Straße von Hormus: Iran soll Öltanker beschlagnahmt haben – tagesschau.de

Erneuter Vorfall in der Straße von Hormus: Die iranische Revolutionsgarde soll einem Bericht zufolge einen ausländischen Tanker beschlagnahmt haben. Das Schiff habe Treibstoff geschmuggelt.

Laut einem Bericht des iranischen Staatsfernsehens soll die iranische Revolutionsgarde einen ausländischen Tanker beschlagnahmt haben. Als Grund wurde der Verdacht illegalen Ölhandels genannt. Auf “Sepah News” hieß es, das Schiff sei am 14. Juli südlich der iranischen Insel Larak in der Meerenge von Hormus festgesetzt worden. Die zwölfköpfige Besatzung sei festgenommen worden.

Das Schiff habe angeblich eine Million Liter Öl von iranischen Schmugglern an Kunden im Ausland transportiert. Ob es sich um den seit Tagen im Persischen Golf verschwundenen Tanker “Riah” handelt, blieb zunächst unklar.

Weiterer Vorfall in der Straße von Hormus

Der aus den Vereinigten Arabischen Emiraten stammende Öltanker hatte vor Tagen aufgehört, Standortdaten auszusenden. Zuletzt war er durch die Straße von Hormus gefahren und schien dann in iranische Gewässer abzudriften. In den USA gibt es den Verdacht, dass der Tanker “Riah” unter der Flagge Panamas womöglich in den iranischen Gewässern abgefangen wurde.

Vergangene Woche hatte ein Zwischenfall mit einem britischen Tanker in der Straße von Hormus international Besorgnis ausgelöst. Britischen Angaben zufolge hatten dort drei iranische Boote versucht, ein britisches Handelsschiff an der Durchfahrt zu hindern. Eine Fregatte zwang sie jedoch zum Abdrehen. Teheran bestritt, in den Vorfall verwickelt zu sein.

Streit um “Grace 1” 

Zudem gibt es Streit zwischen London und Teheran über einen in Gibraltar festgesetzten iranischen Öltanker. Die Behörden in Gibraltar und die britische Royal Navy hatten den unter der Flagge Panamas fahrenden Supertanker “Grace 1” vor Gibraltar wegen des Verdachts auf illegale Öllieferungen nach Syrien festgesetzt. Der Kapitän und drei weitere Mitglieder der Besatzung wurden vorübergehend festgenommen, sind aber inzwischen wieder auf freiem Fuß.

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