Greta Thunberg: Friedensnobelpreis geht überraschend nicht an sie – Experte hat Begründung | Politik – Merkur.de

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Als Favoritin für den Friedensnobelpreis galt Greta Thunberg. Entgegen der Erwartungen hat sie den Preis nicht erhalten – Stattdessen wurde der äthiopische Ministerpräsident Abiy Ahmed geehrt.

  • Die 16-jährige „Fridays for Future“-Initiatorin Greta Thunberg galt als Favoritin für den Friedensnobelpreis.
  • Die Nobeljury hat jedoch nicht sie ausgezeichnet, sondern den äthiopischen Ministerpräsident Abiy Ahmed.
  • Gewählt wurde zwischen 301 Nominierten, unter ihnen 223 Persönlichkeiten und 78 Organisationen.
  • Die Auszeichnung gilt als der renommierteste politische Preis der Welt und ist mit neun Millionen schwedischen Kronen (rund 830 000 Euro) dotiert.

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Update vom 11.10.2019, 12.11 Uhr: Für den äthiopischen Ministerpräsidenten Abiy Ahmed ist der diesjährigen Friedensnobelpreis nach Angaben seines Büros ein Ansporn für die Fortsetzung seiner Friedensarbeit. „Wir laden alle Äthiopier und Freunde Äthiopiens ein, sich weiter auf die Seite des Friedens zu stellen“, heißt es in der über den Kurznachrichtendienst Twitter verbreiteten Erklärung. Der Preis sei auch ein kollektiver Gewinn für die Äthiopier.

Friedensnobelpreis 2019: Warum ging Greta Thunberg leer aus?

Update vom 11.10.2019, 12.04 Uhr: Warum ging Greta Thunberg leer aus? Eine einfache Erklärung lieferte ein Experte schon im Vorfeld der Entscheidung. Henrik Urdal, Direktor des Friedensforschungsinstituts in Oslo, sieht keinen bewiesenen Zusammenhang zwischen der Erderwärmung und bewaffneten Auseinandersetzungen. Das Alter der 16-jährigen Greta Thunberg, die heftige Kritik von Dieter Nuhr einstecken musste, sieht Henrik Urdal außerdem als problematisch für die Entgegennahme des Friedensnobelpreises an. Das hatte er bereits vorab geäußert – und offenbar recht behalten. Über die tatsächlichen Gründe kann natürlich nur spekuliert werden.

Friedensnobelpreis 2019: Äthiopischer Ministerpräsident Abiy Ahmed wird ausgezeichnet

Update vom 11.10.2019, 11.08 Uhr: Der äthiopische Ministerpräsident Abiy Ahmed erhält in diesem Jahr den Friedensnobelpreis. Er wird für seinen Einsatz für Frieden und internationale Zusammenarbeit und vor allem für seine Initiative zur Lösung des Grenzkonflikts mit dem äthiopischen Nachbarland Eritrea ausgezeichnet. Das gab das norwegische Nobelkomitee am Freitag in Oslo bekannt.

Damit stehen die Nobelpreisträger in den Kategorien Medizin, Physik, Chemie, Literatur und Frieden fest. Am Montag folgt abschließend die Bekanntgabe des Wirtschaftsnobelpreises, der als einziger nicht auf das Testament des schwedischen Preisstifters und Dynamit-Erfinders Alfred Nobel zurückgeht.

Update vom 11.10.2019, 11 Uhr: Greta Thunberg hat den Friedensnobelpreis überraschend nicht erhalten. Abiy Ahmed, der äthiopische Ministerpräsident, wurde stattdessen mit dem Preis ausgezeichnet. 

Greta Thunberg erhält den Friedensnobelpreis nicht. Was halten Sie davon?

Update vom 11.10.2019, 10.57: Die Spannung steigt: Wird Klimaaktivistin Greta Thunberg den Friedensnobelpreis erhalten?

Greta Thunberg Favoritin für Friedensnobelpreis: Konkurrenz überrascht – bittere Umfrage in Deutschland

Update vom 11.10.2019, 10.06 Uhr: Wird Greta Thunberg heute mit nur 16 Jahren der Friedensnobelpreis verliehen? Gut möglich. Die meisten Bundesbürger würden es jedoch nicht begrüßen. Das geht zumindest aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Civey für FOCUS Online hervor. 

Demnach fänden es knapp über 60 Prozent nicht gut, wenn die „Fridays for Future“-Initiatorin ausgezeichnet würde. Nur rund 28 Prozent der Deutschen würden es begrüßen. Das Stimmungsbild war im August noch anders: Damals unterstützten noch rund 31 Prozent eine Friedensnobelpreis-Vergabe an Thunberg.

Besonders kritisch würde ein Preis für Thunberg bei den Anhängern der CDU, FDP und AfD gesehen. Die Zustimmung bei den Unionsanhängern liegt bei knapp 8 Prozent, bei potenziellen Wähler der FDP bei rund 7 Prozent, bei den AfD-Anhänger gar nur bei rund einem Prozent. Die meisten Unterstützer für eine Preisvergabe finden sich bei den potenziellen Wählern der Grünen (63 Prozent) gefolgt von den Linken-Anhängern mit knapp 43 Prozent.

Update vom 11.10.2019, 7.06 Uhr: Die norwegische Nobeljury enthüllt am heutigen Freitag (11.00 Uhr) den Namen des diesjährigen Friedensnobelpreisträgers. Die Auszeichnung gilt als der renommierteste politische Preis der Welt und ist mit neun Millionen schwedischen Kronen (rund 830 000 Euro) dotiert. Im vergangenen Jahr erhielten sie der kongolesische Arzt Denis Mukwege und die irakische Menschenrechtsaktivistin Nadia Murad für ihren Kampf gegen sexuelle Gewalt als Kriegswaffe.

Die Jury hat in diesem Jahr die Wahl zwischen 301 Nominierten, unter ihnen 223 Persönlichkeiten und 78 Organisationen. Da die Namen der Kandidaten 50 Jahre lang unter Verschluss gehalten werden, lässt sich über den Preisträger nur spekulieren. Glaubt man den Mutmaßungen von Friedensforschern und den Quoten von Wettanbietern, dann könnte der Preis in diesem Jahr an die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg oder den äthiopischen Ministerpräsidenten Abiy Ahmed gehen.

Greta Thunberg ist Favoritin für Friedensnobelpreis – Konkurrenz dürfte viele überraschen

Erstmeldung/Vorbericht: Am Freitag wird zum 134 Mal der Friedensnobelpreis vergeben. Wie jedes Jahr schaut dabei die ganze Welt auf die Verleihung. Der Friedensnobelpreis löst dabei immer wieder große Aufmerksamkeit aus. Auch dieses Jahr wird man gespannt sein können – vielleicht mehr als sonst. Das liegt an der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg, die den Buchmachern nach als große Favoritin gilt.

Friedensnobelpreis: Klimaaktivistin Greta Thunberg gilt als Favoritin

Die 16-jährige Klimaaktivistin Greta Thunberg war im August 2018 mit ihrem Schulstreik in die Öffentlichkeit geraten. Der Streik, den sie zunächst alleine ausübte, gewann in kürzester Zeit an Zuspruch – schnell war die Klimaschutz-Bewegung „Fridays for Future“ geboren. Für ihren Einsatz für den Klimaschutz bekommt Greta Thunberg viel Beifall. Doch auch Stimmen, die ihren intensiven Einsatz als kritisch betrachten, muss Greta Thunberg hinnehmen. Für viele ist Greta Thunberg dennoch die Favoritin auf den Friedensnobelpreis 2019.

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Klimaaktivistin Greta mit viel Zuspruch: Friedensnobelpreis winkt

Dan Smith, Direktor des Internationalen Instituts für Friedensforschung in Stockholm, hat sich jetzt für die Auszeichnung der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg ausgesprochen. So sagt er: „Was sie im Verlauf des vergangenen Jahres getan hat, ist außergewöhnlich.“ Für ihn ist auch eindeutig, dass es sich bei dem Klimawandel um ein Thema handelt, „das in engem Zusammenhang mit Sicherheit und Frieden steht.” Wie auch in der breiten Öffentlichkeit hat ebenfalls in diesem Kontext Kritik nicht auf sich warten lassen. 

Greta: Friedensnobelpreis in Aussicht – skurrile Nominierte

Ein weiterer Favorit neben Greta Thunberg auf die Vergabe des Friedensnobelpreises ist auch Abiy Ahmed, Ministerpräsident von Äthiopien. Dass sein Land Frieden mit dem verfeindeten Nachbarn Eritrea geschlossen habe, wird ihm hoch angerechnet. Des Weiteren sind die Organisationen Komitee zum Schutz von Journalisten, das Kinderflüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen und Reporter ohne Grenzen. Insgesamt gingen 301 Vorschläge beim Nobelkomitee ein. Die wohl skurrilsten Kandidaten in der langen Liste dürften die meisten wohl eher überraschen. So sind auch der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un, dessen Biografie spannende Details enthüllt, und der amerikanische Präsident Donald Trump im Rennen. Letzterer ließ sich demnach auf eigenen Wunsch von Japans Regierungschef Shinzo Abe vorschlagen. Dass einer der beiden am Ende ausgezeichnet wird, gilt jedoch als äußerst unwahrscheinlich. 

Aber auch auch die neuseeländische Ministerpräsidentin Jacinda Ardern, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Papst Franziskus und das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR sind offenbar im Rennen.

Greta Thunberg: Friedensnobelpreis – Entscheidung über Preis am 11. Oktober

Greta Thunberg, über die sich Wladimir Putin herablassend geäußert hat, wird sich also gegen reichlich Konkurrenz durchsetzen müssen. Die Vorschläge auf den Friedensnobelpreis können tausende Menschen überall auf der Welt einreichen. Darunter sind Parlamentarier, ehemalige Preisträger, Universitätsprofessoren und aktuelle sowie ehemalige Mitglieder des Komitees.

Für Greta Thunberg wäre es nicht die erste Auszeichnung. Die schwedische Klimaaktivistin hat in ihrem jungen Alter bereits den einen oder anderen Preis gewonnen. Darunter etwa den Alternativen Nobelpreis und der Menschenrechtspreis. Sollte Greta Thunberg tatsächlich den diesjährigen Friedensnobelpreis gewinnen, wäre das historisch: Noch nie konnte der amtierende Preisträger des „alternativen Nobelpreises“ mit dem Friedensnobelpreis geehrt.

Aktivistin Greta: Friedensnobelpreis – lange Tradition

Der Schweizer Henry Dunant war der erste, der mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Er gründete damals das „Internationale Rote Kreuz“. Neben ihm wurde auch der Franzose Frédéric Passy geehrt, der die „Internationale Friedensliga“ ins Leben gerufen hatte. Im Jahr 1905 ging dann zum ersten Mal der Preis an eine Frau. Die Autorin  Bertha von Suttner setzte sich damals für Frieden und die Verständigung der Völker ein.  Man darf also gespannt sein, wer am Ende mit dem diesjährigen Friedensnobelpreis ausgezeichnet wird. 
(mit dpa/AFP)

Source: merkur.de

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