungen helfen in der Corona-Krise nicht”, betonte Maas. Das Virus kenne keine Grenzen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Giffey fordert schrittweise Öffnung der Kitas

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat eine schrittweise Öffnung der Kitas gefordert. Den Vorschlag der Nationalakademie Leopoldina, die Einrichtungen bis zu den Sommerferien weitgehend geschlossen zu lassen, halte sie “nicht für einen guten Weg”, sagte Giffey im ARD-“Morgenmagazin”. “Wir müssen hier zu einer schrittweisen Rückkehr zur Normalität kommen.” Den Fahrplan mit Empfehlungen zu Lockerungen der Leopoldina können Sie hier nachlesen.

Giffey verwies unter anderem auf die Betreuungsprobleme alleinerziehender Erwerbstätiger. Auch müsse daran gedacht werden, dass ältere Kita-Kinder auf den Wechsel zur Grundschule vorbereitet werden müssten. Und es gebe Kinder, die zuhause “in einer eher schwierigen Lage” lebten.

Ramelow: Keine Großveranstaltungen auf lange Sicht

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) spricht sich laut einem Medienbericht dafür aus, dass einige Corona-Auflagen noch für lange Zeit andauern werden. “Großveranstaltungen, bei denen die Menschen eng zusammen sitzen oder stehen, werden zum Beispiel auf lange Sicht nicht mehr durchgeführt werden können”, sagte der Regierungschef in einem Interview in der “Thüringer Allgemeinen”.

Bis ein Impfstoff massenweise zur Verfügung stehe, müssten die Menschen mit einer neuen Realität zurecht kommen. Ramelow zufolge gebe es “kein Zurück” in den gesellschaftlichen Zustand vor dem Ausbruch der Pandemie. Es müssten jedoch schnell neue Wege gefunden werden, wie etwa Gottesdienste künftig ermöglicht werden könnten.

Mehr als 2.200 Corona-Tote in den USA binnen 24 Stunden

In den USA sind einer Universität zufolge innerhalb von 24 Stunden so viele Menschen infolge einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben wie noch nie zuvor. Bis Dienstagabend (Ortszeit) verzeichneten die Experten der Johns-Hopkins-Universität in den Vereinigten Staaten 2.228 Todesfälle. Der vorige Höchstwert war mit 2.108 Toten am vergangenen Freitag erreicht worden. Seit Beginn der Epidemie waren der Universität zufolge in den USA fast 26.000 Menschen infolge einer Infektion ums Leben gekommen.

Ärzte auf dem Krankenhausschiff der US-Marine in Kalifornien: In den USA steigen die Todes- und Infektionszahlen weiter rapide. (Quelle: AP/dpa/Mass Communication Specialist 2nd Class Erwin Jacob Miciano/U.S. Navy/Archivbild)Ärzte auf dem Krankenhausschiff der US-Marine in Kalifornien: In den USA steigen die Todes- und Infektionszahlen weiter rapide. (Quelle: Mass Communication Specialist 2nd Class Erwin Jacob Miciano/U.S. Navy/Archivbild/AP/dpa)

Die USA sind das am schwersten von der Pandemie betroffene Land der Welt. Landesweit wurden laut den Zahlen der Johns-Hopkins-Universität inzwischen mehr als 605.000 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet.

Trump erwägt Lockerungen vor dem ersten Mai

US-Präsident Donald Trump steht kurz vor dem Abschluss eines Regierungsplans zur Wiedereröffnung der amerikanischen Wirtschaft. “Wir denken, dass einige Staaten in wirklich guter Verfassung sein werden, um sogar früher als Ende April zu öffnen”, sagte Trump am Dienstag. Andere hingegen bräuchten mehr Zeit, um zunächst das Virus unter Kontrolle zu bringen. Trump sagte, er werde die Bundesstaaten nicht dazu drängen, sich wieder zu öffnen. Er “autorisiere” die Gouverneure der Bundesstaaten, den Plan zum angebrachten Zeitpunkt umzusetzen. Hier lesen Sie mehr.

US-Präsident Donald Trump: Bekommt in der Corona-Krise den Gegenwind der Gouverneure zu spüren. (Quelle: Reuters/Yuri Gripas)US-Präsident Donald Trump: Bekommt in der Corona-Krise den Gegenwind der Gouverneure zu spüren. (Quelle: Yuri Gripas/Reuters)

Rückholaktion vor dem Abschluss

Gut vier Wochen nach Beginn der Rückholaktion der Bundesregierung sind mehr als 225.000 wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandete Deutsche wieder zu Hause. Wie die Nachrichtenagentur dpa aus dem Auswärtigen Amt erfuhr, muss jetzt nur noch eine “mittlere vierstellige Zahl” Reisender ausgeflogen werden, die meisten davon aus Südafrika, Argentinien und Peru.

Die größte Rückholaktion in der Geschichte der Bundesrepublik dürfte damit in wenigen Tagen abgeschlossen sein. Danach werden sich die Botschaften aber weiter um Einzelfälle kümmern.

Dänemark macht Schulen und Kitas teilweise wieder auf

In Dänemark können ab Mittwoch Zehntausende Kinder wieder in die Krippe, den Kindergarten oder die Schule gehen. Nach Fortschritten im Kampf gegen die Pandemie öffnet das skandinavische Land seine Schul- und Tageseinrichtungen für Kinder bis einschließlich zur fünften Schulklasse. Damit sollen Eltern entlastet werden, die ihre jüngeren Kinder in der Virus-Krise bislang neben der Arbeit zu Hause betreuen mussten.

Elternvertreter gegen Kita-Schließung bis zu den Sommerferien

Die landesweiten Schließungen von Kitas stellt viele Eltern vor das Problem, Arbeitsalltag oder Homeoffice mit der Betreuung der Kinder zu verbinden. Viele plagt daher die bange Frage: Wie lange geht das noch so? Die Bundeselternvertretung der Kindertagesstätten hat nun den Vorschlag von Wissenschaftlern, jüngere Kinder bis zu den Sommerferien nicht in die Kitas zu schicken, scharf kritisiert.

“Das geht an der Lebenswirklichkeit von Millionen Menschen vorbei”, sagte Ulrike Grosse-Röthig, Bundessprecherin der Elternvertretung, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Niemand erwarte “von heute auf morgen” eine vollständige Öffnung der Kitas. Doch 3,7 Millionen Kinder, die daheim bleiben, würden auch 3,7 Millionen Elternteile bedeuten, die ihrer Arbeit nicht nachgehen könnten.

Arizona testet flächendeckend Gesundheitspersonal auf Antikörper

Der US-Bundesstaat Arizona will für 250.000 Mitarbeiter im Gesundheitswesen und Ersthelfer Antikörpertests zur Verfügung stellen. Die Bluttests würden zeigen, wer dem neuartigen Coronavirus ausgesetzt war und erfolgreich Immunität aufgebaut habe, erklärte Dr. Michael Dake, Vize-Präsident der Universität in Arizona. Die Universität werde die Tests produzieren und durchführen.

Südkorea wählt – mitten in der Corona-Pandemie

Inmitten der Corona-Pandemie wird in Südkorea am Mittwoch ein neues Parlament gewählt. Mehr als 40 Millionen Menschen sind aufgerufen, unter strengsten Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen ihre Stimme abzugeben. Unter anderem sollen alle Wähler Schutzmasken tragen, an den Wahllokalen soll es Temperatur-Messstationen geben.

Knapp 44 Millionen Wähler waren zu der Parlamentswahl aufgerufen. Die Behörden rieten den Menschen, neben Atemschutzmasken auch Plastikhandschuhe zu tragen sowie mindestens einen Meter Abstand zu den anderen Wählern zu halten. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup von vergangener Woche hatten 72 Prozent der Wahlberechtigten trotz der Pandemie keine Angst, zur Wahl zu gehen.

Parlamentswahl in Südkorea: Eine Frau trägt aufgrund des neuartigen Coronavirus eine Maske und gibt in einem Wahllokal ihre Stimme ab. (Quelle: Ahn Young-Joon/AP/dpa)Parlamentswahl in Südkorea: Eine Frau trägt aufgrund des neuartigen Coronavirus eine Maske und gibt in einem Wahllokal ihre Stimme ab. (Quelle: Ahn Young-Joon/AP/dpa)

Textilverband nennt Produktion von Masken “Herkulesaufgabe”

Die Herstellung von ausreichend Schutzmasken gegen das Virus ist nach Darstellung des Gesamtverbands der deutschen Textil- und Modeindustrie eine “Herkulesaufgabe”. Für die Produktion von Schutzausrüstung und Mund-Nase-Masken würden Lieferketten neu aufgebaut, Kapazitäten bei Vliesstoffherstellern vergrößert und ganze Produktionslinien umgestellt, sagte Hauptgeschäftsführer Uwe Mazura der “Rheinischen Post”. “Es handelt sich dabei um Lieferketten, die seit Jahrzehnten in Europa nicht mehr nachgefragt waren, fehlende Maschinen sind vielerorts in der Beschaffung.”

Die Industrie arbeite unter Hochdruck daran, die Lieferketten wiederaufzubauen und zu helfen, medizinische und persönliche Schutzausrüstungen, aber auch Alltagsmasken zu produzieren. “Angesichts der ungeheuren Dynamik können wir derzeit keine Größenordnungen für die Maskenproduktion in Deutschland beziffern”, sagte Mazura.

Trump-Regierung setzt Milliarden-Programm für Airlines auf

Die US-Regierung wird heimische Fluggesellschaften mit einem milliardenschweren Rettungspaket unterstützen. Zehn Fluglinien – darunter Delta, United, JetBlue und American Airlines – wollten die Unterstützung der Regierung annehmen, erklärte das US-Finanzministerium am Dienstagabend (Ortszeit). Mit den Hilfen – einer Mischung aus Fördermitteln und Krediten – sollen vor allem die Gehälter der Beschäftigten weitergezahlt werden, um Entlassungen zu vermeiden. Medienberichten zufolge geht es dabei insgesamt um rund 25 Milliarden US-Dollar (23 Milliarden Euro).

SPD-Abgeordneter: Staat sollte vorübergehend bei Condor einsteigen

Aus der SPD kommen Forderungen nach einer vorübergehenden Beteiligung des Staates am Ferienflieger Condor. “Condor ist eine wichtige Airline, der Staat sollte helfen”, sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete und Vize-Landesvorsitzende der Hessen-SPD, Timon Gremmels, der Deutschen Presse-Agentur. “Genau für solche Fälle ist der Wirtschaftsstabilisierungsfonds gedacht. Falls Condor einen Antrag stellt und Kriterien erfüllt sind, könnte sich der Staat vorübergehend an der Airline beteiligen.”

Söder lehnt zeitnahe Öffnung der Schulen ab

Anders als einige Bundesländer lehnt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder eine zeitnahe Öffnung der Schulen nach den Osterferien wegen der Corona-Pandemie ab. “Ich bin sehr zurückhaltend bei Schulen”, sagte der CSU-Chef am Dienstagabend im “heute-journal” des ZDF. Skeptisch sehe er auch, dass Grundschulen als erstes geöffnet werden sollen. “Da habe ich eine grundlegend andere Auffassung.” Söder distanziert sich damit von der Ankündigung aus Nordrhein-Westfalen, schon nach dem Ende der Osterferien am 19. April die Schulen schrittweise öffnen zu wollen, und von einer Empfehlung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Grundschulen mit als Erstes wieder zu öffnen. Hier lesen Sie mehr.

Dissens: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder teilt die Forderungen einiger CDU-Kollegen nicht. (Quelle: imago images/Overstreet)Dissens: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder teilt die Forderungen einiger CDU-Kollegen nicht. (Quelle: Overstreet/imago images)

Maas: Exitstrategie muss alle Risiken sorgfältig abwägen

Vor Bund-Länder-Beratungen über mögliche Lockerungen von Einschränkungen in der Corona-Krise hat Außenminister Heiko Maas gemahnt, alle Risiken sorgfältig abzuwägen. “Der Blick über unsere Grenzen, wo es in einigen Ländern leider tagtäglich neue bittere Todeszahlen gibt, zeigt: Jeder Tag, den Kontaktsperren zu früh aufgehoben werden, kann für die Gesundheit vieler Menschen dramatische Folgen haben”, sagte der SPD-Politiker der “Rheinischen Post”.

Sollte es zu einem erneuten starken Anstieg der Infektionen kommen, könnte Deutschland gezwungen sein, noch drastischere Maßnahmen als bisher zu ergreifen. “Wir müssen alles tun, um ein solches Szenario zu vermeiden. Wir brauchen eine Exitstrategie, die alle Risiken sorgfältig abwägt.”

Satellitenbilder zeigen Rückgang von Schadstoffbelastung

In Deutschland ist die Schafstoffbelastung durch die Corona-Krise zurückgegangen. Wie die “Wirtschaftswoche” am Dienstag nach Auswertung von Daten des europäischen Erdbeobachtungssatelliten Sentinal-5P berichtete, sind in der Atmosphäre über Mitteleuropa seit Anfang April weniger extreme Stickstoffdioxid-Werte gemessen worden. Über deutschen Ballungsräumen seien auf den Satellitenbildern kaum noch große Schadstoffwolken zu sehen, schreibt die Zeitschrift.

Der Direktor für Erdbeobachtungsprogramme bei der europäischen Weltraumbehörde ESA, Josef Aschbacher, sagte der “Wirtschaftswoche”, dass der Rückgang der Stickstoffdioxidbelastung in Deutschland etwa beim Ruhrgebiet sowie an der Grenze zu Belgien und den Niederlanden zu sehen sei. Noch deutlicher sei der Rückgang in südeuropäischen Metropolen erkennbar. so habe man in Barcelona eine Reduktion von 65 Prozent gemessen.

Gouverneur von Rio de Janeiro mit Coronavirus infiziert

Der Gouverneur des Bundesstaates Rio de Janeiro, Wilson Witzel, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab Witzel am Dienstag (Ortszeit) bekannt. “Ich habe mich seit Freitag nicht gut gefühlt, Fieber gehabt, Halsschmerzen, den Geruchssinn verloren und den Test gemacht”, sagte der 52-Jährige in einem Video auf Twitter. “Heute habe ich das Ergebnis bekommen.”

Jetzt fühle er sich besser und wolle weiter arbeiten. Während der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro das Virus verharmlost und Empfehlungen zur sozialen Distanzierung missachtet, ist Witzel zusammen mit João Doria aus São Paulo einer der Gouverneure in Brasilien, der restriktive Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie verfügt hat und dafür von Bolsonaro harsch kritisiert wurde.

New York City zählt Verdachtsfälle mit – 10.000 Tote

Die Stadt New York zählt nach Angaben der zuständigen Behörde bei den Todesopfern jetzt auch Verdachtsfälle mit. Es handele sich um 3.700 Personen, die nie auf Covid-19 getestet wurden, aber wahrscheinlich an der vom Coronavirus ausgelösten Krankheit gestorben sind, wie das Gesundheitsamt der Metropole mitteilt. Mit ihnen belaufe sich die Zahl der Todesopfer in New York City seit dem 11. März nun auf mehr als 10.000.

US-Gouverneure widersetzen sich Trump

In den USA ist ein offener Kampf zwischen Präsident Donald Trump und den Gouverneuren über eine mögliche Lockerung der strikten Anti-Corona-Maßnahmen entbrannt. Der Präsident hat in der Frage “absolute Machtbefugnisse” für sich in Anspruch genommen – und erntete sofort Widerspruch von Gouverneuren. “Wir haben keinen König, wir haben einen gewählten Präsidenten”, sagte der New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo. Lesen Sie hier mehr zu diesem Disput.

Linke: Rentenbesteuerung teilweise aussetzen

Linksfraktionschef Dietmar Bartsch hat gefordert, die Rentenbesteuerung in der Corona-Krise für manche Rentner auszusetzen. “Wir sollten in diesem Jahr für Menschen, die in einem hohen Alter sind und ausschließlich die gesetzliche Rente beziehen, die Rentenbesteuerung aussetzen”, sagte Bartsch der “Neuen Osnabrücker Zeitung”. Die Steuererklärung sei eine große Sorge für viele Rentner im hohen Alter. “Und in Zeiten von Corona ist die Situation für diejenigen, die auf Hilfe Dritter angewiesen sind, noch viel schwieriger.”

Zahl der Infektionen in der Türkei steigt weiter stark

In der Türkei ist die Zahl der bekannten Coronavirus-Infektionen in den vergangenen 24 Stunden um 4.062 auf 65.111 gestiegen, wie das Gesundheitsministerium am Abend mitteilt. Im selben Zeitraum seien 107 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben, womit die Zahl der Todesopfer auf 1.403 gestiegen sei. Insgesamt sind demnach inzwischen fast 4.800 Patienten wieder genesen.

Telefonat zwischen First Ladies

Elke Büdenbender, die Frau des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, hat mit der First Lady der USA, Melania Trump, über die Lage in der Corona-Pandemie gesprochen. Melania Trump habe am Dienstag bei Büdenbender angerufen, um sich nach der Situation in Deutschland zu erkundigen, teilte das Bundespräsidialamt der Deutschen Presse-Agentur mit. “Elke Büdenbender bedankte sich bei Melania Trump für diese besondere Geste transatlantischer Freundschaft und übermittelte ihre besten Wünsche: “Ich hoffe sehr, dass sich die Situation in Ihrem Land bald bessert und zum Guten wendet.”

Die beiden Präsidentengattinnen hätten sich über die aktuelle Lage und weitere geplante Maßnahmen ausgetauscht und “ihre besondere Solidarität und ihr Mitgefühl mit den Menschen in den USA und Deutschland” erklärt.

Das Weiße Haus teilte mit, die Frau von US-Präsident Donald Trump habe bekräftigt, dass die Vereinigten Staaten Deutschland und dem übrigen Europa im Kampf gegen die Pandemie zur Seite stünden.

Um das Lesen zu erleichtern und die Ladezeiten zu verringern, beginnt die Redaktion den Newsblog an dieser Stelle neu. Die bisherigen Entwicklungen in der Corona-Krise können Sie hier nachlesen.

Source: t-online.de

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