Coronakrise: Lockerungen in Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg – DER SPIEGEL

Mecklenburg-Vorpommern will angesichts geringer Corona-Neuinfektionen schon in der Woche vor Pfingsten auch Auswärtigen wieder Urlaub an der Ostsee erlauben. Das sieht ein Stufenplan zum Neustart des Gastgewerbes im Nordosten vor, auf den sich am Montagabend in Schwerin Vertreter von Landesregierung und Gastgewerbe in der gemeinsamen Task Force Tourismus verständigten.

Wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) nach den Beratungen mitteilte, sollen dem Plan zufolge zunächst die Gaststätten im Land vom Samstag (9. Mai) an unter strikten Hygieneauflagen für Einheimische öffnen dürfen, am 18. Mai auch Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen. Zum 25. Mai soll dann das seit Mitte März geltende Einreiseverbot für Touristen aus anderen Bundesländern aufgehoben werden.

Laut Schwesig lag die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Mecklenburg-Vorpommern in den beiden vergangenen Wochen bei durchschnittlich vier Fällen. Insgesamt wurden seit Anfang März 702 Infektionen registriert. Deshalb sei eine vorsichtige Öffnung der Gastronomie und des Tourismus vertretbar. Wirtschaftsminister Harry Glawe sagte, das Land wolle auch ein “Signal in Richtung Bundesrepublik” senden. In Mecklenburg-Vorpommern hängen etwa 130.000 Arbeitsplätze vom Tourismus ab.

Auch Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher will über Lockerungen der Corona-Einschränkungen der Gastronomie sprechen. “Ich denke, wir können uns dort auch weitere Schritte erlauben”, sagte der SPD-Politiker in einem “ARD Extra”. In der Branche gebe es “jetzt wirklich auch Druck”.

Tschentscher warb für ein weiteres gemeinsames Vorgehen von Bund und Ländern. “Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, dass wir für ganz Deutschland ein Rahmenkonzept haben, in das sich die Länder dann einfügen.” Bei diesem Erfolgskonzept solle man bleiben. Wichtig sei, dass man trotz der aktuell guten Zahlen die Disziplin nicht verliere.

Am Mittwoch treffen sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder erneut und beraten über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Kita, Schule und Sport stehen dabei im Fokus, der Gastronomie soll laut Bundesregierung eine Perspektive aufgezeigt werden. Unter Verweis auf regionale Unterschiede pochen Länderregierungschefs zunehmend darauf, eigene Wege gehen zu können.

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Source: spiegel.de

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