Coronavirus: Alle norddeutschen Inseln sind nun abgeriegelt – t-online.de

Ob Sylt, Amrum, Föhr, Nordstrand, Fehmarn oder Rügen, Usedom, Hiddensee, Poel, Wangerooge, Spiekeroog und Baltrum: Urlaub auf den norddeutschen Inseln ist für unbestimmte Zeit nicht mehr möglich. Alle Infos im Newsblog.

In Deutschland beschließen immer mehr Bundesländer Beschränkungen des öffentlichen Lebens aufgrund der Coronavirus-Epidemie – im europäischen Ausland werden bereits Ausgangssperren verhängt. Hier finden Sie die neuesten Entwicklungen in der Coronavirus-Krise.

1.42 Uhr: 16 neue Infektionen in China

In China werden für Sonntag 16 neue Infektionen gemeldet. Am Samstag waren es 20 Fälle. Damit steigt die Zahl der Erkrankungen auf 80.860. Die Zahl der Todesopfer durch den Ausbruch in China liegt zum Ende des Sonntags bei 3.213, 14 mehr als am Vortag. Auf die zentralen Provinz Hubei entfallen dabei alle neue Todesfälle, darunter 13 allein auf die Provinzhauptstadt Wuhan.

1.09 Uhr: EU will koordinierte wirtschaftliche Reaktion 

Die Finanzminister der Europäischen Union wollen sich am Montag auf eine koordinierte wirtschaftliche Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie einigen. “Unsere Eurogruppe am Montag wird sich der Reaktion auf Covid-19 widmen”, erklärt der Vorsitzende der Finanzminister der Eurozone, Mario Centeno aus Portugal, auf Twitter. “Der größte Teil der ersten politischen Maßnahmen kommt aus den Hautstädten, aber ich werde unsere Gruppe dazu bringen, sich auf eine umfassende und koordinierte wirtschaftspolitische Reaktion der EU auf diese Gesundheitskrise zu einigen”, sagte er.

1 Uhr: Alle norddeutschen Inseln werden für Touristen gesperrt 

Rügen statt Rom? Wer ob geschlossener europäischer Grenzen hoffte, nun auf einer Insel in Deutschland Urlaub genießen zu können, wird erneut enttäuscht: Alle norddeutschen Küstenländer sperren wegen der Ausbreitung des Coronavirus ab Montag ihre Inseln in der Nord- und Ostsee für Touristen. Darauf haben sich die Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen am Sonntag verständigt, wie die Staatskanzlei in Schwerin am Sonntagabend mitteilte. Für den Tourismus auf dem Festland kündigten die Landesregierungen auch Regelungen an. “Morgen werden wir uns darüber unterhalten, wie wir mit dem Festland umgehen”, sagte der Regierungssprecher von Mecklenburg-Vorpommern der dpa.

Schleswig-Holstein hatte bereits am Sonntagnachmittag mitgeteilt, seine Inseln in Nord- und Ostsee ab Montagfrüh 06.00 Uhr für Touristen abzuriegeln. Das habe die Landesregierung in Kiel beschlossen, teilte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) nach einer Telefonkonferenz des Kabinetts mit. Zu den betroffenen Inseln gehören Sylt, Amrum, Föhr, Fehmarn und Nordstrand. In Mecklenburg-Vorpommern würden die Maßnahmen auf den Inseln Rügen, Usedom, Hiddensee und Poel schrittweise eingeführt, hieß es am Abend; wegen der Größe der Inseln und der zahlreichen direkten Verbindungen aufs Festland.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) twitterte: “Wir sind gerne beliebtestes Urlaubsland und ich selbst mache auch wahnsinnig gerne Urlaub in #MV? Deshalb ist dieser Schritt bitter: Wir werden den Tourismus auf den Inseln und auf dem Festland für die nächsten Wochen massiv einschränken. Zum Schutz der Bevölkerung & Gäste.”

Von den Zugangsbeschränkungen ausgenommen seien lediglich Personen, die ihren ersten Wohnsitz auf einer der norddeutschen Inseln haben oder zur Arbeit auf die Inseln müssen – oder von der Arbeit auf dem Festland zurückkehren. Die Versorgung der Inseln mit Gütern des täglichen Bedarfs wird weiterhin sichergestellt. Grund für die Abriegelung ist, dass die Gesundheitssysteme der Inseln nicht auf eine größere Zahl von mit dem Coronavirus infizierten Menschen vorbereitet sind. Die Maßnahme dient damit sowohl dem Schutz der Inselbevölkerung als auch dem Schutz der Gäste. Urlauber, die bereits auf einer der Inseln Quartier bezogen haben, werden gebeten, den Heimweg anzutreten.

Montag 15. März, 00.40 Uhr: Schulen und Kitas machen dicht

Im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus werden von diesem Montag an in Niedersachsen und Bremen wie auch bundesweit Schulen und Kitas geschlossen. In Niedersachsen dauert die Schließung zunächst fünf Wochen bis zum 18. April, der Zeitraum umfasst die Osterferien. Für Kinder von Beschäftigten aus den Bereichen Pflege, Gesundheit, Medizin und öffentliche Sicherheit wie Polizei, Justiz, Rettungsdienste, Feuerwehr und Katastrophenschutz sowie zur Aufrechterhaltung der Daseinsvorsorge wird es eine Notbetreuung geben.

In Bremen soll die Schließung von Schulen, Kitas und Kindertagespflegeeinrichtungen bis einschließlich 14. April dauern. Die wochenlange Schließung stellt Eltern und Arbeitgeber vor beispiellose Probleme. Arbeitsminister Hubertus Heil appellierte an Firmenchefs und Behördenleiter, zusammen mit ihren Mitarbeitern unbürokratische und einvernehmliche Lösungen für die Kinderbetreuung zu finden, so dass den Eltern keine Lohneinbußen drohen.

15 März, 23.55 Uhr: Führende Notenbanken stellen Dollar-Versogung sicher

Weltweit führende Notenbanken stellen angesichts der Coronavirus-Krise die Versorgung des Finanzsystems mit der Weltreservewährung US-Dollar sicher. Zum einen werden die Kosten bereits bestehender gegenseitiger Dollar-Leihgeschäfte (Swaps) verringert. Zum anderen werden zusätzliche Leihgeschäfte mit einer längeren Laufzeit durchgeführt. Dies teilten die sechs beteiligten Notenbanken, darunter die Europäische Zentralbank (EZB), am Sonntag gemeinsam mit.

Wie die Notenbanken bekanntgaben, sollen neben den bestehenden Dollar-Geschäften mit einwöchiger Laufzeit Geschäfte mit rund dreimonatiger Laufzeit angeboten werden. Die ersten Geschäfte sollen schon an diesem Montag ablaufen und so lange wie notwendig fortgeführt werden. Damit soll die ordnungsgemäße Funktion des Marktes für Dollar-Liquidität sichergestellt werden. Banken benötigen Dollar für viele wichtige Finanzgeschäfte, nicht zuletzt mit Unternehmen.

Beteiligt an der konzertierten Aktion sind die US-Notenbank Fed, die EZB, die Bank of England, die Bank of Japan, die Schweizerische Nationalbank SNB und die Bank of Kanada.

23.50 Uhr: Frankreich bereitet offenbar Ausgangssperre vor

Nach Italien und Spanien bereitet Insidern zufolge auch Frankreich wegen der Coronavirus-Pandemie eine landesweite Ausgangssperre vor. Die Einwohner würden demnach angewiesen, zu Hause zu bleiben. Davon abweichen dürfe man nur in Notfällen, für Lebensmitteleinkäufe oder wenn man zur Apotheke, ins Krankenhaus oder zur Arbeit müsse, sagen mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Maßnahme könnte ab Dienstagmitternacht gelten.

23.17 Uhr: Trump: Keine Notwendigkeit für Panikkäufe in den USA

US-Präsident Donald Trump hat die Amerikaner dazu aufgerufen, von Panikkäufen wegen der Ausbreitung des Coronavirus abzusehen. Trump sagte am Sonntagabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus nach einer Telefonschalte mit Chefs großer Handelsketten an die Adresse der US-Bürger: “Sie müssen nicht so viel kaufen. Nur keine Hektik, entspannen Sie sich einfach.” Seine Gesprächspartner hätten ihm zugesagt, die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Sie würden ihre Läden während der Krise offenhalten.

Trump sagte, die Menschen kauften derzeit “drei bis fünf Mal so viel, wie sie normalerweise einkaufen würden”. Als Reaktion darauf würden Supermärkte ihre Lager deswegen in einem Ausmaß auffüllen, das jenes für das Weihnachtsgeschäft übersteigen werde. Trump betonte: “Es gibt für niemandem im Land die Notwendigkeit, Grundnahrungsmittel zu horten.” Seine Gesprächspartner hätten ihn gebeten, den Amerikanern auszurichten, dass sie “bitte ein bisschen weniger kaufen” sollten.

In den USA gibt es – wie auch in anderen von dem Virus betroffenen Ländern – einen Run auf Klopapier, Desinfektionsmittel, haltbare Lebensmittel wie Nudeln sowie Wasser. Vor manchen Supermärkten bildeten sich in den vergangenen Tagen lange Schlangen. Einige Läden begrenzen den Verkauf von Waren, die wegen der Ausbreitung des Coronavirus besonders gefragt sind, auf eine bestimmte Stückzahl.

23.05 Uhr: Öffentliche Schulen in New York schließen

Aus Sorge vor einer weiteren Verbreitung des Coronavirus bleiben von Montag an auch in der Millionenmetropole New York die öffentlichen Schulen geschlossen. “Ich bin sehr, sehr besorgt, dass wir eine rapide Ausbreitung dieser Krankheit sehen werden, und es ist Zeit, drastischere Maßnahmen zu ergreifen”, sagte Bürgermeister Bill de Blasio am Sonntag bei einer Pressekonferenz. “Es ist eine Entscheidung, die ich ohne Freude und mit viel Schmerz getroffen habe.” Die Schulen sollen frühestens am 20. April wieder eröffnen, möglicherweise aber auch gar nicht mehr in diesem Schuljahr.

Zuvor hatten im Großraum New York schon vereinzelt Schulen geschlossen, landesweit haben auch schon in einigen ganzen Bundesstaaten wie Ohio die Schulen zu. Die Millionenmetropole New York aber hat mit rund 1,1 Millionen Kindern und Jugendlichen das mit Abstand größte öffentliche Schulsystem des Landes. Zudem gelten rund 114.000 Schüler als obdachlos, sie und auch viele andere bekommen häufig all ihre Mahlzeiten und medizinische Betreuung von der Schule. Dafür und beispielsweise für die Kinder von Eltern mit für die Stadt “essenziellen Jobs” wie Krankenpflegern und Ärzten solle ein Notfallplan organisiert werden.

23.15 Uhr: Bundesregierung rät von allen nicht notwendigen Auslandsreisen ab

Die Bundesregierung rät wegen der Corona-Krise von allen nicht notwendigen Reisen ins Ausland ab. “Das Risiko, dass Sie Ihre Rückreise aufgrund der zunehmenden Einschränkungen nicht mehr antreten können, ist in vielen Destinationen derzeit hoch”, schrieb Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Sonntagabend zur Begründung auf Twitter.

Auf der Internetseite des Auswärtigen Amts heißt es weiter, es sei mit weiter zunehmenden drastischen Einschränkungen des Luft- und Reiseverkehrs, Quarantänemaßnahmen und der Einschränkung des öffentlichen Lebens in vielen Ländern zu rechnen. Änderungen der Einreise- und Quarantänevorschriften würden teilweise ohne jede Vorankündigung und mit sofortiger Wirkung erfolgen. Davon seien derzeit zahlreiche Reisende in mehreren Ländern betroffen und an der Weiter- oder Rückreise gehindert.

Bisher hatte das Auswärtige Amt wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus nur von Reisen in besonders betroffene Länder wie Italien oder Iran abgeraten. Eine Reisewarnung gibt es bisher nur für die chinesische Region Hubei, von wo aus sich das Virus ausgebreitet hatte. Reisewarnungen werden nur bei einer akuten Gefahr für Leib und Leben ausgesprochen und sind daher selten. Sie können eine kostenfreie Stornierung von Reisen ermöglichen.

22.55 Uhr: Scholz: 10.000 Beatmungsgeräte werden in Sonderschichten produziert

Die von der Bundesregierung beim Hersteller Drägerwerk bestellten 10.000 Beatmungsgeräte für die Bewältigung der Corona-Krise werden nach Worten von Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) in Sonderschichten hergestellt. “Das wird sich über das ganze Jahr hinstrecken”, sagte der Bundesfinanzminister am Sonntag in der ARD-Sendung “Anne Will”. Nach seinen Worten bringt der Medizintechnikhersteller seine Kapazität bis ans Limit. Nach seinen Worten sind für medizinische Beschaffungen, darunter auch Materialien wie Schutzmasken, mehr als eine Milliarde Euro mobilisiert.

22.30 Uhr: Bericht: Britische Behörde rechnet mit Coronakrise für ein Jahr

Die britische Gesundheitsbehörde Public Health England rechnet einem Bericht der Zeitung “The Guardian” zufolge damit, dass die Corona-Krise bis zum Frühjahr 2021 anhalten könnte. Das geht angeblich aus einem geheimen Briefing-Dokument hervor, das dem Blatt zugespielt wurde. Bis zu 80 Prozent der Briten könnten sich demnach in den kommenden 12 Monaten mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 infizieren, heißt es demnach weiter. Für 15 Prozent der Bevölkerung wäre aufgrund der Erkrankung Covid-19 ein Krankenhausaufenthalt notwendig. Das wären in Großbritannien rund acht Millionen Menschen. Der ohnehin schon weitgehend ausgelastete Nationale Gesundheitsdienst NHS käme damit weiter unter Druck.

Einem Experten für Epidemiologie von der University of East Anglia zufolge wird die Ausbreitung des Virus in den Sommermonaten aber nachlassen und erst im November wieder an Fahrt aufnehmen. “Ich denke es wird immer da sein, aber weniger heftig werden, wenn die Immunität zunimmt”, sagte Professor Paul Hunter dem “Guardian” zufolge.

Die britische Regierung gerät derzeit immer stärker unter Druck, drastischere Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie einzuführen. Bislang sind in dem Land die Schulen geöffnet und Großveranstaltungen weiterhin erlaubt. Nur wer Symptome wie Husten und Fieber entwickelt, soll sich für sieben Tage isolieren. Die Regierung will damit verhindern, dass der Ausbruch zu stark unterdrückt wird und im Herbst mit unverminderter Stärke zurückkehrt.

22.13 Uhr: Bayern kündigt Ausrufung des Katastrophenfalls an

Bayern will wegen der grassierenden Coronavirus-Pandemie den Katastrophenfall ausrufen. Das bestätigte Ministerpräsident Markus Söder im Bayerischen Fernsehen. “Es muss eine Strategie geben unter einer Führung”, begründete der CSU-Politiker den Schritt. “Die Herausforderung wächst täglich.”

Mit der Ausrufung des Katastrophenfalls sind in erster Linie organisatorische Fragen verbunden. Diese seien notwendig, damit das Land im Kampf gegen das Coronavirus entsprechende Maßnahmen ergreifen könne, hieß es in Regierungskreisen. Der Katastrophenfall soll zunächst für 14 Tage gelten.

21.37 Uhr: Neue Infektionszahlen für Deutschland

In Deutschland gibt es nach Informationen von t-online.de derzeit 5.771 bestätigte Covid-19-Infektionen. Das sind über 200 mehr als noch vor wenigen Stunden. Lesen Sie alles dazu HIER.

20.19 Uhr: Supermärkte, Apotheken und Banken bleiben geöffnet

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat um Verständnis für drastische Maßnahmen geworben, um gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus “das öffentliche Leben herunterzufahren”. In der ZDF-Sendung “Berlin direkt” sagte er: “Supermärkte, Apotheken, Banken – die werden auf jeden Fall auf bleiben, die stellen die Grundversorgung sicher.”

19.22 Uhr: Teilweise Grenzschließungen nun offiziell

Bundesinnenminister Horst Seehofer macht die verstärkten Kontrollen an mehreren deutschen Grenzen in einer Pressekonferenz offiziell. Noch ein weiterer Nachbarstaat ist betroffen. Lesen Sie alles dazu HIER.

18.42 Uhr: Neue Infektionszahlen für Deutschland

In Deutschland gibt es nach Informationen von t-online.de derzeit 5.567 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Lesen Sie alles dazu HIER.

18.30 Uhr: Zahl der Toten in Italien steigt binnen eines Tages um 25 Prozent

In Italien ist die Zahl der Todesfälle infolge des Coronavirus binnen 24 Stunden um 368 auf 1.809 gestiegen. Das teilt die zuständige Behörde mit. Die Zahl der registrierten Infektionen stieg demnach binnen eines Tages von 21.157 auf 24.747. 

18.30 Uhr: Zwölfter Coronavirus-Todesfall in Deutschland

Aus Bayern wird der zwölfte Todesfall aufgrund einer Covid-19-Erkrankung in Deutschland gemeldet. Es handele sich um einen über 80-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen aus Würzburg, teilte das Gesundheitsministerium mit. Der Gestorbene sei Bewohner des gleichen Pflegeheims gewesen, aus dem auch der erste Coronavirus-Todesfall in Bayern stammte. Es ist der vierte Todesfall in Bayern.

18.15 Uhr: Auch Niedersachsen stehen weitere Einschränkungen bevor

Auch in Niedersachsen stehen weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der Coronavirus-Krise bevor. Einheitliche bundesweite Regelungen für die auch in Niedersachsen anstehenden Schließungen weiterer Einrichtungen und das Ausweiten von Besuchsverboten sollten am Montag bekanntgegeben werden, teilte die Staatskanzlei mit.

17.58 Uhr: NRW schließt weitgehend die Freizeitbetriebe

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie weitere gravierende Einschränkungen für den Freizeitbereich beschlossen. “Wir müssen in dieser ernsten Lage die notwendige Versorgung in vollem Umfang sicherstellen”, sagte Ministerpräsident Armin Laschet. “Aber alle Freizeitaktivitäten und nicht unbedingt notwendige sozialen Kontakte müssen unverzüglich vermieden werden.”

Noch am Sonntag sollen deswegen durch Erlass des NRW-Gesundheitsministeriums nahezu alle Freizeit-, Sport-, Unterhaltungs- und Bildungsangebote im Land eingestellt werden, wie die Staatskanzlei mitteilte. Demnach müssten bereits ab Montag alle Bars, Clubs, Diskotheken, Spielhallen, Theater, Kinos und Museen schließen. Ab Dienstag sei dann auch der Betrieb von Fitness-Studios, Schwimm- und Spaßbädern sowie Saunen untersagt.

Ebenso ab Dienstag sind den Angaben zufolge Zusammenkünfte in Sportvereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen nicht mehr gestattet. Bibliotheken, Restaurants, Gaststätten und Hotels sollen in ihrem Betrieb an strenge Auflagen gebunden werden. Die Regelungen sollen laut Staatskanzlei zunächst bis zum 19. April gelten.

17.22 Uhr: Deutschland schließt auch Grenze zu Dänemark

Nach den angekündigten Einreisebeschränkungen zu Österreich, der Schweiz und Frankreich wird Deutschland auch die Grenze nach Dänemark am Montag schließen. Das sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther. Lesen Sie mehr dazu HIER.

17.05 Uhr: Hamburg ordnet weitgehende Schließungen an

Der Hamburger Senat ordnet nach der Entscheidung zur Aussetzung des Regelbetriebs an Schulen und Kindergärten weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus an. Per Allgemeinverfügung “werden grundsätzlich alle öffentlichen und nichtöffentlichen Veranstaltungen und Versammlungen unabhängig von der Teilnehmerzahl untersagt”. Private Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen dürften weiterhin durchgeführt werden. Es werde jedoch dringend empfohlen, auch diese abzusagen oder zu verschieben.

Geschlossen werden laut Senat: Messen und Ausstellungen, Theater, Museen, Kinos, Jugend- und Stadtteilkulturzentren, Seniorentreffs, Bibliotheken, Musikschulen und Einrichtungen der Hamburger Volkshochschule, Bars und Musikclubs, Bordelle, Tanz- und Nachtlokale, Spielhallen und Casinos, Schwimmbäder, Saunas, Fitness- und Sportstudios sowie alle öffentlichen und privaten Sportanlagen. 

16.48 Uhr: Fünfter Coronavirus-Todesfall in NRW – deutschlandweit nun elf Tote

In Nordrhein-Westfalen ist eine fünfte mit dem Coronavirus infizierte Person gestorben. Damit steigt die Zahl der tödlich verlaufenen Covid-19-Erkrankungen in Deutschland auf bislang 11. Zuvor waren zwei weitere Tote aus Bayern gemeldet worden.

Eine 84-jährige Frau aus Gangelt mit ernsthaften Vorerkrankungen sei in der Nacht auf Freitag einer Lungenentzündung in einem Krankenhaus in Neuss erlegen, teilte der Landrat des Kreises Heinsberg, Stephan Pusch, mit. Auch in diesem Fall sei die Virus-Infektionsquelle noch unbekannt. “Jede dieser Nachrichten betrübt mich zutiefst. Mein aufrichtiges Beileid gilt der Familie”, erklärte der Landrat.

16.36 Uhr: Deutsche Inseln werden für Touristen abgeriegelt

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus will Schleswig-Holstein seine Inseln in Nord- und Ostsee ab Montag früh 6.00 Uhr für Touristen abriegeln. Das hat die Landesregierung in Kiel beschlossen, wie Ministerpräsident Daniel Günther nach einer Telefonkonferenz des Kabinetts mitteilte. 

Urlauber, die bereits auf einer der Insel Quartier bezogen haben, sollten den Heimweg antreten. Die medizinische Versorgung für die Inselbewohner müsse gesichert werden, sagte Landesinnenminister Heiner Garg. Für eine große Zahl Touristen seien die Kapazitäten der Intensivmedizin auf den Inseln nicht ausgelegt. 

16.28 Uhr: RKI erklärt Kalifornien und New York zu Risikogebieten

Das Robert Koch-Institut hat erstmals drei US-Bundesstaaten wegen des Coronavirus zu Risikogebieten erklärt. Kalifornien, Washington und New York gehörten zu den Gebieten, in denen eine “fortgesetzte Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch vermutet werden” könne, erklärten die Virologen.

16.15 Uhr: Lufthansa holt Urlauber mit Sonderflügen nach Hause

Die Lufthansa hat nach eigenen Angaben heute und in den kommenden Tagen kurzfristig Sonderflüge organisiert, um vor allem Kreuzfahrtpassagiere und Urlaubsgäste wieder nach Deutschland zurückzufliegen. Die Fluggesellschaft fliege diese Charterflüge im Auftrag von Reedereien und Touristikunternehmen.

Schwerpunkte seien die Kanaren und die Karibik. Es würden Großraumflugzeuge vom Typ Boeing 747 und Airbus A340 eingesetzt. Insgesamt rechnet die Airline damit, rund 3.000 bis 4.000 Fluggäste kurzfristig nach Deutschland zurückzufliegen.

15.24 Uhr: Bayern plant Gastronomie- und Läden-Beschränkungen

Angesichts der Coronavirus-Krise plant Bayern weitere Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Geplant sind ab Dienstag eine weitgehende Schließung von Begegnungsstätten wie etwa von Bars, Kinos und Schwimmbädern. Ab Mittwoch sollen dann auch ausgewählte Geschäfte ihre Pforten dicht machen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen des Landesregierung in München erfuhr. Zuvor hatte bereits Berlin alle öffentlichen und nicht-öffentlichen Veranstaltungen ab 50 Personen verboten. Das betraf unter anderem Kneipen, Bars, Spielhallen und Clubs.

15.20 Uhr: Deutschland schließt teilweise die Grenzen zu drei Staaten

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie werden die Maßnahmen an den Grenzen zu Frankreich, Schweiz und Österreich drastisch verschärft. Lesen Sie alles dazu HIER.

15.19 Uhr: Infizierter feierte in berühmtem Berliner Techno-Club

Ein am Coronavirus Erkrankter hat in einem der bekanntesten Berliner Clubs ausgiebig gefeiert. Nun appellieren Stadt und Club an die Gäste. Offenbar werden weitere Infektionen befürchtet. Lesen Sie alles Weitere dazu HIER.

15.15 Uhr: Neuer Newsblog 

Um das Lesen zu erleichtern und die Ladezeiten zu verringern, beginnt die Redaktion den Newsblog an dieser Stelle neu. Interessieren Sie sich für die vorherigen Neuigkeiten? Lesen Sie alle bisherigen Entwicklungen HIER.

Source: t-online.de

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