Attacke am Frankfurter Bahnhof: Große Anteilnahme bei Gottesdienst für getöteten Achtjährigen – SPIEGEL ONLINE

In einem Gottesdienst haben viele Menschen dem am Frankfurter Hauptbahnhof getöteten Achtjährigen gedacht, der vor einen ICE gestoßen wurde. Unter den Trauergästen war auch Hessens Ministerpräsident Bouffier.

Der Gottesdienst fand in der Kirche im hessischen Glashütten statt
Joachim Storch/dpa

Der Gottesdienst fand in der Kirche im hessischen Glashütten statt

Knapp drei Wochen nach dem tödlichen Stoß vor einen ICE am Frankfurter Hauptbahnhof haben Angehörige, Freunde und Nachbarn in einem Gottesdienst dem getöteten Achtjährigen gedacht.

Das Ereignis bleibe für immer schrecklich und unfassbar, sagte der evangelische Propst für Rhein-Main, Oliver Albrecht, nach Mitteilung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und des Hochtaunuskreises am Samstag in einer Ansprache. “Das ist nicht in Worte zu fassen. Es ist wie ein böser Traum und zugleich eine unendliche Leere.” Der ökumenische Gottesdienst fand in der Kirche im hessischen Glashütten nahe Frankfurt statt.

Ein 40 Jahre alter Mann hatte am 29. Juli den Achtjährigen und dessen Mutter im Frankfurter Hauptbahnhof vom Bahnsteig vor einen einfahrenden ICE gestoßen. Der Junge starb, seine Mutter konnte sich in letzter Sekunde retten. Der Tatverdächtige wurde kurz darauf gefasst und sitzt seither unter Mordverdacht in Untersuchungshaft.

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Nach Angaben der EKHN zählten auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und seine Frau Ursula zu den Trauergästen bei dem Gedenkgottesdienst in Glashütten im Hochtaunuskreis. Der Regierungschef habe der Familie des getöteten Jungen zuvor in einem persönlichen Gespräch seine Anteilnahme ausgedrückt.

In einer Fürbitte im Gottesdienst sagte Bouffier: “Wir sind fassungslos über das Böse, zu dem ein Mensch fähig ist. Wir sind erschrocken. Wir sind zornig. Hilf uns, hilf allen, damit sich der Zorn nicht in die Seele frisst. Damit die Wut nicht zur Rache drängt. Sei an unserer Seite.” (Lesen Sie hier ein Interview mit Bouffier über die Tat und Reaktionen)

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