Coronavirus aktuell: Kommen Regel-Lockerungen? DAS empfehlen Merkels wichtigste Berater – Der Westen

  • Die aktuellen Zahlen weltweit laut Johns-Hopkins-Universität: über 1,8 Mio Infizierte, 114.000 Tote, 435.000 Genesene
  • Die aktuellen Zahlen in Deutschland: fast 3.000 Tote, über 127.000 Infizierte, 60.000 Genesene

Wegen des Coronavirus verändert sich die Situation in Deutschland und weltweit sich täglich: Neue Entwicklungen, steigende Fallzahlen. Neue Regeln, neue Auflagen. Damit du den Überblick behältst, haben wir die wichtigen Nachrichten zum Coronavirus in unserem News-Blog gesammelt.

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Alles, was du zum Coronavirus wissen musst:

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Hier die Corona-Karte mit den aktuellen Fallzahlen:

Aktuelle News zum Coronavirus in Deutschland und weltweit im News-Blog

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Ostermontag, 13. April

12.23 Uhr: Merkel-Berater legen Fahrplan vor

Die Schulen in Deutschland könnten schon bald wieder offen sein – zumindest, wenn die Bundesregierung ihren wichtigen Beratern folgt. „Die Wiedereröffnung der Bildungseinrichtungen sollte sobald wie irgend möglich erfolgen, und zwar schrittweise und nach Jahrgangsstufen differenziert“, heißt es in einer an Montag veröffentlichten Stellungnahme der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte die Studie der Leopoldina-Wissenschaftler als „sehr wichtig“ für das weitere Vorgehen bezeichnet.

Zudem sprechen sich die Experten für eine Masken-Pflicht etwa in Bussen und Bahnen aus. Leopoldina-Präsident Gerald Haug sagte dem „Spiegel“: Oberstes Gebot sei „der Schutz jedes einzelnen Menschen“ vor der Ansteckung, „eine zweite Infektionswelle müssen wir um jeden Preis vermeiden“.

Grundregel müsse auch weiterhin bleiben, die gelernten Abstands- und Hygienemaßnahmen weiter einzuhalten. Doch daraus ließen sich nun durchaus Lockerungen ableiten, gemäß der Maßgabe: Zwei Meter Abstand, und wenn dies nicht möglich ist, dann Schutzmasken auf.

„Optimaler Gesundheitsschutz und die alsbaldige Wiederaufnahme des gegenwärtig weitgehend stillgelegten gesellschaftlichen Lebens stehen nicht prinzipiell in Spannung zueinander, sondern bedingen einander wechselseitig“, schreiben die Akademiker. Die drastischen Maßnahmen seien in der hektischen Anfangsphase der Pandemie gerechtfertigt gewesen, auch ohne ausreichende wissenschaftliche Datenlage.

12.01 Uhr: Ausgangssperre gebrochen – Touristen müssen 500 Mal „Sorry“ schreiben!

Wegen eines Spaziergangs in Indien mussten zehn Touristen 500 Mal schreiben: „Ich habe mich nicht an die Ausgangssperre-Regeln gehalten und das tut mir sehr leid.“ Die Polizei in der bei Yoga-Fans beliebten nordindischen Stadt Rishikesh habe sich zu dieser Strafe entschieden, weil sich in letzter Zeit mehrere Ausländer nicht an die Regeln gehalten hätten, sagte ein Polizeimitarbeiter der Deutschen Presse-Agentur am Montag.

In Indien darf man zurzeit nur raus, um Lebensmittel oder Medikamente zu kaufen sowie bei Notfällen. Die Polizei habe die Touristen aus Australien, Mexiko, den USA und Israel aber dabei ertappt, wie sie am Wochenende an den Ufern des heiligen Ganges-Flusses entlangspazierten.

In einem Video, das örtliche Medien zeigten, sieht man einen Polizisten, der die zehn Touristen warnt: „Heute gebe ich Euch nur diese sehr kurze Strafe. Ansonsten werde ich Euch auf die Polizeiwache mitnehmen und Ihr müsst ins Gefängnis.“

11.25 Uhr: Weil die Deutschen zuhause bleiben müssen, kaufen sie jetzt oft…

Während der Urlaub an Nord- und Ostsee wegen der Corona-Pandemie ausfällt, steigt bei Herstellern von Strandkörben die Nachfrage. „Bei uns ist Land unter, wir werden erschlagen mit Aufträgen“, sagte der Gründer der Strandkorbmanufaktur Buxtehude, Kay Gosebeck.

Von jedem zweiten Kunden höre der niedersächsische Unternehmer am Telefon: „Der Urlaub ist abgesagt und stattdessen möchten wir einen Strandkorb im Garten haben oder auf dem Balkon.“ Svenja Möller-Trautmann von der Strandkorbmanufaktur in Rantum auf Sylt sagte: „Es wird online schon ganz gut bestellt.“ Aber die Laufkundschaft fehle. Viele wollten sich ihren Stoff vor Ort aussuchen, anfassen und Probesitzen.

Die Strandkorbmanufaktur Bris in Ahrensbök in Schleswig-Holstein verzeichnet ebenfalls eine gestiegene Nachfrage. „Es ist ein Wahnsinn, die Menschen sitzen zu Hause, können nicht in den Urlaub fahren“, sagte Inhaber Angelo Bris. „Sie entschließen sich, einen Strandkorb zu kaufen, um wenigstens ein bisschen die Ost- oder Nordsee bei sich im Garten zu haben.“

11.10 Uhr: 150 Platzverweise auf einmal – und zwar DESWEGEN

150 Platzverweise auf einen Streich hat die Brandenburger Polizei am Ostersonntag am Summter See im Landkreis Oberhavel ausgesprochen. Ein Zeuge habe über eine größere Menschenansammlung am Ufer informiert, sagte Torsten Herbst, Sprecher des Polizeipräsidiums Brandenburg, am Ostermontag. Dicht an dicht hätten dort Sonnenbadende gelegen.

Auf der kleinen Strandfläche konnte die geltende Abstandsregel zur Verringerung der Ansteckungsgefahr von Corona von 1,5 Meter nicht eingehalten werden. Die Polizisten verwiesen alle Anwesenden des Strandes und sprachen Platzverweise aus. „Die Strandlaken wurden ruhig eingepackt, alle reagierten verständnisvoll“, sagte Herbst. Warum nicht gleich so?

10.35 Uhr: Frau und Mann sterben innerhalb von nur sechs Minuten – an Corona

Was für ein trauriges Schicksal in den USA: Ein Ehepaar erkrankte an Covid-19 – und beide starben innerhalb von nur sechs Minuten. Weder Frau noch Mann hatten ernste Vorerkrankungen. Anfang März fühlten die beiden sich dann unwohl.

Tests beim Arzt ergaben später, dass sie am Coronavirus erkrankt waren. Hier die ganze Geschichte lesen.

10.05 Uhr: Menschen waschen sich wegen Coronavirus mehr

Das Thema Hygiene und Sauberkeit rückt in der Corona-Krise verstärkt ins Bewusstsein der Bürger. Wie eine am Montag veröffentlichte Forsa-Umfrage ergab, änderte die Mehrheit der Bundesbürger diesbezüglich ihre Verhaltensweisen.

57 Prozent gaben an, sich aktuell viel oder etwas mehr mit Reinigung, Sauberkeit und Hygiene zu befassen (viel: 23 Prozent, etwas mehr: 34 Prozent). Regelmäßiges Händewaschen gilt neben dem Abstandhalten als wirksame Maßnahme gegen eine Ansteckung.

9.13 Uhr: Neue Vermutungen über Covid-19-Spätfolgen

Bei Covid-19 ist es aus Expertensicht zwar noch zu früh für gesicherte Aussagen über mögliche Spätfolgen. Bei heftigeren Verläufen, etwa mit schwerem Lungenversagen und langer Beatmungsdauer, seien aber durchaus Restsymptome wie ein vermindertes Lungenvolumen zu erwarten, sagte der Mediziner Sven Gläser vom Vivantes-Klinikum Neukölln.

Bei Patienten mit leichteren Lungenentzündungen sei hingegen abgeleitet von ähnlich verlaufenden anderen Lungenerkrankungen anzunehmen, dass sie keine relevanten Folgen befürchten müssen.

Belastbare Studien zu dem Thema fehlen allerdings bisher, für Deutschland sei für Mai mit ersten Ergebnissen zu rechnen. Nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) wird bisher bei etwa zwei Prozent der Sars-CoV-2-Infizierten in Deutschland eine Lungenentzündung beobachtet. Ein Teil der Patienten muss beatmet werden, und dies oft über längere Zeit.

8.21 Uhr: Virologe dämpft Hoffnung auf Lockerungen

Für eine Entwarnung in der Corona-Krise gibt es nach Überzeugung des Kieler Virologen Prof. Helmut Fickenscher bisher gar keinen Grund. „Würde man die Schutzmaßnahmen aufheben, hätten wir höchstwahrscheinlich in kurzer Zeit volle Krankenhäuser“, sagte der Leiter des Instituts für Infektionsmedizin der Universität Kiel der Deutschen Presse-Agentur.

Dann könnten wegen Überlastung nicht einmal mehr simple Unfälle angemessen behandelt werden. „Die Bremsung muss aufrechterhalten werden“, sagte Fickenscher. Eine Diskussion über Anpassungen in kleinen Schritten sei jetzt aber wichtig, um die Argumente auszutauschen. Kontraproduktiv wäre aus Fickenschers Sicht eine Schutzmaskenpflicht für alle. Solche Masken würden in Kliniken und Pflegeheimen dringend benötigt.

7.41 Uhr: Düstere Prognose für den Sommer

US-Wissenschaftler der University of Washington in Seattle haben für mehrere Staaten berechnet, wie es für sie mit Corona weitergehen könnte. Auch Deutschland ist untersucht worden. Das Resultat: Der Höhepunkt der Krise steht der Bundesrepublik noch bevor. Hier mehr dazu lesen.

7.23 Uhr: Vorsicht, neue Spam-Mails im Umlauf!

Durch Deutschland schwappt aktuell eine gefährliche Welle mit Spam-E-Mails, die vermeintlich vom Bundesgesundheitsministerium stammen. In der Mail werden die Empfänger aufgefordert, sich ein geändertes Antragsformular für „Familien- und Krankenurlaub“ anzuschauen, das der Mail als Word-Dokument in der Anlage beigefügt wurde. „Die Datei ist aber infiziert und lädt den Trojaner Trickbot nach“, sagte Computerviren-Experte Christoph Fischer der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Zum Schluss der Infektionskette werde der Rechner verschlüsselt, um ein Lösegeld zu erpressen.

Die gefälschte E-Mail sehe auf den ersten Blick authentisch aus, warnte Fischer. „Hoffentlich löst das nach Ostern keine große Infektionswelle aus, wenn die Leute im Homeoffice dann diese gefährliche Spam-Mail vorfinden.“

Anfang des Monats hatte bereits das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor gefährlichen Spam-Mails mit angeblichem Corona-Bezug im Dateianhang gewarnt, die Schadprogramme verbreiten. Nach einer erfolgreichen Infektion könnten die Angreifer in das Online-Banking der Nutzer eingreifen oder Zugriff auf Unternehmensnetzwerke erlangen, um sensible Informationen auszuspähen oder Daten zu verschlüsseln und dann die Opfer zu erpressen.

6.48 Uhr: AKK sieht Schwierigkeiten, weil jedes Bundesland macht, was es will

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer pocht auf ein möglichst einheitliches Vorgehen bei einem schrittweisen Ausstieg aus den harten Corona-Beschränkungen nach den Osterferien. „Es ist wichtig, dass wir möglichst einheitliche Regelungen haben. Alles andere wirft zusätzliche Fragen auf“, sagte Kramp-Karrenbauer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Es gebe auch innerhalb der Ministerpräsidentenkonferenz die feste Vereinbarung, „gemeinsam mit der Bundesregierung ein gutes Gesamtpaket auch vorstellen zu können, mit dem man möglicherweise – das hängt von der Entwicklung der Zahlen über Ostern ab – erste Schritte gehen kann“, sagte Kramp-Karrenbauer.

Die CDU-Vorsitzende sieht das Problem unterschiedlicher Regelungen zwischen den Bundesländern. Sie kritisierte, in einem Bundesland seien Baumärkte geöffnet gewesen, in einem angrenzenden Land aber geschlossen. „Da wundert es nicht, dass es sofort einen regen Reiseverkehr dorthin gibt“, sagte sie.

„Gerade deswegen haben die Länder ein eigenes Interesse daran, möglichst koordiniert vorzugehen.“ Entscheidend für das weitere Vorgehen werde aber vor allem die Frage sein: „Wirken die Maßnahmen nachhaltig, die wir jetzt ergriffen haben“ und seien überhaupt erste Schritte der Lockerung möglich.

Ostersonntag, 12. April

23.11 Uhr: Türkei: Erdogan lehnt Minister-Rücktritt ab

Riesen-Wirrwarr in der Türkei! Nach dem angekündigten Rücktritt von Innenminister Süleyman Soylu hat Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sein Gesuch abgelehnt. Soylu werde sein Amt weiter ausüben, hat das Büro des Präsidenten am Sonntagabend erklärt.

22.50 Uhr: Mehr als 113.000 Tote weltweit!

Was für absolute Horror-Zahlen! Laut der Johns-Hopkins-University sind weltweit mehr als 113.000 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Über 1,8 Millionen Personen sind infiziert. In Deutschland sind fast 3.000 Menschen verstorben, über 126.000 sind positiv auf Covid-19 getestet.

21.02 Uhr: Türkei: Innenminister Soylu tritt nach Corona-Fiasko zurück

Der türkische Innenminister Süleyman Soylu ist von seinem Amt zurückgetreten. Er übernehme die volle Verantwortung für die am Freitag verhängte Ausgangssperre für 31 Städte, teilte er auf Twitter mit.

Der Erdogan-Vertraute zieht damit die Konsequenz nach dem Coronavirus-Fiasko, als um Samstag 0 Uhr eine zweitägige Ausgangssperre ausgerufen wurde – wenige Stunden, bevor diese in Kraft tritt. Das hatte für eine Massenpanik im ganzen Land gesorgt, es kam zu Schlägereien, völlig überfüllten Läden und Randalen.

20.26 Uhr: Mehr als 14.000 Tote in Frankreich

In Frankreich sind inzwischen mehr als 14.000 Menschen am Coronavirus gestorben. Wie die Nationale Gesundheitsbehörde mitteilt, stieg die Zahl der Toten am Sonntag auf 14.393. Infiziert seien insgesamt 95.403 Menschen.

19.28 Uhr: Tirol verlängert Quarantäne für Sölden

Das österreichische Bundesland Tirol hat die Quarantäne für den Skiort Sölden bis zum 26. April verlängert. Das teilte Landeschef Günther Platter am Sonntag mit. Aufgrund der aktuellen Testergebnisse auf das Coronavirus bleibe keine andere Wahl. Zuvor war bereits die Quarantäne für das Paznauntal mit den Orten Ischgl und Galtür sowie für St. Anton am Arlberg um zwei Wochen verlängert worden.

18.55 Uhr: Zahl der Corona-Toten in der Türkei gestiegen

Die Zahl der Corona-Toten in der Türkei ist auf 1.198 gestiegen. An Ostersonntag hat es laut Behörden 97 neue Todesfälle gegeben. In der Türkei herrscht bis Mitternacht eine strenge Ausgangssperre.

18.30 Uhr: Johnson: „Schulde der NHS mein Leben“

Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich in einer Ansprache an seine Landsleute und das Pflegepersonal des staatlichen Gesundheitssystems Großbritanniens (NHS) gewandt, nachdem er zuvor aus dem Krankenhaus entlassen worden war. Johnson musste auf der Intensivstation behandelt werden.

17.58 Uhr: Italien mit weniger Toten

Endlich gute Nachrichten! In Italien sind so wenige Menschen am Coronavirus gestorben wie seit dem 19. März nicht mehr. Die Zahl der Toten stieg zwar am Sonntag um 431 auf insgesamt 19.899, wie die Zivilschutzbehörde mitteilt. Ein Tag zuvor waren es aber noch 619. Mit dem Virus infiziert sind über 156.000 Menschen. Als wieder genesen wurden mehr als 34.000 nach zuvor 32.000 gemeldet.

17.10 Uhr: Lage in den USA eskaliert! Trump mit drastischer Maßnahme

Das Coronavirus erschüttert die USA so schwer wie kein anderes Land auf der Welt. Präsident Donald Trump zieht nun historische Konsequenzen. Am Samstag hatten die USA mit 20.600 Todesfällen in Folge des Coronavirus den ersten Platz in dieser traurigen Statistik eingenommen. Schon bevor diese Zahlen verkündet wurden, griff Donald Trump in den USA zu einer drastischen Maßnahme. >> HIER KANNST DU DIE GANZE GESCHICHTE LESEN!

16.45 Uhr: Großbritannien jetzt offiziell mit über 10.000 Toten!

Mehr als 10.000 Menschen sind nach der offiziellen Statistik in Großbritannien an Coronavirus-Folgen gestorben. Nach offiziellen Angaben vom Sonntag sind rund 10.500 Menschen ums Leben gekommen, die meisten lebten in England. Im Land mangelt es an Tests, Schutzausrüstung und Beatmungsgeräten. Der staatliche Gesundheitsdienst NHS (National Health Service) ist chronisch unterfinanziert und marode. Experten fürchten, dass das Land bald die höchste Todesrate in ganz Europa haben könnte.

14.57 Uhr: 550 Infizierte auf US-Flugzeugträger

Unter den Besatzungsmitgliedern des US-Flugzeugträgers „USS Theodore Roosevelt“ hat die Zahl der Corona-Infektionen weiter zugenommen. Inzwischen seien 550 Crew-Mitglieder positiv getestet worden, teilte die US-Marine mit. Am Donnerstag hatte die Zahl noch bei 416 gelegen.

12.49 Uhr: Fußballfans geschockt: Platzt jetzt auch die EM 2021?

Die UEFA-Pläne für die auf 2021 verlegte Fußball-EM könnten ins Wanken geraten. Der Wunsch des Dachverbands, das pan-europäische Turnier wie eigentlich geplant auch im nächsten Jahr in den gleichen zwölf Spielorten auszurichten, droht zu platzen. Medienberichten zufolge gibt es in mehreren Städten Probleme mit dem neuen Termin. Auch aus dem einzigen deutschen Spielort München gibt es noch keine endgültige Zusage an die UEFA. „Nach der Verschiebung der Fußball-Europameisterschaft EURO 2020 auf das Jahr 2021 wird das weitere Vorgehen der Landeshauptstadt München aktuell stadtintern geprüft“, teilte das zuständige Sportreferat mit.

11.55 Uhr: Unruhen nach Tod eines 19-Jährigen in Brüssel – 57 Festnahmen

Der Tod eines 19-Jährigen bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei hat in Belgien trotz Corona-Ausgangsbeschränkungen Unruhen ausgelöst. Die Polizei nahm bei den Vorfällen in der Gemeinde Anderlecht in der Region Brüssel-Hauptstadt bis zum Sonntag 57 Menschen fest, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete. Am Samstagabend waren es noch 43 Festnahmen gewesen. In der Nacht habe es jedoch weitere Ansammlungen gegeben, Autos seien in Brand gesteckt worden, sagte eine Polizeisprecherin.

Trotz Versammlungsverbots waren im Laufe des Samstags an mehreren Orten in Anderlecht aufgebrachte Menschen zusammengekommen. Als die Polizei versuchte, die Ansammlungen aufzulösen, eskalierte die Situation laut Belga. Die Beamten seien zum Teil mit Steinen beworfen worden. Der Sender RTBF schrieb von „extremen Spannungen“. Auf Videos sei zu sehen, wie ein Mann mit einer Waffe, die er offenbar von einem Polizisten gestohlen habe, in die Luft schießt. Mittlerweile sei die Situation unter Kontrolle, schrieb Belga am Samstagabend unter Berufung auf die Polizei.

Der 19-Jährige war am Vorabend mit einem Motorroller vor einer Polizeistreife geflohen und schließlich mit einem Polizeiwagen zusammengestoßen. Dabei kam er ums Leben.

11.23 Uhr: Trump bewirbt Medikament – und erntet Spott

Donald Trump hat in den USA ein Medikament angepriesen, dass angeblich als “Game Changer” im Kampf gegen das Coronavirus wirken soll. Jetzt erntet der US-Präsident dafür eine Menge Kritik. Hier alle Einzelheiten!

10.11 Uhr: Muss jetzt die Bundeswehr helfen?

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat breite Unterstützung der Bundeswehr beim schrittweisen Ausstieg aus den Beschränkungen im Kampf gegen die Corona-Krise angeboten. „Wir haben sehr viele Köpfe, sehr viele Hände, die bereit sind zu helfen“, sagte die CDU-Chefin der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Es kommt jetzt darauf an, was die Länder von uns verlangen.“ Denkbar sei etwa der Einsatz in Gesundheitsämtern bei der Nachverfolgung von Infektionsketten. Soldaten könnten aber auch helfen, Einkäufe zu organisieren, wenn Menschen ihre Wohnung nicht verlassen könnten.

9.34 Uhr: Das sind mögliche Folgen des Coronavirus

Bei der neuen Lungenkrankheit Covid-19 ist es aus Expertensicht noch zu früh für gesicherte Aussagen über mögliche Spätfolgen. Bei heftigeren Verläufen, etwa mit schwerem Lungenversagen und langer Beatmungsdauer, seien aber durchaus Restsymptome wie ein vermindertes Lungenvolumen zu erwarten, sagte der Mediziner Sven Gläser vom Vivantes-Klinikum Neukölln. Bei Patienten mit leichteren Lungenentzündungen sei hingegen abgeleitet von ähnlich verlaufenden anderen Lungenerkrankungen anzunehmen, dass sie keine relevanten Folgen befürchten müssen.

8.39 Uhr: USA hat die meisten Todesfälle

Die USA verzeichneten indes am Samstag in absoluten Zahlen weltweit die meisten Toten durch die Corona-Epidemie. Wie aus Daten der Universität Johns Hopkins hervorging, starben bis Samstagabend (Ortszeit) mehr als 20 600 Menschen in Folge der Corona-Pandemie – und damit mehr als in Italien, das bisher bei der Gesamtzahl der Toten international an erster Stelle gelegen hatte. Die Daten ändern sich allerdings rasant: Verschiebungen, welches Land in der Corona-Krise Höchststände erreicht, unterliegen einigen Schwankungen.

8.01 Uhr: Boris Johnson: „Ich verdanke Ihnen mein Leben“

Der britische Premierminister Boris Johnson hat den Mitarbeitern des Londoner Krankenhauses gedankt, in dem er nach einer Infektion mit dem Coronavirus mehrere Tage auf der Intensivstation verbracht hatte. „Ich kann ihnen nicht genug danken. Ich verdanke ihnen mein Leben“, sagte Johnson in einer knappen Mitteilung am späten Samstagabend.

7.34 Uhr: Alarmierende Zahlen aus China

China hat am Sonntag die bislang höchste Zahl importierter Infektionsfälle mit dem Coronavirus an einem Tag gemeldet. Von insgesamt 99 neu registrierten Infektionen seien 97 aus dem Ausland importiert gewesen, teilte die Gesundheitskommission mit.

Zuletzt war am 25. März ein Höchststand von 67 importierten Fällen gemeldet worden. Daraufhin hatte Peking am 28. März eine Einreisesperre aus dem Ausland verhängt, die weiterhin gilt.

Zudem wurden den Angaben zufolge am Sonntag 49 Corona-Verdachtsfälle gemeldet, bei denen es sich allesamt um importierte Fälle handeln soll.

Die beiden heimischen Infektionen stammen demnach beide aus der nordöstlichen Provinz Heilongjiang an der Grenze zu Russland.

Samstag, 11. April

23.00 Uhr: Unruhen in Belgien

Der Tod eines 19-Jährigen bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei hat in Belgien trotz Corona-Ausgangsbeschränkungen Unruhen ausgelöst. Die Polizei nahm bei den Vorfällen am Samstag in der Gemeinde Anderlecht in der Region Brüssel-Hauptstadt bis zum Abend 43 Menschen fest, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete.

Trotz Versammlungsverbots waren im Laufe des Tages an mehreren Orten in Anderlecht aufgebrachte Menschen zusammengekommen. Als die Polizei versuchte, die Ansammlungen aufzulösen, eskalierte die Situation Belga zufolge. Die Beamten seien zum Teil mit Steinen beworfen worden. Der Sender RTBF schrieb von „extremen Spannungen“. Auf Videos sei zu sehen, wie ein Mann mit einer Waffe, die er offenbar von einem Polizisten gestohlen habe, in die Luft schießt. Mittlerweile sei die Situation unter Kontrolle, schrieb Belga unter Berufung auf die Polizei.

Der 19-Jährige war am Vorabend mit einem Motorroller vor einer Polizeistreife geflohen und schließlich mit einem Polizeiwagen zusammengestoßen. Dabei kam er ums Leben.

20.50 Uhr: Polizei löst unangemeldete Demo in Berlin auf

Mit rund 100 Einsatzkräften musste die Polizei Berlin am Samstag am Rosa-Luxemburg-Platz eine Ansammlung auflösen. Dort war gegen die Aussetzung von Grundrechten demonstriert worden. „Zu dieser Versammlung sei angemerkt, dass es weder eine Anmeldung noch den Versuch einer Anmeldung gegeben hat“, sagte ein Polizeisprecher. Teilnehmerzahlen lagen bis Samstagabend noch nicht vor.

Mit Lautsprecherdurchsagen und bei persönlichen Ansprachen hatten die Beamten aufgefordert, sich zu entfernen und Mindestabstände einzuhalten. Nicht bei allen habe der Hinweis, dass es sich bei der Versammlung um einen Verstoß gegen das Infektionsschutz handele, Wirkung gezeigt. Bei einem harten Kern von Teilnehmern, der sich nicht habe entfernen wollen, sei es zum Zweck der Identitätsfeststellung zu „vorübergehenden Freiheitsbeschränkungen“ gekommen, sagte der Sprecher. Teils seien Straftaten und teils Ordnungswidrigkeiten festgestellt worden.

19.35 Uhr: Frankreich vermeldet positiven Trend

In Frankreich ist die Zahl der Covid-19-Patienten, die auf der Intensivstation behandelt werden, den dritten Tag in Folge rückläufig. Derzeit befänden sich 6883 Menschen auf der Intensivstation, sagte Gesundheitsdirektor Jerôme Salomon am Samstagabend. Das sind 121 Menschen weniger als am Vortag. Auch die Zahl der Menschen, die innerhalb von 24 Stunden in Folge von Covid-19 gestorben sind, ist zurückgegangen. Frankreich zählte am Samstag 353 neue Todesfälle in den Krankenhäusern und 290 in den Alten- und Pflegeheimen. Insgesamt verzeichnet das Land den offiziellen Angaben nach 13 832 Tote.

„Es ist viel zu früh und unvernünftig, Vorhersagen über die Zukunft zu treffen“, warnte Salomon allerdings. Es sei nicht die Zeit für eine Lockerung der strengen Ausgangsbeschränkungen, sondern für die strikte Einhaltung von Eindämmung, Barrieremaßnahmen und sozialer Distanz. „Der Druck im Krankenhaus ist nach wie vor sehr hoch.“ Es falle ihm auf, dass die Menschen die physische Distanz nicht immer einhielten.

18.40 Uhr: Markus Söder bittet um Geduld

Markus Söder hat die Menschen in der Corona-Krise um mehr Geduld gebeten. „Es wird auch nach den Osterferien nicht einfach so weitergehen können wie vorher“, stellt Bayerns Ministerpräsident in seiner Oster-Ansprache am Samstag klar. „Wer zu früh lockert, riskiert einen Rückfall“, warnt Söder, sagt aber zuversichtlich: „Unsere Experten sagen: Wir bekommen Corona langsam unter Kontrolle.“

17.30 Uhr: Steinmeier beeindruckt mit Oster-Ansprache

„Jeder von ihnen hat sein Leben radikal geändert. Jeder von ihnen hat dadurch Menschenleben gerettet – und rettet täglich mehr.“ Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeigte sich am Samstag in einer bewegenden Oster-Ansprache „tief beeindruckt von den Kraftakt, den unser Land in den vergangenen Wochen vollbracht hat“. Der Präsident mahnt aber auch, dass es ein Irrglaube sei, die Krise wäre bereits überwunden: „Noch ist die Gefahr nicht gebannt.“

14.59 Uhr: 19 Mitglieder des Nationalen Gesundheitsdienstes gestorben

Der Gesundheitsminister von Großbritannien hat eine traurige Nachricht bekannt gegeben. 19 Mitarbeiter des Nationalen Gesundheitsdienstes seien an der Infektion gestorben, das berichtet der „Independent“. Sie seien mit dem Virus in Kontakt gekommen, als sie andere Menschen deswegen behandelt haben.

In London und Yorkshire seien die Vorsichtsmaßnahmen für Menschen, die im Gesundheitssystem arbeiten, sehr schlecht, monierte der Gesundheitsminister.

14.04 Uhr: Britische Forscherin hat Theorie zum Ursprung der Pandemie aufgestellt

Die verheerende Corona-Pandemie ist nach Ansicht der berühmten Primatenforscherin und Umweltaktivistin Jane Goodall durch einen respektlosen Umgang des Menschen mit Natur und Tieren ausgelöst worden. „Unsere Missachtung der Natur und unsere Respektlosigkeit gegenüber den Tieren haben die Pandemie verursacht“, sagte Goodall.

„Wenn wir beispielsweise den Wald zerstören, werden die verschiedenen Tierarten, die ihn bewohnen, gezwungen, auf engerem Raum zu leben. Krankheiten werden von einem Tier auf das andere übertragen – und eines dieser Tiere, das gewaltsam in die Nähe des Menschen gebracht wird, wird diese wahrscheinlich infizieren“, erklärte die britische Forscherin, die insbesondere durch ihre Arbeit mit Schimpansen in Afrika berühmt wurde.

Zudem sieht die Forscherin die Jagd auf Tiere, die Wildtiermärkte in Afrika und Asien sowie eine auf Fleischkonsum ausgerichtete Intensivlandwirtschaft als „Bedingungen, die den Viren die Möglichkeit geben, von einer Spezies auf die andere und auf den Menschen überzuspringen“. Sie begrüße die Schließung von Märkten in China, auf denen lebendige Wildtiere zum Verkauf angeboten wurden, und hoffe, dass das vorübergehende Verbot zu einem „dauerhaften“ werde und andere asiatische Länder dem Beispiel folgten.

13.59 Uhr: Über 1800 Neuinfektionen im Iran

Im Iran haben sich nach Angaben der Behörden inzwischen mehr als 70.000 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Binnen 24 Stunden wurden 1837 Neuinfektionen gemeldet, wie der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Kianusch Dschahanpur, in Teheran mitteilte. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionen stieg demnach auf 70.029. Zugleich wurden nach seinen Angaben 125 neue Corona-Todesfälle gemeldet. Die Gesamtzahl der Toten durch eine Coronavirus-Infektion stieg den Behörden zufolge damit auf 4357.

Der Iran ist eines der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder weltweit. Das Land hatte seinen ersten Fall am 19. Februar gemeldet. Seither stiegen die Zahlen steil an. Allerdings gehen ausländische Experten von einer noch deutlich höheren Zahl von Infektionen und Todesfällen in dem Land aus.

13.28 Uhr: WHO untersucht Corona-Rückfälle

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) untersucht Rückfälle von Covid-19-Patienten, die nach negativen Virus-Tests als geheilt galten.

„Wir stehen in enger Verbindung mit unseren klinischen Experten und arbeiten hart daran, mehr Informationen über diese individuellen Fälle zu erhalten“, heißt es in einer WHO-Stellung gegenüber Reuters zu ungewöhnlichen Fällen in Südkorea. Es sei sehr wichtig, dass bei der Beurteilung der Patienten der vorgeschriebene Ablauf eingehalten werde. Nach den WHO-Richtlinien kann ein Patient erst aus dem Krankenhaus entlassen werden, wenn zwei Coronavirus-Tests im Abstand von 24 Stunden negativ ausgefallen sind.

12.31 Uhr: Spanien verbucht Erfolge gegen Coronoavirus

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie meldet Spanien weitere Erfolge. Mit 510 neuen Todesfällen innerhalb der letzten 24 Stunden wurde am Samstag der niedrigste offizielle Wert seit dem 23. März registriert. Die Gesamtzahl belaufe sich nun auf rund 16 353, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit. Am Vortag waren noch 605 und am Donnerstag 683 Tote gezählt worden. Der traurige Rekord lag am 2. April bei 950 neuen Todesfällen binnen 24 Stunden.

Die Zuwachsraten bei den Neuansteckungen bleiben seit Tagen vergleichsweise niedrig. Die Zahl der Infektionen sei um weniger als 5000 oder etwa drei Prozent auf rund 162 000 gestiegen, hieß es in der täglichen Bilanz des Ministeriums. Gleichzeitig habe sich die Zahl der Corona-Infizierten, die als genesen gelten, auf fast 60 000 erhöht.

12.08 Uhr: Polizist schnappt Corona-Regelbrecher dank Kinderfahrrad

Dank eines Kinderfahrrades hat ein Bereitschaftspolizist in Mühlenbeck (Oberhavel) zwei Flüchtende erreichen können. Ein Achtjähriger hatte beobachtet, wie Beamte zwei Männer zu Fuß verfolgten, wie Torsten Herbst, Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums, am Samstag sagte. „Spontan bot er sein Mountainbike an, auf das sich dann einer der Polizisten schwang und in die Pedale trat“, sagte er.

Die beiden Flüchtenden im Alter von 19 und 25 Jahren konnten am Freitag in Gewahrsam genommen werden. Sie gehörten zu einer Gruppe von sechs bis sieben Personen, die sich trotz Beschränkungen wegen Corona an einer Bushaltestelle getroffen hatten. Gegen die beiden wurden Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Eindämmungsverbot und das Betäubungsmittelgesetz erlassen. Der Achtjährige erhielt von den Beamten für seine Hilfe einen Teddy und sein unversehrtes 24-er Rad.

11.32 Uhr: Polizei findet Mann aus Erfurt in Kofferraum seines Autos

Die Polizei hat einen Mann aus seinem Kofferraum befreit, nachdem sich dieser dort selbst zu einem Nickerchen hingelegt hatte. Der Erfurter habe wegen der Coronakrise kein Hotel und keinen anderen Ausweg gefunden. Hier liest du die ganze Geschichte.

10.57 Uhr: Finnland hat riesigen Vorteil gegenüber anderen Ländern

Die Finnen haben bereits vor Jahren mit Vorkehrungen begonnen, um sich vor einem möglichen Krieg oder einer Pandemie zu schützen. Neben Medizin, Öl und Getreide wurden auch Schutzmasken gehortet. Aufgebaut wurde das Lager zur Zeit des Kalten Krieges. Länder wie Schweden, Norwegen und Dänemark hatten ebenfalls solche Bestände und gaben sie auf. Doch Finnland nicht. Den ganzen Artikel dazu liest du hier.

09.22 Uhr: Virus in den USA von Europäern eingeschleppt

In den USA gibt es mittlerweile mehr als eine halbe Million Infizierte und fast 19.000 Tote (Stand Samstagmorgen). Mediziner in den USA gehen davon aus, dass das Virus von Europäern nach New York geschleppt wurde und sich von dort aus im ganzen Land verbreitet hat. Bereits mehrere Wochen vor dem ersten bestätigten Fall soll das Virus schon dort angekommen sein, Mitte Februar.

08.09 Uhr: Chinesen stürmen Ausflugsziele

Nachdem in China die Maßnahmen gelockert wurden, haben es sich Tausende Chinesen nicht nehmen lassen, zu beliebten Ausflugszielen zu strömen. Ein Nationalpark in Huang-Shan-Bergen war bereits um 8 Uhr mit 20.000 Besuchern überfüllt. Viele Besucher hätten keine Masken getragen, obwohl das immer noch Pflicht sei in China. Lokale Behörden kritisieren nun das Vorgehen, Mediziner warnen vor einer zweiten Welle der Epidemie.

07.53 Uhr: Chaos in der Türkei nach Verhängung der Ausgangssperre

In der Türkei ist das absolute Chaos ausgebrochen, nachdem Präsident Erdogan Ausgangssperre in 31 Städten für dieses Wochenende verhängt hat. Und das nur zwei Stunden vor Mitternacht! Vor Supermärkten in Istanbul spielten sich tumultartige Szenen ab, die Menschen strömten auf die Straßen, um sich mit Einkäufen einzudecken. Videos bei Twitter zeigen lange Schlangen und dichtes Gedränge vor Supermärkten, Bäckereien und kleinen Shops. Es sind perfekte Bedingungen für das Coronavirus.

07.16 Uhr: 122.171 Infizierte, 2736 Tote

In Deutschland sind Stand Samstagmorgen 2736 Menschen an dem Coronavirus gestorben, 122.171 sind infiziert. Bisher sind 55.980 wieder gesund. Am schlimmsten betroffen ist Bayern mit mehr als 30.000 Infizierten und über 700 Toten, gefolgt von Baden-Württemberg mit mehr als 23.000 Infizierten und über 600 Toten. Auf Platz Drei liegt NRW mit über 500 Toten und mehr als 24.000 Infizierten.

Karfreitag, 10. April

22.31 Uhr: Mehr als 116.000 Infizierte in Deutschland

In Deutschland sind bis Freitagabend mindestens 116 607 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.15 Uhr: mehr als 112 600 Infektionen). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Mindestens 2471 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.15 Uhr: 2301). Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 53 913 Menschen die Infektion überstanden.

22.02 Uhr: Weltweit mehr als 100.000 Menschen am Coronavirus gestorben

Weltweit sind nach Angaben von US-Experten bereits mehr als 100 000 Menschen an den Folgen der Corona-Pandemie gestorben. Das geht aus Daten der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität von Freitag hervor. Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Infektionsfälle lag demnach bei mehr als 1,6 Millionen. In den USA wurden in absoluten Zahlen bislang die meisten Infektionen gemeldet, gefolgt von Spanien und Italien.

20.04 Uhr: SPD-Politiker Lauterbach: Bundesliga-Start im Mai verantwortungslos

SPD-Politiker und Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga bereits im Mai in vielerlei Hinsicht für verantwortungslos. Der 57-Jährige nennt als Hauptgrund für seine Meinung den „sehr hohen medizinischen und logistischen Aufwand“, etwa 20.000 Coronatests müssten bis zum Ende der Saison bei allen Beteiligten durchgeführt werden.

„Die Frage ist, ob das die beste Verwendung der knappen Tests ist für das Luxusgut Fußball“, sagte Lauterbach dem Nachrichtenmagazin Spiegel: „Wir sind derzeit nicht mal in der Lage, jeden zu testen, bei dem es medizinisch sinnvoll sein könnte.“

19.20 Uhr: Mehr als Italien: Großbritannien meldet 980 Todesfälle an einem Tag

Großbritannien hat erstmals mehr Todesfälle an einem einzigen Tag durch das Coronavirus verzeichnet als Italien. Die Zahl der Toten stieg bis Donnerstagabend um 980, wie der britische Gesundheitsminister Matt Hancock am Freitag mitteilte. Italien hatte an seinem bislang schlimmsten Tag am 27. März 969 Tote erfasst.

17.06 Uhr: Südkorea: 91 von Coronavirus genesene Menschen erneut erkrankt

Nach Behörden-Angaben ist in Südkorea bei 91 vom Coronavirus genesenen Menschen die Krankheit erneut ausgebrochen. Wie es dazu kommen konnte, kann derzeit niemand genau sagen.

Manche Experten vermuten, das Virus habe sich „reaktiviert“, es handele sich also nicht um Neuinfektionen. Andere Virologen glauben, es könne sich um falsche Testergebnisse handeln.

16.26 Uhr: Aldi in Corona-Krise: Chef will beruhigen

Nicolas de Lope, verantwortlich für das Deutschland-Geschäft von Aldi Nord, hat vor den erwarteten Liefer-Engpässen rund um Ostern Klartext geredet. Worauf du dich als Kunde einstellen musst, erfährst du hier.

13.11 Uhr: Gute Nachrichten auch aus Spanien

Nicht nur in Deutschland (siehe unten), auch in Spanien beruhigt sich die Lage etwas. Spanien hat im Kampf gegen das Coronavirus am Freitag die niedrigste Zahl neuer Todesfälle seit dem 24. März verzeichnet. Innerhalb von 24 Stunden seien 605 verstorbene Patienten erfasst worden, die Gesamtzahl belaufe sich nun auf rund 15 800, teilte das Gesundheitsministerium mit. Am Vortag waren noch 683 Tote registriert worden, zeitweise waren mehr als 900 Opfer pro Tag gemeldet worden.

Auch die Zuwachsrate der Neuinfektionen ging weiter zurück: Sie lag nur noch bei drei Prozent. Die Gesamtzahl der verzeichneten Fälle belief sich auf 157 000. „Die absteigende Tendenz setzt sich fort“, sagte die Sprecherin der Behörde für Gesundheitliche Notfälle, María José Sierra.

12.02 Uhr: Post könnte wegen Corona auch am Sonntag kommen

Wegen der aktuell sehr hohen Nachfrage schlägt die Post vor, dass vorübergehend auch sonntags gearbeitet werden darf. „Hilfreich wäre beispielsweise, punktuell auch sonntags arbeiten zu können, um beispielsweise Spitzen in der Paketzustellung besser bewältigen zu können“, sagte Tobias Meyer, Vorstand der Post für das deutsche Briefe und Paketgeschäft, „Rheinischen Post.

Die Deutsche Post transportiert wegen aktuell sehr hoher Nachfrage laut Meyer acht Millionen Pakete und Päckchen am Tag. „Dies ist ein Aufkommen wie in der Vorweihnachtszeit – außer, dass wir keine Zeit hatten, uns hierauf vorzubereiten“, sagte Meyer.

Es gibt auch einen Notfallplan des Konzerns für eine Verschärfung der Corona-Krise. Der sehe Prioritäten vor: „Bisher ist kein Verteilzentrum in Deutschland lahmgelegt gewesen. Es könnte nur im Extremfall so sein, dass wir Sendungen nur noch an wenigen Tagen pro Woche zustellen oder dass nur noch Postbevorrechtigte ihre Sendungen erhalten, während andere Sendungen eingelagert werden.“ Nach aktuellem Stand sei aber nicht damit zu rechnen, dass die Post ihre Aufgaben nicht komplett erfüllen könne.

10.57 Uhr: Italien verlängert Ausgangssperre

Die italienische Regierung hat Medienberichten zufolge entschieden, die wegen der Coronavirus-Pandemie verhängte Ausgangssperre um drei Wochen bis zum 3. Mai zu verlängern. Wie italienische Medien am Freitag unter Berufung auf Gewerkschaftsangaben berichteten, verkündete Ministerpräsident Giuseppe Conte die Entscheidung am Donnerstagnachmittag bei einer Videokonferenz mit Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern.

10.11 Uhr: RKI mit positiven Nachrichten!

Das Robert-Koch-Institut hat neue Infiziertenzahlen für Deutschland veröffentlicht. Nach Angaben der Behörde sind inzwischen mehr als 113.000 Fälle bekannt und damit etwa 5.300 mehr als gestern früh. Der Anstieg ist etwas höher als gestern. Fast 2.400 Infizierte sind mittlerweile in Deutschland gestorben.

Aber es gibt auch positive Nachrichten: Die Zahl der Menschen, die das Corona-Virus überstanden haben und als gesund gelten, stieg laut RKI um fast 4.000 auf etwa 54.000. Fast die Hälfte der Menschen hat sich also von der Krankheit schon wieder erholt – das sollte nicht in Vergessenheit geraten.

Das Robert-Koch-Institut hatte die derzeitigen Zahlen gestern als positiven Trend bezeichnet. Es müsse aber abgewartet werden, ob sich dieser Trend bestätige.

9.38 Uhr: Kein Fasten im Ramadan?

Angesichts der Corona-Pandemie rät der Islam-Dachverband Ditib Risikogruppen am Ramadan zur Zurückhaltung. Kranke seien ohnehin vom Fasten befreit, sagte Generalsekretär Abdurrahman Atasoy der Deutschen Presse-Agentur. „Dieses Jahr empfehlen wir zusätzlich auch jenen, die sich zwar gesund fühlen, aber als sogenannte Risikogruppe gelten und sich körperlich nicht fit genug empfinden, ebenfalls auf das Fasten zu verzichten.“ Die Gesundheit habe Vorrang.

Der islamische Fastenmonat beginnt in diesem Jahr am 24. April und endet einen Monat später. Gläubige Muslime verzichten von Tagesanbruch bis Sonnenuntergang auf Essen und Trinken. Als Risikogruppen gelten vor allem ältere und vorerkrankte Menschen.

„Wenn sich die Gläubigen unsicher sind, ob sie fasten sollten, sollen sie ihren Arzt konsultieren“, riet Atasoy.

8.51 Uhr: Ärzte alarmiert – wegen Corona werden andere Patienten vernachlässigt

Der Rückgang von Patienten in den Notaufnahmen alarmiert Mediziner. Chefärzte vom Nürnberger Klinikum warnen davor, wegen der Corona-Pandemie dringend notwendige Behandlungen aufzuschieben. Die Folgen seien für viele Menschen wahrscheinlich gefährlicher als das geringe Risiko, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, teilte das Klinikum mit.

So seien in den vergangenen Wochen deutlich weniger Menschen mit einem leichten Herzinfarkt oder Schlaganfall in die Notaufnahme gekommen. In die Kliniken kämen dafür vermehrt Patienten, bei denen die Beschwerden schon weiter fortgeschritten seien als üblich.

7.45 Uhr: Ärztin schreibt wegen Corona bewegenden Brief

Eine Ärztin aus der USA rührt mit ihrem Brief an die Familie viele Menschen. „Meine Babys sind noch zu jung, um das jetzt zu lesen“, schreibt Cornelia Griggs. „Und sie würden mich in meiner Ausrüstung kaum erkennen. Aber wenn sie mich an COVID verlieren, sollen sie wissen, dass Mami sich sehr bemüht hat, ihre Arbeit zu tun.“

Den ganzen Text kannst du hier lesen.

6.58 Uhr: Sensation in Südkorea: Zahl der Neuinfektionen gering wie nie

Die Zahl der täglich erfassten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Südkorea ist erstmals seit Februar auf unter 30 gefallen. Am Donnerstag seien 27 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Die Gesamtzahl stieg demnach auf 10 450. Es wurden 208 Todesfälle mit dem Virus in Verbindung gebracht.

Zum ersten Mal wurde kein Infektionsfall aus der südöstlichen Millionenstadt Daegu gemeldet, die im Mittelpunkt des Ausbruchs der Lungenkrankheit Covid-19 stand. Über die Hälfte aller Fälle im Land wurde in Daegu registriert.

Die Behörden sahen in den weiter rückläufigen Fallzahlen ein weiteres „positives Signal“, ohne jedoch Entwarnung zu geben. In einigen Fällen sei die Quelle der Neuinfektion nicht bekannt, sagte Vizegesundheitsminister Kim Gang Lip. Es bestehe nach wie vor das Risiko einer zweiten Welle von Masseninfektionen.

Sorgen bereitete den Behörden zuletzt neben kleineren lokalen Häufungen von Neuerkrankungen die wachsende Zahl „importierter“ Fälle. Am Samstag sollen laut Kim 80 Südkoreaner mit einem Charterflugzeug aus Spanien zurückgeholt werden, das besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffen ist.

>> Alle Entwicklung vor dem 9. April kannst du hier nachlesen <<

(mt, mb, mg mit dpa)

Source: derwesten.de

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